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Torgau
(21.09.2025)
Torgau: Die Stadt Torgau mit ca. 20.000 Einwohnern, liegt am westlichen Ufer der Elbe im Norden von Sachsen.
Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort unter dem Namen Torgove im Jahr 973. 1485 fand die Leipziger Teilung zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht statt.
Der sächsische Kurfürst Ernst machte Torgau zu seiner Residenz und Schloss Hartenfels wurde zur Hauptresidenz der ernestinischen Kurfürsten. Torgau war mit Schloss Hartenfels das politische Zentrum der Reformation. 1530 verfasst Luther hier gemeinsam mit Jonas, Melanchthon und Bugenhagen die Torgauer Artikel.
Im Schmalkaldischen Krieg von 1546-1547 unterlagen die protestantischen Landesfürsten Kaiser Karl V. Infolge der Wittenberger Kapitulation kam neben anderen Gebieten auch Torgau vom ernestinischen Sachsen unter Johann Friedrich zum albertinischen Sachsen unter seinem Vetter Moritz in Dresden.
Schloss Hartenfels war fortan nur noch Nebenresidenz, verlor jedoch nie die symbolische Bedeutung für die reformatorische Bewegung. Da in Wittenberg 1552 die Pest ausgebrochen war, reiste Luthers Witwe Katharina von Bora nach Torgau. Nach einem schweren Kutschenunfall starb sie hier 1552, wurde hier begraben und heute gibt es ein ihr gewidmetes Museum.
1811 wurde auf Befehl Napoleons die Festung Torgau ausgebaut. 1813 wwurde sie von den Preußen erobert. Torgau fiel nach dem Willen der Sieger und den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 dauerhaft an Preußen in der Provinz Sachsen.
Torgau erlangte Ende des Zweiten Weltkrieges internationale Berühmtheit, als sich am 25. April 1945 sowjetische und US-amerikanische Truppen an der Elbe bei der Stadt trafen, noch vor dem offiziellen Waffenstillstand.
Landkarte von Torgau und Umgebung.
Stadtplan mit Kennzeichnung der Sehenswürdigkeiten.
Informationstafel mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten.
Blick von der Elbstraße auf die Elbe und die Elbbrücke Torgau.
Blick auf das Denkmal der Begegnung vom Architekten Abraham Miletzky aus Kiew. Es wurde im Auftrag der Roten Armee errichtet. Dahinter die der Elbe zugewandte Fassade von Schloss Hartenfels.
Details des Denkmals mit Flaggen und Gewehren aus Stein oben am Denkmal.
Gedenktafel am Denkmal.
Informationstafel mit historischen Fotos.
Auf der anderen Straßenseite, direkt vor der Fassade des Schlosses das Denkmal der Befreiung. Der Grundstein für dieses Denkmal wurde 1975 gelegt. Der sozialistischen Ideologie gemäß, wurde die Befreiung durch die Sowjetunion gepriesen, der Anteil der US-amerikanischen Armee am Ort der Begegnung nicht erwähnt.
Informationstafel.
Schloss Hartenfels:
Da es keine urkungsliche Erwähnung oder archäologische Überlieferungen zum Baubeginn der ehemaligen Burganlage gibt, geht man davon aus, daß seit dem 10. Jahrhundert eine Burg zum Schutz des Marktortes Torgau gegeben hat.
Seit dem 11. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Markgrafen von Meißen. Die Burg wurde zum strategisch wichtigen Punkt entlang der Elbe. 1485 vollzogen die Brüder Albrecht und Ernst die Teilung des bis dahin gemeinsamen wettinischen Herrschaftsgebietes. Die bisherige Hauptresidenz Albrechtsburg in Meißen fiel in den Besitz der albertinischen Linie der Wettiner. Torgau wurde von Kurfürst Friedrich dem III. (1463-1525) und seinen Nachfolgern zur neuen Hauptresidenz der ernestinischen Linie ausgebaut. Der Schlossbau wurde im 15. Jahrhundert von Conrad Pflüger (1477-1505), einem Schüler Arnolds von Westfalen begonnen und im 16. Jahrhundert von Conrad Krebs (1492-1540) fortgeführt. Es handelt sich um das größte vollständig erhaltene Schloss der Frührenaissance Deutschlands. Informationstafeln und Aufriss von Schloss Hartenfels.
