Kolk und Altstadt Spandau

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27.08.2025
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Kolk und Altstadt Spandau

(27.08.2025)

  • Kolk: Der Kolk bzw. die frühere Insel Behnitz, ist eines der ältesten Siedlungsgebiete im Bezirk Spandau. Der Kolk liegt in direkter Nachbarschaft zur Altstadt Spandau, heute getrennt durch die breite Straße Am Juliusturm. Kolk ist Niederdeutsch für eine wassergefüllte Vertiefung. Der Kolk liegt innerhalb der im 14. Jahrhundert erbauten Stadtmauern, die auch die Altstadt Spandau umgab bzw. in Teilen noch umgibt.
    St. Marien am Behnitz: Auf Befehl von König Friedrich Wilhelm I., entstand östlich der Zitadelle eine Waffenfabrik und Werkstätten und Wohnhäuser für die Arbeiter und ihre Familien gebaut. Da die Arbeiter überwiegedn aus der römisch-katholischen Stadt Lüttich in Belgien kamen, wurde ihnen freie Religionsausübung zugesichert. 1723 entstand dann als erste Kirche ein einfacher Fachwerkbau, die erste neu entstandene römisch-katholische Kirche nach der Reformation in Preußen. Die Kirche war sehr schnell baufällig und 1735 ordnete Friedrich der Große den Abriss und einen Neubau an, der sich durch die Schlesischen Kriege verzögerte.1767 war ner Neubau fertig. Auch diese Kirche war sehr schnell baufällig. Ab 1825 wurde wieder über einen Neubau nachgedacht, allerdings an einer anderen Stelle, da die Gemeinde der Stadt Spandau inzwischen sehr viel größer geworden war.
    Nach langen Verhandlungen und nach Klärung der Kosten begann man 1847 mit dem Abbruch eines Hauses am vorgesehenen Bauplatz innerhalb der Stadtmauern, am sogenannten „Behnitz“.
    Die katholische Kirche ist nach der Sankt-Hedwigs-Kathedrale die zweiälteste katholische Kirche im Raum Berlin nach der Reformation. Erbaut 1847/48 von August Soller (1805-1853) aus der Schule von Karl Friedrich Schinkel.
    Die
    Fassade des rechteckigen neuromanischen Ziegelbaus ist nach Südosten ausgerichtet. Die Kirche ist dreischiffig, die Seitenschiffe niedriger als das Hauptschiff. In der Mitte über der Fassade befindet sich ein kleiner neugotischer Turm. Unterhalb der Dachschrägen verläuft ein schmales Band aus durchbrochenen Formziegeln. Über dem Eingang zwei Rundbogenfenster und darüber eine Fensterrose.Informationstafel auf der Fassade.
    Ansicht auf das Kirchenschiff von Nordosten.
    Historisches Haus mit Balkonen und Wandmalereien an der Straße Kolk.
    Weitere historische Häuser an der Straße Kolk. Fachwerkbauten.

