Ausführlicher Reisebericht mit Text und allen Bildern.
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Andalusien 16.03.-09.04.2025
- Abflug am Flughafen Berlin BER
Neubaugebiete in Berlin.
Zwischenlandung am Flughafen Zürich. Hangar und Flugzeuge der Swiss Air - Sevilla:
Sevilla ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien. Mit fast 700.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Spaniens. Der Legende nach wurde sie vom griechischen Helden Herakles gegründet. Die Stadt liegt im Südwesten der iberischen Halbinsel am Fluss Guadalquivir. Die Stadt ist wohl eine Gründung der Iberer, die später von Phöniziern und Karthagern besiedelt wurde. 205 v. Christus eroberten die Römer Hispalis und benannten es um in Colonia Julia Romula. Nach einer kurzen Zeit mit den Vandalen, geriet Sevilla ab 441 unter die Herrschaft der Westgoten. 712 eroberten dann die Mauren die Stadt. Unter den Omaijaden wurde die Stadt von Córdoba aus regiert. Fast alle heute noch bestehenden maurischen Gebäude entstanden unter der mehr als hundertjährigen Herrschaft der Almohaden-Dynastie, die 1146 an die Macht kam. 1248 wurde Sevilla dann von Ferdinand III. im Rahmen der Reconquista zurückerobert. Durch die Entdeckung Amerikas erlebte Sevilla eine neue Blütezeit. Durch das Handelsmonopol für die überseeischen Kolonien floss unendlicher Reichtum in die Stadt. Durch eine Pestepedemie im 17. Jahrhundert und die versandung des Flusses begann der Niedergang der Stadt. Im Spanischen Bürgerkrieg gelangte Sevilla gleich zu Beginn in die Hände der Faschisten, was eine weitgehende Zerstörung der Stadt verhindert.
Stadtplan von Sevilla.
Hostal Sierpes in der Carrer Corral del Rey 22, in der Altstadt nördliche der Kathedrale:
Historisches Gebäude mit von Rundbögenarkaden umgebenem Innenhof. Am Eingang eine Tür aus Schmiedeeisen von 1850.
Darüber eine bemalte Decke aus Holz im andalusischen Stil.
Im Sockelbereich Fliesen und darüber ein Fliesenbild.
Von Rundbögen umgebener Eingangsbereich mit Rezeption, Sitzmöbeln aus Ratan.
Über dem farbigen Sockel mit Fliesen eine Nische mit einer Nachbildung der Jungfrau von El Rocío.
Speisesaal mit Kamin und großem Spiegel darüber.
Auf dem Kaminsims Deckelvasen aus Porzellan und Messing.
Die Fliesen im Sockelbereich zeigen zahlreiche Motive aus dem andalusischen Alltag.
In einem Rahmen ein kostbarer Fächer aus Spitze.
Ein gerahmtes Bild mit der Abbildung einer Blüte aus Halbedelsteinen.
Kleines Regal aus Holz in der Form einer Gitarre.
Vitrine mit Gläsern.
Dreidimensional gezeichneter Stadtplan von Sevilla mit Hotels und Restaurants
Bunter Ständer für Blumentopf aus Keramik
Treppenhaus mit Reliefs verziertem Zugang zum Innenhof in der ersten Etage.
Bemalte Kassettendecke aus Holz im Treppenhaus.
Von Rundbögenarkaden umgebener Innenhof in der ersten Etage. Sitzgruppe aus Ratan und Blumentöpfe.
Grundriss des Hauses.
Plakat von der Expo 1992 in Sevilla.
Abgeschrägte Ecke eines historischen Hauses mit Balkon aus Schmiedeeisen und Fliesenbildern.
Blick auf die mit bunten Dachschindeln gedeckte Kuppel der Kirche Iglesia de San Alberto in der Calle Estrella.
Blick auf den gelben Glockenturm der Kirche, verziert mit blauen Fliesen.
Historisches Haus in der Calle Bamberg 8, in der Altstadt von Sevilla. Eingang des Hauses mit Verzierungen aus farbigen Fliesen.
Details der Fassade.
Blick in einen Laden mit Fächern, Schultertüchern und traditioneller andalusischer Kleidung.
Fassaden von historischen Häusern mit Balkonen aus Schmiedeeisen in der Calle Argote de Molina.
Eingangstür von einem historischen Haus mit Verzierungen aus Reliefs und Fliesen.
Historische Häuser in der Calle Argote de Molina, nördlich der Kathedrale.
Historischer Hauseingang, flankiert von Säulen aus Stein.
Historisches Haus in der Calle Conteros 6 mit Reliefs um den Eingang. Weitere historische Häuser in der Altstadt nördlich der Kathedrale.
Blick auf Fässer aus Holz in einer Bar.
Blick von der Calle Álvarez Quintero auf die Nordseite des Gebäudekomplexes um die Kathedrale. Hier im Norden, hinter diesen Mauern liegt der Patio de los Naranjos bzw. Orangenhof.
Unter einem Rundbogen ein Gemälde der betenden Maria, darunter ein mit Gittern und Glas versperrter Raum, in dem sich ein Altar befindet.
Die Straße Calle Alemanes führt an der Nordseite des Gebäudekomplexes entlang. Weiter rechts an der Nordseite, befindet sich das Tor der Vergebung bzw. Puerta del Perdón. Es ist das älteste der Tore, erbaut Ende des 12. Jahrhunderts und war früher der Haupteingang zur Moschee.Im dahinter liegenden Hof wurden die rituellen Waschungen durchgeführt. Beim Durchgang hat sich ein typisch arabischer Hufeisenbogen erhalten. 1520, kurz nach dem Bau der Kathedrale, wurde das Tor nach christlichem Geschmack von Bartolomé López umgestaltet. Über dem Bogen ein Relief aus Terrakotta mit der Darstellung der Vertreibung der Händler aus dem Tempel von Miguel Perrin (1517-1538). Von Perrin stammen auch die beiden Statuen, links der heilige Petrus, rechts der heilige Paulus. Darüber der Erzengel Gabriel und die Jungfrau Maria.
Bei einem weiteren Umbau zwischen 1578 und 1580 wurde ganz oben der manieristische Glockengiebel hinzugefügt.
Geht man an der Norseite weiter Richtung Westen, stößt man auf die Gebäude an der nordwestlichen Ecke des Organgenhofes.
Zurück zur Nordseite, kurz vor der nordöstlichen Ecke. Hier ist der Eingang zur Institución Colombina, der Verwaltungseinrichtung für die Bibliothek des Kapitels und des Archivs der Kathedrale von Sevilla.
La Giralda:
Das Wahrzeichen Sevillas, das ehemalige, ab 1184 erbaute Minarett der Hauptmoschee und heute der Glockenturm der Kathedrale. An den Außenwänden des quadratischen Minaretts flächendeckende ornamentale Reliefs und zahlreiche Hufeisenbögen und Brüstungen mit Öffnungen dahinter.
Dem almohadischen Minarett wurde nach einem Entwurf von Hernán Ruiz (1500-1569) im 16. Jahrhundert ein Abschluss in den Formen der Renaissance aufgesetzt. Die Höhe des Turmes veränderte sich so von 70 m auf 92 m. Der untere Teil des Aufsatzes hat den gleichen Umfang wie das Minarett, sodaß es einen fließenden Übergang gibt. Hier befinden sich 24 Glocken. Darüber ein quadratischer Baukörper mit dorischen Säulen. Hier befinden sich die Uhrenglocken, die noch aus dem Jahr 1400 stammen. Darüber zwei runde Pavillons, die nach oben kleiner werden. Ganz oben eine 4 m hohe Statue der Giraldilla bzw. Giganta, eine Allegorie des Glaubens.
1566 erging der Auftrag an Bartolomé Morel, ganz oben diese Statue aus Bronze zu gießen. Sie entstand nach einem Modell von Diego de Pesquera. Sie fungiert als Wetterfahne und dreht sich tatsächlich, obwohl sie 28 Zentner wiegt.
Historisches Haus an der Calle de Placentnes, mit Balkonen mit Gittern aus Metall und Gittern vor den Balkontüren aus Glas.
Daneben der Palacio Arzobispal, der Palast des Erzbischofs mit einem Seiteneingang an der Calle de Placentnes.
Details der Türbeschläge.
Überall in den Straßen stehen Orangenbäume mit Blüten und Früchten.
Der Haupteingang befindet sich an der Plaça Virgen de los Reyes. Blick auf die Fassade des im spanischen Stil des Barock errichteten Gebäudes, fast gegenüber der Giralda. Aufzeichnungen belegen, daß König Ferdinand III. von Kastilien dem Bischof von Segovia Remondo de Losana Häuser an der Piazza Santa Maria geschenkt hat, um hier nach der Rückeroberung Sevillas einen ersten Bischofspalast zu errichten. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Palast erweitert und hat heute eine Fläche von 6.700 qm um zwei Innenhöfe. Während des Unabhängigkeitskrieges (1807-1814) diente das Gebäude als Hauptquartier des Generalkommandos der Armee.
Der Haupteingang wurde im 18. Jahrhundert von Lorenzo Fernández de Figueroa und Diego Antonio Diaz (1675-1748) im spanischen Barockstil entworfen. Das Portal ist mit floralen Motiven und Wappen verziert, bekrönt von einem Kreuz und Blumen aus Bronze. Über dem Durchgang Reliefs mit Putten und allegorische Statuen.
Details des Portals und der Türbeschläge.
Geht man durch das Portal hindurch kommt man in den ersten Innenhof.
Dahinter befindet sich der zweite Innenhof mit einem Brunnen mit der Statue des Herkules, der den nemeischen Löwen besiegt.
Blick über die Plaça Virgen de los Reyes.
Auf dem Platz die Fuente de la Farola. 1925 von Jose Lafita Diaz (1887-1945) für die Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929 geschaffen, handelt es sich um einen monumentalen Brunnen, der gleichzeitig ein Laternenpfahl ist.
Laden mit liturgischen Gewändern, Devotionalien und Kirchengeräten.
Historisches Gebäude an der Plaça Virgen de los Reyes 2 mit einem andalusischen Restaurant.
Blick über die Plaça Virgen de los Reyes.
Im Hintergrund die seitliche Fassade der Kirches des Monasterio de La Encarnación bzw. Kloster La Encarnación.
Blick in den Eingang des Klosters vom Platz aus mit einem Fliesenbild und farbigen Fliesen als Sockel.
Denkmal mit einer Statue aus Metall, die Papst Johannes Paul II. darstellt.
Blick von der Plaça Virgen de los Reyes auf die Ostseite der Kathedrale von Sevilla und der Giralda.
Kathedrale von Sevilla bzw. Santa María de la Sede: sie ist die größte gotische Kirche Spaniens, eine der größten Kirchen der Welt und gehört seit 1987 zum Welterbe der UNESCO.
Schon zur Zeit der Westgoten stand hier eine Kirche, wahrscheinlich auf den Grundmauern eines römischen Tempels errichtet. Zwischen 1172 und 1198 erbaute die arabische Dynastie der Almohaviden hier eine Moschee, die Mezquita Mayor. Die Moschee bestand aus 17 Schiffen und war 15.000 qm groß. Eine Zeitlang dienste sie den christlichen Eroberern als Kirche. 1401 entschied man sich aber die Moschee abzureißen, nur das Minarett und der Innenhof blieben erhalten. Erbaut 1402-1564 als Kathedrale mit 5 Schiffen. Im 16. Jahrhundert wurde dem Gebäudekomplex der Kathedrale (gotische Kirche, Bauten aus der Almohadenzeit, Organgehof und Turm der Giralda) einige weitere Gebäude hinzugefügt. Es entstand die Königskapelle, die Kapitelsäle und die Sakristeien. Im 17. Jahrhundert wurde der Komplex erneut umgebaut im Stil des Barock. Zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert wurde der kassizistische Pavillon errichtet, in dem sich heute Büros und ein Museum befindet.
Mit der Königskapelle ist die Kathedrale 145 m lang, 82 m breit und die Kuppel hat eine Höhe von 56 m.
Ostseite der Kathedrale mit den Apsiden der Königskapelle im Stil der Renaissance. Oben die königlichen Wappen als Reliefs zwischen ionischen Säulen. Sie befindet sich an der Plaça del Triumfo.
Puerta de los Palos bzw. Puerta de la Adoración de los Magos im gotischen Stil, zwischen der Apsis der Königskapelle und der Giralda gelegen. Im Tympanon die Anbetung der heiligen drei Könige von Miguel Perrin (1498-1552).
Wasserspeier.
Blick von der Apsis der Königskapelle Richtung Fassade der Sala Capitular, entworfen von Diego de Riaño (ca. 1495-1534).
Puerta de las Campanillas zwischen der Apsis und der Sala Capitular gelegen im gotischen Stil. Im Tympanon der Einzug von Christus in Jerusalem, angefertigt im 16. Jahrhundert von Miguel Perrin (1498-1552). Auch die Statuen der Engel oberhalb des Tampanons stammen wahrscheinlich von Miguel Perrin.
Wasserspeier.
Blick auf die Fassade des Kapitelsaals, der Sala Capitular an der südöstlichen Ecke des Geländes der Kathedrale.
Südseite der Kathedrale mit der Fassade der Sakristei rechts und dahinter die Puerta de San Cristóbal oder Puerta del Príncipe bzw. Tor der Prinzen. Es ist der heutige Eingang zur Kathedrale. Vor dem Portal eine kleinere Version der Statue der Giraldilla bzw. Giganta. Dieses Portal war Königen und Staatsoberhäuptern vorbehalten. Das ursprüngliche Tor, entstanden zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert unter der Leitung von Juan de Hoces und Juan Gil de Hontañón (ca. 1470-1526). Es ist auch der Zugang zum südlichen Querschiff. Das Portal wurde ab 1887 stark verändert. Entworfen vom Architekten Adolfo Fernández Casanova (1843-1915) in neugotischen Stil. Es blieb unvollendet, da nur eine einzige Statue in den Nischen des Portals existiert.
Darüber eine große Fensterrose und zahlreiche Fialen.
Plaça del Triumfo bzw. Triumph-Platz: an dem unregelmäßigen Platz befinden sich zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten. Nicht nur die Ost- und Südseite der Kathedrale, sondern schräg gegenüber der Ostseite der Kathedrale die Casa de la Provincia, ehemaliger Sitz des Prinzialrates. Auf dem ganzen Platz stehen Orangenbäume und warten Kutschen auf Kundschaft.
Auf dem Boden des Eingangs ein Mosaik mit Wappen.
Überdachter Innenhof mit Rundbögenarkaden, der als Ausstellungsraum dient.
Monumento a la Inmaculada Concepción vor der Casa de la Provincia. Das Denkmal für die Unbefleckte Jungfrau wurde 1918 errichtet. Das entsprechende Dogma wurde bereits 1854 beschlossen. Auf dem Sockel vier Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts: der Jesuitentheologe Juan de Pineda, der Dichter Miguel Cid, der Bildhauer Juan Martínez Montañés und der Maler Bartolomé Esteban Murillo. Die Skulpturen aus Carrara-Marmor stammten von Lorenzo Coullaut Valera (1876-1932).
Im rechten Winkel zur Casa de la Provincia befinden sich die mit Zinnen bekrönten Mauern des Alcázar mit der Puerta del León.
Der Südfassade der Kathedrale gegenüber das Archivo General de Indias bzw. Casa de la Lonja, ein im späten 16. Jahrhundert vom Baumeister Juan de Herrera (1530-1597) errichtetes Gebäude für die Börse Sevillas. Seit dem 18. Jahrhundert beherbergt es das Archiv der überseeischen Kolonien, dem es auch seinen Status als Weltkulturerbe der UNESCO verdankt. Vor der Fassade das Cruz de los Juramentos.
Blick über einen Teil der Plaça del Triumfo mit den Mauern des Alcázar und der Casa de la Provincia im Hintergrund.
Laden mit Köpfen von Tieren, geflochten aus Palmblättern und typisch spanischen Andenken.
Blick auf einen Dachgarten mit schmiedeeiserner Treppe und Geländer.
Typische verglaste Loggia mit schmiedeeisernem Gitter.
Bar Gonzalo in einem historischen Haus mit Verzierungen und Bildern aus Fliesen an der Fassade. Calle Alemanes Ecke Calle Álvarez Quintero.
Daneben in der Calle Álvarez Quintero 62 die Antigua Taberna de Las Escobas de 1386. Es ist die älteste Gaststätte Spaniens.
Details des Innenraums mit sehr besonderen Türrahmen, Fächern, Spiegeln und Putten an der Wand.
Kassettendecke mit floralen Motiven und Löwenköpfen.
Historisches Haus an der Ecke Calle Conteros mit Verzierungen aus Fliesen und farbigen Vasen oben am Dach.
Avenida de la Constitución: die 600 m lange Straße führt an der Westseite des Gebäudekomplexes der Kathedrale vorbei. Sie beginnt an der Puerta de Jerez und führt zur Plaza Nueva, der als Zentrum der Stadt gilt. Die heutige Straße verlief außerhalb der Mauer, die in der Römerzeit die Stadtgrenze markierte. Im Spätmittelalter, nach demBau der großen Moschee und der dann 1248 erfolgten kastilischen Rückeroberung, siedelten sich hier Kaufleute, Geldwechsler und Handwerker an. Die Straße erlangte wirtschaftliche Bedeutung. Die heutige Avenida de la Constitución ist das Ergebnis mehrerer Umgestaltungen, die zuletzt ab 1911 im Rahmen der Planungen und Reformen im Kontext mit der Iberoamerikanischen Ausstellung von 1929 realisiert wurden. Wegen der massisven Schadstoffbelastung, die die historischen Gebäude der Stadt beschädigt hat, wurde die Straße 2006 für den Verkehr geschlossen. Nur eine Straßenbahnlinie nahm 2007 den Verkehr auf.
Casa Álvaro Dávila, Marqués de Villamarta. Erbaut 1915-1917 vom Architekten Aníbal González (1876-1929). Ehemaliger Sitz der Banco Popular. Verzierungen aus Fliesen und bunte Dachziegel. Avenida de la Constitución 14 Ecke Calle García de Venuesa.
Historisches Haus wenn man die Avenida de la Constitución weiter Richtung Norden läuft.
Avenida de la Constitución 10, ein Gebäude von Aníbal González (1876-1929) erbaut 1913/14. Beim mittleren Bau aus Backsteinen, über den Bögen der Arkaden Reliefs von Drachen. Flankiert von zwei weiß verputzten Bauteilen mit kleinen Ziergiebeln Bilder aus Fliesen und maurisch inspirierten Bögen mit farbigen Fliesen über den Balkontüren.
Gegenüber Avenida de la Constitución 3, heute Sitz der Bank Santander. Gebäude der ehemaligen Zentralbank welches 1952 nach einem Entwurf von Vicente Traver Tomás (1888-1966)errichtet wurde.
Details des Eingangs und des überdachten Innenhofs mit den Bankschaltern.
Historische Häuser weiter Richtung Norden, kurz vor der Plaza de San Francisco mit der seitlichen Fassade des Rathauses von Sevilla im Hintergrund. Das Haus mit der Fassade aus Backsteinen, Avenida de la Constitución 6, wurde auch von Aníbal González (1876-1929) entworfen und 1921 erbaut. Detail der Fassade mit blau-weißen Fliesen als Verzierung.
Historisches Haus Avenida de la Constitución 4 mit Rundbogenfenstern und zahlreichen Reliefs mit Köpfen, floralen Motiven, Engeln und Fantasiegestalten.
La Adriática, Avenida de la Constitución 2. Erbaut im Neo-Mudéjar-Stil 1914-1922 nach einem Entwurf von José Espiau y Muñoz (1879-1938).
Details der Fassade mit maurisch inspirierten Arkaden und Fenstern mit Reliefs und farbigen Fliesen.
Blick auf die runde Ecke des Hauses an der spitzwinkeligen Einmündung der Calle Fernández y González. Ganz oben eine Kuppel.
Historisches Gebäude an der Plaza Nueva. Vor dem 11. Jahrhundert war die Gegend Teil des Flusses Guadalquivir, wie man anhand von Ausgrabungen festgestellt hat. Später dann ein Friedhof und Obstgärten. Von 1270-1840 befand sich hier das Kloster San Fernando. Die lokale Regierung erwarb das Grundstücke und wandelte es bis 1856 in diesen zentralen Platz um. Im Laufe der Geschichte wurde sein Name mehrfach geändert.
Ayuntamiento bzw. Rathaus von Sevilla: Plaza Nueva 1.
Das Bauwerk wurde auf Anordnung von Kaiser Karl V. im 16. Jahrhundert von Diego de Riaño (ca. 1495-1534) begonnen. Beteiligt waren auch Hernán Ruiz Segundo (ca. 1514-1569) und Benvenuto Tortello. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude nach dem Abriss des Klosters San Fernando restauriert. Seine Fassade wurde auf die Plaza Nueva ausgerichtet (im Westen des Gebäudes). Damals beschlossen Balbino Marrón (1812-1867) und Demetrio de los Ríos (1827-1892), ihm sein heutiges neoklassisches Aussehen zu verleihen.
Blick auf die Südseite des Gebäudes. Die Südseite und die Ostseite an der Plaza de San Francisco, sind besonders gute Beispiele des Platareskstils. Er verzichtet auf die Tiefenwirkung seiner Reliefs, zugunsten einer feinen Ausarbeitung der Flächen. Der Stil behält spätgotisch-isabellinische und Mudéjar-Komponenten bei und vermengt sie mit Elementen der italienischen frühen Renaissance. Dargestellt sind historische und mythologische Figuren, Wappen und Embleme der Stadgründer Herkules und Caesar.
Blick auf die neoklassizistische Fassade aus dem 19. Jahrhundert von der Plaza Nueva aus gesehen.
Das Denkmal für San Fernando bzw. Ferdinand III. von Kastilien, dem Eroberer von Sevilla in der Mitte des Platzes. Er wurde 1671 von der katholischen Kirche heilig gesprochen. Grundseinlegung war 1877, festiggestellt war es erst 1924. Der Sockel und die Idee zu einer Reiterstatue stammt von Juan Talvera y Heredia (1880-1960). Am Sockel stehen Statuen von verschiedenen Künstlern: Alfons X. von Kastilien, der Sohn von Ferdinand III. – Admiral Ramón de Bonifaz – Don Remondo, der 2. Erzbischof nach der Reconquista und Garci Pérez de Vargas, ein Ritter. Joaquín Bilbao Martínez (1866-1934) entwarf dann 1918 die Reiterstatue mit einem Banner, welches aber durch ein Zepter ersetzt wurde.
Palme und Alpenveilchen auf dem Platz
Schmiedeeiserne Bank in den Formen des Jugendstils, Modernisme.
Historisches Gebäude der Edeficio Generali an der Plaza Nueva 13. Über dem Eingang die Jahreszahl 1957, darüber ein vorkragender Balkon mit dem Relief eines Löwen. Die Fassade ist mit salomonischen Säulen in farbigem Zierputz dekoriert.
Plaza San Francisco: bereits seit dem 16. Jahrhundert ein wichtiger Platz in der Stadt. Benannt ist es nach dem Convento de San Francisco, das zwischen 1268 und 1840 den Hauptzugang zum Platz darstellte. Der Platz war im Laufe der Geschichte Schauplatz der berühmten Autodafés der heiligen Inquisition, aber auch Turniere und Stierkämpfe fanden hier statt. Bevor das Rathaus gebaut wurde, befand sich an der Westseite ein Fischmarkt.
Historisches Laredo-Gebäude an der Nordseite des Platzes. Erbaut 1916/19 von Ramón Balbuena y Huertas. Erweitert 1927 von Manuel Cuadrillero Sáez (1881-1934). Seit 1945 Ort der Laredo-Bar. An der Fassade farbige Fliesen und große Erker mit Fenstern und schmiedeeisernen Gittern.
An der Ostseite der Plaza San Franciso das Gebäude der Fundación Cajasol aus dem 16. Jahrhundert. Hier war einst das Königliche Gericht von Sevilla untergebracht, die Audiencia. Der Ursprung dieser Einrichtung geht bereits auf König Ferdinand III. zurück, der 1250 kurz nach der Eroberung Sevillas diese Einrichtung gründete. Ende des 14. Jahrhunderts erhielt es seinen Sitz auf dem zentral gelegenen Platz. Das heutige Gebäude wurde von 1595-1597 im Stil der Renaissance errichtet. Nach weniger als einem Jahrzehnt, wurde es von Alonso de Vandelvira (1544-1627) an die Gestaltung des Platzes angepasst. Auch danach wurde es mehrfach erweitert und umgebaut.
Ecke des Gebäudes der Funcación Cajasol mit großen verglasten Erkern.
Blick entlang der Fassaden der historischen Häuser an der Plaza San Francisco.
Fassaden von historischen Häusern an der südöstlichen Seite der Plaza San Francisco. Im Hintergrund der Turm der Giralda.
Details von Fassaden historischer Häuser an der südöstlichen Seite der Plaza San Francisco.
Plaza San Francisco 11-12, Mercer Plaza Sevilla mit Dachterrasse.
Die gesamte Westseite des Platzes wird von der langen Fassade des Rathauses eingenommen. Die östliche Fassade des Rathauses wurde im Platareskstil erbaut. Hier sind verschiedene Persönlichkeiten als Relief abgebildet, die für die Stadt von Bedeutung waren. Außerdem florale Motive, Putten, Ungeheuer und mit Reliefs verzierte Säulen.
Calle Entre Cárceles im Nordosten der Plaza San Francisco. Ihr Name rührt daher, weil sie sich zwischen dem ehemaligen königlichen Gefängnis und dem ehemaligen Königlichen Gerichtsgebäude befindet. Hier steht ein Denkmal, mit einer Büste aus Metall, für den berühmten kastilischen Schriftsteller Miguel de Cervantes.
Bild aus Fliesen mit Flamenco-Tänzerinnen.
Blick in die Cjón. Faisanes mit dem 1989 umgestalteten Portal des heutigen Hospitals San Juan de Dios. Im Glockengiebel eine Statue des heiligen Johannes.
Laden mit Devotionalien.
Schaufenster eines Ladens mit Fächern und bestickten Schultertüchern im typisch spanischen Stil.
Capilla de San José bzw. Kapelle des heiligen Josef: eine kleine Kapelle in einer Seitenstraße der Calle Sierpes. Sie ist ein bedeutendes Beispiel des sevillanischen Barocks. Auf Initiative der Zimmermannsgilde wurde der Bau 1766 fertiggestellt. Die Fassade ist verziert mit Ziegelsteinen und Fliesen. Über dem Portal die Statue des heiligen Josef. Ganz oben ein durchbrochener Giebel mit zwei Glocken.
Details der Fassade.
Südportal der Kapelle mit einer kleinen Sonnenuhr darüber.
Blick in eine Konditorei mit einem großen Bild aus Fliesen an der Wand.
Schaufenster mit kleinen Modellen des Citroën 2CV, der Ente und anderen Oldtimern aus Metall.
Plaza Jesús de Pasión mit dem Pedro Roldán-Gebäude. Architekt José Espiau y Muñoz (1879-1939) baute dieses Gebäude 1925 im Auftrag der Firma Tejidos Pedro Roldán. Das Haus zeigt eine eklektische und historisierende Gestaltung, zum Teil inspiriert durch andalusische und maurische Vorbilder, sowie dem Stil der Gotik und der Renaissance.
Parroquia San Isidoro bzw. Kirche San Isidoro: erbaut im 14. Jahrhundert im gotischen Mudéjar-Stil, vermutlich an der Stelle einer alten Moschee. Sie liegt an der Ecke Calle de San Isidoro und Calle Luchana, an einem der höchsten Punkte der Stadt, an dem man bei Ausgrabungen die frühesten Siedlungen gefunden hat. Sie gehört zu den Pfarrgemeinden, die direkt nach der kastilischen Eroberung der Stadt gegründet wurden. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts, wurde der größte Teil der Kirche umgebaut.
Blick von Norden auf die Kirche und den Giebel, der sich hinter dem davor liegenden Jardin Doctor Ismael Yebra erhiebt. An der Fassade ein Vierpass mit Malereien, die Engel zeigen, die eine Strahlenmonstranz halten.
Richtung Süden, an der Calle de San Isidoro liegt das gotische Portal der Kirche Jesus de las Tres Caídas. Beide Kirchen sind architektonisch miteinander verbunden. Über dem Portal ein Glockenturm mit farbigen Bildern und Verzierungen aus Fliesen. Ganz oben ein pyramidaler Helm, umstellt von farbigen Zierelementen aus Keramik.
An der Calle Luchana 4 befindet sich das Gebäude der Escuela Mercantil, ein Berufsbildungzentrum. Eingangsbereich mit Sockel aus farbigen Fliesen und einer Kassettendecke aus Holz.
Dahinter ein kleiner Hof mit zahlreichen Topfpflanzen, einem Brunnen und einem Sockel aus farbigen Fliesen.
Bild aus Fliesen mit der Darstellung einer Madonna.
Historischen Fassade eines Hauses
Italienisches Restaurant „San Marco Santa Cruz“ in einem ehemaligen arabischen Bad aus dem 12. Jahrhundert. Es befindet sich in im Osten der Kathedrale in der Calle Mesón del Moro 6.
Plaza de España: einer der bekanntesten Plätze in Sevilla. Er entstand erst durch das halbkreisförmige Gebäude im Neomudéjarstil, welches anlässlich der Exposición Iberoamericana 1929 errichtet wurde. Baubeginn 1924 und 1928 vollendet durch den Architekten Vicente Traver Tomás (1888-1966). Zahlreiche Gebäude entstanden für die Ausstellung im Parque de la Maia Luisa. Der leitende Architekt war damals Aníbal González Álvarez-Ossorio (1876-1929). Der Halbkreis hat einen Durchmesser von 200 m und sollte die Umarmung der ehemaligen lateinamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren.
Das Gebäude, genannt Palacio Españiol, hat an seinen Enden jeweils einen hohen Turm. Im Gebäude ist heute ein Militärmuseum untergebracht.
Luftbild vom nördlichen Teil des Palacio Españiol.
Blick von außen auf den nördlichen Teil und Turm des Palacio Españiol.
Die Fassade des Gebäudes ist mit Klinker, Marmor und Fliesen verziert.
Zentraler Eingang in den Palacio Españiol von außen.
Details der Fassade.
Bild aus Fliesen mit einer schematischen Darstellung des Palacio Españiol.
Details der Fliesen im Inneren..
Blick in das Treppenhaus mit einer typisch maurisch gestalteten Holzdecke.
Blick vom Palacio Españiol auf die halbkreisförmige Plaza de España. Eine Galerie mit Säulengang öffnet sich hin zu dem 50.000 qm großen Platz. Um den Platz herum verläuft ein 515 m langer Kanal, über den 4 Brücken führen.
Sie symbolisieren die vier alten Königreiche Spaniens – Kastilien, León, Aragón und Navarra.
Blick auf den am nördlichen Ende liegenden Turm mit dem anschließenden Säulengang und dem auf der Innenseite des Halbrunds liegenden Bänken aus Fliesen, die die 48 Provinzen Spaniens darstellen.
Details des Turms.
Das nördliche Eckgebäude des Palacio Españiol.
Blick entland des Palacio Españiol Richtung Süden.
Detail eines Bildes aus Fliesen.
Die 48 Kachelornamente, Azulejos, der Provinzen, sind in alphabetischer Reihenfolge angeordnet und zeigen Landkarten, Mosaike mit historischen Ereignissen und Wappen der jeweiligen Hauptstadt der Provinz.
Alava
Albacete
Alicante
Almeria
Avila
Badajoz
Baleares
Barcelona
Bergos
Caceres
Cadiz
Canarias
2 unbekannte Provinzen
Fassade des nördlichen Gebäudes im halbrunden Palacio Españiol, mit Detail des Balkons mit Brüstung und mit Reliefs verzierten Säulen.