Blick auf die nordöstliche, der Elbe zugewandte Fassade des Schlosses.
Richtung südöstliche Ecke des Schlosses. Hier steht der Grüne Turm oder Hasenturm. Davor befindet sich der schräge elbseitige Aufgang zum Schloss, errichtet 1543 unter dem sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich. Das Elbtor, auch Pferde- oder Jägertor genannt ist ein prachtvoll dekoriertes Rundbogentor aus Stein im Stil der Renaissance. In der Mitte oben ein farbiges Wappenschild, flankiert von sitzenden Figuren, links zum Beispiel Herkules und oben Soldaten auf Podesten. An der Seite und der Front jeweils ein Pferdekopf und über dem Durchgang eine Inschrift.
Links neben dem Hasenturm ein farbiger runder Erker an der der Elbe zugewandten Ecke des Johann-Friedrich-Baus.
Blick in den prächtigen Innenhof des Schlosses. Links am sogenannten Johann-Friedrich-Flügel oder Ostflügel befindet sich der repräsentativ gestaltete Große Wendelstein. Es handelt sich hier um eine fast 20 Meter hohe freitragende Wendeltreppe aus Elbsandstein, In der Mitte der Hausmannsturm, rechts daneben der ehemalige Kanzleibau. Dann ein weiterer Treppenturm und ganz rechts der Albrechtsbau.
Hausmannsturm.
Große Wendelstein: der wie der Bug eines Schiffes in den Hof ragende Treppenturm aus Elbsandstein, ist 28,22 m hoch und ruht auf einem Altan, der von Treppen auf beiden Seiten flankiert wird. Geschaffen 1533-1535, orientierte sich diese architektonische Meisterleistung am Wendelstein der spätgotischen Albrechtsburg in Meißen. Ohne Mittelsäule winden sich 54 Stufen um ihre eigene Achse und werden von von 6 tragenden Pfeilern gestützt. Die statischen Elemente sind mit Reliefs verziert, die florale Elemente, Grotesken und Medaillons zeigen.
An der Brüstung des Altans sind zahlreiche Wappen zu sehen, die die Legitimation der ernestinischen Kürfürsten zeigen sollen.
An Anfang der Treppen lebensgroße Statuen des Kurfürsten Johann Friedrich I. (1503-1554) und seines Halbbruders und Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Coburg (1521-1553).
Details der Dekoration an den Fenstern mit Gesichtern und floralen Motiven.
Rundbögen am Altan mit dem ehemaligen Hauptzugang zum Festsaal des Johann-Friedrich-Baus. Über dem Durchgang das kursächsische Wappen. Die Decke im Altan ist mit einem Netzgewölbe versehen.
Portal zum nicht mehr existierenden Festsaal. Das Tor wird flankiert von Balustersäulen. In den Kapitellen hat sich links ein Medaillon mit der Darstellung Martin Luthers erhalten. Im Gebälk weitere Medaillons mit der Darstellung des Kurfürstenpaares. Stilistisch beeinflusst von der Cranach-Schule. In der Mitte die Kopie einer Büste aus Bronze mit der Darstellung Friedrichs des Weisen. Das Original von 1498 von Adriano Fiorentino wird in den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden aufgewahrt.
Blick in die Mitte der Spirale der Wendeltreppe.
Blick von unten auf die Podeste der Balkone, mit Reliefs, Wasserspeiern und Statuen.
Weitere Reliefs. Ohne Farbe das Relief mit der Darstellung von Samson und Delilah, nach einer Vorlage aus der Cranach-Werkstatt.
Blick auf die unteren Stufen der Wendeltreppe.
Blick von unten auf des Ende der Wendeltreppe und das Netzgewölbe mit seinen Schlusssteinen ganz oben.
Blick auf das Geländer des Podestes ganz oben, dekoriert mit Reliefs
Details der Schlusssteine im Netzgewölbe.
Blick auf einen in den Sandstein gemeißelten Text an einem der Balkone. Darunter ein Podest und ein Wasserspeier.
Blick vom Großen Wendelstein auf den Hausmannsturm.
Blick vom Großen Wendelstein auf den Schlosshof. Rechts der Johann-Friedrich-Bau mit der Schlosskapelle und dem Schönen Erker über dem Eingang zum Schlosshof. Links der Albrechtsbau und geradeaus der Glockenturm.
Graffitis an einer Wand.