  • Nikolaikirche in der Altstadt Spandau:
    Die dreischiffige gotische Hallenkirche am Reformationsplatz, wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle einer um 1240 als „ecclesia forensis“ (Marktkirche) erstmals urkundlich erwähnten Vorgängerkirche erbaut. Diese war
    möglicherweise aus Feldsteinen und Holz errichtet. Der spätgotische Westturm entstand 1467/1468. Die Kirche aus Backsteinen hat ein Satteldach und 1989 wurde die Barockhaube des Turmes im Westen mit Schinkelschem Schmuckwerk nach Plänen von 1839 rekonstruiert.
    Von der Nikolaikirche breitete sich die Reformation in Brandenburg und Berlin aus. Kurfürst Joachim II. vollzog dort am 1. November 1539 seinen Übertritt zum evangelischen Bekenntnis. Aus Anlass des 350. Jahrestages wurde von der Spandauer Bürgerschaft 1889 das Denkmal Kurfürst Joachim II vor dem Kirchenportal der Nikolaikirche errichtet. Die Statue aus Bronze ist 3 m hoch und steht auf einem 4 m hohen Sockel aus schwedischem Granit. Die Statue wurde vom Bildhauer Erdmann Encke (1843-1896) geschaffen und in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer gegossen.
    Inneres:
    Blick vom Eingangsbereich in den 75,5 m hohen Glockenturm.
    Blick vom Eingang Richtung Osten zum Chor und Altar. Die drei Kirchenschiffe sind mit Kreuzrippengewölben gedeckt. Die Seitenschiffe sind fast so hoch wie das Mittelschiff. Der Innenraum ist 51,50 m lang und 18,50 m breit. Das Mittelschiff ist 8,50 m breit und 13,10 m hoch, die Seitenschiffe sind 12,90 m hoch.
    Blick vom Mittelschiff auf den Chor mit Altar und die vorgelagerten Kanzel.
    Kanzel: Die Kanzel ist aus Holz und entstandt im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich gehörte sie mal zur Kapelle des Potsdamer Stadtschlosses, wurde aber 1714 von Friedrich Wilhelm I. der reformierten Spandauer Johanneskirche geschenkt. Diese Gemeinde ging Ende des 19. Jahrhunderts in der Nikolai-Gemeinde auf. Die Kanzel kam 1904 in die Nikolaikirche und erhielt eine neue Treppe. Der Kanzelfuß steht auf drei Tatzen von Bären, darüber ein Putto, der den mit Arkantusblättern verzierten Kanzelkorb hält. Auch der Kanzeldeckel ist mit Arkanthusblättern verziert. Vorne am Kanzelkorb ein preußischer Adler mit goldenen Kralle.
    Altar: Das Retabel ist 8 m hoch und wurde 1582 von Graf Rochus zu Lynar und seiner Frau Anna gestiftet. Es ist im Renaissancestil aus Kalkstein gefertigt und zeigt farbige Reliefs. Unten in der Mitte das letzte Abendmahl. Links und rechts Darstellungen der Stifterfamilie. Ganz oben das Jüngste Gericht mit dem gekreuzigten Christus darüber. Der Meister des Retabels ist unbekannt, die Ausmalung stammt von Hieronymus Rosenbaum.
    Blick in das
    Sterngewölbe über dem Chor.
    Taufbecken: Das Taufbecken aus Bronze ist das älteste Kunstwerk in der Kirche. Am Beckenrand ist das Jahr 1398 zu lesen. Das Becken steht auf vier Statuen der Evangelisten und erhielt 1839 einen bronzenen Deckel.
    Blick zurück durch das Kirchenschiff zum Eingang mit der
    Orgel auf der Empore. Die heutige Orgel wurde von der Firma Hermann Eule Orgelbau Bautzen errichtet und 1996 eingeweiht.
    Blick durch das
    südliche Seitenschiff Richtung Westen.
    Am Ende des nordlichen Seitenschiffs, kurz vor dem Chor befindet sich die
    Ribbeck-Kapelle. Sie diente von 1647-1774 der Glienicker Linie der Adelsfamilie von Ribbeck als Grablege. Über dem Durchgang das Wappen derer von Ribbeck.
    Informationstafel.
    Blick in die Ribbeck-Kapelle mit einer Nachbildung der Spandauer Madonna. Das Original befindet sich im Märkischen Museum.
    Informationstafel
    Blick in den
    Chorumgang
    Im Chorumgang eine kleine in die Wand eingelassene Tür aus Holz mit Metallbeschlägen.

    Blick in eine Gruft mit Särgen aus Metall.
    Epitaph von Daniel von der Linde, Pfarrer in der Nikolaikirche, verstorben 1679.
    Weitere Epitaphe in Nischen mit Spitzbogen.
    Gemälde von Carl Röhling (1849-1922), 1913, mit der Darstellung eines Gottesdienstes.

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