Castellón
Ciudad Real
Cordoba
Coruna
Cuenca
Gerona
Granada
Guadalajara
Guipuzcoa
Huelva
Huesca
Jaén
Unbenannte Provinz und Brüstung auf farbiger Keramik, kurz vor dem mittleren Gebäudeteil des Palacio Españiol. Eine Säulenhalle ragt in das Halbrund des Platzes hinein.
Details der Fassade des mittleren Gebäudeteils mit Säulen, Fliesen und Brünstungen aus farbigen Karamiken.
Blick von der mittleren Brücke auf den mittleren Gebäudeteil.
Blick von der Plaza de España auf den mittleren Gebäudeteil des Palacio Españiol. Davor zwei der insgesamt 4 Brücken über den Kanal, die die vier alten Königreiche Spaniens – Kastilien, León, Aragón und Navarra symbolisieren.
Details der mittleren Brücken.
In der Mitte des Platzes ein großer runder Brunnen mit Fontäne. Das Pflaster des Platzes aus Flusskieseln ist in Mustern, wie ein Mosaik verlegt.
Details der Schale des Brunnens mit Reliefs und Gesichtern.
Blick Richtung Norden auf den nördlichen Turm und die nördlichen Teile des .
Palacio Españiol.
Die nördliche Brücke, die Puente de Aragon.
Blick über den Platz mit dem Brunnen Richtung Süden zum Südturm.
Richtung Süden gehen die Kachelornamente, Azulejos, der Provinzen ab dem Buchstaben L weiter. Sie wie vorher Landkarten, Mosaike mit historischen Ereignissen und Wappen der jeweiligen Hauptstadt der Provinz.
Léon
Lerida
Logrono
Lugo
Madrid
Malaga
Murcia
Pamplona
Orense
Oviedo
Palencia
Pontevedra
2 unbekannte Provinzen
Salamance
Santander
Segovia
Soria
Tarragona
Teruel
Toledo
Valencia
Valladolid
Vizcaya
Zamora
Zaragoza
Stadtplan von Sevilla als Bild aus Fliesen. Die Plaza de España ist rechts oben an dem Halbrund gut zu erkennen.
Bild aus Fliesen.
Blick von der Nordseite den Platzes Richtung Süden.
Auf den Stufen der Brücke im Süden werden Fächer verkauft.
Blick entlang der Brüstung aus Stein, die am Kanal entlang führt.
Blick von der südlichen Brücke über den Platz Richtung Norden.
Blick auf die südliche Brücke mit den dahinter liegenden Gebäudeteilen des Palacio Españiol.
Blick von der südlichen Brücke auf den Südturm und seinen Turmhelm mit Laterne und bunten Fliesen auf der Kuppel.
Bild aus Fliesen auf dem Boden der Brücke.
Blick über die Plaza de España und den Palacio Españiol von der Terrasse am Südturm aus.
Brüstung aus Keramik
Spanische Fächer auf dem Boden zum Verkauf.
Halsbandsittiche (Psittacula krameri) in einer Platane.
Kreisverkehr San Diego, nördlich der Plaza de España. Er befindet sich an einem der Eingänge zum María Luisa Park. Pabellón de Portugal bzw. Portugal-Pavillon entstand 1928/29 aus Anlass der Ibero-Amerikanischen Ausstellung, entworfen von den Architektenbrüdern Carlos(1887-1971) und Guilherme Rebelo de Andrade (1891-1969). Heute ist hier das portugisische Konsulat untergebracht. Am schmiedeeisernen Balkon die Flagge Portugals.
Fuente de la Glorieta de San Diego bzw. Glorieta de San Diego: Brunnen von Vincente Traver Tomás (1888-1966). Unter drei Rundbögen 3 Statuen, am Maria Luisa Park, geschaffen anlässlich der Ibero-Amerikanischen Ausstellung 1929. In der Mitte eine Statue der Hispania von Manuel Delgado Brackenbury (1882-1941). Sie wird flankiert von zwei weiteren weiblichen Statuen von Enrique Pérez Comendador (1900-1981). Die Statue rechts „Der geistige Reichtum Sevillas“ mit einer Statue der unbefleckten Empfängnis. Links „Der materielle Reichtum Sevillas“ mit einem Füllhorn.
Kutschen fahren durch den dichten Verkehr.
In der Mitte des Platzes ein Denkmal für den kastilischen Ritter El Cid. Das Reiterstandbild wurde geschaffen von Anna Hyatt Huntigton (1876-1973). Es war ein Geschenk der Sociedad Hispánica de América an Sevilla anlässliche der Ibero-Amerikanischen Ausstellung 1929.
Diagonal gegenüber des Portugal-Pavillons das Teatro Lope de Vega im neubarocken Stil mit levantinischen Einflüssen. Es wurde ebenfalls für die Ibero-Amerikanischen Ausstellung 1929 errichtet. Entworfen von Vicente Traver Tomás (1888-1966). Die flache Kuppel ist mit flachen Fliesen, Keramiken gedeckt.
Verkaufsstand mit Bildern von Flamenco-Tänzerinnen.
Plaza Don Juan de Austria, östlich der Universität von Sevilla. In er Mitte der Brunnen der vier Jahreszeiten, im Volksmund „La Rasarela“ genannt, weil es hier von 1896-1921 eine eisernen Fußgängerweg gab. Der Brunnen von Manuel Delgado Brackembury (1882-1941) wurde 1929 eingeweiht. Der Name des Brunnens bezieht sich auf die vier Statuen, Personifikationen der vier Jahreszeiten.
Kutschen auf der Avenida El Cid.
Historisches Gebäude an der Calle Arfe 1, Ecke Calle de Castelar.
Schaufenster mit Fächern.
Historisches Gebäude mit verglasten Erkern und schmiedeeisernen Gittern an den Balkonen, Antonia Diaz 8
Antonia Diaz 12, an der Ecke Calle Gracia Fernández Palacios, die zur Stierkampfarena führt, steht dieses historische Gebäude mit Rundbögen über den Fenstern und schmiedeeisernen Gittern an den Balkonen. Über dem Portal ein kleiner Giebel mit Reliefs.
Details der Fassade.
Stierkampfarena an der Plaza de Toros de la Real Maestranza der Caballería de Sevilla im Volksmund als „Catedral del Toreo“ bezeichnet. Sie ist die älteste Stierkampfarena Spaniens und die erste mit einer runden Form. 1749 begann man mit dem Bau einer der Arena, die Platz für 12.000 Zuschauer hat. Die Bauaufsicht übernahmen in dieser frühen Phase Francisco Sánchez de Aragón und Pedro y Vicente de San Martín.
Haupteingang im Stil des Barock.
Seiteneingang in die Arena.
Blick von der Paseo de Cristóbal Colón auf die Fassade der Stierkampfarena und das daneben liegende historische Gebäude.
Links neben der Arena Casa und Capilla del Rosario de la Real Maestranza de Caballería. 1927-1930 nach einem Entwurf des Architekten Aníbal González (1876-1929), der maßgeblich für den andalusischen Regionalstil des frühen 20. Jahrhunderts gilt. Hier befindet sich die Kapelle, Servicebereiche, Bibliotheken und Säle der königlichen Kavallerie der „Caballeros Maestrantes“, die von hier aus direkten Zugang zur Stierkampfarena hatten.
Reiterstandbild von Augusta Señora Condesa de Barcelona bzw. María de las Mercedes de Borbón y Orleans, vor dem Gebäude der königlichen Kavallerie. Die Reiterstatue zeigt die als Amazone gekleidete Gräfin von Barcelona. Sie war die Mutter von König Juan Carlos I.
Denkmal zu Ehren des Torero Curro Romero. Statue aus Bronze von Sebastián Santos Calero (1943-) aus dem Jahr 2001.
Denkmal für den Torero Manolo Vásquez
Denkmal für den Torero Pepe Luis Vásquez.
Blick über den Paseo de Cristóbal Colón zurück auf die Stierkampfarena und die angrenzenden Gebäude.
Touristeninformation am Canal de Alfonso XIII. In der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts, wurde der Fluss Guadalquivir in einem neuen Flussbett im Westen an der Stadt vorbeigeleitet und durch die Stadt führt der Kanal. Er verbessert die Hafenzufahrt und vermeidet Überschwemmungen durch Regelung des Wasserstandes. Eine Uferpromenade führt am Kanal entlang Richtung Süden.
Blick auf den Torre del Oro und eine am Ufer liegende Kopie des Segelschiffs, Dreimaster Nao Victoria. Mit ihr wurde 1522 die erste Weltumsegelung vollendet. Kommandant war Juan Sebastián Elcano. Magellan selber war auf den Philippinen gefallen.
Torre del Oro: der 36 m hohe Turm wurde im 12. Jahrhundert von den Almohaden errichtet. Er ist zwölfeckige und hat einen Aufsatz, der einem Minarett ähnelt. Er diente zur Überwachung des Flusses mittels einer Eisenkette, die zu einem zweiten, heute nicht mehr existierenden Turm auf der anderen Seite des Ufers führte. Der Name „Goldener Turm“ stammt von der früheren Eindeckung mit vergoldeten Ziegeln. Der letzte kleine Turm ganz oben wurde erst 1760 angebracht. bracht. Im Inneren ist heute ein kleines Marinemuseum eingerichtet.
Am Eingang eine alte Kanone.
Blick von Süden auf den Turm.
Menschliches Skelett mit rosa Kleid vor einem mexikanischen Laden.
Weiter Richtung Süden in der Höhe der Puente de San Telmo, liegt ein kleiner Park, Jardines de Cristina, direkt gegenüber der Universität und dem Palacio de San Telmo. Der 8.300 qm große Park wurde 1830 eingeweiht. Er ist der Ehefrau von Ferdinand VII., Maria Cristina von Bourbon-beides-Sizilien gewidmet. Architekt war Melchor Cano (1794-1842) unter botanischer Begleitung von Claudio Boutelou (1774-1842). Der Park verlor einen Teil seiner ursprünglichen Größe, als das Hotel Cristina und das Hotel Alfonso XIII. gebaut wurden. Im Park eine Statue, Denkmal aus Bronze von Sebastián Santos Calero (1943-) von 2011. Es zeigt die 18. Herzogin von Alba, Cayetana Fitz-James Stuart.
Kreuzung von Wegen mit Ziervasen auf Sockeln. Im Hintergrund die Fassade des Palacio de San Telmo.
Blick durch den Park Richtung Norden. Im Hintergrund die Giralda.
Rosa Blüten eines Judasbaums mit zwei Holzbienen.
Blick auf die, an der Paseo de Roma liegende, barocke Fassade des Palacio de San Telmo bzw. San-Telmo-Palast. Heute der Sitz der autonomen Regierung von Andalusien. Das Gebäude wurde 1682 außerhalb der damaligen Stadtmauer gebaut. Über die Jahrhunderte war es eine Ausbildungsstätte für Seefahrer, zuletzt unter dem Namen Colegio de Náutica bis 1847. 1901-1989 ein Gebäude für verschiedene Lehreinrichtungen als Akademie. Das Gebäude hat mehrere Innenhöfe.
In der Mitte ein repräsentatives, barockes Portal, der Haupteingang. Flankiert wird es von jeweils 3 Säulen, darüber ein Balkon, der von Atlanten getragen wird. Ganz oben die Statue des heiligen San Telmo, dem Patron der Seefahrer.
Details des Portals.
Blick auf das Dach eines Turmes an der Ecke mit Wasserspeiern am Dach.
Fassade an der Calle Palos de Frontera, die Richtung Osten zur Universität führt. Hier ist oben die „Galería de los doce sevillanos ilustres“ zu sehen. 12 lebensgroße Statuen vom Bildhauer Antonio Susillo y Ferndandez (1857-1896) von 1895. Sie zeigen Persönlichkeiten aus der Geschichte Sevillas, die einen Bezug zu den spanischen Kolonien hatten.
Weiteres Portal mit berocken Verzierungen.
Hotel Alfonso XIII.: Das 1916-1928 erbaute Hotel, liegt gegenüber der Universität und des Palacio da San Telmo. König Alfons XIII. gab die Anweisung für den Bau, um luxuriöse Räumlichkeiten für Gäste der Iberoamerikanischen Ausstellung 1929 bieten zu können. Architekt des im Neomudéjarstil geplanten Hotels war José Espiau y Muñoz (1879-1938).
Haupteingang des Hotels an der Calle San Fernando 2.
Details der Fassade.
Farbige Glasfenster rechts und links vom Eingang.
Details der Fassade mit schmiedeeisernen Gittern, Vasen aus Keramik, Reliefs und farbigen Fliesen.
Runde Sitzbank aus Fliesen mit Statuen im Garten des Hotels.
Portal in den Garten des Hotels aus Backsteinen und Fliesen.
Royal Tobacco Factory of Seville bzw. Königliche Tabakfabrik: der große, rechteckige Gebäudekomplex (185 x 147 Meter) mit mehreren Innenhöfen, liegt südlich der Gärten des Alcázar. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ließen sich in Sevilla die ersten Tabakhersteller nieder. Es waren die ersten in Europa. Das Gebäude ist eines der bedeutendsten Beispiele für industrielle Architektur aus der Zeit des 18. Jahrhunderts, des Ancien Régime, in Spanien. Zur Zeit seiner Erbauung war es das zweitgrößte Gebäude Spaniens. Es wurde direkt vor der Puerta de Jerez, einem Stadttor,.erbaut. Um die Fabrik herum wurde ein Graben mit mehreren Wachhäuschen ausgehoben, was auf eine Nutzung zu Verteidigungszwecken hindeutet. Der Bau begann 1728 und zog sich 30 Jahren hin. Architekten waren Militäringenieure aus Spanien und den Niederlanden. Der erste Entwurf von 1725 stammte von Ignacio de Sala (Wirkungszeit 18. Jahrhundert). Diego Bordick Deverez (-1756) ersetzte Sale und leitete das Projekt von 1731-1750, wirklich gebaut wurde aber nur von 1733-1735. Ab 1750 leitete ein flämischer Ingenieur, Sebastián Van der Borcht die Bauarbeiten, in Zusammenarbeit mit den spanischen Architekten Vicente Catalán Bengochea, Pedro de Silva (1715-1781) und Lucas Cintora (1732-1800). 1758 nahm die Fabrik ihre Arbeit auf. 1950 wurde beschlossen den Tabakbetrieb zu verlegen und hier das Rektorats der Universität Sevilla einzurichten. Der Umbau des Gebäudes war 1954-1956 ein großes Projekt und wurde von den Architekten Alberto Balbontín de Orta (1903-1972), Antonio Delgado y Roig (1902-2002) und Alfonso Toro Buiza (-1979) durchgeführt.
Blick auf die südwestliche Ecke des Gebäudes, mit dem Graben und einem Wachhäuschen.
Details der pyramidenförmigen, dekorativen Aufbauten an den Ecken mit Skulpturen von Löwen und oben einem Kreuz.
An der Calle Palos de la Frontera ein riesiger Gummibaum mit großen oberirdischen Wurzeln.
Nordöstliche Ecke der Tabakfabrik mit einem kleinen Nebengebäude.
In der Mitte der westlichen Seite der Fabrik, an der Calle Doña María de Padilla, eine der Brücken über den Graben.
Blick auf die Fassade im Westen mit einem der Eingangsportale.
Im Inneren repräsentatives Treppenhaus mit Stufen aus Marmor und Rundbogen.
Innenhof mit verglasten Rundbögen und schwarz-weiß kariertem Pflaster.
Durchgang in den Innenhof im Zentrum des Gebäudekomplexes. Umgeben von Arkaden mit Rundbögen, in der Mitte ein Brunnen.
Detail des Brunnens.
Weiterer Innenhof mit einem Denkmal.
Seit Juni 2015 verfügt die Universität Sevilla über eine Gipsoteca, einen Museumsraum, in dem über 100 Gipsabdrücke von Skulpturen aus den wichtigsten Epochen der Kunstgeschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts ausgestellt sind. Die Ausstellung von Gipsabdrücken in der Antigua Réal Fabrica de Tabaco ist der Abschluss des Forschungs- und Wiederherstellungsprojekts einer Sammlung von über 100 Stücken, die eine Reise durch die Geschichte vom Alten Orient bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglicht. Die aus den Originalformen gegossenen Stücke sind von außergewöhnlicher Qualität und technischer Ausführung. Die ältesten Stücke der Sammlung reproduzieren große klassische Stücke, wie den Apollo von Belvedere oder die Laokoon-Gruppe, die im frühen 18. Jahrhundert in der Escuela de tres nobles artes von José Panucci gegossen wurden.
Informationstafel
Blick in einen Gang mit zahlreichen Gipsfiguren bzw. Gipsabgüssen.
Kopf eines Pferdes aus Gips
Büste von Kaiser Augustus aus Gips
Relief aus Gips
Büsten von berühmten Personen aus Gips
Relief mit Heiligen aus Gips
Blick in einen Gang mit Rundbogenarkaden.
Im Inneren weiter Figuren aus Gips, Treppenhaus
Überdachter kleiner Innenhof mit Rundbögen uns weiteren Gipsfiguren.
Sitzende Statue aus Metall, die Elio Antonio de Nebrija (1441-1522) darstellt.
Blick in einen Hörsaal mit Bestuhlung aus Holz.
Halsbandsittich (Psittacula krameri) in seinem Nest an der Spitze einer Palme.
Auf dem Platz Puerta de Jerez der Hispalis-Brunnen bzw. Fuente de Hispalis, erbaut für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929.
Vor dem Brunnen ein Mann mit einem kleinen Orchester aus Marionetten.
Historisches Gebäude, Puerta de Jerez 4 mit dem Schulungszentrum ISTRAD.
Schräg gegenüber die Capilla de Santa María de Jesús. Es ist der einzige noch erhaltene Teil des 1505 gegründeten Kollegs Santa Maria de Jesús. Baubeginn 1506 nach einem Entwurf des Architekten Alonso Rodríguez (ca. 1526-1616). 1509 war dann Antón Ruiz für den Bau verantwortlich, erbaut vom Maurer Manuel Sánchez.
Historische Häuser an der Avenida de la Constitución, die nach Norden Richtung Kathedrale führt.
Historisches Gebäude aus Backsteinen in der Avenida de la Constitución 38.
Blick durch die Avenida de la Constitución mit Straßenlaternen und historischen Gebäuden.
Es handelt sich um das alte Theater Collie España. Das Kolosseum zeigt einen klaren regionalistischen Stil und ist eines der besten Gebäude dieser Strömung. Es wurde ab 1911 wegen der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929 errichtet. Die Haupteingänge befinden sich an den beiden Hauptfassaden, unter zwei großen Balkonen mit Säulen und schmiedeeisernem Gitter. 1975-1979 wurde es entkernt und für die Nutzung durch eine Bank angepasst. Das Gebäude ist dekoriert mit Bildern aus Fliesen, Brüstungen aus Stein, schmiedeeisernen Balkonen, an der Ecke ein kleiner Turm mit offenen Rundbogenarkaden.
Portillo De La Muralla bzw. Silberbogen oder Mañara-Bogen: es ist eines der Eingangstore in den einst ummauerten Alcázar. Erbaut während der Zeit der Almohaden, ca. im 13. Jahrhundert. Blickt man von der Avenida de la Constitución auf das Tor, sieht man noch den typisch maurischen Hufeisenbogen. Das Tor wurde im 14. Jahrhundert baulich verändert und ein gotisches Kreuzrippengewölbe eingebaut.
Blick von der Calle Miguel Mañara auf die Innenseite des Tores.
Historische Gebäude an der Calle Santo Tomás.
Historisches Gebäude der Hauptpost bzw. Correos y telegrafos an der Avenida de la Constitución 32. 1927-1930 erbaut nach Plänen von Joaquín Otamendi (1874-1960) und Luis Lozano. fertiggestellt im Stil des Art-Déco mit neubarocken Elementen.
Malerei an der Decke im Inneren des Postamtes.
Gebäudekomplex der Kathedrale, südwestliche Ecke, gesehen von der Avenida de la Constitución. Zahlreiche Kutschen warten auf Kundschaft.
Durch einen Torbogen in der Calle Almirantazgo kommt man zur Calle Arfe. Über den Durchgang ein Relief mit der Darstellung eines Königs und zwei Bischöfen.
Daneben eine winzige Kapelle mit einer kleinen Glocke im durchbrochenen Giebel.
Straßenlaterne aus Metall an der Wand.
Hinter dem Durchgang die historischen, königlichen Werften bzw. Reales Atarazanas. Der große Komplex wurde zur Konstruktion von Galeeren Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Von den ursprünglich 17 Gebäudeschiffen sind heute noch 7 Hallen erhalten, die 12 m hoch sind. Hier die Front zur Calle Dos de Mayo, die hinunter zum Fluss führt.
An der Wand der Werft ein mit Reliefs gerahmtes Bild aus Fliesen mit der Piéta.
Bild aus Fliesen mit der Darstellung eines Stadtores und der Kathedrale im Hintergrund.
Serrano-Schinken.
Hauseingang mit einer aus Holz geschnitzten Tür mit Köpfen in Medaillons. Um die Tür Fliesen mit Darstellungen von Personen in ländlicher Kleidung, Trachten.
Schaufenster mit bunten Figuren aus Glas, Frösche, Hunde, Hühner.
Kleine Figuren von Eulen in Kleidung.
Andenken an Spanien, Schürzen
Kleine Keramikvasen für die Wand mit künstlichen Blumen.
Blick in einen Innenhof mit schmiedeeisernem Gitter, Rundbogenarkaden und zahlreichen Pflanzen. An der Wand ein Kreuz und zwei Abbildungen von Personen in der Kleidung der Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern.
Alcázar:
Der Alcázar wurde ursprünglich als maurisches Fort angelegt und später mehrfach erweitert. Er gilt als älteste Königsresidenz Europas. Die Almohaden waren die ersten, die an dieser Stelle einen Palast, den Al-Qasr-al-Mubarak, errichteten. Ab dem 11. Jahrhundert sollte die Festung und der Palast dazu dienen den moslemischen König und den Verwaltungsapparat der Hauptstadt des Taifa-Königreichs Abadíes unterzubringen.
Der Großteil der heutigen Anlagen wurde ab 1364 für Peter I. (1334-1369) König von Kastilien-Léon, auf den maurischen Ruinen gebaut. Der Palast ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für die Mudéjar-Architektur, die unter christlicher Herrschaft entstandenen Bauten mit islamischen Einflüssen. Über die Jahrhunderte wurde der Alcázar von verschiedenen Herrschern weiterentwickelt. Aber Dank der Bewunderung seiner späteren Bewohner für die Werke ihrer Vorgänger, hat sich der Gebäudekomplex mit seinen Relikten aus unterschiedlichen Epochen bis heute erhalten.
Plan des Alcázar: links in der Mitte der Haupteingang, die Puerta del León (1). Von dort kommt man direkt in den Patio del León bzw. Löwenhof (2). Rechts davon der große Patio de la Montería bzw. Jagdhof (3). Nördlich davon Gemächer des Palastes und nordöstlich der Patio del Crucero bzw. Kreuzförmige Hof (10) mit dem östlich anschließenden Palacio Gótico (9). Südlich schließt sich der Palacio del Rey Don Pedro bzw. Palast von König Peter I. (8) an. Im Osten dann die großen Gärten des Alcázar.
An der Plaza del Triumfo befindet sich die Puerta del León, der Haupteingang zum Alcázar. Das Tor aus dem 14. Jahrhundert wird flankiert von mit Zinnen bekrönten Mauern und 18 m hohen Türmen..
Über dem Durchgang ein Bild aus Fliesen, die einen Löwen darstellen. 1894 wurden die Fliesen als Ersatz für den Farbanstrich angebracht. Darüber eine Pechnase, die der Abwehr von Angriffen diente.
Um die Ecke, an der Calle Miguel Mañara befindet sich noch ein, heute zugemauerter Zugang.
Im Durchgang der Puerta del León in einer Nische die Statue einer Madonna.
Informationstafel zum Löwenhof bzw. Patio del León. Die beiden Höfe sind durch eine Mauer aus dem 12. Jahrhundert mit 3 Bögen getrennt. Der mittlere Bogen wurde erst im 14. Jahrhundert geöffnet, als man den Palast für König Peter I. baute.
Blick zurück zum Eingang.
Auf der westlichen Seite des Patio del León und des auf ihn folgenden Patio del Monteria liegt das Vertragshaus, welches mehrfach umgebaut und der jeweiligen Nutzung angepasst wurde. Es entstand 1504 mit dem Zweck, den Handel mit Amerika zu organisieren, desssen Kolonialisierung 11 Jahre vorher begonnen hatte. Vom Patio del León gelangt man in einen kleinen von Rundbogenarkaden umgebenen Innenhof mit achteckigem Brunnen. Hier befindet sich das Miliärzimmer und Fächerzimmer.
Ausstellung mit historischen Fächern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Einige Fächer stammen aus China, England, Spanien und Frankreich.
An der Wand hinter Glas ein langes Gemälde mit der Darstellung einer Prozession in der Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern.
Informationstafel zur Sala de la Justiciá bzw. Botschaftersaal
Dieser 81 qm große Saal ist das älteste Mudéjar-Werk im Alcázar. Erbaut von Alfons XI. im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts. Der Raum ist mit Stuckarbeiten dekoriert, die die Natur schematisch wiedergeben. Es werden Elemente der muslimischen Tradition und kastilische Embleme kombiniert, z.B. das Wappen von Kastilien oder von Léon. In der Mitte befindet sich ein Brunnen mit einem mit dem Teich verbundenen Wasserkanal. Darüber befindet sich eine achteckige Decke aus Holz. Später wurde dieser Raum zur Zeit Pedros I. als Saal für die Rechtsprechung genutzt.
Details der Stuckarbeiten.
Dahinter liegt der Patio del Yeso bzw. Gipshof. In der Mitte das Wasserbecken, welches den Brunnen im Botschaftersaal speist.
Links der dreifache Bogen verweist auf die kalifischen Modelle des 10. Jahrhundert, vor der Ankunft der Almohaden.
Das Portal rechts, im Südosten des Hofes, der einzige Rest der almohadischen Gipskunst. Der mittlere Teil, mit einem Bogen im Stil der Sebka (Rautenpaneele), wird durch 2 quadratisch Säulen aus Backsteinen getragen. Die beiden seitlichen Teile sind identisch und weisen jeweils 3 kleine Spitzbögen auf, die im oberen Bereich ebenfalls Elemente der Sebka aufweisen.
Detail der Gipsstukkaturen im Durchgang an der Decke.
Zurück im Löwenhof geht man durch den erst im 14. Jahrhundert geöffneten mittleren Bogen weiter zum Patio de la Monteria.
Informationstafel zum Patio de la Monteria bzw. Jagdhof.
Der heutige Haupthof des Alcázar ist der Zugang zu den verschiedenen Palastgebäuden: dem Mudéjar-Palast, dem gotischen Palast und dem Admiralssaal, der Bestandteil des Vertragshauses ist. Der Name des Hofes stammt von der Tatsache, dass er als Treffpunkt der Jäger diente, die mit König Peter I. von hier zur Jagd aufbrachen. Dieser Hof entstand allerdings erst 1364, als der Palast von König Peter I. gebaut wurde. Unter den Platten des Hofes wurden die Ruinen verschiedener Paläste aus der Zeit der Almohaden gefunden, 12. Jahrhundert.
Blick in den Hof: links auf der Westseite des Hofes das 1503 errichtete Handelshaus. Die heutige Fassade mit Portikus wurde im 17. Jahrhundert von Antón Sánchez Hurtado erbaut.
Am Ende des Hofes die Fassade des Palastes von König Peter I. bzw. Palacio del Rey Don Pedro.
Informationstafel zur Fassade.
An der Gestaltung der Fassade waren Handwerker verschiedener Kulturen beteiligt. Es ist ein Meisterwerk der mudejarischen Kunst. Auf beiden Seiten des Eingangs Blindbögen. Weiter oben Steinmetzarbeiten im Stil der Sebka (Rautenpaneele), die auf den Bau der Giralda zurückgehen. Der Türsturz zeigt Pflanzenmotive von Künstlern aus Toledo. Darüber eine Reihe von Blindbögen mit kleinen Säulen.
Details der Fassade.
Cuarto del Almirante bzw. Admiralssaal im Vertragshaus. Der Name geht auf König Ferdinand III. von Kastilien zurück.
Zahlreiche Gemälde an den Wänden. An der Seite die Darstellung der letzten Momente von Fernand III. von Kastilien, genannt „der Heilige“ von Virgilio Mattoni de la Fuente (1842-1923). Das Ölgemälde ist 750 x 400 cm groß.
Am Ende des Saales ein Gemälde mit der Darstellung der Eröffnung der Ibero-Amerikanischen Ausstellung 1929 von Alfonso Grosso (1893-1983).
Gemälde mit Bildnissen von spanischen Königinnen und Königen:
Königin Maria-Christina von Bourbon-Sizilien
König Ferdinand VII.
Weiterer König und Königin
Königin Isabella II.
Weiterer Prinz oder König.
Informationstafel zum Capilla Virgen de los Navegantes bzw.Kapitelsaal
Der Kapitelsaal, heute eine Kapelle, wurde quadratisch erbaut und befindet sich direkt hinter dem Admiralssaal. Er verfügt über eine umlaufende Steinbank, die den Mitgliedern des Kapitelsaals als Sitz diente.
An der hinteren Wand das Triptychon der Jungfrau der Seefahrer (Virgen de los Mareantes) von Alejo Fernández (ca. 1470-1545).