Blick auf den Johann-Friedrich-Bau auf der nordöstlichen Seite des Schlosshofes, mit der Schlosskapelle und dem Schönen Erker über dem Eingang zum Schlosshof.
Details des Schönen Erkers mit zahlreichen Reliefs. Sie zeigen kriegerische Szenen mit nackten Menschen. Darüber zwei Medaillons mit der Darstellung von Lucretia, die sich mit dem Dolch ersticht und rechts Salome mit dem Haupt von Johannes dem Täufer.
Brunnen mit der Statue von Poseidon.
Rundbogenportal zur Schlosskapelle. Der friesartige Bogen mit Reliefs zeigt Engel, die den Gläubigen die Leidenswerkzeuge Christi zeigen. Darüber ein Relief mit der Beweinung Christi vom Bildhauer Simon Schröter (- 1568). Diese Kapelle ist die einzige Kirche, die von Martin Luther 1544 persönlich eingeweiht wurde.
Blick vom nordöstlichen Gebäudeflügel mit dem Dokumentations- und Informationszentrum auf den Schlosshof mit dem Großen Wendelstein.
Fessel aus Metall für Hände und Füße, nach 1920
Blick vom Hasenturm auf die Elbe und das Denkmal der Begegnung.Historische Tür aus Holz mit Metallbeschlägen.
Blick auf die Westseite des Schlosses mit der Schlossbrücke und dem Glockenturm.
Über dem Eingang zum Schloss ein großes, farbiges Wappenschild, gehalten von Löwen.
Unter der Schlossbrücke befindet sich ein Bärengraben. Es war eine alte Tradition Bären im Burggraben zu halten. Seit 1425 werden Bären gehalten, der Bärengraben entstand 1452. Dieser wurde mehrmals vergrößert. Zeitweise wurden hier 30 Bären gehalten. Der feudale Brauch wurde nach der Schlacht bei Torgau 1760 unterbrochen und in den 1950er Jahren wieder aufgenommen. Braunbär.
Blick vom Schlossvorplatz auf das Schloss und die Schlossbrücke mit Bärengraben.
Südlich des Bärengrabens befindet sich zwischen einem Gebäudeflügel mit dem Bürgerbüro und der südlichen Fassade des Albrechtbaus ein Rosengarten, der auf dem ehemaligen Turniergraben angelegt wurde. An der Fassade des Albrechtbaus gibt es eine steile terrassierte Anlage mit beschnittenen Buchsbäumen, Rosen, Lavendel und kleinen Wasserbecken. Ganz unten eine Rasenfläche mit alten Bäumen und Sitzbänken.
Ehemaliges Zeughaus: Der Schlossbrücke gegenüber, am Schlossvorplatz, 1479 als Kornhaus erbaut und unter August I. erweitert und umgebaut. Ab 1538 diente das Erdgeschoss als Marstall. Während der Napoleonischen Kriege 1812-1818 war es das Artilleriezeughaus und wurde auch als Lazarett genutzt.
Am Giebel zwei Pferdeköpfe und das kursächsische Wappen.
In der Straße „Wintergrüne“ liegt hinter dem Museum Torgau rechts, die Marienkirche: spätgotische Hallenkirche, die auf romanische Ursprünge aus der Zeit um 1100 zurückgeht,. Erbaut zwischen 1350-1500.
Blick auf die Südseite der Kirche mit dem südlichen Turm der Doppelturmanlage im Westen. Der Südturm wurde bei einer Erneuerung nach einem Brand zwischen 1748 und 1751 erhöht und mit Haube und Laterne abgeschlossen.
Der Chor ist mit einem Satteldach gedeckt. Auf der Südseite gibt es einen polygonalen Anbau.
Alte Grabsteine an der Außenwand der Kirche. Im Hintergrund historische Häuser in der Straße „Wintergrüne“.
Blick durch die Straße „Wintergrüne“ zurück auf das Schloss.
Portal auf der Südseite der Kirche mit dem oktogonalen Anbau.
Westfassade bzw. Westwerk aus dem 11. Jahrhundert mit der Doppelturmanlage. Die romanischen Rundbogenfenster im linken, nördlichen Turm stammen von ca. 1220. Rechts der barocke Turm. Über den Portalen eine Fensterrose vom Ende des 14. Jahrhunderts.
Zwei Portale an der Westfassade der Kirche und die Fensterrose. Links ein spätgotisches Portal von ca. 1516.