Die zentrale Szene ist das Bild der Madonna, die eine Gruppe von Menschen unter ihrem Mantel schützt. Sie ist umgeben von vier Heiligen: der heilige Sebastian und Jakobus auf der linken Seite und der heilige Petrus Gonzales, Schutzpatron der Seefahrer und der heilige Johannes auf der rechten Seite. Zu Fußen der Madonne die 7 Schiffstypen, die damals verwendet wurden. Der Saal wurde 1967 restauriert und an den Wänden die Wappen der Admiräle von Kastilien. Fries aus Stuck als Übergang zur prächtigen Decke aus dem 16. Jahrhundert mit achteckigen und sternförmigen Senkkästen. Palacio del Rey Don Pedro bzw. Palast von König Peter I.: Inneres: Informationstafel zum Vestibül bzw. der Eingangshalle Blick in das Vestibül. Dort gibt es zwei schmale Gänge mit rechtwinkligen Biegungen, um die Privatsphäre der Innenräume gemäß islamischem Brauch zu wahren. Auf der linken Seite befindet sich der Eingang zum Protokollbereich: „Patio de las Doncellas bzw. Hof der Jungfrauen“ und auf der rechten Seite der Zugang zum Wohnbereich: „Patio de las Munecas, Hof der Puppen“. Detail der Wanddekoration im Vestibül mit Fliesen und Bändern aus Reliefs mit floralen Motiven und arabischen Kalligraphien. Decke aus Holz Decke aus Holz umgeben von zum Teil farbigen Stukkaturen. Einer der rechtwinklig abzweigenden Gänge mit zum Teil farbigen Stukkaturen über der Tür. Dekor an der Tür aus Holz. Schmaler Gang in den privaten Puppenhof mit Decke aus Stukkaturen. Patio de las Muñecas bzw. Puppenhof: Von diesem Hof im privaten Bereich des Palastes, gehen verschiedene Alkoven und Räumlichkeiten des Monarchen und seiner Familie ab. Er ist 80 qm groß und war ursprünglich nur ein Stockwerk hoch. Die Kapitelle der Säulen stammen aus dem Palast Madinat al-Zahra in Córdoba. Und die Verzierungen aus Gips aus dem Hof des Sultans Muhammad V. von Granada. Im 16. Jahrhundert wurde eine Galerie im manieristischen Stil ergänzt, die im 19. Jahrhundert wieder abgerissen wurde, als ein Zwischengeschoss in Form einer Galerie im Stil des Historismus und ein Dach aus Glas ergänzt wurde, Architekt war Rafael Contreras y Muñoz (1826-1890). Seinen Namen hat der Hof von den kleinen Puppenköpfen an den Anfängen der Bögen. Die Wohnräume rund um diesen Innenhof wurden während der Herrschaft der katholischen Monarchen komplett umgestaltet. Informationstafel Blick in den Hof mit dem Sockel aus Fliesen, den Bögen mit Verzierungen aus Gips, sowie Blick in die oberen Etagen. Zahlreiche Details der Verzierungen und Stukkaturen aus Gips. Details der Bögen mit den Puppenköpfen. Tür aus geschnitztem, farbigen Holz und Umrandung der Tür mit Stukkaturen. Sala del Techo de los Reyes Católicos bzw. Saal der Katholischen Könige: Informationstafel Dieser Raum liegt neben dem Puppenhof und verband die privaten Bereiche mit den öffentlichen Bereichen des Palastes. Der quadratisch Raum hat eine prächtige Decke aus Holz, aus der Zeit der Renaissance. Sie hat eine heraldische Dekoration mit Emblemen der katholischen Könige: das Joch, die Bündel aus Pfeilen und das Motto „Tato mota“ (angeblich ein Motto aus dem Ehevertrag zwischen den Katholischen Königen Ferdinand II. von Aragón und Isabella von Kastilien). Am Übergang zu den Wänden die Wappen der Königreiche auf der Iberischen Halbinsel am Ende des 15. Jahrhunderts: Kastilien, Léon, Aragón und die beiden Sizilien. Der Granatapfel ist unten im Wappen dargestellt, was darauf hindeutet, daß es sich um ein späteres Werk handelt, das an den Sieg im Krieg gegen Granada im Jahr 1492 erinnert. Fenster mit farbigen Stukkaturen darüber. Cuarto del Príncipe bzw. Suite des Prinzen: Dieser Raum besteht aus einem zentralen rechteckigen Saal und Alkoven an beiden Seiten. Die Suite ist auch direkt mit dem Puppenhof verbunde. Sie war früher das Schlafzimmer der Königin, bis Isabella einige Räume ungestalten ließ. Der Name nimmt Bezug auf das zweite Kind der Katholischen Könige. Johann von Aragón kam in diesem Raum 1478 zur Welt. Die wunderschöne goldfarbene Decke dieses Raumes verbindet Mudéjar-Dekoration mit Renaissance-Elementen. Blick auf einen der am Ende des Raumes liegenden Alkoven mit seiner Decke aus Holz. Der Zugang zu den seitlichen Räumen, verziert mit farbigen Stukkaturen aus Gips und 3 Ziergittern in der Form von Bögen über dem Durchgang. Blick in einen der sogenannten seitlichen Räume, die an den Botschaftersaal anschließen. Sie dienen als Übergang zwischen den öffentlichen und privaten Bereichen des Palastes und haben als Ein- bzw. Ausgang Hufeisenbögen mit Stukkaturen mit floralen Motiven. Decke aus Holz aus den späten Jahren der Zeit von Philipp II. (1527-1598). Details der Dekorationen an den Hufeisenbögen. Salón de Embajadores bzw. Botschaftersaal: Der 100 qm große Raum ist der am reichsten verzierte des ganzen Palastes. Hier war der Thron von Peter I. untergebracht. Nur dieser Raum erstreckt sich über 2 Stockwerke. Hier fanden alle offiziellen Zeremonien und Empfänge statt. In diesem Saal gaben sich 1526 Kaiser Karl V. und Isabella von Portugal das Ja-Wort. Blick von einem der Durchgänge mit Hufeisenbögen in die große Kuppel des Botschaftersaals. Unterhalb der Kuppel kleine schmiedeeiserne Balkone und ein Fries aus kleinen Nischen mit Bildnissen von Königen. Der Sockel des Saales ist mit farbigen Fliesen aus Granada verziert. Darüber farbige Stukkaturen mit Lobgesängen auf den König und Allah. Die sechseckige Kuppel aus Holz mit 9 m Durchmesser und wurde 1427 von Diego Ruiz geschaffen. 1843 wurde sie restauriert und Spiegel ergänzt, um der Kuppel mehr Glanz zu verleihen. Direkt unter der Kuppel Bildnisse von Frauen, geschaffen von Diego de Esquivel y Navia aus dem späten 16. Jahrhundert. Unterhalb der Kuppel kleine schmiedeeiserne Balkone. Schmiedeeiserne Podeste unterhalb der Balkone in der Form von Drachen. Unterhalb der Kuppel ein Fries aus gemalten Bildnissen von Königen des kastilischen Territoriums von 1599. Insgesamt 56 Könige sind abgebildet. Alle Könige sind sitzend abgebildet mit Schwert und Globus in den Händen, als Zeichen ihrer Macht. Detail der Stukkaturen an den Wänden Die Türen aus Holz sind 10 cm dick und mit geometrischen Formen dekoriert. Blick vom Botschaftersaal in den Patio de las Doncellas bzw. Jungfrauenhof Richtung Norden. Informationstafel Der Hof ist von 60 mehrlappigen Bögen im mudejarischen Stil, die auf weißen Säulen aus Marmor stehen, umgeben. Sie gehören neben dem Sebka-Stil zu den charakteristischsten Dekorationsmotiven der Almohaden-Dynastie (14. Jahrhundert). Die Muschel (Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens), die Hand der Fatima (Synonym für Schutz), geometrische Kompositionen, schematische Pflanzendekorationen und kufische arabische Epigraphik vervollständigen die Dekoration. Der Hof ist 21 m lang und 15 m breit. In der Mitte ein rechteckigen kleinen Garten, der ursprünglich als Erholungsbereich für die Palastbewohner konzipiert wurde. Durch den frühen Tod von Peter I. blieb der Bau unvollendet. Die nachfolgenden kastilischen Monarchen passten den Hof ihren Bedürfnissen an und machten ihn zum zentralen Bereich des öffentlichen Lebens im Palast. Seit 1572 war der Hof mit Marmorplatten bedeckt und beherbergte einen Renaissancebrunnen. Nach den archäologischen Ausgrabungen von 2005 wurde er im Zustand des 14. Jahrhunderts restauriert. Die unteren Wände sind mit Keramik in Alicatado-Technik verziert. Der Hof hat 2 Etagen. Unten die mudejarischen Bögen aus dem 14. Jahrhundert. Die obere Etage wurde im 16. Jahrhundert hinzugefügt und zeigen Rundbögenarkaden mit ionischen Säulen und Kapitellen. Hier sieht man auch Medaillons mit Bildnissen von Kaiser Karl V. und Isabella von Portugal. In der Mitte ein langes, mit Backsteinen eingefasstes Wasserbecken. Blick auf die Westseite des Hofes. Blick auf die Ostseite des Hofes. Zugang im Westen des Jungfrauenhofes zum ehemaligen Schlafgemach des Königs. Es besteht aus zwei unterschiedlich großen Zimmern und ist insgesamt 100 qm groß. Blick von Innen auf den Zugang zum Schlafgemach. Blick Richtung Puppenhof im Hintergrund. Auch hier ist der Sockel mit farbigen Fliesen in geometrischen Mustern versehen. In dem größeren Raum stand das Bett des Monarchen.In einem kleineren Alkoven sind maurische Gefäße aus Ton ausgestellt. Durchgang in einen 16 qm großen Alkoven mit mehrlappigem Bogen. Dieser dunklere Raum diente im Sommer als Schlafgemach. Er ist überwölbt mit einem Spitztonnengewölbe. Reste einer originalen Holzdecke. Blick durch das Schlafgemach und den davon getrennten Alkoven Richtung Jungfrauenhof. Blick über den Jungfrauenhof auf die gegenüberliegende Seite. Informationstafel zur Restaurierung der Fliesen im Palast von König Peter I. Im Osten des Jungfrauenhofes befinden sich Esszimmer und Schlafzimmer der Kinder der spanischen Könige. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Räume umgestaltet. Die gesamte Fläche der 3 Räume für die Kinder beträgt 120 qm. Auf dem Fußboden des südlichen Raumes bilden Backsteine und Keramikstücke ein Muster aus Sternen. Farbige Decke aus Holz und farbige Stukkaturen um ein Fenster. Blick durch ein Fenster mit schmiedeeisernen Gittern, die im 19. Jahrhundert neu gestaltet worden waren. Blick in den angrenzenden Jardín de la Galera bzw. Galeeren-Garten. Plan der Gärten des Alcázar: Insgesamt 6 kleinere, historische Gärten grenzen im Osten und Süden an die Gebäude der Paläste. Der Architekt Vermondo de Resta (1555-1625), führte nach seiner Ausbildung in Italien in den historischen Gärten den Manierismus ein. Informationstafel Der Jardin de la Galera bzw. Galeeren-Garten liegt im Südosten des Palastes von König Peter I. Er ist benannt nach den Galeeren, die dort aus den Myrtenhecken geschnitten worden waren, um Seegefechte nachzuahmen, bei denen sich die Schiffe gegenseitig mit Wasserstrahlen beschossen. Von dieser Gartengestaltung ist heute nichts mehr übrig. Der Garten umfasst 4 Beete, die mit einer reichen Vielfalt an Blumen und mediterranen Sträuchern bepflanzt sind. Es ist mit dem Palast von König Peter I. durch eine Pergola verbunden, die auf Säulen mit Renaissance-Reliefdekor ruht. Eine Treppe führt hinunter in den Garten. In der Mitte des Gartens eine Säule aus Marmor, die zu Ehren des Dichters und Gouverneurs von Silves Al-Mutamid errichtet wurde. Blick auf den südlich benachbarten Blumengarten bzw. Jardín de las Flores, der ebenfalls die typische Kreuzform der islamischen Innenhöfe aufweist. In seiner Mitte ein Brunnen aus dem 16. Jahrhundert. Dahinter an der Gartenmauer ein Bau mit halbrunder, überkuppelter Nische und einem Giebel mit Wappen. In der Nische die Büste Kaiser Karl V. Am Durchgang zum Galeeren-Garten ein rechteckiges Wasserbecken, eingefasst mit farbigen Fliesen. Am Ende eine Wand, die teilweise wie ein Grotte gestaltet ist. Vom Blumengarten führt eine Rampe hinauf zu Rundbogenarkaden. Diese Galerie führt zum Palast von König Peter I. Der Prinzengaarten bzw. Jardín del Príncipe liegt im Süden des Palastes, in einem Winkel zu einem Gebäude mit modernen Innenhöfen. Auch dieser Garten weist die sich kreuzenden Wege auf, wie sie typisch sind für islamische Innenhöfe. In der Mitte ein Brunnen. Der Garten ist dem Sohn der Katholischen Könige gewidmet, der der in einem der Räume neben dem Mudéjar-Palast geboren wurde. Informationstafel Details des Gartens Weiße Blüten des Pink jasmin (Jasminum polyanthum). Weitere Bereiche der Gärten: Gewundene Wege führen zur Gruta de las Sultanas im Südwesten der Gärten. Im Jardín Inglés bzw. Englischen Garten im Süden des Geländes. Informationstafel Der Garten ist als Englischer Garten bekannt, da Königin Victoria Eugenia von Battenberg (1887-1969) (Frau von König Alfons XIII.) die Hauptgestalterin war. Er besteht aus einem Waldgebiet, in dem die Natur frei und spontan wächst, wie in englischen Gärten. Die größten Bäume in diesem Garten sind Eichen, Zedern und indische Kastanien. Unter den Bäumen leben zahlreiche Pfauen (Pavo cristatus). Am Fuße eines Baumes hat eine Stockente (Anas platyrhynchos) ihr Nest. Auch in diesem Teil des Gartens gibt es kleine Brunnen. In Hintergrund die Kuppel des Cenador del León. Cenador del León bzw. Löwenpavillon von der Rückseite. Der Pavillon wurde von Benito Valladares dekoriert und wurde nur 30 Jahre später von Francisco Valladares restauriert. Zusammen mit den Gemälden von Juan de Medina stellt die Löwenlaube ein bemerkenswertes Beispiel des späten spanischen Manierismus dar. Orangefarbige Blüten der Klivie (Clivia miniata). Zauneidechse (Benito Valladares) Der Weg führt vorbei am Parbellón de Carlos V., der im Zentrum der Gartenanlage liegt. In Hintergrund die Galeria del Grutesco bzw. Grottengalerie, die die weiten Gärten des Alcázar in einen südlichen und nördlichen Teil aufteilt. An den Wegen durch die Beete stehen vereinzelt Säulen als Dekoration. Bauwerk mit Zinnen, ganz im Südosten der Gartenanlage. Ein kleiner runder Platz, eingerahmt von Hecken. Ein Weg, der in nordöstliche Richtung, parallel zur östlichen Gartenmauer verläuft. Am Ende eine kleine Mauer mit Sitzbänken aus Stein und einem kleinen Brunnen. An der östlichen Außenmauer die Fuente de Catalina de Ribera. Weiter auf dem Weg parallel zur östlichen Außenmauer ein kleiner quadratischer Platz mit Sitzbänken an der quadratischen niedrigen Mauer. Man stößt dann auf eine flache Exedra mit Sitzbändken, die am östlichen Ende einer der Hauptachsen des Garten liegt. Sie liegt vor hohen Nadelbäumen und ist mit Ziervasen verziert. Blick von der Exedra Richtung Westen über den Dichtergarten.bzw. Jardín de los Poetas. Er besteht aus zwei längliche Wasserbecken. An den Enden jeweils eine Säule als Dekoration, umgeben von niedrigen Hecken aus Myrthe. Er ist erst 1956 entstanden und daher der neueste Garten des Alcázar. Geht man Richtung Westen, stößt man auf die Galería del Grutesco bzw. Grottengalerie mit dem Tor des Privilegiums. Es wurde von Vermondo de Resta (1555-1625) entworfen. Blick zurück in den östlichen Bereich der Gärten, die auch Neue Gärten genannt werden. Es handelt sich um den Garten des Marquis bzw. Jardín del Retiro del Marqués. Er ist benannt nach dem Marquis Benigno Mariano Pedro Casto de la Vega-Inclán y Flaquer (1858-1942). Er ließ den Garten 1913-1917 anlegen. Einst befanden sich hier die Obstgärten des Alcázar. Er ist die Kombination aus manieristischen und andalusischen Elementen und damit typisch für den sevillanischen Garten des 20. Jahrhunderts. Überall befinden sich schmale Kanäle zwischen den Brunnen und zahlreiche Bände und Geländer, die mit bunten Kacheln dekoriert sind. In der Mitte der zwei Wasserbecken des Dichtergartens ein Brunnen, umstellt von Hecken, die als runde Kugeln beschnitten sind. Ein Weg führt durch die östlichen Gartenbereiche Richtung Nordwesten. An den Kreuzungen der Wege kleine Brunnen und aus farbigen Fliesen bestehende Exedras zum Sitzen mit Ziervasen auf Podesten. Auf den Fliesen zum Teil Wappen spanischer Könige. Hohe Hecken schaffen beschattete Wege, nur überragt durch Palmen. Östlich der den Garten unterteilenden Galeria del Grutesco befindet sich, leicht erhöht, eine runde Pergola mit Sitzbänken. Unterhalb dieser Pergola befindet sich eine kleine Grotte mit der Skulptur eines Fisches. Auf dem Weg davor ein Brunnen in der Form eines Sterns. Die Pergola befindet sich kurz vor der Puerta Marchena und damit kurz vor den Gebäuden des Palastes. Überall an den Kreuzungen der Wege verschiedene Brunnen. Nördlich der Pergola führen Stufen mit einem in der Mitte verlaufenden Wasserlauf hinauf zur Puerta Marchena. Blick auf die Puerta Marchena bzw. Marchena-Tor. Es liegt im Norden des Gartens des Marquis, direkt an der Groteskengalerie, die hier fast an die Gebäude des Palastes stößt und die historischen Gärten. Ein rechteckiges Wasserbecken befindet sich vor dem Tor. Die Skulptur eines wasserspeienden Froschs steht an der Schmalseite. Puerta Marchena bzw. Marchena-Tor: Informationstafel Das Marchena-Tor ist das ehemalige Tor zum Palast der Herzöge von Arcos und seit dem 18. Jahrhundert Eigentum des Herzogs von Osuna. Es wurde während der Herrschaft von Isabella I. von Kastilien erbaut und weist gotische Dekorationen und spätere Renaissance-Elemente auf, die reich an heraldischen Motiven sind. Seine Komposition zeigt auch Elemente des Mudéjar-Stils. Architekt dieses Palastes könnte Juan Guas (ca. 1433-1495) sein, sowohl aus stilistischen Gründen als auch aufgrund der Beziehung des Architekten zu den Palastbesitzern. Der Palast wurde 1492 erbaut und 1540 renoviert. Die Renovierung betraf die heraldischen Elemente, die den Familienwechsel markieren. Figuren von Wilden, die Schilder mit heraldischen Wappen tragen, wurden der Fassade hinzugefügt, um die neue Familienlinie anzuzeigen. Die Skulpturen wurden von Esteban Jamete (1515-1565) geschaffen und stammen aus dem Jahr 1544. Im Auftrag von König Alfons XIII. kaufte der Marquis von Vega dieses Portal des Palastes in Marchena, um es in den neuen Gärten des Alcázar aufzustellen. Galeria de los Grutesco bzw. Grottengalerie: Informationstafel Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verwandelte Vermondo de Resta (1555-1625) die Almohadenmauer in eine Loggia. Die Galerie erstreckt sich mit einen überdachten Gang mit Blick auf die Gärten des Alcázar bis zum Labyrinthgarten. Das Dach des Ganges wird getragen von Säulen aus weißem und rötlichem Marmor, die möglicherweise noch aus der Zeit des Kalifats stammen. Der manieristische Stil, der von Vermondo Resta in Sevilla eingeführt wurde, simuliert hier eine Grotte, indem natürlicher Fels aus der Wand heraustritt und so Architektur und Natur verbinde. Die Wand der Galerie mit Blick auf den Teich ist mit Fresken von Diego de Esquivel verziert. Blick von der Grottengalerie auf die Gärten des Alcázar, die im Südwesten der Galerie liegen. Blick auf Teile des Damengartens, der für die Bewohner des Hofes angelegt wurde. 1606 erhielt Vermonde de Resta den Auftrag, den Damengarten zu erweitern. Er entwarf einen rechteckigen, geschlossenen Garten, der in 8 Quadrate aus Hecken unterteilt ist. Ein Hauptweg führt durch den Garten, an dem sich zahlreiche Brunnen, Bänke und Wasserspiele befinden. Blick auf die Estanque de Mercurio bzw. Teich des Merkur im sogenannten Teichgarten, der direkt neben dem Gotischen Palast in den historischen Gärten liegt. Ehemals befand sich hier die antike Zisterne des Palastes, die mit dem römischen Aquädukt von Carmona verbunden war. Das Aquädukt wurde 1912 abgerissen. 1575 verlor die Zisterne ihre Funktion und wurde in einen Teich umgewandelt. In der Mitte des Teichs ein Brunnen mit der Statue des Merkur aus Bronze, die von Diego des Pesquera geschaffen und 1576 von Bartolomé Morel gegossen wurde. Blick auf den Damengarten mit seinen von niedrigen Hecken umrandeten, quadratischen Beeten und die im Norden gelegene Mauer, die diesen Garten von den höher liegenden historischen Gärten und den Palastgebäuden trennt. Blick in die offene Galerie. Blick auf die Grenze zwischen Damengarten und den südöstlich angrenzenden, 4100 qm großen Jardín de la Alcoba bzw. Garten des Alkoven. Hier befinden sich mehrere von Vermondo de Resta entworfene Tore. Im Hintergrund sieht man den weißen, mit Spitzdach versehenen Pavillon von Karl V., der während der islamischen Herrschaft als Oratorium bzw. Qubba genutzt wurde. 1543-1546 wurde dieses älteste Gebäude der Gärten wieder aufgebaut. Hinter dem Pavillon von Karl V. sieht man den Löwenpavillon. Blick Richtung Nordwesten über die Gärten auf die Front der Palastgebäude, entlang der Grottengalerie. Der südöstliche, rechtwinklige Abschluss der Grottengalerie. Blick in den Dichtergarten mit seinen länglichen Wasserbecken. Wieder unten im Garten des Alkovens befindet sich an der Ostseite, an der trennenden Grottengalerie das Tor des Privilegiums von Vermondo de Resta. Es ist etwa 17 m hoch. Über dem Durchgang das Wappen der Habsburger mit dem Doppeladler. Pavillon von Karl V.: 1543-1546 wurde aus dem islamischen Oratorium ein Pavillon der dem Zweck der Erholung diente.Das Gebäude hat einen kubischen Aufbau mit ihn umgebenden Rundbogenarkaden und ein Walmdach. Es zeigt eine Mischung aus islamischen, mudejarischen und plateresken Elementen. Sitzbänke aus farbigen Fliesen umgeben den Pavillon. Sie wurden im sevillanischen Stadtteil Triana gefertigt. An den Außenwänden kleine Fliesen mit mythologischen Figuren, wie Einhörner, Satyrn und Faune. An der oberen Kante Fliesen mit Wappen. Cenador del Léon bzw. Löwenpavillon: Informationstafel Er befindet sich südlich des Pavillons von Karl V. und wurde 1644-1645 von Diego Martín Orejuela (-1649) im manieristischen Stil erbaut. Ursprünglich war er an den Innen- und Außenwänden bemalt. 1991 wurde er restauriert und 3 neue Fresken zieren seither die Wände. Er ist überwölbt von einer Kuppel mit Fliesen und Ziertrophäen. In dem rechteckigen Wasserbecken davor ein runder Brunnen mit einer Skulptur eines Löwen aus weißem Marmor aus dem 17. Jahrhundert. An den Rändern des runden Brunnens Köpfe mit Wasserrohren im Mund. Blick durch den ganzen Damengarten Richtung Grottengalerie im Nordosten. Ganz hinten die Fuente de la Fama von Vermondo de Resta und davor an der zentralen Wegkreuzung die Fuente de Neptuno. Auf dem monumentalen Brunnen die Statue des Gottes Neptun aus Bronze. Im Obergeschoss des Palastes von König Peter I. bzw. Palacio del Rey Don Pedro befinden sich die offiziellen Räumlichkeiten des aktuellen spanischen Königspaares. Informationstafel. Außerdem befindet sich hier auch ein kleines Museum. Türen aus Holz im maurischen Stil. Treppenhaus mit einem Sockel aus farbigen Fliesen und einem Bildteppich an der Wand. Detail des Bildteppichs und der Lampe, die an der Decke aus Holz hängt. Blick in einen Ausstellungsraum mit farbigen Bildern aus Fliesen, die den Kreuzweg bzw. die Passion Christi darstellen. Farbige Fliesen aus dem 17. Jahrhundert mit Köpfen von Personen. Farbige Fliesen aus dem 16. Jahrhundert mit dekorativen Mustern. Blau-weiße Flasche aus Keramik aus dem 18. Jahrhundert mit der Darstellung einer Frau in einer Landschaft. Teller und Waschbecken aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind farbig bemalt. Patio del Crucero bzw. Kreuzförmiger Hof: Der 950 qm große kreuzförmige Hof wurde ursprünglich Ende des 12. Jahrhunderts von den Almohaden erbaut und hatte zwei Ebenen. Unten ein Wasserbecken, umgeben von vier kleinen Gärten mit Kräutern und Obstbäumen. In der Höhe der Kronen der Bäume, verlieg eine Galerie mit Gewölbedecken. So sorgte dieser Hof für eine gute Klimatisierung in den heißen Sommermonaten. Das Erdbeben 1755 in Lissabon beschädigte sogar das 350 km entfernte Sevilla und den Aufbau des Hofes. Der flämische Architekt Sebastián van der Borcht (1725 - ca. 1787) wurde mit dem Umbau beauftragt. 4 mit niedrigen Hecken umgebene Beete, ergeben ein Kreuz aus Wegen. Der Hof liegt im Nordwesten des Gotischen Palastes, östlich des Patio de la Montería. Im Norflügel des Hofes befindet sich auch der Eingang zum Archiv des Alcázar. Der Portikus des Gotischen Palastes im Südosten des Hofes, entstand in der Zeit der Umgestaltung durch Sebastián van der Borcht. Rundbogenarkaden mit einer Galerie befinden sich an der Front des Gotischen Palastes, sowie Blendsäulen mit ionischen Pilastern. Die ehemals sehr nüchterne Fassade des Palastes wurde zusätzlich durch die Brüstung am Dach und Verzierungen in der Form von Kelchen lebendiger. Details der Reliefs um den Eingang zum Palacio Gótico bzw. Gotischen Palast. Der Gotische Palast war das erste christliche Element im Alcázar. Der Nachfolger von Ferdinand III. König von Kastilien, der Sevilla 1248 erobert hatte, war sein Sohn Alfons X., der Weise (1221-1284). Er ließ den Palast der almohadischen Kalifen seinen Bedürfnissen gemäß umgestalten bzw. wurde über ihm erbaut. Steinmetze aus Burgos kamen um den Palast zu errichten. Aus den kleinen, sehr intimen Räumen des islamischen Palastes, wurden zwei große rechteckige Räume, die parallel zueinander liegen und zwei kleineren Räumen, die an jedem Ende liegen. Die 4 Säle waren von Gewölben gedeckt, die von an der Wand befestigten Säulen getragen wurden. Im 16. Jahrhundert wurde der Palast umgebaut, indem die Säulen durch Konsolen ersetzt wurden und große Fenster, die sich zum Garten öffnen, eingebaut wurden. Inneres: Gobelin-Saal bzw. Salón de los Tapices: Seinen Namen hat der Saal von der Serie von 12 Bildteppichen. Sie zeigen die Eroberung Tunesiens 1535 durch Kaiser Karl V. Der Maler Jan Cornelisz Vermeyen (1500-1559) hatte im Auftrag des Kaisers Gemälde dieses Ereignisses angefertigt. Diese wurden später zur Vorlage für den berühmten Brüsseler Tapisserie-Künstler Wilhelm de Pannemaker (ca. 1510-1581) und entstanden zwischen 1548 und 1554. Die heute ausgestellten Wandteppiche wurden im 18. Jahrhundert von Philipp V. bei der Royal Tapestry Factory von Santa Barbary in Auftrag gegeben und entstanden 1740. Gewölbesaal: dieser auch Festsaal genannte Raum, hat einen rechteckigen Grundriss, ist 300 qm groß und hat ein Kreuzrippengewölbe, welches König Alfons X. hatte errichten lassen. Er wurde im Auftrag von König Philipp II. 1577 durch den Architekten Asensio de Maeda (1563-1603) umgestaltet. Die Säulen des Saales wurden durch Kragsteine bzw. Konsolen ersetzt. Nun waren die Wände frei für manieristische Fliesen. Sie wurden zwischen 1577 und 1578 vom sizilianischen Töpfer Cristóbal de Augusta (Wirkungszeit 1569-1584) angefertigt. Dieser Saal ist 1 Meter schmaler als der Gobelin-Saal. In diesem Saal fand 1526 das Hochzeitsmahl von Kaiser Karl V. und Isabella von Portugal statt. Blick vom Gewölbesaal in den Garten. Blick durch den Gewölbesaal mit dem Sockel aus Fliesen. Details der manieristischen Fliesen mit Motiven aus der Zeit der Renaissance. An einem Ende des Saals Wandteppich mit einem Wappen und Zugang zu dem angrenzenden kleineren Raum. Details der Fliesen. Am anderen Ende des Saals ein 1923 angefertigter Wandteppich mit dem Wappen von Kaiser Karl V. Blick an die Kassettendecke aus Holz im 1576-1577 umgebauten Gang neben dem Gewölbesaal. Mit großen Fenstern öffnet er sich zum Garten. Blick vom Gewölbesaal direkt auf den davor liegenden Teichgarten mit dem Estanque de Mercurio bzw. Teich des Merkur, als Bestandteil der historischen Gärten. Die ehemalige antike Zisterne des Palastes verlor 1575 ihre Funktion und wurde dann in einen Teil umgewandelt. In der Mitte des Teichs ein Brunnen mit der Statue des Merkur aus Bronze, die von Diego des Pesquera geschaffen und 1576 von Bartolomé Morel gegossen wurde. Hier beginnt die Galeria de los Grutesco bzw. Grottengalerie. An der Nordseite des Teichs ein Portikus, der in Blindbögen Fresken mit mythologischen Szenen zeigt. Durchgang im Osten des Gotischen Palastes zum Patio de la Alcubilla bzw. Jardín de la Alcubilla. Schmiedeeisernes Kruzifix in einer Nische. Patio de la Alcubilla bzw. Jardín de la Alcubilla: Dieser Hof liegt nordöstlich des Patio del Crucero und ist nur durch eine hohe Festungsmauer von der Calle de Judería im Osten des Alcázar getrennt. Dieser Hof ist auch als „Tennisplatz“ bekannt, da die spanische Königsfamilie hier Anfang des 20. Jahrhunderts einen Tennisplatz errichten ließ. Es war der erste Tennisplatz Spaniens überhaupt. Der zentrale Brunnen aus dem 17. Jahrhundert befand sich zuvor im Palast der Familie Sanchez-Dalp in Sevilla. Er wurde in diesen Hof in den 1970er Jahren gebracht. Die Mudejar-Bögen auf der Nordseite waren Teil des sogenannten Cuarto del Sol. Informationstafel Festungsmauern Wegekreuz mit Brunnen aus dem 17. Jahrhundert Mudejar-Bögen auf der Nordseite. Apeadero: Die alten Stallungen wurden vom Architekten Vermondo de Resta rekonstruiert, wobei er das architektonische Schema einer christlichen Basilika anwandte. Es handelt sich um einen Raum, der in drei Schiffe unterteilt ist. Das mittlere, breitere Schiff hat eine hölzerne Decke, die aus 32 Säulenpaaren ruht. Über diesem Saal wurde zusätzlich ein großer Salon errichtet, der als Waffenlager diente und als einer der Hauptbereiche des Palastes galt. Informationstafel In diesem Durchgang, der zum Patio de Banderas führt, hängt ein aus Holz geschnitztes Retabel in barocken Formen. Es zeigt die Präsentation Jesu im Tempel, flankiert von 2 salomonischen Säulen und floralen Motiven. Blick auf die Fassade des Apeadero im Patio de Banderas. Sie hat eine monumentale, kunstvoll verzierte Steinverkleidung. Am Giebel ein Bild aus Fliesen mit dem Wappe von König Philipp V., welches im 18. Jahrhundert ergänzt wurde. Darüber eine schmiedeeiserne Krone. Durch ein Tor im Nordwestes des Patio de Banderas, welches ursprünglich für Kutschen vorgesehen war, verlässt man das Gelände des Alcázar. Man betritt wieder die Plaça del Triumfo bzw. Triumph-Platz. Hier fällt der Blick auf die Südseite der Kathedrale und der Giralda. Historisches Haus an der Plaza de la Alfalfa 5 mit 2 turmartigen Aufbauten. Nordöstliche des Rathauses lieg die Plaza del Salvador. Den Namen hat der Platz von der Iglesia del Salvador bzw. Stiftskirche El Divino Salvador: Zur Zeit der Römer stand hier zuerst ein Tempel, dann eine frühchristliche, westgotische und mozarabische Basilika. 