Inneres:
Blick in die dreischiffige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe. Das Mittelschiff wird im Osten durch den polygonalen Chor verlängert. Die Gewölbe desw Langhauses entstanden nach 1464.
Blick vom südlichen Seitenschiff auf die Schuster-Orgel von 1984 im nördlichen Seitenschiff.
Farbige Kanzel aus Holz mit der Darstellung der Evangelisten, 1582 von Georg Wittenberger. 1692/93 wurde sie mit weiteren figürlichen Dekorationen von Gottfried Fischer und Nikolaus Beseler versehen.
Blick in den Chor mit Netzgewölbe und den barocken Hochaltar. Der Entwurf stammt vom Baumeister Giovanni Simonetti, die bildhauerischen Arbeiten von Santino Caprani aus den Jahren 1694-1697. 1698 wurden die beiden Bildtafeln Abendmahl und Kreuzigung Jesu von Heinrich Sperling eingefügt. Statuen der Evangelisten Matthäus und Markus stehen neben den flankierenden korinthischen Säulen.
Ganz oben Statue des Salvator mundi und zwei Grabwächter.
Zwei der Schlusssteine im Chorgewölbe.
Blick durch die Kirchenschiffe Richtung Westen auf eine steinerne Empore mit Achteckpfeilern und gefelderter Brüstung, von ca. 1520.
Taufbecken von 1693 aus Marmor. Geschaffen von Hans Nicolaus Meyer, verziert mit floralen Motiven und Putti.
Blick auf die beiden Türen im südlichen Seitenschiff mit erhaltener Wandmalerei mit der Darstellung des heiligen Sebastian, nach einem Stich von Martin Schongauer.
Grabplatten an der Wand.
Grabplatte aus Messing von 1504. Die Gravur zeigt Sophie von Mecklenburg, die erste Frau des späteren Kurfürsten Johann des Beständigen. Sie stammt aus der Werkstatt von Peter Vischer dem Älteren (1455-1529).
Gemälde von einem Altar, bwz. eine Altartafel mit der Darstellung der Vierzehn Nothelfer. Es handelt sich um ein Frühwerk von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553), welches im Zusammenhang mit seiner Niederlassung als Hofmaler in Wittenberg 1505/06 entstand.
Der Schmerzensmann begleitet von zwei trauernden Engeln auf der Rückseite.
Altarflügel eines Altars vom Ende des 15. Jahrhunderts. Auf der Vorderseite Johannes der Evangelist und auf der Rückseite ein heiliger Bischof.
Grabplatte der 1552 in Torgau verstorbenen Katharina von Bora, der Witwe Martin Luthers. Der Grabstein wurde 1617 von Wolf Mönch restauriert und mit Umschrift und Wappen versehen.
Spätgotischer Passionsaltar am Ende des nördlichen Seitenschiffs. Er stammt aus dem Jahr 1509 und wurde wahrscheinlich für die 1533 abgebrochene Heiligkreuzkapelle geschaffen. Im Jahr 1945 wurde die rechte Hälfte der Mitteltafel zerstört und bei einer Restaurierung im Jahr 1970/71 neutral ergänzt. Auf der Mitteltafel befindet sich ein Gemälde mit der Kreuzigung, auf den Innenseiten der Altarflügel Szenen aus der Passion Christi..
Der gemalte Flügelaltar zeigt auf der Mitteltafel eine figurenreiche Kreuzigung; auf der Rückseite war das Schweißtuch der heiligen Veronika mit Stifterwappen und Datierung dargestellt. Auf den Flügeln sind innen die Kreuztragung, die Kreuzanheftung, Kreuzaufrichtung und die Kreuzabnahme dargestellt, außen die Verspottung, die Dornenkrönung, die Ecce-homo-Darstellung und die Geißelung Christi.
Historisches Haus in der Ritterstraße mit einer breiten Einfahrt mit Netzgewölbe.
Historisches Portal in der Ritterstraße 4.
Historisches Handwerkerhaus am Rosa-Luxemburg-Platz 4, dem früheren Paradeplatz. Das nur 4 m breite Haus wurde 1605 erbaut und ist das älteste noch weitgehend im Original erhaltene Haus der ärmsten Bevölkerung Torgaus. Erst 1904 erhielt es Wasseranschluss und war bis 1989 bewohnt.