830 wurde dann die Ibn-Adabbas-Moschee während der Umayyadenherrschaft als Hauptmoschee Sevillas erbaut. Erhalten ist noch der Patio de las Abluciones und der Alminar (heute der Glockenturm). Im Mittelalter wurde über der Moschee eine Kirche errichtet. Diese wurde wegen Baufälligkeit im Jahr 1661 abgerissen und zwischen 1674 und 1712 die barocke Kirche von Leonardo de Figueroa (1650-1730) gebaut. Sie ist neben der Kathedrale die größte Kirches Sevillas. Sie hat einen rechteckigen Grundriss und ist dreischiffig. Nähert man sich ihr von Süden an der Calle Vilegas, hat man einen Blick auf die barocke Kuppel mit Laterne, die mit farbigen Dachziegeln eingedeckt ist. Zur Straße oben eine schlichte Fassade mit Fensterrose. An der Ecke zur Plaza del Salvador ein Bild aus Fliesen mit dem gekreuzigten Christus. Darüber ein kleines Dach mit Kassettendecke und schmiedeeisernen Halterungen. Westfassade und Details der Westfassade mit 3 Portalen. Neben dem mittleren Portal Reliefs mit Fabelwesen und Putten. Inneres: Blick durch das Langhaus Richtung Hauptaltar. Die Kirche ist dreischiffig. Die Seitenschiffe sind durch Rundbögen vom Mittelschiff getrennt. Das Mittelschiff ist mit Tonnengewölben gedeckt. Direkt vor dem Hauptaltar befindet sich die Vierungskuppel. Hauptaltar: er ist einer der monumentalsten und repräsentativsten des sevillanischen Barock. Er ist ein Werk von Cayetano de Acosta (1709-1778) und entstand ab 1770. Der im Bildprogramm vertikal aufgebaute Altar zeigt im Zentrum die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor, neben Moses und Elias. Darunter die drei, Christus am nächsten stehenden Apostel, Petrus, Johannes und Jakobus der Ältere, die knieend die Vision der Herrlichkeit Christi erwarten. Ganz oben Gott Vater. Zahlreiche Engel begleiten die Szenen. 2 Informationstafeln Details des Altars Die mit Fresken versehene flachere Kuppel direkt vor dem Altar, zeigt den sich öffnenden Himmel. Die Fresken sind von Juan de Espinal (1714-1783) aus dem Jahr 1775. Blick in die große Vierungskuppel. Am Übergang zu den tragenden Säulen die 4 Evangelisten als Reliefs. Links neben dem Hauptaltar die Kanzel. Blick auf die Vierung, mit den die Kuppel tragenden Pfeilern mit Halbsäulen, die mit Reliefs verziert sind. Oben korinthische Kapitelle. Altarbild der Jungfrau des Wassers bzw. Retablo de la Virgin de las Aguas: Der Altar steht am Ende des südlichen Querschiffs und wurde 1724-1731 vom Holzschnitzer José Maestre angefertigt. In der Mitte befindet sich die Statue aus Holz der Jungfrau Maria aus dem 13. Jahrhundert. Der Legende nach ließ König Ferdinand von Kastilien, genannt der Heilige, dieses Bildnis schnitzen, da dank der Fürsprache der Jungfrau Maria nach einer langen Dürreperiode endlich reichlich Regen fiel. Informationstafel Der Altar und Details des Altars. Unten im Altar eine kleine Statue des Jesuskindes. Am östlichen Ende des südlichen Seitenschiffs, rechts neben dem Hauptaltar, der Retablo del Christo del Amor bzw. Altar des Christus der Liebe. Im Zentrum eine Darstellung der Kreuzigung von Juan de Mesa (1583-1627), entstanden zwischen 1616 und 1620. Der anatomisch einwandfrei geschnitzte Körper von Christus und das bewegte Lendentuch gehört zu einem der wichtigsten Beispiele des sevillanischen Realismus in der Zeit des Barock. Flankiert wird das Kruzifix von Statuen Unserer Lieben Frau von Succour und von Johannes dem Evangelisten, beide ebenfalls von Juan de Mesa. Darunter die Skulptur eines Pelikan, der seinen Jungen mit seinem eigenen Blut füttert. Ganz oben die Darstellung des heiligen Josef mit dem Jesuskind in seinen Armen von Pedro Roldán (1624-1699). Informationstafel Gesamtansicht des Altars. Retablo portado de la capilla sacramental bzw. Altar der Sakramentskapelle: Der Altar steht am Ende des nördlichen Querschiffs. Auch dieser barocke Altar ist ein Werk von Cayetano de Acosta (1709-1778). Informationstafel Gesamtansicht des Altars und Details. Vor der kleinen, hinter dem Altar liegenden Sakramentskapelle ein schmiedeeisernes Gitter. Am östlichen Ende des nördlichen Seitenschiffs, links neben dem Hauptaltar, der Retablo del Señor de los Afligidos bzw. Altar des Herrn der Leidenden: Dieser von der Bruderschaft Animas de Salvador in Auftrag gegebene Altar wurde zwischen 1721 und 1724 von José Maestre angefertigt. Die Statue aus Holz von Jesus zeigt ihn auf dem Weg nach Golgatha. Das Kreuz, welches ihn belastet, ist aus Holz mit einem Überzug aus Schildpatt und silbernen Ecken. Er wird flankiert von Statuen des heiligen Sebastian und des heiligen Rochus. Im oberen Teil ist die Krönung der Jungfrau Maria durch Gottvater und Jesus Christus zu sehen. Nach der Restaurierung der Kirche kamen eine Reihe von Wandmalereien zum Vorschein. In kleinen ovalen Gemälden ist unter anderem die Erscheinung des Engels vor Jesus beim Beten auf dem Ölberg und die Auspeitschung Jesu durch zwei Peiniger dargestellt. Informationstafel Gesamtansicht des Altars mit den Wandgemälden dahinter. Blick durch das Langhaus Richtung Westen mit der Orgel über der Tür. Detail der Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Weitere Nebenaltäre: Retablo de San Fernando bzw. Altar des heiligen Ferdinand: gemeint ist König Ferdinand III. von Kastilien, dem Eroberer von Sevilla, der 1671 von der katholischen Kirche heilig gesprochen wurde. Der Altar entstand 1760-1767. Im Zentrum die Statue aus Holz von 1699, die den heiligen Ferdinand darstellt. Die Ikonographie wurde von Francisco Pacheco gewählt: Er ist in der Mode des 17. Jahrhunderts gekleidet, bedeckt mit einem Hermelinmantel, gekrönt und trägt den Erdball und sein Schwert, das Symbol des Eroberers. Flankiert wird er vom heiligen Hermenegild und rechts, dem heiligen Ludwig von Frankreich. Beide Statuen sind von Blas Moler (1737-1812). Im oberen Teil sind Statuen des heiligen Didacus von Alcalá und rechts Johannes der Täufer. Ganz oben das Wappen von Kastilien-Léon. Informationstafel Gesamtansicht des Altars Rechts daneben Retablo del Señor de la Humildad y Paciencia bzw. Altar des Herrn der Demut und Geduld. Dieses Altarbild wurde von der Zunft der Handschuhmacher für ihren Schutzpatron, den Heiligen Christophorus, geschaffen. José Maestre schuf das Altarbild zwischen 1732 und 1734. In der Mitte der leidende Christus in seiner Einsamkeit. Er wird flankiert von Statuen des heiligen Cajetan, dem Ordensgründer Cajetan von Thiene. Rechts die Statue vom Erzengel Rafael. Darüber die Darstellung der Unbefleckten Empfängnis, flankiert von dem heiligen Petrus und Paulus. Informationstafel Gesamtansicht des Altars Retablo de Santa Ana bzw. Altar der heiligen Anna: Die Skulpturengruppe im Zentrum gilt zu Recht als eines der schönsten Werke des Bildhauers José Montesdoca (1668-1748). Die Skulpturen aus Holz sind etwas mehr als überlebensgroß, da die sitzende heilige Anna eine Höhe von 150 cm erreicht. Die heilige Anna bringt ihrer Tochter, der jungen Maria, das Lesen bei. Die Ikonographie der heiligen Anna als Lehrerin der Jungfrau Maria unterstreicht die von der Gegenreformation geförderten pädagogischen und familiären Werte und ist ein Beispiel für die notwendige Erziehung von Mädchen und die Weitergabe des Glaubens. Informationstafel Gesamtansicht des Altars. Daneben der Retablo de la Virgin del Rocío bzw. Altar der Jungfrau von Rocío: Er wurde zwischen 1718 und 1731 von José Maestre geschaffen, einer Zeit, in der er mehrere Kirchenaufträge zur Anfertigung von Altarbildern für die Kirche erhalten hatte. Diese stand seit ihrer Einweihung 1712 praktisch ohne Einrichtung leer da. Ursprünglich war der Altar den Erzengeln Michael, Raphael und Gabriel gewidmet, aber seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird es von der Statue der Jungfrau del Rocío dominiert, die von Sebastián Santos Rojas (1895-1977) geschaffen wurde. Informationstafel Gesamtansicht des Altars und Detail der Jungfrau del Rocío. Barocker Nebenaltar mit dem auf einem Esel reitenden Jesus. Retablo de Virgin de la Antigua bzw. Altar der Jungfrau der Antike: Dies ist eine Nachbildung der berühmten Jungfrau Maria in der gleichnamigen Kapelle der Kathedrale von Sevilla. Sie wurde 1715 gemalt und wird Juan Ruiz Soriano (1701-1763) zugeschrieben. Die Jungfrau im byzantischen Stil hält eine Rose in der Hand, während Jesus einen Stieglitz hält, der die Passion symbolisiert. 2 Engel halten eine Krone aus Edelsteinen über dem Haupt. Flankiert wird Maria von 2 salomonischen Säulen. Unten eine kleine Statue des heiligen Antonius von Padua. Oben eine Statue des heiligen Blasius aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, flankiert von zwei Märtyrerinnen, der heiligen Lucia und der heiligen Agatha vom Ende des 17. Jahrhunderts. Informationstafel Gesamtansicht des Altars. Simpecado de la Virgin del Rocío bzw. Simpecado der Jungfrau von Rocío: Ein Simpicado ist eine Mariendarstellung, deren Name von den Bannern stammt, die die Bruderschaften der Jungfrau bei religiösen Prozessionen an der Spitze des Marsches trugen. Sein Name mittelalterlichenn Ursprungs, leitet sich vom lateinischen „Sine labe concepta“ ab, was „ohne Sünde empfangen“ bedeutet und auf die Figur der Unbefleckten Empfängnis anspielt. Dieses Simpecado entstand 1956 und wurde von Esperanza Elena Caro aus grünem Samt mit Goldfäden und Seide gefertigt. Es zeigt in der Mitte ein Bild der Jungfrau Maria aus geprägtem Silber und Elfenbein, ein Werk des Goldschmieds Seco Velasco. Unter dem Bild der Jungfrau befinden sich zwei Wappen: eines für die Stadt Sevilla, das andere für die Stadt Almonte und dazwischen das Symbol der Pfarrei El Salvador. Informationstafel Gesamtansicht des Altars. An einer Seite des Altars befindet sich die Tür zum Innenhof, dem Patio de las Abluciones, der von der ehemaligen Moschee erhalten blieb. In ihm stehen Organbäume und in der Mitte ein Brunnen. Neben dem Eingang zur Ausstellung in der Sakristei befindet sich der Retablo de Santa Justa y Rufina bzw. Alter der heiligen Justa und Rufina: Die beiden Schwestern Justa und Rufina gelten als Schutzheilige von Sevilla. Die Statuen aus Holz wurden 1728 von Juan de Dios Moreno geschaffen. In einer Nische mit Rundbogen stehen die Statuen der heiligen Justa und Rufina. Sie starben im Hispalis des 3. Jahrhunderts wegen ihres Glaubens an das Christentum und der Verbreitung des Evangeliums den Märtyrertod. Ikonographisch werden diese beiden Heiligen immer wieder so dargestellt, daß sie die Giralda umarmen. Der Tradition nach gelten sie als ihre Beschützer, da man glaubt, dass die Giralda nach dem Erdbeben von 1504 dank ihrer Fürsprache nicht einstürzte. Die Palmwedel in ihren Händen sind ein Symbol ihres Martyriums. Hinter dem Altar Wandmalereien in barocken Formen. Informationstafel Gesamtansicht des Altars mit den Wandmalereien dahinter. Ausstellung in den Räumen der Sakristei: Statue des heiligen Christophorus: Die Skulptur aus Holz ist erste dokumentierte und erhaltene Werk des bedeutenden Bildhauers Juan Martínez Montañés (1568-1649) aus dem Jahr 1597. Sie hat die kolossale Höhe von 225 cm. Informationstafel Kruzifix aus Elfenbein, Ende 16. Jahrhundert, unbekannter Künstler aus Sevilla. Kruzifix, anonym, um 1500. Arca Eucaristica: Silbernes Gehäuse von Antonio Pineda () für die eucharistische Anbetung, 1815. Kleidung aus Brokat für eine Heiligenfigur Kreuz aus Silber und Bergkristall. Luís de Arcosta, J. Birto, Cristóbal Cornelio de Ubicación. Diego Gallego 1633–1705 Reliquar der heiligen Barbara eines anonymen Künstlers aus Sevilla von 1704. Vergoldetes Silber und Bergkristall. Missale von 1744 in einem Einband aus der Zeit des Rokoko, um 1785-1815. Mit eingebunden sind mittelalterliche Pergamenthandschriften mit Hufnagelnoten und einer Initiale. Blick in einen der Ausstellungsräume in der Sakristei. Auferstehung Christi aus Holz geschnitzt, 1609-1612 von Juan de Oviedo de la Bandera (1565-1625). Altar oder Altarbild-Rahmen aus Holz geschnitzt 1727 von José Maestre. Das Gemälde zeigt die Opferung Isaaks, 1727 von Sebastián de Llanos y Valdés (1605-1677), Öl auf Leinwand. [Wiederspruch zwischen Schild in der Ausstellung und den Lebensdaten des Künstlers] Anbetung der Hirten aus Holz geschnitzt, 1609-1612 von Juan de Oviedo de la Bandera (1565-1625). Novene zu Ehren der Heiligen Barbara. Entstanden 1720 mit gemalten Darstellungen des heiligen Christophorus und Maria auf einer Mondsicher. Das Buch gehörte zur alten Bruderschaft der Heiligen Barbara. Buch mit den Gründungsregeln der Bruderschaft der Jungfrau von Carmen: anonymer Künstler aus Sevilla, 1731. Die Seiten sind in roten und braunen Buchstaben geschrieben. Buch mit den Regeln der Bruderschaft der Jungfrau von Carmen: anonymer Künstler aus Sevilla, 1855. Sein Ursprung liegt in den Reformen der Regeln von 1731. Malereien mit der Darstellung von Maria mit dem Kind und ein Heiliger. Verkündigung aus Holz geschnitzt, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Geschaffen vom Nachfolger von Pedro Cornejo (1677-1757). Blick in einen Raum der Sakristei mit einem Altar, einem vierseitigen Notenpult für vierstimmigen Gesang, Gemälden und einem aufwändigen Rippengewölbe. Blick in das Rippengewölbe mit Engeln und Taube in den Schlusssteinen. Chorgestühl aus Holz mit Schnitzereien an den Sitzen und oberhalb der Sitze Reliefs mit Darstellungen von historischen Personen, z.B. König David. Apostel Petrus als Papst: Die sitzende, bemalte Statue aus Holz wurde 1714 von José Montes de Oca (1676-1754) geschaffen. Zeitstrang zur Geschichte von Sevilla Blick in die Ausgrabungen unter der Kirche bzw. ehemaligen Moschee. Informationstafel mit Grundriss: In Untergrund der Kirche wurden 2020 mehrere Überreste gefunden, die es ermöglichen, einen Teil der Westmauer der Ibn-Adabbas-Moschee und ihrer Strebepfeiler zu identifizieren. Außerdem wurde eine Ecke der ehemaligen Kapelle des Bischofs von Tiberia in der Mudéjar-Stiftskirche gefunden. Dabei konnten sowohl die Abfolge und die baulichen Besonderheiten des ursprünglichen Kalifatsbaus mit seinen entsprechenden sukzessiven Umbauten im Laufe der Zeit als auch die Aufteilung des muslimischen Gebetsraums in verschiedene Kapellen und Nutzung für Bestattungen der ersten christlichen Stiftskirche untersucht werden. Grundmauerern und Fundamente für Pfeiler. Reliefs mit lateinischen Inschriften. Informationstafel zu den Säulen der Moschee des Ibn Adabbas: Unter dem Wasserspiegel ist ein Fragment einer der Marmorsäulen, die den islamischen Gebetsraum der ursprünglichen Ibn-Adabbas-Moschee gliederten, noch an seinem ursprünglichen Standort erhalten. Der deutliche Höhenunterschied zum heutigen Stadtniveau ist deutlich zu erkennen, sowie die Qualität des Materials und der Bautechniken, die beim Bau der Kalifenmoschee verwendet wurden. Später wurde sie als Stiftskirche des Göttlichen Erlösers (Iglesia Colegial del Divino Salvador) dem christlichen Gottesdienst geweiht. Informationstafel zu den Kapellen der ersten Kollegiatskirche Stützende kleine Rundbögen aus Backsteinen unter dem Fußboden. Zurück auf der Plaza del Salvador. Gegenüber das Hospital de Nuestra Señora de la Paz bzw. Hospital unserer lieben Frau des Friedens mit seiner Kirche, deren Fassade nach Osten zeigt. An diesem Standort befanden sich seit dem 14. Jahrhundert mehrere Krankenhäuser. Das heutige Gebäude wurde im 16. Jahrhundert begonnen. Zwischen 1835 und 1880 wurde das Gebäude säkular benutzt. 1982-1989 wurde die Fassade der Kirche restauriert. Die drei Etagen der Fassade der Kirche werden Vermondo de Resta (1555-1625) zugeschrieben. Im Erdgeschoss vier Säulen, die den Fries stützen, darunter der Eingang. Ganz oben ein durchbrochener kleiner Giebel, flankiert von zwei Glockentürmen. In der 1. Etage drei Nischen zwischen Pilastern und Säulen. In den Nischen Statuen des heiligen Augustus, der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes von Gott, dem Stifter des Ordens der Barmherzigen Brüder. Darüber ein farbiges Glasfenster, eingerahmt von einem Relief mit Rocailles. Inneres: Aufsteller zur Ausstellung mit Miniaturen zu den Prozessionen anlässlich der Heiligen Woche vor Ostern. Blick in die dreischiffige Kirche Richtung Hauptaltar. In der Mitte des Mittelschiffs und an den Seiten die Miniaturen zu den Prozessionen die in der Semana Santa stattfinden. Der Ursprung dieser Prozessionen liegt in den 1520er Jahren. Bereits im 14. Jahrhundert hatten sich erste religiöse Vereinigungen bzw. Bruderschaften gebildet, die in der Regel aus Angehörigen einer bestimmten sozialen Berufs- oder ethnischen Gruppe gebildet hatten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden in Sevilla 57 Karwochenbruderschaften. Sie tragen spezielle Kleidung, die sich bei jeder Bruderschaften unterscheidet. Es handelt sich um Gewänder mit spitzer Kopfbedeckung, die als Capirote bezeichnet werden. Blick in das südliche Seitenschiff mit goldfarbenen Nebenaltären und weiteren Miniaturdarstellungen der Prozessionen in der Semana Santa. Hochaltar mit einer Statue der gekrönten Maria, flankiert von Statuen von 2 Heiligen. Direkt vor dem Hochaltar der Blick in die Kuppel. Altartuch mit der Beweinung Christi. Blick in die Kuppel und den Bereich vor dem Hochaltar. Statue der festlich gekleideten Maria vor einem Sockel aus farbigen Fliesen. Blick auf die schmiedeeiserne Kanzel und den Sockel aus farbigen Fliesen. Informationstafel mit Abbildungen der verschiedenen, charakteristischen Gewänder mit spitzer Kopfbedeckung, die als Capirote bezeichnet werden, die die Mitglieder der Bruderschaften und religiösen Vereinigungen anlässlich der Prozession zur Semana Santa tragen. Goldfarbeneer Nebenaltar mit einem Kruzifix. Weiterer goldfarbener Nebenaltar. Einige Details der Prozessionen mit Wagen, auf denen im Original in Lebensgröße die verschiedenen Stationen des Kreuzweges Jesu dargestellt werden. Blick durch das Mittelschiff Richtung Eingang, der im Osten der Kirche liegt. An der Empore über dem Eingang ein Relief in barocken Formen. Auf der Plaza del Salvador ein Denkmal für den Bildhauer und Architekten Juan Martínez Montañés vom Bildhauer Agustín Sánchez-Cid, geschaffen anlässlich der Weltausstellung 1929. Historisches Gebäude in der Calle Villegas 1 Schaufenster mit traditionellen spanischen Trachten, Schultertücher mit Stickereien, Kleider für Flamencotanz und Fächer. Schaufenster eines Landens mit liturgischen Gewändern und Devotionalien. Blick in einen Laden mit Fächern. Schaufenster eines Ladens mit Kurzwaren. Darin 2 gehäkelte Puppen in spanischer Tracht. Historisches Gebäude in der Calle de Chapineros 1, östlich der Plaza del Salvador. An der Fassade Verzierungen aus Backsteinen, Wandmalereien, schmiedeeiserne Balkone. Eisdiele Amerino in der Calle Alemanes 19, nördlich der Kathedrale. Die Eissorten werden in der Tüte in Form von Blüten serviert. Berittene Polizei in der Calle Alemanes, nördlich der Kathedrale. Kathedrale von Sevilla bzw. Santa María de la Sede: Inneres: 2 Grundrisse der Kathedrale. Die Rundung der Apsis der Köngiskapelle liegt im Osten, der Ausgang durch den Orangenhof bzw. Patio de los Naranjos liegt im Norden. Bei dem zweiten Grundriss auf der linken Seite. Haupteingang ist heute die Puerta del Príncipe oder das Tor der Prinzen auf der Südseite. Es ist auch der Zugang zum südlichen Querschiff der Kathedrale. Informationstafel mit Abbildungen zu verschiedenen Bereichen in der Kathedrale, die auf dem Grundriss ebenfalls mit Ziffern versehenen sind. Aufriss der Kathedrale Bevor man die Kathedrale von Süden betritt, befinden sich links vom Eingang kleine Ausstellungsräume. Gemälde mit dem Bildnis von König Ferdinand III., dem Eroberer von Sevilla, der später heilig gesprochen wurde. Es wurde ca. 1671 von Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682) gemalt. Gemälde mit einer Darstellung der Befreiung des heiligen Petrus von Juan de Valdés Leal (1622-1690), 1665. Gemälde mit der Darstellung der Flucht nach Ägypten von Sandro Botticelli (1445-1510), 1510. Darstellung der heiligen Justa und Rufina von Miguel de Esquivel (1595-1621), ca. 1620. Informationstafel zum an der Wand montierten Maßwerk. Kleiner Innenhof mit einem an der Wand montierten gotischen Maßwerk des Buntglasfensters der Heiligen Katharina, Magdalena, Maratha und Margarete. Dieses Maßwerk wurde um 1440 unter der Leitung von Meister Carlin geschaffen. Die lanzettförmigen Öffnungen wurden 1478 von Henry Aleman verglast. Das Fenster wurde zwischen 1538 und 1928 mehrfach repariert, sodass einige Teile nicht mehr richtig zusammenpassen. In den Jahren 2009 und 2010 wurden die abgebauten Steine restauriert. Kleiner Innenhof mit zentralem Brunnenschacht und kleinem Brunnen an der Wand mit Blendbögen. Weiterer kleiner, überdachter Innenhof als Durchgang, mit achteckigem Brunnen und Rundbogenarkaden. Blick von der Westseite der Kathedrale Richtung Osten, durch das 32 m hohe Mittelschiff der Kathedrale mit insgesamt 5 Schiffen. Im Hintergrund der Lettner vor dem Chor und ganz hinten der obere Teil des goldfarbenen Hauptaltars. Das Innere der Kathedrale spiegelt die strenge Hierarchie der mittelalterlichen Gesellschaft wieder. Der westliche Teil der Kathedrale war für das Volk vorgesehen. Die geistlichen Würdenträger besetzten die Mitte des Mittelschiffs mit dem Chor und der Hauptkapelle. An der Ostseite der Kathedrale die Spitze der Gesellschaftspyramide mit der königlichen Kapelle. Über dem Chor kann man rechts und links die in den Raum hineinragenden Dekorationen der Orgel sehen. Blick in das Kreuzrippengewölbe des Mittelschiffs. Informationstafel zur Capilla de San Isidor bzw. Kapelle des heiligen Isidor Sie ist bekannt für ihre reiche Ausstattung im Stil des Barock. Ein barockes Steinportal mit schmiedeeisernem Gitter trennt die Kapelle vom Kirchenschiff. Sie liegt direkt neben dem Hauptportal an der Westseite der Kathedrale. Auf der anderen Seite des Hauptportals befindet sich ein ähnlich gestalteter Zugang zur Capilla de San Leandro. Das Tor wird flankiert von zwei Altären mit Statuen, jeweils mit einer Informationstafel dazu. Links eine Statue der Maria mit Kind von 1460-1470 aus dem Kreis des Bilhauerers Lorenzo Mercadante (1446-1468). Rechts eine Figurengruppe von 1454 von Lorenzo Mercadante (1446-1468). Hier gibt Maria ihrem Sohn die Brust, während ein Engel knieend eine Korb mit Früchten reicht. In der Kapelle ein Altar von Bernardo Simón de Pineda (1638- ca. 1702), welcher zwischen 1662 und 1664 entstanden ist. Der Altar wurde von Augustín Franco und Juan de Valdés Leal vergoldet. Zentrale Figur ist der heilige Isidor mit Buch und Stab, flankiert von salomonischen Säulen und zwei weiteren Statuen von Heiligen, wobei die linke Statue fehlt. Kapelle der Geburt des Herrn mit dem Altar del Nacimento bzw. dem Altar der Geburt Christi: Informationstafel Gesamtansicht der Kapelle mit schmiedeeisernem Gitter davor. Sie befindet sich an der Westseite der Kathedrale, direkt neben dem Eingang. Altar der Geburt Christi von Luis de Vargas (1502-1568), von 1555. Im Zentrum die Anbetung der Hirten mit naturalistischen Details und schönen Lichteffekten. Umgeben ist dieses Gemälde von Darstellungen der 4 Evangelisten. Ganz unten die Verkündigung, die Anbetung der heiligen drei Könige und die Präsentation Jesu im Tempel. Capilla de San Laureano bzw. Kapelle des heiligen Laurian in der südwestlichen Ecke der Kathedrale: Architekt der gotischen Kapelle war der Franzose Charles Galtés (1378 – ca. 1448/49) in den Jahren 1436-1449 [Jahreszahlen des Baus lt. Informationstafel]. Diese Kapelle war vermutlich die erste, die in der neuen Kathedrale errichtet wurde. Bereits 1412 fanden hier Gottesdienste statt. Informationstafel Gesamtansicht der Kapelle mit dem schmiedeeisernen Gitter davor. Grabmal des Kardinals Joaquín Lluch y Garriga (1816-1882). Altar in der Kapelle des heiligen Laurian. Der goldfarbene Altar besteht im Wesentlichen aus 2 Etagen, die jeweils 3 Bereiche, getrennt durch salomonische Säulen aufweisen. Im Zentrum der heilige Laurian in päpstlichem Gewand mit Mitra und Pluviale. Flankiert wird er von 2 Reliefs mit Szenen aus seinem Leben. Oben in der Mitte die Darstellung der Enthauptung des Heiligen, der im 4. Jahrhundert Bischof von Sevilla war. Rechts und links davon Statuen von Engeln. Capilla de Santa Anna bzw. Kapelle der heiligen Anna: gelegen an der Südseite der Kathedrale, neben der Kapelle des heiligen Laurian. Architekt der gotischen Kapelle war der Franzose Charles Galtés (1378 – ca. 1448/49) in den Jahren 1436-1449 [Jahreszahlen des Baus lt. Informationstafel]. Informationstafel Blick in die Kapelle mit dem Retablo del Cristo de Maracaibo und die ihn umgebenden Gemälde. Im Zentrum des Altars unter dem farbigen Glasfenster die Kreuzigung als Gemälde, flankiert von Reliefs von Maria und dem heiligen Johannes. Fünf Engel mit den Attributen der Passion krönen den Altar. Rechts befindet sich das Grabmal des Kardinals Luis de la Lastra y Cuesta (1803-1876). Er ist als Skulptur in betender Position dargestellt, an den Ecken des Grabes sitzen zwei Engel. Das Hauptwerk dieser Kapelle ist ein gotischer Altar, der einer der ältesten der Kathedrale ist. Er zeigt in Gemälden mit Goldhintergrund die am meisten verehrten Heiligen Sevillas im ausgehenden Mittelalter. Ganz oben als Statue die Jungfrau Maria und das Jesuskind. In der Predella fünf Szenen aus der Passion Christi. Kapelle des heiligen Josef: dritte Kapelle auf der Südseite, nach der Kapelle der heiligen Anna. Im Zentrum des Altars eine Statue des heiligen Josef, die Anfang des 19. Jahrhunderts im neoklassizistischen Stil von José Esteve y Bonet (1741-1802) geschaffen wurde. Farbiges Glasfenster mit der Anbetung der Hirten in der Kapelle des heiligen Josef. Angefertigt 1932 von der renommierten Firma für Glasmalerei Mauméjean. Capilla de San Hermenegildo bzw. Kapelle des heiligen Hermenegild: erbaut wurde die Kapelle in der Zeit von 1449-1453 vom Baumeister Juan Normant, der zwischen 1439 und 1478 als Baumeister in Sevilla tätig war und auch für den Bau der Kathedrale mit verantwortlich war. Die Kapelle liegt auf der Südseite der Kathedrale, in der Höhe des Lettners zum Chor, direkt neben der Kapelle des heiligen Josef. Informationstafel Gotisches Grabmal von Juan de Cervantes, Kardinal von Sevilla. Es wurde vom Bildhauer Lorenzo Mercadante (1445-1468) in den Jahren 1453-1458 aus Alabaster geschaffen. Es gilt als Meisterwerk der Bestattungskunst. Dargestellt ist eine Liegefigur des Kardinals mit Mitra. Darunter der Sarkophag mit Reliefs von Engeln, die das Wappen des Kardinals halten. Barocker Altar des heiligen Hermenegild aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Zentrum die Statue des Heiligen, der ein westgotischer Prinz und Märtyrer im 6. Jahrhundert war. Grabmal aus Marmor für Kardinal Manuel Joaquín Tarancón y Morón (1782-1867). Darüber Gemälde mit Bildnissen, ggf. der Jünger Jesu. Blick über das südliche Kirchenschiff, genannt Paulus-Kirchenschiff, auf die Südwand des im Mittelschiff liegenden rechteckigen Chores. Hier liegen zwei von insgesamt vier der sogenannten Alabasterkapellen. Sie wurden 1515 von Juan Gil de Hontañón (1470-1526) entworfen und erst fast 20 Jahre später von Diego de Riaño (ca. 1495-1534) vollendet. Sie liegen auf der Nord- und der Südseite des rechteckigen Chores. Hier auf der Südseite zwei Marienkapellen, in denen sich Elemente der Gotik und der Renaissance verbinden. Die schmiedeeisernen Gitter vor den Kapellen stammen aus dem 2. Viertel des 17. Jahrhunderts. Darüber die Rückseite des aus Holz geschnitzten Chorgestühls. Informationstafel zur Capilla de Incarnación bzw. Kapelle der Menschwerdung Altar mit der Darstellung der Verkündigung als Skulpturen, flankiert von jeweils 2 Säulen mit korinthischen Kapitellen. In der Predella Brustbildnisse von 5 Heiligen. Rechts daneben die Capilla de la Cieguecita bzw. Kapelle der Unbefleckten Empfängnis. Informationstafel Im Zentrum die Statue der Jungfrau Maria von Juan Martínez Montañés (1568-1649). Wegen ihrer halb geschlossenen Augen wird sie auch „La Cieguita“, „Die Blinde“ genannt. Es ist eine der beliebtesten Mariendarstellungen in der Kathedrale. Links unten im Altar ein Bildnis von Francisco Gutiérrez de Molina, gemalt von Francisco Pach. Orgel auf der Südseite des Chores, neben der Capilla de la Cieguecita. Auch auf der Nordseite des Chores gibt es eine Orgel. Der barocke Orgelprospekt aus Holz wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Luis de Vilches entworfen. Das Instrument, das von einem zentralen, freistehenden Spieltisch angespielt wird, geht zurück auf den Orgelbauer Aquelino Amezua (1847-1912) aus dem Jahr 1901 und wurde 1970 einer Neo-Barockisierung unterworfen. 1996 hat Gerhard Grenzing die Orgel überholt und in den vormaligen Zustand zurückversetzt. Capilla de Santa Maria de la Antigua bzw. Kapelle der Virgen de la Antigua: die wichtigste Seitenkapelle in der Kathedrale verdankt ihren Namen einem Gemälde der Jungfrau Maria, welches im 14. Jahrhundert von Ferdinand III. an einer der Mauern der ehemaligen Almohadenmoschee angebracht hat. 1578 wurde es an den heutigen Standort verlegt und befindet sich in der Mitte eines barocken Altars aus Marmor und Jaspis. Dieser Altar wurde 1738 von Pedro Duque y Cornejo (1678-1757) erbaut. Informationstafel zur Kapelle und zur Bedeutung der Mariendarstellung für die erste Weltumsegelung (1519-1522) durch Ferdinand Magellan bzw. Fernão de Magalhães (1480-1521) und Juan Sebastián de Elcano, der 1522 ohne Magellan zurückkehrte, da dieser auf den Philippinen gestorben war. Gesamtansicht und Details des Altars. Blick in das Sterngewölbe der Kapelle und die Gemälde die sich links und rechts oberhalb der Grabmale befinden. Auf der rechten Seite befindet sich das Grabmal des Erzbischofs Luis de Salcedo, der den Altar finanziert hatte. Über den Grabmal Gemälde mit Darstellungen biblischer Szenen. Details eines der Leuchter, die an den Wänden hängen. Auf der linken Seite das Grabmal von Diego Hurtado de Mendoza y Quiñones, Erzbischof von Sevilla. Links befindet sich auch der Durchgang mit Rundbogen in den südlichen Teil des Querschiffs. Darüber und seitlich Gemälde von Heiligen. Der Durchgang mit Rundbogen vom südlichen Querschiff aus gesehen. Der Bogen ist verziert mit nahezu vollplastischen Statuen von Heiligen. Südlicher Teil des Querschiffs: Blick durch das Querschiff über die Vierung Richtung Norden. Das Domkapitel hatte in dem Abschnitt des Querschiffs, der zum Tor der Prinzen bzw. Puerta del Príncipe führt, das Grab von Christoph Kolumbus bzw. Cristofor Colombo untergebracht. Er war 1899 von Kuba nach Sevilla überführt worden. Die Sterngewölbe des Querschiffs. Das Sterngewölbe über der Vierung. Blick in das südliche Querschiff Richtung Tor der Prinzen bzw. Puerta del Príncipe. In der Mitte das Grabmal von Christoph Kolumbus bzw. Cristofor Colombo, links dahinter der Altar der Barmherzigkeit und rechts dahinter der Altar der Empfängnis. Darüber, unter dem runden Glasfenster eine Uhr. Links an der Wand ein Wandbild des heiligen Christophorus. Grabmal für Christoph Kolumbus bzw. Cristofor Colombo (1451-1506): Seine sterblichen Überreste reisten jahrhundertelang von Valladolid, wo er 1506 starb, nach Sevilla. Kolumbus wollte in der Neuen Welt beerdigt werden und schickte man seine sterblichen Überreste 1542 nach Santo Domingo. Als Spanien 1795 Santo Domingo verlor, wurder der Leichnam nach Havanna verschifft. Ein Jahrhundert später verlor Spanien auch Kuba und so kehrten einige Überreste 1898 nach Sevilla zurück. Das Grabmal wurde vom Bildhauer Arturo Mélida y Alinari (1849-1902) entworfen und 1902 hier aufgestellt. Die Statuen aus Bronze stehen auf einem Sockel aus Stein und Marmor. Die vier Sargträger verkörpern die Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Der Sarg ist mit dem Banner der Katholischen Könige verziert. Details des Grabmals. Wandbild des heiligen Christophorus, 1584 von Mateo Pérez de Alesio (1547-1628) gemalt. Altar der Barmherzigkeit: Informationstafel Der Altar mit der gemalten Darstellung der Beweinung Christi. Im Hintergrund die Vorbereitung für die Grablegung, hinten rechts rettet Christus die Verdammten aus der Hölle, links die Begegnung mit Maria Magdalena „Noli me tangere“. Das Gemälde ist von Alejo Fernández (ca. 1470-1545). Altar der Empfängnis mit einem Gemälde von Luis de Vargas (1502-1568), welches die Genealogie Christi darstellt. Beichtstuhl aus dunklem Holz geschnitzt. Capilla de los Dolores bzw. Kapelle der Schmerzen Marias: die nächste Kapelle auf der Südseite. Informationstafel Altar aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, in der Mitte ein Kruzifix vom Ende des 16. Jahrhunderts [zur Zeit nicht vorhanden]. Unter dem Kruzifix die Büste der Mater Dolorosa, die der Kapelle den Namen gab. Sie wird Pedro de Mena (1628-1688) aus dem Jahr 1680 zugeschrieben. Grabmal aus Marmor für Kardinal Marcelo Spínola (1835-1906). Vollendet 1912 vom Bildhauer Joaquín Bilbao Martínez (1866-1934). In der südöstlichen Ecke des Geländes der Kathedrale, entstanden im 16. Jahrhundert Sakristeien und Kapitelräume, in denen das Domkapitel seine Tätigkeiten ausführte. Anlass war 1526 die Hochzeit von Kaiser Karl V. und Isabella von Portugal in Sevilla. Dieser neue Gebäudekomplex, der im Stil der Renaissance ausgeführt wurde, war ursprünglich ein Werk des Architekten Diego de Riaño (1495-1534). In den folgenden Jahrzehnten wurde der Entwurf von den Architekten Martín de Gainza (ca. 1505-1556), Hernán Ruiz (1500-1569) und Asensio de Maeda (1563-1603) modifiziert. Sacristía de los Cálices bzw. Sakristei der Kelche: der Zugang erfolgt durch die Capilla de los Dolores. Der rechteckige Raum beherbergt eine der besten Sammlungen religiöser Gemälde in der Kathedrale. Der Bau der Sakristei begann 1509 im gotischen Stil durch Alonso Rodríguez. Dieser wurde 3 Jahre später durch den Architekten Juan Gil de Hontañón (ca. 1470- ca. 1531) abgelöst. Nach einer mehrjährigen Baupause, wurde das Projekt 1530 durch Diego de Riaño (1495-1534) wieder aufgegriffen und Elemente der Renaissance mit eingefügt. 1537 wurde der Raum vollendet, nachdem Martín de Gainza (ca. 1505-1556) das Gewölbe geschaffen hatte. Die ursprüngliche Funktion der Sakristei wurde erweitert und ist heute eine Pinakothek. Blick in die Sakristei der Kelche. An der Stirnwand eine Gemälde von Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828), der 1817 beauftragt wurde, ein Gemälde von den beiden Heiligen Justa und Rufina, den Schutzheiligen der Stadt Sevilla, anzufertigen. Informationstafel Sterngewölbe in der Sacristía de los Cálices, 1537 von Martín de Gainza (1505-1556) geschaffen. Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828): die Heiligen Justa und Rufina, mit der Giralda im Hintergrund und einem Löwen zu ihren Füßen. Blick zurück zum Eingang der Sakristei. Über dem Durchgang ein Gemälde von Francisco de Zurbarán: der gekreuzigte Christus, 1640. Informationstafel zu weiteren Gemälden Links angeschnitten ein Gemälde von Alonso Vasquez (1565-1608) mit der Jungfrau des Tals oder des heiligen Brunnens, 1597. Links Gemälde von Juan Sánchez de Castro (Wirkungszeit 1454-1502): Jungfrau der Gnade mit dem heiligen Petrus und dem heiligen Hieronymus, Ende 15. Jahrhundert. Rechts Pedro Fernández de Guadalupe (geb. Ende 15. Jahrhundert): der heilige Petrus, 1528. Unten links Triptychon von Luis de Morales (1509-1586): Ecce homo mit der Jungfrau Maria und dem heiligen Johannes, gegen 1550. Unten rechts Juan Núñez (ca. 15.-16. Jahrhundert): Pieta mit den heiligen Vinzenz, Michael und einem Stifter, 15. Jahrhundert. Juan Sánchez de San Román (Wirkungszeit in Sevilla 1475-1505): Kalvarienberg, Ende 15. Jahrhundert Anonym: Judaskuss und Ecce homo, gegen 1500. Informationstafel zu den Gemälden von Alejo Fernández auf der anderen Seite der Sakristei Von links nach rechts: Alejo Fernández (ca. 1470-1545): Präsentation Jesu im Tempel, 1508-1512. Alejo Fernández (ca. 1470-1545): Anbetung der heiligen drei Könige, 1508-1512. Alejo Fernández (ca. 1470-1545): Mariä Geburt, 1508-1512. Alejo Fernández (ca. 1470-1545): Begegnung an der goldenen Pforte, Begegnung von Joachim und Anna, 1508-1512. Altar mit einer Madonna auf Mondsichel darüber. Auf dem Altar ein silberner Reliquienschrein, ein silbernes Kruzifix und ein silberner Bucheinband. Capilla de San Andrés bzw. Kapelle des heiligen Andreas: diese Kapelle auf der Südseite der Kathedrale liegt neben der Kapelle der Schmerzen Marias. Informationstafeln Kruzifix vom Bildhauer Juan Martínez Montañés (1568-1649), entstanden 1603-1606. Naturnah bemalt vom Maler Francisco Pacheco (1564-1644). Beauftragt von Mateo Vázquez de Leca (1542-1591) für seinen privaten Gebetsraum. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Kruzifix in die Kathedrale. Zwei Grabmale der Familie Pérez Guzmán mit Liegefiguren – auf der einen Seite die Männer, auf der anderen Seite die Frauen. Es sind die ältesten erhaltenen Grabmale in der Kathedrale und stammen noch aus der Almohadenzeit (Mitte des 12. Jahrhunderts bis Mitte 13. Jahrhundert). Gegenüber der Kapelle, an der südlichen Wand der Hauptkapelle im Mittelschiff, befinden sich im oberen Bereich zahlreiche Statuen von Heiligen. Hinter dieser Wand befindet sich der Hauptaltar. Capilla del Mariscal bzw. Kapelle des Marschalls: die letzte Kapelle auf der Südseite der Kathedrale. Sie hat ihren Namen, da sie von Diego Caballero de la Rosa, Marschall der Insel Hispaniola, gestiftet wurde. Informationstafel Altar vom Niederländer Peter de Kempener (1503-1580) von 1555. Beteiligt waren auch die Maler Antonio de Alfian (Wirkungszeit 1542-1599) und Peter von Becerril bzw. Maestro Becceril (Wirkungszeit 1501-1525). Gemälde auf der linken Seite von unten nach oben: Don Diego Caballero (der Stifter), sein Sohn und sein Bruder Alonso. Der Apostel Jakobus in der Schlacht von Clavijo. Der heilige Dominikus von Guzman. Gemälde in der Mitte: Darstellung Jesu im Tempel. Darunter Jesus unter den Schriftgelehrten. Gemälde auf der rechten Seite von unten nach oben: Doña Leonor de Cabrera, ihre Schwester Doña Mencia und ihre Töchter. Der heilige Ildefonso erhält seine Kasel. Die Stigmatisierung des heiligen Franziskus. Schmiedeeisernes Gitter vor der Kapelle mit der Darstellung der Grablegung Christi. Zwischen der Kapelle des Marschalls und der Kapelle des heiligen Andreas befindet sich der Zugang zur Hauptsakristei. Im Durchgang aus dunklem Holz geschnitzte Schranktüren mit Kassetten und Reliefs von Heiligen und biblischen Szenen. Sacristía Mayor bzw. Hauptsakristei: Die Tür aus dunklem Holz im Stil der Renaissance zeigt 2 Bischöfe als Relief, Säulen und Evangelisten in Medaillons. Die Hauptsakristei war der erste Raum der Kathedrale im Stil der Renaissance. Sie wurde 1528-1534 vom Architekten Diego de Riaño (1495-1534) entworfen und 1534-1543 von Martín de Gainza (1505-1556) fertiggestellt. Der Raum hat die Form eines griechischen Kreuzes. Auf der Südseite öffnet sie sich zu einem rechteckigen Bereich mit 3 Kapellen. Überspannt wird der Raum von einer Kuppel, die auf Teilgewölben, sogenannten Pendentifs ruht. Verschiedene Säulen und reiche Dekoration aus Skulpturen verleiht dem Saal, der heute Gemälde und eine Kunstsammlung enthält, einen festlichen Charakter. Die Kuppel ist mit Reliefs bedeckt, die in 3 Ringen angeordnet sind und das jüngste Gericht darstellen. Der äußere Ring zeigt die Verdammten, im Gewölbe Apostel und Bischöfe und Jesus als höchster Richter. Durchmesser 13 m. 3 Informationstafeln zu den Gemälden und einigen Ausstellungsstücken. In der Mitte des Raumes die riesige silberne Monstranz, die zwischen 1580 und 1587 vom Goldschmied Juan de Arfe y Villafañe (1535-1603) gefertigt wurde. Details der Monstranz Das Gemälde in der mittleren Kapelle hinter der Monstranz zeigt die Kreuzabnahme von Peter de Kempener (1503-1580) von 1547. Die Kapelle wird flankiert von Säulen mit Groteskenreliefs. Unter dem Gemälde, auf einem Altar aus Marmor, ein goldfarbener Schrank mit geöffneten Falttüren. Das Innere des Schrankes ist wie ein Kirchenraum mit Säulen, Empore und Rundbogennischen gestaltet. An den Wänden farbige Dekorationen. In den Miniaturräumen stehen zahlreiche kleine Reliquiare und andere Goldschmiedearbeiten. An der linken Wand (Ostwand) neben kanelierten Säulen, Pilaster mit Reliefs, Teilgewölbe in der Form von Jakobsmuscheln und 3 Gemälde, von links nach rechts: Alonso Vazquez (1565-1608): Vision des heiligen Ignatius von Loyola, 1595. Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682): Der heilige Isidor von Sevilla, 1655. Anonym: Die Jungfrau Maria von Engeln bekrönt und umgeben von Medaillen. An der rechten Wand (Westwand) ebenfalls 3 Gemälde, von links nach rechts: Anonym: Jungfrau der Barmherzigkeit, 17. Jahrhundert. Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682): Der heilige Leander von Sevilla, 1655. Juan Sánchez Cotán (1561-1627): Die Vision des heiligen Franziskus, 1620. Blick über die Monstranz zum Eingang in Norden, der in das südliche Seitenschiff der Kathedrale führt. Über dem von Säulen flankierten Durchgang befinden sich 3 Reliefs mit Wappen. Zwei davon sind mit der Giralda dekoriert. Im Rundbogen des Durchgangs sind Reliefs mit der Darstellung von Tellern mit typischem Essen der damaligen Zeit. Details der Reliefs in der Hauptsakristei. Wände, Pfeiler und Decke sind mit Figuren, Grotesken und Girlanden unterschiedlicher Größe dekoriert. Das ikonographische Konzept stellt vor allem irdische und himmlische Elemente gegenüber. In der seit fast 200 Jahren als Museum genutzten Hauptsakristei stehen zahlreiche Statuen, Goldschmiedearbeiten, Monstranzen und Reliquiare. Alonso Martínez (1612-1668): Statue der Jungfrau Maria, 1658. Vitrine mit Lesepulten aus zum Teil vergoldetem Silber. Pedro Roldán (1624-1699): Statue von König Ferdinand III., 1671. Vom Domkapitel beauftragt anlässlich der Heiligsprechung dieses Königs. Statuen von 2 Bischöfen aus Silber. Kleine Kopie der Monstranz von Juan de Arfe y Villafañe , 1580. In den beiden Seitenkapellen befinden sich, wie in der Hauptkapelle unter den Gemälden, jeweils ein goldfarbener Schrank. Das Innere des Schrankes ist wie ein Kirchenraum mit Säulen und Rundbogennischen gestaltet. An den Wänden farbige Dekorationen. In den Miniaturräumen stehen zahlreiche kleine Reliquiare und andere Goldschmiedearbeiten. Hof des Domkapitels: Dieser Raum verbindet seit 1562 den Vorraum des Kapitelsaals mit der Hauptsakristei. In der Mitte ein Brunnen. Über Fenstern, Nischen undTüren kunstvolle Supraporten aus verschiedenfarbigem Stein. Antecabildo bzw. Vorraum zum Kapitelsaal: zwischen 1560 und 1582 von den Architekten Hernán Ruiz (1500-1569) und Asensio de Maeda (1563-1603) geschaffen. Die Dekoration sollte einen Einfluss auf das Verhalten der Domherren ausüben. Daher befinden sich an den Wänden 8 Statuen als Personifikationen der Tugenden, die jeweils 1,5 m hoch sind. Auch die Reliefs zeugen von dem Bestreben, die Domherren zu belehren. Jede Szene ist mit einem eigenen lateinischen Kommentar versehen. Alle Arbeiten werden Juan Bautista Vázquez „dem Älteren“ (ca. 1510-1588) zugeschrieben. Informationstafel. Statue der Maria mit dem Jesuskind aus Marmor. Blick in das Gewölbe mit Kassetten und Laterne. Es stammt von Asensio de Maeda (1563-1603) und Juan de Minjares (1520-1599). Blick an die Decke und Außenwand beim Übergang zum ovalen Kapitelsaal. Sala Capitular bzw. Kapitelsaal: Der 1558 von Hernán Ruiz (1500-1569) entworfene und 1592 unter der Leitung des Architekten Asensio de Maeda (1563-1603) fertiggestellte Saal, gilt als Meisterwerk der spanischen Renaissance. Er befindet sich in der südöstlichen Ecke des Gebäudekomplexes der Kathedrale. Der Kapitelsaal hat einen elliptischen Grundriss, was in der damaligen Zeit sehr ungewöhnlich war. Der obere Teil der Wände ist mit Fresken und Reliefs geschmückt, die ethischen Lehren darstellen. Das ikonographische Programm wurde vom Domherren Francisco Pacheco (1539-1599) entworfen. Im Gewölbe einige Gemälde von Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682), die 1668 im Rahmen von Bauarbeiten ergänzt wurden Informationstafel Blick in den Saal mit den umlaufenden Sitzbänken und dem Stuhl des Bischofs aus Mahagoniholz von 1592, geschaffen von Pablo de Torres in Zusammenarbeit mit Diego de Velasco, der die Figuren an der Rückenlehne geschnitzt hat. In der Kuppel oberhalb des Bischofstühls das Gemälde der Jungfrau Maria von Bartolomé Esteban Murillo. Blick in die elliptische Kuppel und Details. Der Fußboden mit Intarsien aus Marmor, ist inspiriert von einem Entwurf Michelangelos für die Piazza del Campidoglio in Rom, 1592. Benachbart liegt die Schatzkammer der Kathedrale mit Kassettendecke aus Holz. In umlaufenden Vitrinen befinden sich zahlreiche Reliquiare, Prozessionskreuze, liturgische Geräte und weitere Goldschmiedearbeiten. Prozessionskreuz des Rosenkranzes von La Antigua. Gestiftet von Erzbischof Luis de Salcedo y Azcona (1667-1741). 1738 geschaffen von Tomás Sánchez Reciente aus Holz, Schildpatt und Silberguss. Barocke, goldene Gründonnerstagsurne, geschaffen von Luigi Valadier (1726-1785) 1771. Gestiftes vom Kanoniker Jeromino Ignacio del Rosal. Darunter ein Sockel aus zum Teil vergoldetem Silber von Francisco Leclare von 1774. Kelch aus der Kapelle der Jungfrau von Antigua von José Alexandre y Ezquerra (1722-1781), 1777. Finanziert wurde der mit Diamanten, Rubinen, Smaragden und Topasen verzierte goldene Kelch durch das Erbe des Indianers und Priesters aus Huelva, Diego Marquez Ortiz. Barockes Ziborium für die eucharistische Reserve am Gründonnerstag. Das goldene Gefäß ist mit Diamanten, Rubinen und Smaragden verziert. Anonym 1772. Zwei goldene Reliquiare für ein Stück Holz des Kreuzes. Links: Reliquiar in Auftrag gegeben von Papst Clemens XIV. als Geschenk für den Freidensfürsten Manuel de Godoy (1767-1851). Geschaffen von Antonio Mendez 1796. Rechts: Reliquiar gestiftet von Erzbischof Pedro Gómez Barroso (gest. 1345). Das goldene, von einem anonymen Künstler geschaffene Kreuz, ist verziert mit Email, Kameen und Edelsteinen, entstanden um 1389. Der Sockel aus vergoldetem Silber ist aus dem 15. Jahrhundert. Zwei Patriarchenkreuze. Links rotes Patriarchenkreuz, ursprünglich ein gotisches Kreuz aus dem späten 15. Jahrhundert, welches aus Jaspis und Achat gefertigt war. Es wurde 1606 von Lázaro Hernández Rincón verändert, indem er den Achat an den Enden durch manieristische Email ersetzte. 1711 ersetzte der Silberschmied Laureano del Rosal die Arme aus rotem Jaspis durch Silber. Die Knoten aus vergoldetems Silber sind von Hernando de Ballesteros der Ältere, 1576. Die Halterung aus vergoldetem Silber stammt von Juan Anselmo Schell, ca. 1820. Rechts Patriarchenkreuz aus Bergkristall und Achat von Juan Bautista Veneto und Diego de Vozmediano (-1544) von 1527–1530. Die Knote aus vergoldetem Silber von Hernando de Ballesteros dem Älteren, 1552. Die Silberfassung des Kreuzes wurde 1606-1610 von Lázaro Hernández Roncón neu geschmiedet. Jungfrau mit dem Kind: geschnitzt in einer chinesisch-philippinischen Werkstatt im 17. Jahrhundert. Die Vergoldung gestiftet von der Marquise von Távara y Guadalete. Altarkreuz aus dem Holz von Buchsbaum geschnitzt vom Griechen Giorgios Lascaris um 1565. Es wurde gestiftet von Nicolas Luis de Lezo. Vorher gehörte es dem Großherzog von Palma, der es vom Papst Pius V. erhalten hatte. 2 Kronen der Jungfrau der Könige, deren kanonische Krönung 1904 stattfand. Sie bestehen aus Gold, Edelsteinen und Email, geschaffen von Pedro Vleves y Ferrer und Manuel de la Torre. Reliquiar der Alfonsinischen Tafeln, die von König Alfons X. (1221-1284) in seinem Testament 1284 gestiftet wurden. Über einem Holzkern vergoldetes Silber, Edelsteine, Halbedelsteine, Kameen, Bergkristall und Email. Anonym ca. 1274. 1572 und 1604 gab es Veränderungen an dem Reliquiar. 2 Monstranzen: Links barocke Strahlenmonstranz des Heiligen Johannes Nepomuk bzw. Jan Nepomucký. Gestiftes von Kardinal Solis im Jahr 1775. Geschaffen von einem deutschen anonymen Goldschmied aus Gold, verziert mit Perlen, Diamanten, Rubinen und Smaragden. Rechts eine kleinere Monstranz, gestiftet 1729 von Isabel Pérez Caro. Das Oberteil geschaffen 1729 von Ignacio de Tamaral aus Gold mit Diamanten, Email und einer Perle. Der Sockel und Schaft aus Gold, Email, Smaragden, Rubinen, Topasen und Diamanten stammt von Juan Bautista Zuloage, 1763. Vitrine mit 2 Krügen und einem Schlangenkrug aus vergoldetem Silber. Erworben 1564 für die Kathedrale von Don Pedro de Castro, dem Kämmerer von Don Francesco de Mendoza, dem Kardinal und Bischof von Burgos. Die Krüge stammen von einem anonymen Goldschmied aus Antwerpen, um 1530. Der Schlangenkrug von einem anonymen deutschen Goldschmied vom Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts. Details der Krüge Kapellen im Osten der Kathedrale, die den Eingang zur Königskapelle flankieren. Capilla de San Pablo bzw. Kapelle des heiligen Paulus auch bekannt unter dem Namen Kapelle der Großen Empfängnis. Hier am östlichen Abschluss des südlichen Seitenschiffs bzw. des Schiffs des heiligen Paulus, sollten ursprünglich die sterblichen Überreste der Ritter aufbewahrt werden, die König Ferdinand III. bei der Eroberung Sevilla geholfen hatten. Die Kapelle befindet sich rechts neben der Königskapelle. Ab 1655 kam die Kapelle unter die Schirmherrschaft des Portugiesen Gonzalo Núñez de Sepúlveda (1585-1655), der hier nach einer großen Spende begraben wurde. Architekt war 1518 Juan Gil de Hontañón (ca. 1470-1526) [lt. Dublette in GND Wirkungszeit bis 1531]. Informationstafel Vor der Kapelle ein schmiedeeisernes Gitter. Aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt der barocke Altar, entworfen von Francisco Dionisio de Ribas (1617-1679). Geschaffen wurde der Altar von Martín Moreno (-1677) zwischen 1656 und 1658. Die zentrale Statue der Jungfrau Maria stammt von Alonso Martínez. Weitere Statuen zeigen den heiligen Josef, den heiligen Paulus, den heiligen Gonçalo und den heiligen Antonius. Ganz oben ein gotisches Kruzifix, welches Jorge Fernández Alemán (1470-1553) zugeschrieben wird, um 1520.
Grabmal für Kardinal Francisco Javier de Cienfuegos y Jovellanos (1766–1847), Erzbischof von Sevilla. [Todesjahr abweichend von der Informationstafel – hier direkt vom Grab übertragen] Entwurf vom Architekten Manuel Portillo (Wirkungsdaten 1879-) und erbaut 1881 von Barrado.
Rückwand der Hauptkapelle im Osten:
Unten ein Kielbogen, hinter dem sich Sarkophage befinden, darüber Gemälde mit biblischen Szenen, z.B. die Vermählung Marias mit Josef und die Begegnung von Maria Magdalena und Christus „Noli me tangere“. Umgeben von zahlreichen Statuen von Heiligen die Virgen del Reposo bzw. Jungfrau der Ruhe.
Virgen del Reposo bzw. Jungfrau der Ruhe ist eine der historischen Andachtsstätten Sevillas. Trotz der Höhe in der sie angebracht ist, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte von den Einwohnern Sevillas, insbesondere von schwangeren Frauen, angebetet, die um Schutz während der Geburt baten.
Informationstafel
Der von floralen Relief ungebene Kielbogen. An seiner Spitze ein Wappen mit Krone.
Im Inneren ein Altar mit einem Relief der heiligen Familie.
Links und rechts jeweils ein steinerner Sarkophag.
An der Decke ein Zellengewölbe.
Gitter der Königskapelle bzw. Capilla Real, welche sich an bevorzugter Stelle der Kathedrale ganz im Osten befindet. Ganz oben König Ferdinand III. auf einem Pferd, demder besiegte König Axatat die Schlüssel von Sevilla überreicht. Die Schnitzereien stammen von Jerómimo Roldán.
Foto der Königskapelle auf einer Informationstafel.
Capilla de San Pedro bzw. Kapelle des heiligen Petrus: Sie befindet sich links von der Königskapelle, am östlichen Abschluss des nördlichen Seitenschiffs bzw. des Schiffs des heiligen Petrus. Gesamtansicht der Kapelle mit schmiedeeisernem Gitter davor.
Altar in der Kapelle des heiligen Petrus. Im Zentrum ein Gemälde mit der Darstellung des heiligen Petrus als Papst.
In der Mitte der Kapelle ein vergoldetes, barockes Lesepult mit Statuen von Putten.
An den Seiten jeweils ein weiteres Lesepult. Links an der Wand das Grabmal mit Liegefigur von Diego de Dezas (1443-1523). Nach der Zerstörung des ursprünglichen Grabmals in einer anderen Kirche zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wurde im Jahr 1884 in der von seinem Neffen Juan Pardo de Tavera errichteten Capilla de San Pedro ein neues Grabdenkmal geschaffen.
In der Kapelle in der nordöstlichen Ecke der Kathedrale befinden sich die Altäre der Himmelfahrt und der Maria Magdalena.
Informationstafel zum Altar der Himmelfahrt
Der Altar der Himmelfahrt wurde im 16. Jahrhundert von Juan Bautista Vázquez (1525-1589) und Alonso Vázquez (1565- ca. 1608) geschaffen. Auf dem Altar ein Relief der Maria. Entgegen den sonst üblichen Darstellungen der Himmelfahrt Marias, betrachten hier San Ildefonso de Toledo und San Diego de Alcalá die Szene. An den Seiten des Hauptbildes finden sich Elemente, die auf die Lauretanischen Litaneien anspielen, Lobpreisungen, mit denen Maria identifiziert wird.
Nördliches Seitenschiff oder Schiff des heiligen Petrus:
Nördliche Wand der Hauptkapelle im Mittelschiff. Im oberen Teil befinden sich zahlreiche Statuen von Heiligen. Hinter dieser Wand befindet sich der Hauptaltar.
Capilla de los Evangelistas bzw. Kapelle der Evangelisten:
Informationstafel
Der Altar besteht aus 9 Gemälden, die der flämische Maler Hernando de Esturmio (1515-1556) 1553-1555 anfertigte. Im Zentrum die Gregorsmesse, darüber die Auferstehung Jesu.
Blick vom nördlichen Seitenschiff auf den Chor mit einer seiner Orgeln.
Capilla de las Doncellas bzw. Kapelle der Jungfern: vergoldeter barocker Altar von José Rivera von 1771. Im Zentrum eine Skulpturengruppe mit der Darstellung der Verkündigung, umgeben von Gemälden von Cristóbal de Morales (1500-1553) von ca. 1530, die zu einem früheren Altar gehörten. Sie zeigen verschiedene Heilige. An den Seiten der heilige Ambrosius und Augustinus. Ganz oben der Kalvarienberg.
Durch die Puerta de la Concepción bzw. Tor der Empfängnis gelangt man vom nördlichen Arm des Querschiffs in den Patio de los Naranjos bzw. Orangenhof.
Dieser rechteckige Hof hat einen zentralen Brunnen, in dem die Gläubigen der Almohadenmoschee vor dem Gebet ihre Waschungen durchführten. Nach der christlichen Eroberung durch Ferdinand III. beschloss die Leitung der Kathedrale, den Orangehof zu erhalten und in einen Kreuzgang und Friedhof umzuwandeln. An der Ostseite kann man noch die Hufeisenbögen der maurischen Zeit erkennen. Hier wurden Kapellen gebaut und eine Etage aufgestockt. Der Westflügel wurde abgerissen und die Kirche des Heiligtums dort errichtet. Der Architekt Félix Hernández Giménez (1889-1975) ließ den Hof dann ab 1946 pflastern und Orangenbäume pflanzen, wie sie für andalusische Gärten typisch sind.
Die Nordseite des Hofes mit der Puerta del Perdón.
Detail der Puerta del Perdón vom Hof aus gesehen. Eine Fratze oberhalb einer Sonnenuhr.
Puerta de la Concepción bzw. Tor der Empfängnis. Es wurde vom Architekten Adolfo Fernández Casanova (1843-1915) im neugotischen Stil vollendet. Details vom Tympanon mit Statuen der Jungfrau Maria, des Evangelisten Johannes und des Erzengels Michael.