Informationstafel
Wohnraum im Erdgeschoss.
Küche
Toilette
Waschküche.
Blick in einen kleinen Hof mit einem weiteren kleinen Gebäude.
Im Obergeschoss ein Schlafzimmer
Weiterer Raum mit einer Wiege aus Holz, einer Truhe, ein Beispiel für die Bekleidung der damaligen Zeit.
Informationstafel.
An der Wand hat sich eine Wandmalerei erhalten mit der Darstellung von Segelschiffen.
Informationstafel zur US-Patrouille 1945
Historisches Portal Bäckerstraße 10.
Historisches Portal von 1520 im Renaissanacestil, Bäckerstraße 8
Historisches Haus in der Bäckerstraße 3. Es wurde 1869-1871 in neugotischen Stil umgestaltet. Es wurde ein Sitznischenportal mit figürlichen Schmuck aus vom Beginn des 16. Jahrhunderts eingebaut.
Schriftzug an der Fassade eines Hauses in der Bäckerstraße
Historisches Haus Bäckerstraße 2 von1595/96 im Renaissancestil. Der Spielwarenladen ist der älteste der Welt und befindet sich seit 330 Jahren im Familienbesitz.
Informationstafeln am Haus Zum Markt 3, in dem Adelige Gäste logierten.
Marktplatz: An dem Platz befand sich bereits in slawischer Zeit ein Handelsplatz. Er wurde erstmals 973 urkundlich erwähnt. Später war er Friedhof der nach 1250 errichteten Nikolaikirche. In der Renaissance wurde er von den Bürgern Torgaus als Gegenstück zum feudalen Schlossbereich angelegt.
Der Marktbrunnen „Narren und Musikanten“ ist von der Bildhauerin Erika Harbort (1954-). In der Mitte die überlebensgroße Staute des Hofnarren Claus Narr. Am Rand der Torgauer Bär, der Hund Lepsch und zwei Musikanten. Im Hintergrund auf der Nordseite des Marktplatzes die Mohrenapotheke, die es seit dem 15. Jahrhundert gibt. Das Gebäude entstand 1597 unter Einbeziehung älterer Bauten.
Rathaus: Es entstand 1563-1565 als sogenanntes neues Rathaus. Der Bau des Rathauses, mit seiner 57 m breiten Fassade, wurde von Kurfürst August von Sachsen gefördert. Der Entwurf stammt von Andreas Bretschneider. Ausgeführt vom Maurermeister Valten Wegern, dem Steinmetzmeister Caspar Reinwald und dem Zimmermann Caspar Schulz.
Blick auf den erst 1577/78 angebauten Trinkstubenbau mit einem Runderker.
Im ersten Geschoss als Relief die Huldigung an die Landesfürsten, hier August (1526-1596) und seine Gemahlin Anna von Österreich. In der zweiten Etage Allegorien der Tugenden. In der dritten Etage Relefs von Alexander dem Großen, Karl dem Großen, Gottfried von Bouillon und Julius Caesar als Ideale staatsmännischer Klugheit.
An der Ecke zur Schlossstraße ein historisches Haus.
Haus mit modernen Gemälden mit Gesichtern in den Fenstern.
Alltagskirche: Die Alltagskirche wurde als Klosterkirche St. Peter und Paul des Franziskanerklosters Torgau erbaut. Es handelt sich um eine spätgotische Hallenkirche. Heute ist sie profaniert und wird als Aula des Johann-Walter-Gymnasiums genutzt.
Rundbogenportal an einem historischen Haus.
Blick in die Schlossstraße mit historischen Häusern.
Historischer Eingang Schlossstraße 17.
Gebäude der Katharina-Luther-Stube in der Katharinenstraße 11. Es handelt sich um das Sterbehaus von Katharina Luther, der ehemaligen Nonne Katharina von Bora und Ehefrau von Martin Luther.
Schaufenster mit Hummel-Figuren und historischen Ausgaben der Miniatur-Bibliothek.
Schlosstraße mit historischen Häusern.
Portal im Renaissancestil mit kleinem Giebel mit Wappenschilden. In dem Haus Schlossstraße 25 wohne einst der Naturwissenschaftlers Johann Kentmann, heute befindet sich hier die „Bärenschenke“.
Historisches Haus von 1621 mit Rundbogenportal und Giebel im Stil der Renaissance.
Detail des Sitznischenportals.
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