Im Gewände Ungeheuer und florale Motive an den Kapitellen.
Blick von Norden in das Querschiff und sein Gewölbe.
Orgel auf der Nordseite des Chores. Auch auf der Südseite des Chores gibt es eine Orgel. Der barocke Orgelprospekt aus Holz wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Luis de Vilches entworfen. Das Instrument, das von einem zentralen, freistehenden Spieltisch angespielt wird, geht zurück auf den Orgelbauer Aquelino Amezua (1847-1912) aus dem Jahr 1901 und wurde 1970 einer Neo-Barockisierung unterworfen. 1996 hat Gerhard Grenzing die Orgel überholt und in den vormaligen Zustand zurückversetzt.
Capilla de San Francesco bzw. Kapelle des heiligen Franziskus:
Informationstafel
Altar von Bernardo Simón de Pineda (1638 – nach 1702) mit einem Gemälde von Francisco de Herrera der Jüngere (1627-1685) von 1657 mit der Darstellung der Apotheose des heiligen Franziskus.
Vor dem Altar eine silberne Statue eines Engels als Lesepult.
Vergoldeter Altar mit der Statue einer Nonne im Zentrum.
Blick auf zwei Kapellen auf der Nordseite des rechteckigen Chores. Insgesamt gibt es vier dieser sogenannten Alabasterkapellen. Auch auf der Südseite des Chores gibt es zwei dieser Kapellen. Sie wurden 1515 von Juan Gil de Hontañón (1470-1526) entworfen und erst fast 20 Jahre später von Diego de Riaño (ca. 1495-1534) vollendet. Schmiedeeiserne Gitter befinden sich vor den zwei Kapellen mit Rundbogen. Darüber aufwändige Schnitzereien aus dunklem Holz, wie sie auch unter der daneben befindlichen Orgel verwendet wurden.
Die linke Kapelle hat ein um 1650 gefertigtes schmiedeeisernes Gitter und ist die
Capilla de San Gregorio bzw. Kapelle des heiligen Gregor:
Informationstafel
In der Hauptnische steht eine farbige Statue des heiligen Gregor von Manuel García de Santiago (1711-1778) aus dem 18. Jahrhundert. Er trägt die päpstliche Kleidung, mit Tiara und Pluviale und einem Buch in der Hand. Seine Statue wird flankiert von Rundbogennischen mit Putten und üppiger floraler Dekoration, wowie kleinen muschelförmigen Nischen.
In der Kapelle steht in einer Glasvitrine eine kleine Statue des nackten, segnenden Jesuskindes.
Seitenwand der Kapelle mit zahlreichen Reliefs.
Rechts die Capilla de Nuestra Señora de la Estrella bzw. Kapelle der Jungfrau des Sterns:
Informationstafel
Gesamtansicht der Kapelle mit dem 1650 gefertigten schmiedeeisernen Gitter davor.
Details des Altars. In der Mitte eine Statue der Maria mit dem Jesuskind von dem französischen Bildhauer Nicolás de Léon aus dem 16. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde die Statue jedoch umgestaltet, um es dem Stil des Rokoko anzupassen, die den Altar kennzeichnet, in dem es sich befindet. Nach vorn gerichtet zeigt sie uns einen Stern, der Marias sichere Führung symbolisiert. Flankiert wird die Statue von zwei farbigen Reliefs mit biblischen Szenen.
Gegenüber weitere Kapellen des nördlichen Seitenschiffs.
Capilla de Santiago bzw. Kapelle des heiligen Jakobus:
Informationstafel
Juan de Ruela (1558-1625): Gemälde mit der Darstellung des heiligen Jakobus in der Schlacht von Clavijo von 1606. Der Legende aus dem späten 12. Jahrhundert nach, kämpfte er 844 in der Schlacht von Clavijo auf einem Schimmel, zusammen mit der christlichen Armeen gegen die zahlenmäßig überlegenen Mauren und führte den Sieg herbei. Vergoldeter barocker Rahmen mit Engeln, die Wappen halten.
An der gegenüberliegenden Wand mehrere Gemälde und eine Statue der Maria mit dem Kind.
In der Mitte der Kapelle das gotische Grabmal aus Alabaster mit Liegefigur von Erzbischof Gonzalo de Mena (-1401). Die Reliefs am Sarkophag zweigen biblische Szenen.
An der Rückwand farbig glasiertes Terracotta-Relief von Andrea della Robbia (ca. 1435-1525). Sitzende Maria mit dem Kind, umgeben von Heiligen.
Capilla de Scalas bzw. Kapelle des Bischofs von Escala:
Informationstafel
Die Kapelle entstand 1454-1478. Baumeister war Juan Normant, der von 1439-1478 in Sevilla als Steinmetz und Architekt in der Kathedrale tätig war. Die Ausstattung der Kapelle stammt allerdings um 1539, als der Renaissancealtar hier aufgestellt wurde. Der Kanoniker Baltasar del Río hatte es als sein Grabmal in Auftrag gegeben. Das Grab ist leer, weil er letztendlich in einer Kirche in Rom bestattet wurde. Das Retabel aus weißem Marmor und Jaspis, flankiert von zwei korinthischen Säulen stammt aus der genuesischen Werkstatt von Gagini de Bissone.
Gesamtansicht des Grabmals und dem dahinter erhöht stehen Altars. Dargestellt ist das Pfingstwunder, als die Jungfrau Maria und die Apostel im Gebet versammelt waren und die Ausgießung des Heiligen Geistes empfingen, der in Form einer Taube das Ensemble krönt.
Grabmal mit Liegefigur des Kanonikers Baltasar del Río.
Capilla de San Antonio bzw. Kapelle des heiligen Antonius: Es ist die letzte Kapelle im nördlichen Seitenschiff am westlichen Ende.
Informationstafel
Der barocke Altar hat im Zentrum ein Gemälde von Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682) von 1656. Dargestellt ist die Erscheinung des Jesuskindes vor Antonius von Padua. Darüber ist die Taufe von Jesus durch Johannes den Täufer dargestellt.
In der KIapelle ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert. Dahinter an der Wand Gemälde mit biblischen Szenen.
Vor den Stühlen an der Wand ein goldfarbenes Lesepult mit einem Putto.
An der nordwestlichen Ecke der Kathedrale befindet sich die Puerta del Sagrario. Es wurde entworfen von Pedro Sánchez Falconete (ca. 1586/87- nach 1666) am Ende des 17. Jahrunderts. Der Durchgang zur Iglesia del Sagrario wird flankiert von korinthischen Säulen. Darüber die Statue von König Ferdinand III. und die Heiligen Isidor, Leander, Justa und Rufina.
Blick in die Iglesia del Sagrario, die den ehemals abgerissenen Westflügel des Orangenhofes ersetzt. Die 1618-1662 entstandene Barockkirche enthält einen Altar mit der Darstellung der Kreuzabnahme als Relief von Pedro Roldán (1624-1699). Die Kirche ist eine eigene Pfarrei, unabhängig von der Kathedrale.
Blick auf die mit schmiedeeisernen Gittern abgeteilten zwei Kapellen in der nordwestlichen Ecke der Kathedrale, neben der Puerta del Sagrario.
Capilla de los Jácome bzw. Kapelle der Familie Jácome:
Informationstafel
Die flämische Kaufmannsfamilie hat diese Kapelle gestiftet, als Begräbnisstätte und als Ort der Verehrung des Gemäldes von Juan de Ruela (1558-1625) mit der Darstellung der Pietà von 1609. Flankiert wird das Gemälde von salomonischen Säulen und zwei Engeln. Ganz oben halten Engel das Schweißtuch der Veronika mit dem Antlitz von Jesus.
Details des Altars.
Links daneben eine Kapelle mit dem Altar de la Visitacion bzw. Altar der Mariä Heimsuchung.
Informationstafel
Der Altar der Kapelle steht hinter einem schmiedeeisernen Gitter.
Das Gemälde im Zentrum des Altars stammt von Pedro de Villégas Marmolejo (1520-1596) von 1566. Es zeigt die Heimsuchung, also den Moment, in dem die Jungfrau Maria das Haus ihrer Cousine Elisabeth, der Mutter des Heiligen Johannes des Täufers, besuchte. Beide waren zu dieser Zeit schwanger.
Die Darstellung der Heimsuchung wird flankiert von der Darstellung des Heiligen Blasius und rechts der Taufe Christi durch Johannes. Ganz rechts der heilige Sebastian.
Unter der Heimsuchung ein farbiges Relief vom heiligen Daniel in der Löwengrube, flankiert von Gemälden mit der Darstellung eines Geistlichen und zweier Nonnen mit einem Kind.
Portal zur Capilla de San Leandro bzw. Kapelle des heiligen Leander, ebenfalls an der Westseite der Kathedrale. Das barocke Portal aus Stein wurde zwischen 1733 und 1734 von Matías José de Figueroa (1698-1765) und Diego de Castillejo errichtet. Es zeigt Figuren von Engeln zwischen geometrischen und floralen Elementen. Auch die Capilla de San Isidor auf der anderen Seite des Hauptportals der Kathedrale, zeigt eine ähnliche Dekoration über dem Zugang zur Kapelle. Das schmiedeeiserne Gitter von 1734 wurde von Francisco Guzmán und Francisco de Ocampo geschaffen. Links vom Gitter der Altar des stillen Kindes. Rechts vom Gitter der Altar unserer lieben Frau von Alcobilla.
Der Altar des stillen Kindes.
Der Altar Unserer Lieben Frau von Alcobilla.
Informationstafel
Blick durch das Gitter auf den barocken Altar von Manuel de Escobar (1640-1695). Die Kapelle wurde errichtet, um einem der Schutzheiligen der Stadt einen Platz zu widmen. Der heilige Leandro war im 6. Jahrhundert Erzbischof von Sevilla. Der heilige Isidor mit seiner Kapelle auf der anderen Seite des Hauptportals, war sein Bruder.
Grabplatte von Fernando Colombo (1488-1539), Sohn von Cristoforo Colombo.
Blick von Westen durch das Mittelschiff und die Westwand des Chores bzw. Retrochores.
Über der Westwand des Chores sieht man den oberen Teil des goldfarbenen Hauptaltars und rechts und links die hölzernen Prospekte der beiden Orgeln oberhalb des Chores.
Das Gewölbe oberhalb des Chores.
Blick von nördlichen Seitenschiff auf die Westwand des Retrochores. Sie besteht aus Marmor und Jaspis. Mit dem Bau des Retrochores wurde 1619 unter der Bauleitung von Miguel de Zumárrage begonnen. Die Steinmetzarbeiten am Marmor stammen von Alonso Matías aus Sevilla. Nach einer Unterbrechung setzte Pedro Sánchez Falconete (ca. 1586/87 – nach 1666) die Bauarbeiten 1631 fort und 1635 war die steinerne Front mit dorischen Säulen und Applikationen aus Bronze fertig. In der Mitte ein gotisches Gemälde vom Ende des 14. Jahrhunderts mit der Darstellung der Virgin de los Remedios. Es ist eines der ältesten in der Kathedrale. Über dem Zugang zum Chor Büsten aus Bronze mit der Darstellung der Heiligen Justa und Rufina. Sie stammen von Manuel Perea, 1633. An der linken Seite eine schmiedeeiserne Kanzel.
Westwand des Chores.
In der Mitte das gotische Gemälde vom Ende des 14. Jahrhunderts mit der Virgin de los Remedios.
Das Tenebrarium oder der Kandelaber des Stundengebets steht links neben der Westwand des Retrochores. Es ist ein Leuchter aus Metall, der ein liturgisches Gerät der katholischen Kirche für den Gesang des Stundengebets. Bei völliger Dunkelheit in der Kirche und dem Anzünden des Tenebrariums mit seinen 15 gelben Kerzen im Chor der Kathedrale, begann der Gottesdienst am Nachmittag von Karmittwoch. Der Leuchter entstand 1559-1564. Nach der Liturgiereform des Vatikanischen Konzils geriet es außer Gebrauch.
Informationstafel
Gesamtansicht des Leuchters und Details.
Blick Richtung Orgel auf der nördlichen Seite über dem Retrochor. Die Prospekte bzw. Verkleidungen aus Holz von den beiden Orgeln über dem Retrochor, stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurden von Luis de Vilches (gest. nach 1739) entworfen. Geschnitzt wurde die aufwändige Dekoration vom Bildhauer Pedro Duque y Corneja (1678-1757).
Detail des Prospekts aus Holz.
Die Orgel auf der südlichen Seite des Retrochores.
Blick durch das Chorgestühl des Retrochores Richtung Westen mit der Fensterrose. Der rechteckige Retrochor ist von Mauern aus Stein umgeben, außer im Osten. Das Chorgestühl stammt in einer ersten Phase von Nufro Sánchez (Schaffenszeit 1461- 1480) und Pierre Dancart. Nach dem Einsturz der Kuppel wurde es dann 1511 fertiggestellt. Wie üblich ist das Chorgestühl in zwei Ebenen angeordnet. Die Schnitzereien aus gotischer Zeit zeigen religiöse und profane Themen. Die Rückenlehnen der oberen Sitze haben Einlegearbeiten im Mudéjarstil. Die Rückenlehnen der unteren Sitze Darstellungen derGiralda. Die Schnitzereien auf den Armlehnen zwischen den Sitzen zeigen teilweise Volksmärchen, aus denen moralische Lehren hervorgehen und Szenen des täglichen Lebens.
In der Mitte ein großes Lesepult von Hernán Ruiz (1500-1569) um 1557.
Im Osten schließt ein schmiedeeisernes Gitter den Retrochor ab. Es wurde zwischen 1518 und 1523 von dem Ordensbruder Francisco de Salamance im Stil der Renaissance geschmiedet. Das Gitter ist 9,3 m hoch und 12,6 m breit. Im oberen Bereich zeigt es die Wurzel Jesse und ganz oben die Kreuzigung. Dahinter befindet sich die Hauptkapelle.
Die Hauptkapelle ist das symbolische Zentrum der Kathedrale. Der Hochaltar ist mit einer bemalten Holzfläche von 28 m mal 18 m riesig groß und einmalig in der Kunstgeschichte. Die Anfertigung begann 1482 durch den flämischen Bildhauer Pierre Dancart. Das Retabel besteht aus sieben vertikalen Abschnitten und vier waagerechten Bereichen und einer Bank darunter. Danach übernahmen andere Künstler wie Pedro Millán (1487-1526) und die Brüder Jorge Fernández Alemán (ca. 1470-1553) und Alejo Fernández Alemán (ca. 1475-1545). Der Altar wurde 1529 vollendet. 1550 wurde eine weitere Bauphase geplatn, da zwei seitliche Abschnitte hinzugefügt werden sollten. 1564 wurde dieser Plan durch die Bildhauer Roque Balduc (gest. 1561), Juan Bautista Vázquez (1525-1589) und Pedro de Heredia realisiert. Insgesamt besteht der vergoldete Altar aus 45 Reliefs mit über 200 Figuren. Da die Mehrheit der damaligen Bevölkerung nicht lesen konnte, war dieser Altar eine Bilderbibel, die chronologisch Leben, Tod und Aufersteung Jesu darstellt.
Gesamtansicht des Altars.
Details von oben links nach rechts unten. In der oberen Waagerechten die Auferstehung.
In der zweiten Waagerechten der Leidensweg und Tod Jesu.
In der dritten Waagerechten die Predigten und Wunder.
Unten die Kindheit Jesu. Direkt unter der Krippe mit der heiligen Familie der Bischofssitz mit einer Statue der Maria mit Jesuskind.
Vor den Sitzen unterhalb des Altars der Altartisch, der mit silbernen Reliefs verziert ist. In der Mitte sind Josua und Kaleb mit einer Weintraube dargestellt.
An der Seite ein Lesepult, welches von einem Engel gehalten wird.
Kanzel im Stil der Renaissance mit goldfarbenen Reliefs.
Einlegearbeiten aus Stein auf dem Fußboden mit der Darstellung der Giralda.
Historisches Haus in der Cabeza del Rey Don Pedro 30 mit einen Relief und Wappen des Königs von Kastilien-Léon Peter I. an der Fassade.
Historisches Haus in der Cabeza del Rey Don Pedro mit schmiedeeisernen Balkongittern.
Schmale Gasse mit schmiedeeiserner Straßenlaterne.
Iglesia de San Ildefonso bzw. Kirche des heiligen Ildefonso: neoklassizistische Kirche, die dem heiligen Ildefonso bzw. Toletanus Ildephonsus geweiht ist. Sie steht im Santa Cruz District, östlich der Altstadt von Sevilla. Die Vorgängerkirche aus dem 14. Jahrhundert musste wegen der Schäden vom Erdbeben 1755 abgerissen werden. Der Wiederaufbau im neoklassizistischen Stil erfolgte in mehreren Phasen von 1794-1841. Architekten waren Julián Barnecilla (1758-1829) und José Echamorro (ca. 1751-1825).
Blick von der Calle Rodriguez Marin, auf die östliche Seitenwand der Kirche und die mit farbigen Dachziegeln eingedeckte Kuppel der Kirche.
Etwas weiter das östliche Portal. Es wird flankiert von jeweils zwei Säulen toskanischer Ordnung. Darüber befindet sich ein klassisches Gebälk mit einem weit vorspringenden Gesims, das zu einem kleinen Giebel führt, in dessen Mitte sich eine Gedenktafel befindet, die von kleinen Engeln gehalten wird.
Weiter Richtung Norden nähert man sich der Hauptfassade mit zwei Türmen.
Informationstafel zur Geschichte der Straße, die früher Mulattenstraße hieß und in der 1572 in der alten Pfarrei San Ildefonso eine Bußgesellschaft gegründet worden war.
An der Seitenwand ein Bild aus Fliesen mit der Darstellung des gefesselten Christus mit Dornenkrone in einem festlichen Gewand.
Blick zurück entlang der östlichen Seitenwand der Kirche.
Details der Kuppel mit Laterne.
Hauptfassade der Kirche im Norden mit zwei Türmen, die jeweils aus drei, sich nach oben verjügenden Abschnitten bestehen. Das erste Stockwerk ist quadratisch mit ionischen weißen Säulen, das Zweite achteckig mit korinthischen kleinen Säulen und das dritte runde Stockwerk ebenfalls mit korinthischen Säulen.
Zwischen den Türmen das Eingangsportal, welches aus zwei Ebenen besteht. Unten ein Paar ionische Säulen mit einem Gebälk darüber. Hier eine weitere Ebene mit einer Nische mit der Statue des heiligen Ildefonso, flankiert von jeweils 3 kleineren ionischen Säulen. Darüber ein geschwungener Giebel mit den Insignien des Heiligen.
Details des Eingangsportals.
Inneres:
Die Kirche besteht aus drei Schiffen, die durch viereckige Säulen mit Rundbögen voneinander getrennt sind, einem Querschiff und einer Kuppel über der Vierung.
Über dem mit einem Vorhang abgeteilten Chor, befinden sich 3 Statuen, die noch aus der Vorgängerkirche stammen und den heiligen Ildefonso, Petrus und Paulus darstellen.
Vor dem Chorraum ein Altar mit einer lebensgroßen Statue des gefesselten Christus mit Dornenkrone in einem Gewand, wie es außen auf dem Bild aus Fliesen zu sehen war.
Links neben dem Hauptaltar, am Ende des linken Kirchenschiffs, der Altar der Jungfrau der Korallen von Bartolomé Piña und Antonio Barrado aus dem 19. Jahrhundert. Das Wandgemälde aus dem 14. Jahrhundert ist anonym.
Seitlicher Blick auf die Statue von Christus und dem dahinter im linken Seitenschiff stehenden Altar.
Goldfarbener Altar mit einem Kruzifix vor einem silbernen Strahlenkranz.
Blick von der Vierung in eines der Querschiffe.
Nebenaltar aus Marmor mit dem heiligen Josef.
Nebenaltar mit Maria mit dem Jesuskind, flankiert von Statuen zweier Könige.
Nebenaltar
Nebenaltar mit der Statue eines Mönchs.
Convento de San Leandro bzw. Kloster des heiligen Leandro: 1369 gegründetes Kloster mit dem Haupteinangang an der Plaza San Ildefonso.
Blick von der Calle Zamudio auf eine der Außenfassaden des viereckigen Grundstücks des Klosters. Auch hier befindet sich ein Portal mit dem Wappen des Augustinerordens im Giebel. Rechts neben dem Portal ein Bild aus Fliesen mit der Jungfrau Maria.
Inneres der Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Blick Richtung barocken Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert von Pedro Duque y Cornejo (1678-1757) .
Der Altar füllt die gesamte Apsis mit Kuppel aus. Links und rechts sind oben Figuren von Engeln angebracht.
Über der zentralen Figur des Christus befindet sich eine Statue des heiligen Leandro, ehemaliger Erzbischof von Sevilla. Es ist umgeben von Reliefs aus dem 16. Jahrhundert von Jerónino Hernández. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu und den heiligen Augustinus.
Gesamtansicht und Details des Altars.
Verschiedene Nebenaltäre.
Ausgang von innen, gestaltet aus dunklem Holz.
Brunnen auf der Plaza de San Leandro, direkt neben dem Kloster.
Historisches Gebäude in der Calle Zamundio 4
Denkmal für den Maler Francisco de Zurbarán (1598- ca. 1664) auf der Plaza de Pilatos. Die Statue wurde 1929 von Aurelio Cabrera Gallardo (1870-1936) errichtet und befand sich zuerst im Maria Luisa Park. Sie wurde erst 1950 auf die Plaza de Pilatos verlegt. Auf dem Sockel Flachreliefs u.a. das Wappen des Geburtsortes des Bildhauers Fuente de Cantos und Santa Casilda, ein Gemälde Zurbaráns.
Casa de Pilatos bzw. Haus des Pilatus:
Palast des Gouverneurs von Andalusien im Osten der Altstadt. Es ist die Residenz der Herzöge von Medinaceli bis heute. Inzwischen ist das Gebäude aber auch ein vielbesuchtes Museum.
1483 beauftragte der königliche Beamte Pedro Enriquez de Quiñones (1420-1493) und seine Frau Catalina de Ribera den Bau, der im Stil der italienischen Renaissance mit Elementen des Musdéjar-Stils errichtet wurde. Sein Sohn Fadrique Enriquez de Rivera vollendete den Bau und gab ihm den Namen „Haus des Pilatus“, nachdem er eine Pilgerreise nach Jerusalem im Jahr 1519 unternommen hatte. Vollendet wurde der Palast 1571. Mit seinen 10.000 qm ist es der größte Privatpalast Sevillas.
Das Herrenhaus war um einen Innenhof angeordnet und durch den Erwerb angrenzender Grundstücke, nahm es 50 Jahre später fast den gesamten Häuserblock ein. So konnte die wachsende Zahl von Verwandten und Dienern untergebracht werden. Erstmals in Sevilla, wurden dem Mudéjar-Stil Elemente der Renaissance hinzugefügt. Dieser Trend wurde 3 Jahrzehnte später durch den Architekten Benvenuto Tortelli (Wirkungsdaten 1558-1591), dem Nachfolger des Architekten Don Fadrique, verstärkt.
Dem Eingang der Casa de Pilatos ist die Plaza de Pilatos vorgelagert. Hier fanden in den ersten Jahrhunderten seines Bestehend Stierkämpfe und Reitturniere statt. Der ehemalige Haupteingang befindet sich an einer Renaissancefassade aus Ziegeln mit einem großen Marmorkreuz. Es kennzeichnet den Beginn der Kreuzwegstationen, die Fadrique in den Straßen von Sevilla nach seiner Reise nach Jerusalem konzipiert hatte. Außerdem gibt es einem Bogen aus Marmor als Durchfahrt zu dem dahinter liegenden Kutschenhof. Errichtet 1529 vom Genuesen Antonio Maria Aprile (1488- ca. nach 1535).
Im rechten Winkel dazu der heutige Haupteingang, die Fassade im Nordosten, entworfen von Juan de Oviedo de la Bandera (1565-1625) im frühen 17. Jahrhundert. Im Obergeschoss befindet sich eine Loggia mit Rundbogenarkaden. Die Casa Pilatos hat grundsätzlich zwei Etagen, wobei das Erdgeschoss für das öffentliche Leben vorgesehen war. Allein die unteren Etagen haben eine Fläche von 900 qm.
Grundriss: rechts unten ist die Plaza de Pilatos mit den beiden im rechten Winkel stehenden Eingängen. Links der Kutschenhof, rechts das Eingangsgebäude. Darüber der sogenannte Kleine Garten. Links der zentrale Innenhof mit den ihn umgebenden Räumlichkeiten. Links der sogenannte Große Garten.
Inneres:
Eingangsbereich als Durchgang zu einem Hof mit einem Portal aus Stein mit Reliefs und flankiert von weiblichen Statuen.
Rechts davon an der Wand das Wappen der Familie Medinaceli, welches Elemente des Wappens von Kastilien, Léon und die Wappenlilie Frankreichs enthält.
Schmiedeeisernes Gitter am Durchgang zwischen Kutschenhof und zentralem Innenhof.
Quadratischer Turm mit Wappen und farbigen Dachziegeln am Übergang zwischen Kutschenhof und zentralen Innenhof.
Patio Principal bzw. Zentraler Innenhof: er war im ursprünglichen Palast von 1483 und auch nach der Renovierung 1526 das Zentrum der Casa Pilatos, mit 324 qm Fläche (ohne die Arkadengänge).
In der Mitte des Hofes ein 1526-1528 von Antonio María Aprile da Carona (um 1489- nach 1535) in Zusammenarbeit mit Bernardino da Bissone (1460-1520) gefertigter, 4,03 m hoher Brunnen aus Carrara-Marmor.
Der Hof ist umgeben von einem Säulengang, in dem sich Mudéjar-Elemente, aber auch gotische und Renaissance-Elemente befinden. Sie sind eine Kombination aus Marmor und Stuck. In den Ecken des Hofes stehen Statuen, zwei davon sind Darstellungen der Göttin Athene aus dem 2. Jahrhundert.
Details des Brunnens mit dem doppelgesichtigen Janus.
Um den Hof herum befinden sich verschiedene Räume. In der Galerie befinden sich fast fensterhohe Sockel mit bunten Fliesen. In der ganzen Casa de Pilatos gibt es über 150 verschiedene Designs für Azulejos, die spanischen glasierten Fliesen. Sie wurden in den 1530er Jahren von den Brüdern Diego und Juan Pulido angefertigt.
Über den von Azulejos umgebenen Fenstern Büsten von römischen Kaisern, spanischer Könige und anderer wichtiger Persönlichkeiten.
Die Flügeltüren aus Holz zu den Räumen, sind im typischen Mudéjar-Stil gehalten.
Statue der Pallas Pacifera, eine römische Nachbildung aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., eines griechischen Originals vom Anfang des 5. Jahrhunderts vor Christus, 2,85 m hoch. Es ist die einzige Kopie der Athena Medici, die ihren ursprünglichen Kopf bewahrt hat. Sie ist die wertvollste Skulptur der Sammlung von Per Afán de Ribera.
Statue der Frau von Marcus Aurelius, ausgestattet mit den Attributen der Göttin Ceres bzw. Demeter.
Statue einer Tänzerin. Römische Kopie eines griechischen Originals aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.
Sálon del Pretorio bzw. Pretoriussaal:
Grundriss eines Teils des Palastes. Wo der rote Punkt ist, befindet sich der Pretoriussaal.
Dieser größte Raum des Palasts liegt an der östlichen Seite des Patio Principal. Er wurde zwischen 1526 und 1539 erbaut und seine Fliesen, die Mudéjar-Türen und die Kassettendecke haben sich bis heute erhalten. Der 132 qm große, rechteckige Raum ist einer der prächtigsten des Palastes.
Mit den geschnitzten Wappen der Familie von Fadrique Enrique an der Kassettendecke, wollte er seine Vorfahren ehren.
Direkt vom Pretoriussaal gelangt man in den im Osten liegenden Jardín Chico bzw. kleinen Garten.
Blick auf die Fassaden des Palastes vom kleinen Garten aus.
Salón Dorado bzw. Goldener Saal: Benannt ist der 47 qm große Saal nach der Kassettendecke im Mudéjar-Stil. Er liegt am östlichen Ende des Palastes und hat auf drei Seiten Ausgänge in den Jardín Chico. Der Saal wurde in der Zeit von Fadrique Enríquez um 1530 erbaut. Mehrere Statuen und Reliefs aus der Sammlung von Per Afán de Ribera zeugen von seiner umfangreichen Sammlung.
Blick in den Zachizami-Korridor
Kassettendecke im Zachizami-Korridor
Antikes Relief an der Wand mit verschiedenen Helmen, Schilden und Waffen.
Zwei antike Büsten
Blick in den Salón Dorado mit Kassettendecke und einem umlaufenden Fries aus Stuck. An den Wänden antike Refliefs Gesichter bzw. Fratzen.
Auf einem Tisch in der Mitte ein antiker Helm aus Marmor. Dahinter Blick in den Jardín Chico.
Dahinter das ehemalige Wasserdepot, der älteste Teil des Jardín Chico.
Auf dem Fenstersims die Skulptur einer schlafenden Nymphe, Italien 16. Jahrhundert.
Weitere vergitterte Fenster weisen in den Garten. An einer mit Fliesen versehenen Sitzbank ein schmiedeeisernes Gitter im plateresken Stil, eine spanische Variante der Renaissance. Zwei Engel halten ein Wappen.
Das Wasserbecken mit einem Bacchus aus Bronze vom Bildhauer Mariano Benlliure (1862-1947). Er schmückt den Zulauf, welcher sich ursprünglich aus einem Aquädukt römischen Ursprungs speiste und das Real Alcazar und fast 20 Herrenhäuser und Klöster in Sevilla mit Wasser versorgte.
Der Jardín Chico wurde nach dem Abriss von Gebäuden zwischen 1910 und 1920 auf die heutige Größe erweitert. Hier stehen jetzt mehrere römische Skulpturen aus der Sammlung des ersten Herzogs von Alcalá und auch spätere Werke.
Auf einer leicht erhöhten Terrasse eine Säule mit der Kopie eines antiken Eros als Kind.
Blick auf einen Brunnen im Mudéjar-Stil in der Form eines Sterns. Er stammt aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.
Detail des Pflasters auf dem Fußboden mit kleinen Fliesen Motiven.
Ruhesaal der Richter auf der Nordseite des großen Hofes. Er diente als Vorzimmer des Palastes.
Der Saal wurde Ende des 15. Jahrhunderts in dieser Form errichtet. Der Sockel aus farbigen Fliesen wurde ab 1526 von Don Fadrique hinzugefügt. Der ursprüngliche Boden aus Ziegeln wurde im 19. Jahrhundert durch Marmor ersetzt. Die heutige Decke ist eine Holzverkleidung aus dem 19. Jahrhundert, die die ursprüngliche Mudéjar-Decke des Raumes bedeckt.
Von hier gibt es den Zugang zur Geißelungskapelle. Der Bogen über dem Durchgang ist mit sehr feinen Stuckarbeiten verziert. Sie zeigen eine Mischung aus dem Mudéjar-Stil und der Isabellinischen Gotik (der Übergang zwischen Gotik und Renaissance in Spanien).
Geißelungskapelle: sie ist der einzige erhaltene Raum aus der Zeit von Pedro Enríquez de Quiñones (1420-1493) ganz im Norden des Palastes. Der Name der Kapelle bezieht sich auf die rosafarbene Säule aus Jaspis, die symbolisch den Ort der Geißelung Jesu zeigen soll.
Über dem Altar ein farbiges Relief mit einer biblischen Szene.
Das gotische Kreuzrippengewölbe der 42 qm großen Kapelle ruht auf Kragsteinen in der Form von Engeln. Die Schlusssteine zeigen die Wappen der Familien Enriquez und Sotomayor. Sotomayor war die Familie der Mutter des ersten Gouverneurs von Andalusien.
Raum neben dem Pilatus-Kabinett mit einem Gemälde mit der Darstellung der Anbetung der Heiligen drei Könige. Ein Tisch, Bänke und Stühle aus Holz und Leder.
Kleiner Kabinettschrank mit einer antiken Büste darauf.
Bunt bemalte Kassettendecke mit Wappen am Übergang zur Wand und an den Balken.
Der Raum hat einen direkten Zugang zum zentralen Innenhof.
Gabinete de Pilatos bzw. Pilatus-Kabinett: Der ehemalige Zeremoniensaal liegt in der nordöstlichen Ecke des zentralen Innenhofs. Der 64 qm große, quadratische Raum hat bis in große Höhe farbige Fliesen und ist zusätzlich mit Stuck verziert. In der Mitte des Raumes ein kleiner Brunnen mit gefliestem, achteckigen Becken, welches an die maurische Architektur erinnert.
54 goldene Sterne verzieren die Kassettendecke, die 1505 angefertigt wurde.
Details der Stuckarbeiten an den Wänden.
Raum neben dem Pilatus-Kabinett: in diesem mit Tisch, Stühlen und einem Kabinettschrank möblierten Zimmer befindet sich die Kopie eines berühmten Gemäldes.
Informationstafel
Kopie des Gemäldes „La mujer barbuda“ oder „Frau mit Bart“ des Barockmalers José de Ribera (1591-1652). Es zeigt die 52-jährige Magdalena Ventura ihr Baby stillend. Hinter ihr steht ihr Mann, mit dem sie 3 Kinder hat. Auf dem Stein rechts neben ihr steht, daß sie im Alter von 37 Jahren begann einen Bart zu bekommen. Das Original von 1631 befindet sich im Prado-Museum in Madrid.
Schrank aus Holz, Stühle, eine Büste und Tapisserie.
Detail des Kohlenbeckens in der Mitte des Raumes.
Decke im Mudéjar-Stil.
Jardín Grande bzw. Großer Garten: 1568-1571hielt sich der Architekt Benvenuto Tortello (- 1594) aus Neapel in Sevilla auf, entwarf einen zweistückigen Bau mit Loggien und einen weiteren Bau als offene Loggia. Sie dienten der Aufbewahrung der Skulpturensammlung von Per Afán de Ribera. Außerdem gestaltete er den Gemüsegarten um und machte ihn, nach den Vorbildern der italienischen Villen des 15. Jahrhundert zum Großen Garten. Blick durch die Gartengalerie.
Blick über den Garten mit seinen geometrischen, von niedrigen Buchsbaumhecken eingefassten Beeten mit beschnittenen Bäumen, auf die zweistöckige Loggia.
Sockel aus farbigen Fliesen in den den Garten umgebenden Galerien.
Zinnen an der Außenwand des Palastes mit blühender Bougainvillea davor.
Blick durch den Garten über den Brunnen aus Marmor in der Mitte. Im Hintergrund die kleinere, nur eingeschossige Loggia mit drei Rundbögen.
Der achteckige Renaissance-Brunnen aus Marmor hat an der Basis Fliesen im Mudéjar-Stil und ist umgeben von Sitzbänken aus Stein. Dahinter die hohe Umfassungsmauer des Palastes.
In der kleinen Loggia die Statue iner römischen Dame aus der römischen Kaiserzeit. Es handelt sich um eine Grabstatue aus der Flavischen Epoche (spätes 1. Jahrhundert n. Chr.), wie man an der Frisur erkennen kann.
Schmiedeeiserne Gitter mit Köpfen von Engeln und Wappen und farbige Fliesen.
Dahinter ein weiterer Raum mit zwei weißen, ionischen Säulen, Tisch, Stühlen und zwei Schränken mit Büsten darauf.
In der Nachbarschaft eine mit farbigen Fliesen bedeckte Kuppel.
Der von Arkadengängen umgebene, 270 qm große Kutschenhof mit dem Durchgang zum zentralen Innenhof.
Auf dem Boden lagern historische Bauteile, die Büste des Minotaurus und goldene Kugeln.
Tisch aus Holz mit der Büste eines römischen Kaisers.
Weitere Bauteile und eine Skulptur aus goldfarbenem Draht, den langbeinigen Elefanten Salvador Dalis nachempfungen.
Beschläge aus Metall und Türklopfer am Tor.
Blick durch die schmale Calle Descalzos, die in nordwestlicher Richtung auf die Plaza Christo de Burgos führt. Im Hintergrund ein bunter Kirchturm.
Schmiedeeisernes Gitter und bunte Fliesen an einem Eingang in ein Haus.
An der Einmündung der Calle Descalzos auf die Plaza Cristo de Burgos die abgerundete Ecke der Kirche der Bruderschaft „Hermandad del Santísimo Cristo de Burgos“.
Detail der Turmspitze mit bunden Fliesen
Plaza Cristo de Burgos: auf dem Platz steht ein Denkmal für Niño Ricardo, eigentlich Manuel Serrapí Sánchez (1904-1972), ein berühmter Gitarrist und Komponist. Das Denkmal wurde von Jésus Gavira Alba geschaffen und 2004 hier aufgestellt.
Mehrere beeindruckend uralte Bäume stehen auch auf diesem Platz.
Plaza San Pedro mit der Iglesia de San Pedro bzw. Kirche Sankt Peter: Sie wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Mudéjar-Stil erbaut,. Im 16. und 18. Jahrhundert wurde sie umgebaut, so das sie heute ein eher barockes Erscheinungsbild hat. Die Fassade, die zur Plaza San Pedro weist, hat ein Portal mit Rundbogen zwischen Pilasterpaaren. Hier handelt es sich nicht um die Hauptfassade. Über dem Bogen eine Nische mit der sitzenden, als Pabst gekleidenen Statue des heiligen Petrus von Martin Cardino aus dem jahr 1624. Direkt daneben der Turm, der sich zwei verschiedenen Baukörpern zusammensetzt. Unten der noch im Mudéjar-Stil gebaute ältere Teil, darüber der aus dem 16. Jahrhundert stammende Teil mit den Glocken. Seit 1597 hat der Glockenturm eine achteckige, mit Fliesen verzierte Spitze. Sie stammt von Martín Infante.
Blick auf den Turm.
Details des Portals zur Plaza San Pedro.
Bild aus Fliesen neben dem Portal.
Tür und Fassade von Nebengebäuden der Kirche in der Calle Doña Maria Coronel.
Inneres:
Blick vom südlichen Seitenschiff auf das Mittelschiff und das Innere des Portals im Westen.
Blick von südlichen Seitenschiff auf den mit Kreuzrippengewölbe versehenen Chor mit dem Hauptaltar, flankiert von zwei Kanzeln aus dunklem Holz. Der Hauptaltar von Felipe de Ribas (1609-1648) entstand in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Francisco Dionisio von 1641 bis 1657. An den Seiten des Altars farbige Reliefs mit Szenen aus dem Leben des heiligen Petrus. Rechts und links vom Chor jeweils ein neugotischer Altar.
Blick zur Orgelempore über dem Eingang im Westen. Darunter die Türen, innen im Mudéjar-Stil dekoriert.
Sakramentskapelle am Ende des südlichen Seitenschiffs. Der Altar ist aus Stein mit farbigen Fliesen im Mudéjar-Stil.
Die Kapelle hat einen quadratischen Grundriss und ein achteckiges Trichtergewölbe von 1379. Es wird oben von zwei Engeln flankiert.
Nebenaltar mit eines lebensgroßen Statue des gefesselten Christus in einem festlichen Gewand davor.
Convento de Santa Ines: dieses Kloster befindet sich direkt hinter der Kirche Sankt Peter in der Calle Doña Maria Coronel. Es wurde 1374 von der Aristokratin Doña María Coronel, die vor der Schikane durch König Peter I. floh. Nach der Thronbesteigung von Heinrich II., gründete sie dieses Klarissenkloster in den alten Häusern ihres Vaters, die ihr inzwischen zurückgegeben worden waren. Erbaut wurde es zwischen dem letzten Drittel des 14. Jahrhunderts und Ende des 15. Jahrhunderts. Berühmt ist es heute untre anderem durch die von den Nonnen hergestellten Süßigkeiten.
Fliesenbild mit Informationen.
Eingangsportal mit Pilastern an der Seite und einem Giebel mit dem Relief des Lamm Gottes.
Hufeisenbogen an einer Wand.
In dem kleinen Verkaufsraum Wandmalereien über der Durchreiche.
Schild mit den angebotenen Süßigkeiten der Nonnen.
Blick durch die Calle Gerona mit historischen Häusern mit Erkern und schmiedeeisernen Balkongittern.
Türklopfer
Palacio de las Dueñas: dieser erst seit 2016 für die Öffentlichkeit zugängliche Palast, ist die Residenz der Herzöge von Alba. Seinen Namen hat er von dem einst gegenüber stehenden Kloster Santa Maria de las Dueñas. Er wurde im 15. und 16. Jahrhundert für die Adelsfamilie Pineda erbaut. 1612 gelangte der Palast in den Besitz der Familie Alba, die seitdem eine Sammlung von über 1.400 Kunstwerken hier angesammelt hat. Der Palast zeigt gotische Elemente, auch den Mudéja-Stil und Einflüsse der Renaissaance. Er besteht aus zahlreichen Gebäuden und Innenhöfen.
Grundriss des Palastes. Rechts der Eingang, darüber die Ställe und der benachbarte rechteckige Garten der Zitronenbäume.
Informationstafel
Eingang zum Gelände des Palastes mit einem Torbogen mit Giebel und dem Wappen des Herzogtums Alba als Bild aus Fliesen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.
An der Außenmauer des Palastgeländes ein Relief und eine Skulptur aus Metall, zu Ehren des Schriftstellers Antonio Machado (1875-1939), der in diesem Palast geboren wurde. Es stammt vom Bildhauer Julio López Hernández (1930-2018).
Titelseite einer Biographie der berühmtesten Besitzerin des Palastes, Maria del Rosario Cayetana Stuart y Silva, der 18. Herzogin von Alba (1926-2014), die hier 1947 und 2011 ihre Hochzeit gefeiert hat.
Informationstafel zu den Ställen.
Die Ställe waren in allen alten Adelshäusern Sevillas ein wichtiges Zeichen für Reichtum. Die Kutschen und Pferde waren damals die einzige Möglichkeit sich in der Stadt fortzubewegen und sind noch heute ein wichtiges Statussymbol bei großen gesellschaftlichen Ereignissen, wie der Eröffnungsparade der Feria de Sevilla.
Ein kunstvoll aus Baumwollstoff und Zöpfen und Quasten gefertigter Sattel für Eugenia de Montijo, die Kaiserin von Frankreich
Der Stall war eines der wichtigsten Elemente der alten Familienhäuser Sevillas, nicht nur, weil eine Pferdekutsche ein Zeichen von Reichtum war, sondern auch, weil sie die einzige Möglichkeit bot, sich in der Stadt fortzubewegen. Die Mitglieder des Hauses Alba legten schon immer großen Wert auf Kutschen und die Tiere, die sie zogen, und nutzen sie auch heute noch bei wichtigen gesellschaftlichen Ereignissen wie der traditionellen Eröffnungsparade der Feria de Sevilla.
Der Sattel von Eugenia de Montijo, Kaiserin Eugénie von Frankreich und Schwester von Paca, der Herzogin von Alba. Er ist aus Baumwollstoff gefertigt und aufwendig mit Zöpfen und Quasten verziert.
El Jardín de los Limoneros bzw. Garten der Zitronenbäume: dieser rechteckige Garten wurde in einem der Gedichte des Poeten Antonio Machado verewigt. Wege und Beete sind von niedrigen Hecken umrandet. An einer Seite eine Kopie der Statue der Venus im Bade von Canova.
In der Mitte der sich kreuzenden Wege ein achteckiges Wasserbecken mit umliegenden Sitzbänken aus farbigen Fliesen und Ziervasen aus Keramik an den Ecken des kleinen Platzes.
Informationstafel mit historischem Foto.
Weitere Bereiche im Garten mit steinernem Tisch.
Kleiner Brunnen mit einem Relief des Wappens der Herzöge von Alba aus dem Jahr 1911.
Am Übergang zwischen beiden Gartenteile das Gebäude der Escalera Principal bzw. Haupttreppe.
Jardín del Picus im Norden des Palastes mit einem großen, uralten Baum.
Jardín de la Ceiba im Nordwesten des Palastes, wieder mit sich kreuzenden Wegen und einem zentralen, achteckigen Wasserbecken. An den umgebenden Mauern stehen wieder Statuen.
Venus mit Fisch und Putte.
Eine offene Galerie mit Rundbögen und Stühlen, einem Sockel aus farbigen Fliesen und einen Bild aus Fliesen mit der Darstellung des Kreuz tragenden Christus, gibt den Blick frei auf den Garten.
Zugang zum Haupthof mit schmiedeeisernem Gitter und zwei kleinen Hufeisenbögen im Mudéjar-Stil.
Informationstafeln zum Patio Principal bwz. Haupthof.
Der Haupthof besteht aus zwei Ebenen, Im Erdgeschoss mit Stuck im Mudéjar-Stil verzierte Rundbögen mit Säulen aus Marmor. Im Obergeschoss sind nur auf zwei Seiten Rundbögen vorhanden, die im gleichen Stil gehalten sind. Der Garten im Hof in seiner heutigen Form entstand 1911, als neue Fliesen zur Abdeckung des Brunnens gebracht wurden. Auf einem Grundriss von 1922 heißt der Innenhof „Patio de las Palmeras“. Damals wurde die Eingangshalle, die zum Innenhof führt, renoviert und die Wappen mehrerer Adelsfamilien an den Wänden angebracht.
In der Mitte des Haupthofes ein Brunnen.
Details der Rundbögen mit Stuck und der Kapitelle der Säulen mit Wappen am Übergang zum Rundbogen.
Stark beschädigte Statue des iberischen Löwen aus Marmor aus der vorrömischen Zeit, 1. Jahrhundert vor Christus.
Im Arkadengang Stuck oberhalb eines Durchgangs und zahlreiche Kunstwerke und dekorative Gegenstände. Keramik, geschnitzte Sitzbank aus Holz, Statuen, Gemälde, ein Bildteppich.
Mit Stuck verzierter Rundbogen am Eingang in das Innere des Palastes.
Inneres:
Blick in einen Raum mit Geschirren für Pferde und einem mit Stickereien verzierten Sattel.
Raum der dem Stierkampf gewidmet scheint. Gemälde Öl auf Leinwand von Joaquín Díez (ca. 1840-1860) mit 8 Tientas-Szenen, in denen die Tapferkeit der Bullen vor dem Kampf getestet wird. Stierköpfe an der Wand und Gemälde von Frauen in spanischer Tracht von Manuel de la Rosa, Öl auf Leinwand. Sockel aus farbigen Fliesen.
Hinter einem Rundbogen mit Stuck im Mudéjar-Stil kleiner Raum mit Polstersesseln, geschnitzter Tisch aus Holz, Kohlebecken und Gemälden mit Blumen und einer Madonna.
Großer Raum mit Rundbogen und Balkendecke. Bildteppich mit Wappen. Sockel und Rundbogen aus farbigen Fliesen. Vasen aus Keramik und Säulen als Podeste für Köpfe und Statuen aus Stein.
Raum hinter dem Rundbogen mit rundem Glasfenster mit dem Wappen des Hauses Berwick-Alba. Kassettendecke mit Stuck am Übergang zur Wand, Kohlebecken, Sockel auf farbigen Fliesen.
Links an der Wand Gemälde von Gustavo Bacarisas (1873-1971): Blick auf Sevilla von einem Balkon mit der Giralda im Hintergrund.
Durchgang mit schmiedeeisernem Gitter in das nächste Zimmer. Polstersessel, Truhe und großer Spiegel.
Detail von Stukkaturen an der Wand und ein kleines Mosaik (römisch?) mit einem Vogel.
Gang mit Rundbögen zum Garten der Zitronenbäume. An der Wand Stickereien mit Wappen, auf Säule Skulptur ggf. eines römischen Soldaten ohne Kopf und Arme.
Escalera Principal bzw. Haupttreppe: Decke aus Holz im Mudéja-Stil, Sockel aus farbigen Fliesen, Bildteppich mit Wappen und an der Wand zahlreiche Gemälde. Unter anderem Bildnisse von Kaiserin Eugénie und ihrem Mann Kaiser Napoleon III.
Detail der Decke im Mudéja-Stil.
Auf dem Treppenpodest eine Kommode flankiert von zwei Vasen aus Fayence. Darüber Gemälde mit der Darstellung der heiligen Justa und Rufina, Juan de Llanos Valdés zugeschrieben, 18. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. Zwei in barocken Formen gerahmte Spiegel. Auf der Kommode eine Skulptur einer Gruppe von Pferden und zwei Vasen mit Motiven aus Sevilla. In der Ecke eine Vase aus weißem Marmor, die Kopie einer Vase im griechischen Stil, 19. Jahrhundert.
Darüber Gemälde mit der Darstellung von Kaiser Napoleon III. und seiner Frau Kaiserin Eugénie. Kopien der Gemälde von Franz Winterhalter, 19. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. In der Mitte ein anonymer flämischer Bildteppich mit dem Wappen des Marquis von Caracena, flankiert von Mars und Minerva, 18. Jahrhundert.
An der Wand weitere Bildteppiche.
Neben der Treppe nach oben Bildnisse von Antonio González Velázquez (1723-1793) mit der Darstellung des Herzogs und der Herzogin von Híjar, Öl auf Leinwand. Außerdem anonyme Bildnisse aus dem 17. Jahrhundert mit der Darstellung der Maria Luisa de Castro-Giron y Portugal, 6. Herzogin von Veragua, 17. Jahrhundert, Öl auf Leinwand und ihres Mannes Pedro Nuño Colón de Portugal y Castro, 6. Herzog von Veragua.
El Salón de Baile bzw. der Ballraum genannt Saal der Zigeunerin: der Saal ist benannt nach der Skulptur einer Flamencotänzerin von Mariano Benlliure (1862-1947). Der im Norden des Haupthofes liegende große Raum war geeignet für große gesellschaftliche Ereignisse und auch private Treffen mit Freunden.
Detail der Statue der Flamencotänzerin.
Geschnitzte Tür aus dunklem Holz im Mudéja-Stil. Darüber Gemälde, in der Mitte die Anbetung der Heiligen drei Könige von Luca Giordano (1634-1705) [1630-1705 lt. Schild im Raum], Öl auf Leinwand.
Vor einem Bildteppich Tische und Kommoden mit Kunstgegenständen darauf, Polstersessel.
Details der Kunstgegenstände auf dem Tisch, Figuren aus Porzellan.
Neben einem Polstersessel eine Kommode mit Figuren aus Porzellan darauf.
Vitrine in barocken Formen mit Tänzerinnen aus Porzellan.
Zwei Bargueño Schreibtische aus deutschen Werkstätten, tragbare Schreibtische mit Intarsien aus verschiedenen Hölzern, 16. Jahrhundert.
Fotografie der monegassischen Fürstenfamilie mit Autogramm von 1966.
Vor einem Fenster in den Garten Polstersessel, ein Tisch mit zahlreichen Kunstgegenständen und an den Wänden Bildteppiche.
Der Bildteppich an der rechten Wand zeigt einen orientalischen Mann auf einem Pferde mit Speer. Er stammt von dem Niederländer Jan Raes (Wirkungsdaten 1610-1631). Davor eine Kommode mit Kunstgegenständen.
Detail der Kunstgegenstände auf einem Tisch, Porzellan und eine Uhr.
Detail der Stukkatur über einem Durchgang in den Garten.
Relief aus Porzellan in goldfarbenem Rahmen mit einer galanten Szene, ein Flötenspieler und eine Frau mit Blumenkorb.
Salón Cuadrago: Salon mit zahlreichen Kunstgegenständen auf historischen Möbeln, einem Bildteppich und links ein Gemälde von J. Hersen: Soldaten in einem Boot bei der Überquerung des Flusses Ticino, 1864, Öl auf Leinwand.
An der Wand neben dem Fenster zum Garten ein anonymes Gemälde mit dem Bildnis von Inés de Guzmán, Gräfin von Montijo, 17. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. Stukkaturen um das Fenster und unterhalb der Decke. Säule als Podest für die Statue eines Engels, daneben ein goldfarbener Leuchteer mit einem Putto.
Kabinettschrank aus schwarzem Holz mit Elfenbein- oder Bein-Intarsien.
Details der Stukkaturen am Durchgang zum nächsten Raum.
Informationstafel zur Antecapilla.
Der längliche Raum liegt im Westen des Haupthofs. Sie hat als Vorraum zur Kapelle des Palastes große gesellschaftliche Bedeutung. Sie ist enthält englische Möbel aus dem 18. Jahrhundert, Möbel im Queen-Anne-Stil und Chippendale-Stil, spanische Mönchsstühle, mit Wappen verzierte Truhen, einen Bildteppich an der Wand und mehrere Gemälde namhafter spanischer und ausländischer Maler.
Truhe mit einem Wappen und kleinen Malereien. Auf ihr stehen mehrere Fotografien.
Gemälde:
Links die heilige Genoveva von A. V. de Lislie von 1888. Öl auf Leinwand. Ganz rechts ein Bildnis von Antonia de Haro y Guzmán von Emilia Carmena Monaldi genannt Emilia Carmena de Prota (1823-1900), Öl auf Leinwand.
Fotografie des Besuches von Maria del Rosario Cayetana Stuart y Silva, der 18. Herzogin von Alba (1926-2014) beim spanischen Königspaar 1981 mit Autogrammen.
Auf der anderen Seite des Raumes weitere Gemälde.
Rechts die Dornenkrönung von José de Ribera (1591-1652), Öl auf Leinwand.
Über der Tür die heilige Justa und Rufina, eine anonyme, spanische Kopie des Gemäldes von Murillo aus dem 19. Jahrhundert, Öl auf Leinwand.
Kreuzabnahme von Annibale Carracci (1560-1609), Öl auf Leinwand.
An der Fensterwand noch Reste von Wandbemalung. Links anonymes Bildnis von Kardinal Íñigo López de Mendoza y Zúñiga (1489-1535), 16. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. Rechts ein Bildnis von König Sebastian I. von Portugal von Cristóbal de Morales (1500-1553), Öl auf Leinwand.
Auf einer Truhe eine kleine Büste aus Terrakotta mit der Darstellung von Maria del Rosario Cayetana Stuart y Silva, der 18. Herzogin von Alba (1926-2014) und einer Fotografie von ihr.
Informationstafel
Gemälde mit der Darstellung der Seeschlacht von Lepanto, Juan de Toledo (1611-1665) [1618-1665 lt. Schild im Raum] zugeschrieben, Öl auf Leinwand.
Oberfläche eines Tische mit Intarsien aus Stein mit der Darstellung von 2 Papageien und einem Schmetterling.
Informationstafel
Kleiner benachbarter Raum mit zahlreichen naiven Malereien, zum Teil von der 18. Herzogin von Alba selbst angefertigt. Ein Regal mit Büchern und zahlreiche Erinnerungsstücke, Fotos und typische Bekleidung für die Feria de Abril, ein typisch spanisches Kleid und die Bekleidung für einen Mann.
Weiterer Raum mit naiven Malereien.
Kapelle des Palastes: erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit den im Original erhaltenen Fliesen am Sockel. Über dem Altar ein Gemälde des Malers Neri di Bicci (1419-1491) aus Florenz. Dargestellt ist die heilige Katharina von Siena. Das Sterngewölbe hat sich erhalten. Die Rippen setzen auf Podesten auf. Hier halten Engel die Leidenswerkzeuge Jesu.
In der Kapelle zahlreiche Gemälde, links nicht gut zu erkennen zwei Gemälde von Francisco Antolínez y Sarabia (1644-1700) mit der Flucht nach Ägypten und der Anbetung der Hirten.
Auf der rechten Seite zwei Gemälde von Juan Villoldo (Wirkungsdaten 1576-1589). Rechts die Darstellung des Martyriums des heiligen Johannes dem Evangelisten im Fass und weiter links die Taufe Jesu. Beides Öl auf Leinwand.
Gotisches Sterngewölbe mit verzierten Rippen.
Carteles: Rechts von der Kapelle ein Raum, dessen Wände mit historischen Plakaten dekoriert sind.
Auf dem großen, ausgezogenen Tisch eine Pagode aus Porzellan und zahlreiche andere Kunstgegenstände, zum Beispiel Flamencotänzerinnen aus Porzellan. An der Wand eine Anrichte, ebenfalls mit zahlreichen dekorativen Gegenständen.
In einer Vitrine die bestickte Kleidung eines Toreros.
Auf einem runden Tisch mit Intarsien aus Holz private Fotos und eine kleine verschließbare, historische Kassette mit Halbedelsteinen und Elfenbein oder Bein.
An einer Wand zahlreiche Fotos vom Stierkampf und spanische Tambourins.
Vor einem Kamin kleine indische und orientalische Tische mit Intarsien, bestickte Kissen, vor dem Kamin ein großer Fächer und zalreiche Deckelvasen.
Ein Raum mit Couchgarnitur aus Leder, Plakaten und Stichen an der Wand.
Lectura: private Bibliothek mit einem Kamin in der Ecke, Bücherregal und gestapelten Kissen vor einem der Regale. Auf dem Kamin und dem Regal Skulpturen aus Porzellan, vor dem Kamin Statue eines Pferdes und zwei Deckelvasen.
Vor dem Bücherregal eine gerahmte Skizze des Don Quixote und Autogramm von Salvador Dalí (1904-1989) aus dem Gästebuch von 1971, Kugelschreiber auf Papier.
Geschnitztes Bücherregal, Polstergarnitur, Tisch, Tischleuchte mit Blüten aus Glas und goldfarbener Halterung. Auf dem Regal zahlreiche Kunstgegenstände. Auf dem Tisch Büste aus Marmor der Rosalía de Ventimiglia von José Alvarez Cubero (1768-1827).
Patio del Aceite: kleiner quadratischer Hof im Süden des Palastes mit einem achteckigen Wasserbecken mit farbigen Fliesen in der Mitte. Auf ihm stehen vier, von niedrigen Hecken umgebene Ölpalmen und er ist an drei Seiten von Rundbogenarkaden umgeben.
Jardín de Santa Justa: der neben dem Pario del Aceite, im Süden des Palastes liegende rechteckige Garten, hat seinen Namen von dem Bild aus Fliesen an einem der Wände, welches die heilige Justa und Rufina darstellt.
Informationstafel
Südwestlich des Palastes liegt der Metropol Parasol, genannt „Las Setas“. Er steht auf der Plaza de la Encarnacioón und wurde nach sechsjähriger Bauzeit 2011 eröffnet. Entworfen von dem deutschen Architekten Jürgen Mayer Hermann bzw. Jürgen Mayer H. (1965-), wurde das pilzartige Gebilde aus 3.500 Elementen aus mit Polyurethan beschichtetem Kiefernholz. Es ist 150 m lang und 70 m breit. In der Nacht wird der Komplex aus 6 Sonnenschirmen beleuchtet. Ein 250 m langer Weg führt auf eine fast 30 m hohe Aussichtsplattform. Unter dem Bau die Plaza Mayor, die Raum für Veranstaltungen bietet und ebenerdig eine Markthalle.
Blick in die Bar unterhalb des Parasol.
Inneres der Markthalle mit verschiedenen Marktständen.
Auslage mit Tintenfisch.
Marktstand mit Iberico Schinken.
Martkstand mit Obst und Gemüse.
Am südlichen Ende des Metropol Parasol, in der Calle Laraña die Iglesia de la Anunciación bzw. Kirche der Verkündigung. Die Fassade im Norden der aus Ziegeln erbauten Kirche, hat ein prächtiges Portal. Zwei ionische Säulen tragen einen Giebel. Darunter eine, wie ein Altar gestalte Fläche mit drei Nischen. In der mittleren die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind von Juan Bautista Vázquez dem Älteren (1510-1588). Sie wird flankiert vom heiligen Raphael und dem heiligen Josef aus dem 17. Jahrhundert. Darunter ein Rundbogen mit zwei seitlichen Nischen.
Gegenüber dem Eingang zur Markthalle im Norden ein historisches Gebäude, das Hotel Casa de Indias.
Westlich des Metropol Parasol der Palacio del Marqués de la Motilla. Der zwischen 1921 und 1931 im Stil des Historismus erbaute Palast, wirkt wie eine mittelalterliche Burg. Architekt war Gino Coppidè (1866-1927), technische Ausführung lag bei Vicente Traver Tomás (1888-1966).
Gegenüber an der Plaza Villasís liegt das historische Gebäude mit dem Restaurant Victoria Eugenia. Streifen mit Reliefs in der Fassade aus Backsteinen und schmiedeeiserne Laternen.
Palacio de la Condesa de Lebrija bzw. Palast der Gräfin von Lebrija:
Der Palast stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im Mudéjar-Stil und im Stil der Renaissance erbaut. Zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert wurde er umgebaut und erweitert. Er besitzt eine große Sammlung römischer Mosaike, die fast das gesamten Erdgeschoss pflastern. Doña Regìa Manjón y Mergelína, Gräfin von Lebríja (1851-1938) erwarb den Palast 1901, um ihre umfangreiche Sammlung von Antiquitäten unterzubringen. Beim Umbau arbeitete sie mit dem Architekten José Sáez y López (1861-1925) zusammen. Der Palast hat eine Fläche von etwa 2.500 qm, die sich auf zwei Etagen erstrecken. Seit 1999 ist der Palast der Öffentlichkeit zugänglich.
Eingang zum Palast in der Calle Cuna 8 mit einem manieristischen Eingangsportal.
Informationstafel
Detail des Fußbodens, einem Opus Sectile (eine im antiken Rom beliebte künstlerische Technik), aus den wertvollsten Arten von Marmor und Hartgestein die in der römischen Zeit verwendet wurden, deren Vorkommen jedoch bereits zu Beginn des 3. Jahrhunderts erschöpft waren.
Blick in die Eingangshalle, deren Fliesen auf dem 18. Jahrhundert stammen. Sie zeigen die Jahreszeiten, die Kontinente, die Künste (Poesie, Musik, Bildhauerei und Malerei) und die Tugenden Glaube und Frieden. Im Hintergrund ist der Innenhof zu sehen.
Details der Fliesen.
Vitrine mit kleinen Skulpturen und Statuen.
Die den Innenhof umgebenden Galerien sind ebenso wie die Eingangshalle mit Opus Sectile gepflastert. Die Arkaden aus Rundbögen stammen aus dem 18. Jahrhundert und haben Stukkaturen im Mudéja-Stil auf weißen Säulen aus Marmor.
Blick auf das römische Mosaik im Innenhof in der Technik Opus Tesselatum aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Es stammt von einem Grundstücke, daß der Gräfin gehörte und dort aus dem Olivenhain eines Palacios. Das Mosaik wurde dann 1914 hierher gebracht. Im Medaillon in der Mitte der Gott Pan mit Flöte. Acht weitere Medaillons zeigen Szenen aus den Liebesabenteuern des Zeus und in den Ecken die Jahreszeiten.
In einer Vitrine verschiedene Objekte aus Knochen der römischen Zeit, 2. Jahrhundert
Blick in einer Galerien mit dem Sockel aus farbigen Fliesen, dem Fußboden aus Opus Sectile und verschiedenen Umrandungen von Brunnen.
Sala de la Condesa de Lebrija:
Informationstafel zur Gräfin von Lebrija.
Gemälde von Antonio Rivas (1845-1911) mit einem Bildnis von Regla Manjón, Gräfin von Lebrija, gekleidet als Ägypterin, 1882, Öl auf Leinwand.
Hartmann Schedel: Quita etas mundi. Inkunabel vom Ende des 15. Jahrhunderts mit der Ansicht einer Stadt. Aus dem Besitz der Bibliothek des Hauses.
Gemälde von Regla Manjón y Mergelina (1851-1938): Das Studio, 1880, Öl auf Leinwand.
Gemälde von Joaquin Sorolla y Baskida (1863-1923): Bildnis der Regla Manjón, Gräfin von Lebrija, 1914, Öl auf Leinwand.
Blick von der Galerie am Hof auf das Treppenhaus. Die ganzen Wände sind bis zur Decke mit farbigen Fliesen verziert. Unter der Treppen weitere Umrandungen von Brunnen.
Das römische Mosaik unterhalb der Treppe. Historische Umrandungen von Brunnen, eine Kommode aus dunklem Holz, eine Amphore und die Reste einer Skulptur eines Putto auf einem Fisch.
Fliesen an der Wand unterhalb der Treppe.
Römisches Mosaik auf dem Fußboden mit Fischen und Ankern.
Sala de Ganimedes bzw. Ganymedraum:
Informationstafel
Römisches Mosaik auf dem Fußboden. In der Mitte des Mosaiks befindet sich eine Szene, in der Ganymed von Zeus entführt wird, der sich in einen Adler verwandelt hat. Außerdem drei Halbkreise, die einen Tiger, einen Löwen und einen Panther darstellen. Ein vierter Halbkreis musste vollständig wiederhergestellt werden, daher wurde beschlossen, „Salve“ als Willkommensgruß einzufügen.
Blick in einen weiteren Innenhof mit Pflanzen und historischen Reliefs (evt. römische Kampfszene darstellend) als Blumenkasten.
Bibliothek: Bücherschränke aus dunklem Holz mit Glastüren und geschnitzten Büsten ganz unten. Büste mit der Darstellung der Hausherrin Doña Regìa Manjón y Mergelína, Gräfin von Lebríja.
Blick in einen der Schränke mit ungebundenen Handschriften.
Schrank aus dunklem Holz mit geschnitzten Büsten, passend zum Bücherschrank.
Blick aus der Bibliothek mit der Büste eines Mannes in Uniform in den Sala de Ganimedes.
Detail der geschnitzten Tür mit goldfarbenem Löwenkopf als Türklopfer.
Salon de las Coumnas bzw. Säulensaal:
Dies ist der größte Raum des Palastes. Zwei römische Säulen aus grünem Marmor mit korinthischen Kapitellen gaben dem Saal den Namen. Die anderen ionischen Säulen scheinen aus eher rotem Stein zu bestehen. Der Boden zeigt wieder ein römisches Mosaik mit geometrischen Mustern. An den Wänden Reste weiterer antiker Mosaike. Zwischen den Fenstern die lebensgroße Statue aus Stein einer antiken Frau.
Informationstafel.
Großer länglicher Raum neben dem Säulensaal, mit einer Wand aus Glas zu einem weiteren Innenhof.
Blick in den Innenhof mit achteckigem Brunnen, schmiedeeisernen Stizgruppen und und vor einer Wand Säulen mit verschiedenen Kapitellen.
Farbige Fliesen, zum Teil mit biblischen Motiven gehen bis zur Decke. Davor eine geschnitzte Sitzbank aus dunklem Holz.
Mit farbigen Fliesen mit einen Durchgang flankierenden Darstellung einer Frau und eines Mannes als einen Giebel tragenden Karyatiden.
Blick in einen achteckigen Raum mit einem Vitrinenschrank, eine Kommode mit der Statue der Göttin Luna oder Selene. Auf dem Boden und an der Wand ein römisches Mosaik. In der Mitte eine kleine achteckige Vertiefung wie für ein Wasserbecken mit dem Rest einer Säule.
Vitrinenschrank mit antiken Schalen und Gefäßen.
Blick an die Decke des achteckigen Raumes.
Mit farbigen Fliesen verzierter Durchgang in das Esszimmer für den Sommer.
Comedor de Verana bzw. Sommer-Esszimmer:
Informationstafel
Der Fußboden und der Sockel ist mit farbigen Fliesen geschmückt, die teils blau bemalt sind und teilweise Szenen und Figuren zeigen. Die Fliesen sind im Delfter Stil gehalten und wurden beim Kauf des Palastes bereits in diesem Raum gefunden. Bei Umbauarbeiten um ca. 1670 wurden sie mit anderen Fliesen mit unterschiedlichen Motiven vermischt. Möbel aus dunklem Holz, geschnitzte Schranktüren, Truhen und Stühle. Oberhalb der Fliesen an der Wand Teller aus Talavera de la Reina, einer Stadt die berühmt ist für ihre Keramik. Sie stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Zwei blau Teller sind aus Delft aus dem 18. Jahrhundert, aber auch englische Keramik aus dem 19. Jahrhundert.
Auch zwischen den Deckenbalken aus Holz befinden sich blau-weiße Fliesen mit Motiven und dekorativen Mustern.
Treppenhaus in die obere Etage mit zahlreichen Gemälden, einem hohen Sockel aus farbigen Fliesen und einem breiten Band aus Stuck unterhalb der hölzernen achteckigen Decke im Mudéja-Stil.
Detail der Decke
Details der farbigen Fliesen, teilweise mit figürlichen Darstellungen.
Blick von oben durch das Treppenhaus auf das Ergeschoss mit dem Innenhof.
Bildteppich mit der Darstellung von König David mit der Harfe.
Zwei Bildnisse von adligen Männern aus dem 17. Jahrhundert.
Details des breiten Bandes aus Stuck mit Bildnissen in Medaillons, Wappen und szenischen Darstellungen.
Blick von der oberen Etage auf den Innenhof mit dem römischen Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert mit dem Gott Pan mit Flöte in der Mitte.
Blick von der oeben Etage auf die Arkaden des Innenhofes mit ihren Stukkaturen und den Fenstern mit Brüstung aus Stein in der oberen Etage.
Blüten von Blauregen bzw. Glyzinie.
Wieder am Ufer des Canal de Alfonso XIII. In der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts, wurde der Fluss Guadalquivir in einem neuen Flussbett im Westen an der Stadt vorbeigeleitet und durch die Stadt führt der Kanal. Er verbessert die Hafenzufahrt und vermeidet Überschwemmungen durch Regelung des Wasserstandes. Eine Uferpromenade führt am Kanal entlang Richtung Norden und Süden. Blick Richtung Norden. Im Hintergrund der Torre Sevilla, der bis 2015 unter dem Namen Cajasol Tower oder Pelli Tower bekannt war. Er entstand zwischen 2008 und 2015 und ist mit seinen 180,5 m Höhe und 40 Stockwerken das höchste Gebäude in Andalusien.
Hier spannt sich die 146 m lange Puente de Isabell II. bzw. Triana-Brücke über den Kanal. Sie wurde zwischen 1845 und 1852 von den französischen Ingenieuren Gustavo Steinacher und Ferdinand Bernadet erbaut. Vorbild war die Karussell-Brücke in Paris, die im 20. Jahrhundert abgerissen wurde.
An der Brücke, fast am gegenüberliegenden Ufer die Kapelle der Virgen del Carmen.
Jardines de Rafael Montesinos: Der Garten war früher nach Isabell II. benannt oder auch Garten der Armen genannt.. 1995 wurde er vom Stadtrat dem 1920 in Sevilla geborenen Schriftsteller Rafael Montesinos gewidmet.
In dem Garten steht ein Denkmal zu Ehren des berühmten Flamencosängers Antonio Mairena von Augusto Morilla.
Direkt hinter der Brücke eine Markthalle und ein Restaurant mit der Skultpur einer Giraffe aus Metall.
Blick auf die Terrasse des Restaurants
Direkt gegenüber eine Denkmal für den Dominikanermönch, Historiker und Theologen Bartolomé de las Casas, welches anläßlich seines 500. Geburtstages 1984 eingeweiht wurde. Es stammt vom Bildhauer Emilio García Ortiz (1929-2013).
Stadtteil Triana: es liegt auf der westlichen Seite des Kanals, in etwa zwischen den Brücken Puente de San Telmo und Puente Isabel II. In der Verlängerung der Puente Isabel II. bzw. Triana-Brücke liegt die Calle San Jacinto, die Hauptstraße des Viertels. Benannt ist das Viertel nach dem römischen Trajana. Hier lebten früher die Seelaute, Zigeuner und Töpfer.
Blick von der Triana-Brücke Richtung Norden auf den Torre Sevilla und den dahinter liegenden Rundbau Torre Triana, ein Verwaltungsgebäude im Stadteil Triana. Der Entwurf stammt vom Architekten Francisco Javier Sáenz de Oiza im Rahmen der Weltausstellung von Sevilla 1992, erbaut zwischen 1989 und 1993.
Capilla del Carmen bzw. Kapelle der Virgen del Carmen: die alte Kapelle stand direkt neben der Triana-Brücke. 1918 wurde die Straße auf der Brücke verbreitert und zu der neben der Kapelle liegenden Markthalle eine Treppe hinauf auf die Straße gebaut. So musste die alte Kapelle abgerissen werden. Wegen der Verehrung der Anwohner für die Jungfrau von Carmen, war ein Neubau der Kapelle notwendig. Der Architekt Aníbal González (1876-1929) wurde dann vom Stadtrat entsprechend beauftragt. Die Kapelle aus Backsteinen im Stil derRegion, wurde 1928 fertiggestellt.
Details der mit farbigen Fliesen gedeckten Kuppel mit Laterne und des Glockenturms. In der Laterne Statuen aus Keramik der heiligen Justa und Rufina mit der Giralda.
Marcado de Triana bzw. Markt von Triana:
Er liegt neben der Triana-Brücke an der Plaza del Altozano. Die Markthalle qurde auf den Überresten der Burg von San Jorge errichtet, die ab 1481 Sitz der Inquisition war. Die Burg entstand allerdings schon ab 1171 zur arabischen Zeit.
Marktstände in der Markhalle für Wurst, Schinken, Obst und Gemüse.
Modell der ursprünglichen Bebauung.
Bei einem der Ein- bzw. Ausgänge restliche Mauern der Burg.
Schaufenster mit Devotionalien und Andenken.
Restaurant mit farbigen Sockel aus Fliesen mit Motiven der Kultur Sevillas und Plakaten zum Stierkampf und Flamenco an den Wänden.
Kübel mit Weinflaschen.
Historischer Laden mit weißen Regalen und einer alten Registrierkasse.
Bartresen aus dunklem Holz und goldfarbenen floralen Verzierungen, Jugenstil. Über modernen Kühlschränken eine historische Uhr.
Hinter der Markthalle in der Calle Callao eine geschlossene Bar, deren heruntergelassene Jalousien mit Motiven für Stierkampf und Flamenco bemalt sind.
Denkmal mit einem kleinen Jungen vor einem Ofen aus Metall, darunter bunte Fliesen mit Schrifttafeln.
Callejon de la Inquisicion: schmaler Durchgang zwischen zwei Straßen mit 35 m Länge. Der Durchgang ist nachts geschlossen und wird von drei kleinen Türmen aus Keramik bekrönt. Hier befindet sich der Zugang zum Museo del Castillo de San Jorge bzw. Inquisitionsmuseum.
Blick auf das Museum von Ufer des Kanals aus.
Blick in das Innere des geschlossenen Museums innerhalb der Mauern des Castillo de San Jorge.
Informationstafel.
Katze auf einem Fensterbrett.
Blick auf die Triana-Brücke mit Ruderern auf dem Kanal.
Detail der Brückenkonstruktion aus Ringen aus Metall.
Kiosk und historische Fassade eines Hauses an der Calle San Jacinto an der Ecke zur Plaza del Altozano.
Blick in die Calle San Jacinto mit zahlreichen historischen Häusern und schmiedeeisernen Balkonen. Im Hintergrund Teile des Giebels der Kirche San Jacinto.
Der Blick durch die Calle San Jacinto als Fliesenbild.
Historisches Gebäude aus Backsteinen, Calle San Jacinto 25. Unidad Trabajo Social Triana – Los Remedios bzw. Sozialarbeitseinheit Triana – Los Remedios.
Über dem Eingang Relief mit einem König und zwei Bischöfen unter einem Giebel mit Pilastern. Darüber eine Krone und zwei Wappen als Relief.
Fliesenbild des kleinen Restaurants Las Columnas an einer Straßenecke.
Calle San Jacinto 24, historisches Gebäude aus Backsteinen mit farbigen Fliesenbildern unter dem Dach und an der Fassade.
Hermandad de la Estrella bzw. Kapelle der Bruderschaft des Sterns: die Bruderschaft wurde 1560 gegründet und starb Anfang des 19. Jahrhunderts fast aus. Die kleine Kapelle von San Jacinto wurde 1878 wieder repariert und für den Gottesdienst geöffnet. Über dem Eingang ein Balkon und darüber das Wappen der Bruderschaft.
Inneres:
Hier werden die heiligen Bilder aufbewahrt, die in der Karwoche von der Bruderschaft zur Kathedrale von Sevilla gebracht werden. Betende Menschen vor der Mater Dolorosa, die dem Bildhauer Juan Martínez Montañéz zugeschrieben wurde. Neuere Forschungen ergaben allerdings die Urheberschaft von Luisa Ignacia Roldán (1656-1704). Davor die sitzenden Statue des betenden Christus. Bei der Restaurierung der Statue des Jesús de las Penas im Jahr 1997 wurde ein im Sockel befindliches Dokument enthüllt, in dem enthüllt wird, dass es sich um ein Werk von José de Arce (1607-1666) aus dem Jahr 1655 handelt.
Kleiner Altar mit dem Bildnis von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 2012 von José Antonio Navarro Arteaga (1960-).
Goldfarbener Altar mit einem Kruzifix in der Mitte, flankiert von zwei Heiligen.
Parroquia de San Jacinto bzw. Kirche San Jacinto: Die Kirche gehört zu einem im 17. Jahrhundert gegründeten Dominikanerkloster, welches letztendliche 1835 aufgelöst wurde. 1909 wurde die Kirche an die Dominikaner zurückgegeben und diese errichteten daneben ein neues Kloster. Als die Kirche 1730 einstürzte, wurde eine neue Kirche, wahrscheinlich nach dem Entwurf von Matías José de Figueroa (1698-1765) errichtet. Teile des Gewölbes stürzten dann auch hier 1742 ein. Trotzdem wurde die Kirche fertiggestellt und 1775 eingeweiht. Erbaut aus roten und ockerfarbenen Ziegeln, zeigt die Kirche an der Hauptfassade ein schmales barockes Portal mit einem kunstvollen Ziergiebel darüber. Auf dem Grundstück der Kirche steht ein Ficus, den Dominikaner 1913 aus Puerto Rico mitgebracht hatten.
An den Außenwänden große Fliesenbilder mit der Darstellung der Maria, die von Kindern angebetet wird und der María Santísima de la Estrella von Antonio Kiernam Flores (1902-1976).
Inneres:
Grundriss und Erläuterungen zur Kirche.
Die Kirche hat einen langgestreckten, rechteckigen Grundriss mit 3 Schiffen und einer Vierung. Zwischen den Seitenschiffen und dem tonnengewölbtem Mittelschiff Rundbögen mit Gemälden darüber.
Über der Vierung eine Kuppel mit Gemälden in den Zwickeln, gerahmt von Stuck mit Putten.
Goldfarbener, barocker Hauptaltar. In der Mitte die Statue der Maria, flankiert der heiligen Agnes links und dem heiligen Raphael rechts. Dazwischen mehrere salomonische Säulen. Über Maria ein weiterer Heiliger, ganz oben tragen Engel den heiligen Jacinto in den Himmel.
Details des Hauptaltars.
Blick vom Hauptaltar durch das Mittelschiff.
Goldfarbener, barocker Nebenaltar mit Maria mit dem Jesuskind, flankiert von 2 farbigen Statuen von Heiligen.
Über dem Altar eine mit Stuck verzierte Kuppel.
Weiterer Nebenaltäre.
Nische mit einem Sekretär aus dunklem Holz.
Empore im Mittelschiff über dem Ausgang.
Historische Fassade eines Hauses im maurischen Stil mit Hufeisenbögen in der Calle Pagés del Corro 77. Diese Straße verläuft parallel zum Kanal von Alfons XIII.
Blick in einen Supermarkt mit zahlreichen Tierfkühltruhen.
Historisches Haus von 1927 aus Backsteinen mit Fliesenbilder an der Fassade in der Calle Pagés del Corro 87.
Moderne Bearbeitung des Gemäldes Mona Lisa von Leonardo da Vinci mit Fliegenklatsche und Fliege auf der Nase.
Convento de Nuestra Señora de la Consolación bzw. Kloster unserer lieben Frau des Trostes: das Kloster aus dem 16. Jahrhundert liegt an der Calle Pagés del Corro 136. Es ist ein Kloster der Miniminnen, die kein Fleisch, keine Milch und keine Eier essen. Wegen häufiger Überschwemmungen verließen die Nonnen 1596 das Kloster hier und zogen in die Innenstadt von Sevilla. Politische Ereignisse sorgten für zahlreiche Umsiedlungen der Nonnen, nach dem Erdbeben 1755, mussten die Gebäude wieder aufgebaut werden. Seit 1876, als die Nonnen wieder nach Triana zogen, erhielt das Kloster seinen heutigen Namen.
Die Fassade des Klosters an der Straße mit zwei großen Fliesenbildern und einem Durchgang mit gotischem Bogen.
Kleiner Innenhof gleich hinter dem Eingang. Links der Eingang zueinem weiteren Innenhof und der Kirche.
Portal mit Pilastern und Giebel.
Barocker Hochaltar in der Kirche, entstanden 1755-1760. Er wird Cayetano de Acosta (1709-1778) zugeschrieben. In der Mitte die Statue der Jungfrau des Trostes. Links der heilige Augustinus und rechts der heilige Sebastian. In kleinen runden Medaillons Reliefs des heiligen Josef und des heiligen Antonius von Padua.
Ganz oben die Erscheinung eines Engels vor dem heiligen Franz von Paola.
Iglesia de Santa Ana bzw. Kirche der heiligen Anna:
Baubeginn 1279/80 im Auftrag von König Alfons X. Die gotische Kirche war wie eine Festungskirche befestigt, da sie im Vorort Triana, außerhalb der Stadtmauern lag. Der Bau war wohl zu Beginn des 14. Jahrhunderts abgeschlossen, der Turm kam Mitte des 14. Jahrhundert dazu. Das Erdbeben von Lissabon 1755 beschädigte das Gebäude schwer und ließ es vom Architekten Pedro de Silva (1715-1781) umbauen. Dabei veränderte sich das Aussehen der Portale und des Chors erheblich.
Fassade der Kirche zur Plazuela de Santa Ana mit einem Fliesenbild der Heiligen.
Blick auf den mit blauen Fliesen verzierten Glockenturm. Der Turm wurde im Mudéja-Stil erbaut und steht leicht versetzt zur Kirche. Im 16. Jahrhundert wurde er wieder aufgebaut. Ab errichtete Martín Izquierdo nach Entwürfen von Diego López Bueno die oberen Etagen und verkleidete die Turmspitze mit weiß-blauer Keramik.
Gotisches Portal mit einem breiten Spitzbogen auf der Nordseite, an der Párroco don Eugenio. Das Portal wird von einem Spitzgiebel eingerahmt mit dem Wappen von Kastilien ganz oben. Über dem Wappen Löwenköpfe als Podeste. Im Hintergrund die Fassade der Öffentlichen Bibliothek.
Inneres:
Die Kirche ist eine Basilika mit drei Schiffe mit Kreuzrippengewölben.
Vor dem Chorraum mit seinen Orgeln und dem Chorgestühl, steht ein barocker Altar mit einem Gemälde, welches Maria mit dem Jesuskind zeigt. Über den zwei Türen, die in den Chorraum führen, kleine Statuen von Heiligen.
Blick durch ein Gitter durch den Chorraum Richtung Hauptaltar in der Apsis. 1542 wurde der Hauptaltar in Auftrag gegeben und von Nufro Ortega und Nicolás Jurate geschaffen. Er enthält fünfzehn Werke vom Niederländer Pedro de Kempener (1503-1580), dem Hauptvertreter des Manierismus in seiner Zeit.
Goldfarbener Nebenaltar hinter einem schmiedeeisernen Gitter mit barocker Stuckdekoration mit Putten darüber.
Weiterer Nebenaltar in einer mit Kuppel überwölbten Kapelle, an den Seitenwänden Malereien und ein schmiedeeisernes Gitter davor.
Details des goldfarbenen Altars mit Rundbogen und ionischen Säulen mit Gemälden. In der Predella die Anbetung der Hirten, oben die Himmelfahrt Christi.
Nebenaltar der heiligen Justa und Rufina mit der Giralda in ihrer Mitte.
Seitenkapelle mit Kuppel und einem Kruzifix. An den Wänden Malereien.
Weitere Seitenkapelle mit gotischem Gewölbe mit Malereien und Gemälden. In der Kapelle ein schlichtes Taufbecken.
In einer Vitrine eine die bemalte Skulptur einer sitzenden, festliche gekleideten Frau an einem Orgelpositiv.
Centro Cívico La Casa de las Columnas in der Calle Pureza. Das historische Gebäude steht an der Stelle einer ehemaligen Kirche. Hier ließ Don Fernando Narbona um 1780 dieses Haus errichten, welches als Mietshaus im Viertel Triana verwendet wurde. Später erwarb die Stadt das Haus und so wurden über die Jahre verschiedene Büros und der Sitz der Kommission für die Weltausstellung 1992 hier untergebracht. Seit 1993 befindet sich hier ein Bürgerzentrum und eine kleine öffentliche Bibliothek.
Innenhof mit Rundbogenarkaden, Topfpflanzen und einer kleinen Ausstellung mit nepalesischer und hinduistischer Kunst.
Nepalesischer kleiner Wandbehang aus Stoff mit Gebetsfahnen am Rand und der Darstellung von Buddha.
Naive Malereien mit hinduistischen Göttern und Landschaften.
Blick auf die andere Seite des Kanals mit dem Torre del Oro und der Kopie des Dreimasters Nao Victoria.
Das Verwaltungsgebäude Torre Triana und ein Turm mit Fahrstuhl von Schindler.
Torre Sevilla, mit seinen 180,5 m Höhe und 40 Stockwerken das höchste Gebäude in Andalusien.
Das Restaurant Cervecería Giralda. Untergebracht in einem Hammam aus der Zeit von 1163-1184, der dieselben hygienischen und sozialen Funktionen wie alle öffentlichen Bäder erfüllte, in diesem Fall aber eher für gehobene Gäste vorbehalten war. Bis zu 89 Oberlichter in verschiedenen Formen zieren die Decke der Giralda-Thermen. Im größten Saal des Restaurants befand sich früher der Warmluftraum. Die achteckige Kuppel, die den Saal überwölbt ist eine Rekonstruktion aus dem 17. Jahrhundert.
Blick in den größten Saal mit der Bar.
An den Wänden haben sich Reste von Reliefs und Malereien erhalten.
Auf dem Fußboden eine Platte aus Marmor mit dem Hinweis auf den Hammam in drei Sprachen.
In einem Nebenraum Tische, Stühle und historische Fotos an den Wänden.
Busbahnhof in Sevilla mit dem historischer Waggon einer Straßenbahn.
- Fahrt mit dem Bus von Sevilla nach Ronda.
Auf der anderen Seite des Flusses Blick auf das Kloster La Cartuja.
Südlich der Stadt zahlreiche Industrieanlangen und Lagerhäuser, die sich entlang des Flusses Guadalquivir befinden.
Große Einkaufszentren, teilweise mit begrünten Dächern und Spielplätzen davor.
Wegen des intensiven Regens steht überall Wasser in der Landschaft.
Große Bauernhöfe und Klöster säumen die Straße.
Plantage mit Olivenbäumen.
Weite, leicht hügelige Landschaft mit vielen Feldern.
Castillo de las Aguzaderas: Etwa auf halber Strecke zwischen Sevilla und Ronda, bei dem kleinen Ort El Coronil gelegen. Laut einiger Quellen wurde sie von den Berbern erbaut. Die endgültige Gründung geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Die Burg liegt in einem kleinen Tal, weil sie die Aufgabe hatte, die Wasserquelle der Aguzaderas zu verteidigen.
Alte verlassene Bauernhöfe.
Kleine Bäche und Flüsse sind über die Ufer getreten.
Malerische Landschaften und eine alte Bogenbrücke, die Puente de la Nava.
Je weiter man Südosten kommt, desto bergiger wird die Landschaft.
- Ronda: Die Stadt mit ca. 34.000 Einwohnern, südöstlich von Sevilla, liegt auf einem Felsplateau, mit fast senkrecht abfallenden Felsen in gut 700 m Höhe. Der Ort ist durch eine über 100 m tiefe Schlucht in zwei Teile gespalten. Auf der südlichen Seite des Flusses Guadaleví liegt die Altstadt La Ciudad. Auf der nördlichen Seite der neuere Ortsteil El Marcadillo mit seinem schachbrettartig angelegtem Grundriss. Die Altstadt war bereits zur Zeit der Iberer besiedelt und die nachfolgenden Phönizier und Römer nannten den Ort Arunda. Zur Zeit der Mauren, ab dem 8. Jahrhundert, war Ronda Sitz eines kleinen Teilkönigreichs, einer sogenannten Taifa. Erst in der Zeit nach der Rückeroberung 1485 entstand das neuere Stadtviertel.
Stadtplan, auf dem die Teilung der Stadt durch die Schlucht deutlich wird.
Historische Darstellung der Stadt, bevor die Puente Nuevo fertig gebaut war.
Luftbild und kleiner Stadtplan.
Stadtplan mit den mit Ziffern gekennzeichneten Sehenswürdigkeiten.
Plan der Stadt im 14. Jahrhundert.
La Escondida, unsere Unterkunft am südlichen Ende der Altstadt in der Calle Armiñán 81. Blick auf das Haus von der Terrasse mit dem kleinen Garten aus.
Blick Richtung Süden auf die Iglesia del Espíritu Santo.
Wohnzimmer und unser Schlafzimmer.
Modernes Haus mit den Sehenswürdigkeiten von Ronda bemalt.
Weiße historische Häuser in der Calle Armiñán mit schmiedeeisernem Balkon und Fliesenbildern mit christlichen Motiven an der Fassade.
Blick in die, den Hang hinunter führende enge Calle Goleta.
Von der Calle Armiñán führt ein Weg hinauf zur ehemaligen Plaza Mayor, der heutigen Plaza Duquesa de Parcent.
Blick von der Calle Armiñán auf die Fassade der Kirche, des etwas oberhalb liegende Santuario de María Auxiliadora. Es liegt an der Plaza Duquesa de Parcent.
Auf der anderen Straßenseite der Calle Armiñán ein Haus mit flachen Rundbögenarkaden aus Sandstein und Ziegeln.
Calle Armiñán 66 ein Eingang mit Giebel, der zu der Kapelle „Nostro Señor del Perdon“ führt mit schmiedeeisernem Gitter davor. Darin ein goldfarbener Altar mit zwei mit Stoff bekleideten Statuen – Maria und ein Heiliger. In der Mitte Engel und ein Kruzifix.
In einer verglasten Nische die Statue einer festlich gekleideten und bekrönten Mondsichelmadonna.
An der Plaza Duquesa de Parcent geht man weiter nach oben. Hier befindet sich ein kleiner Park, das Rathaus und die Kirche Santa Maria la Mayor. Im Hintergrund Eingangstor und Kirchturm des Klarissenklosters Convento de Santa Isabel de los Ángeles.
Iglesia de Santa María la Mayor bzw. Kirche Santa María la Mayor: die ganz im Süden der Altstadt liegende Kirche. Hier befand sich ehemals ein römischer Tempel, dann eine westgotische Kirche uns zur Zeit der Mauren war hier die Moschee der Medina. Gleich nach der Rückeroberung 1485 wurde sie mit einer Kirche überbaut, die allerdings erst im 17. Jahrhundert fertig wurde. 1580 zerstörte ein Erdbeben die gotischen Mauern und Spitzbögen, die sich nur zum Teil in den drei Kirchenschiffen erhalten haben. Bedeutend ist der Chor im Stil der Renaissance, aber vor allem im Inneren befinden sich zahlreiche barocke Elemente. Die Gestaltung der Fassade im Süden mit einer Loggia mit mehreren Etagen, entstand im 17. Jahrhundert und ist sehr besonders. Von hier genossen die Honoratioren der Stadt die Veranstaltungen auf dem Platz vor dem Rathaus. Das weiße Gebäude mit den Wappen an der Fassade ist ein Verwaltungsgebäude der Stadt.
Der Kirchturm ist an der Basis der Rest des Minaretts der Moschee. Im oberen Bereich achteckig mit einem kleinen runden, mit Keramiken verziertem Aufsatz hinter einer verzierten Brüstung. Dies wurde im 16. Jahrhundert im Mundéjar-Stil ergänzt.
Am Fuß des Glockenturms ein kleines Turmhäuschen im Mudéjar-Stil mit einer kleinen Kapelle. Zugemauerte Hufeisenbögen.
Nonnen mit Einkauftüten an der Westseite der Kirche.
Portal auf der Westseite der Kirche an der Calle San Juan Bosco. Über dem Rundbogen der Tür, ein Relief mit einem weiteren Rundbogen, flankiert von zwei Nischen, jeweils mit Muschelformen darüber.
Neben diesem Portal eine weitere Tür mit Rundbogen. Reliefs mit Köpfen von Stieren und floralen Motiven. Die Tür wird flankiert von Pilastern und oben einem offenen Giebel, mit einer kleinen Statue der Maria. Ein identisches Portal befindet sich auf der Ostseite der Kirche.
Türklopfer in der Form eines Löwenkopfes.
Denkmal für den Dichter Pedro Pérez Clotet (1902-1966) auf der Calle San Juan Bosco.
Ebenfalls an der Westseite der Kirche ein Relief aus Metall mit der betenden Maria von 2005 mit einem kleinen Dach darüber. Es wird flankiert von zwei Halterungen aus Metall für Kerzen oder Fahnen.
Blick auf die Kirche von der Calle González Campos im Norden.
Puerta de la Epistola bzw. Episteltor: Barock, 18. Jahrhundert. Oben am Torbogen geflügelte Löwenköpfe, darüber drei leere Nischen. An den Seiten Pfeiler und zwei weitere Nischen.
Durchblick zwischen Mauern auf Reste eines alten Portals mit Kapitellen.
Ostseite der Kirche zur Plaza Duquesa de Parcent.
Portal von 1766 an der Ostseite mit einer Tür, flankiert von Pilastern und einem offenen Dreiecksgiebel. Oben in einer Nische eine kleine Statue von Maria, dem Jesuskind und der Taube des Heiligen Geistes.
Türklopfer aus Metall mit dem Kopf eines Löwen.
Unterhalb des Daches zahlreiche Skulpturen von Tieren und Fratzen.
Inneres:
Im Eingangsbereich eine Nische, die den Blick frei gibt auf alte Säulensockel. Daneben mehrere historische Glocken.
Durchblick durch einen Hufeisenbogen auf den von der Moschee bis heute erhalten gebliebenen, mit Reliefs verzierten Bogen des Mihrab aus der Zeit der Nasriden-Dynastie vom Ende des 8. Jahrhunderts.
In einer Vitrine eine Krippe mit den heiligen drei Königen und einigen Markthändlern.
Gemälde von J. Hoyos Vela, 1883 mit der Darstellung von Maria mit dem Jesuskind und Johannes dem Täufer als Kind. Darunter ein 1951 gespendetes historisches Uhrwerk.
Die Kirche hat drei Schiffe. Blick vom Mittelschiff kurz vor der Vierung auf den Hochaltar mit dem Chor im Stil der Renaissance.
Barocker Hochaltar mit der Statue der Maria umgeben von einem zweistöckigen Überbau mit Kuppel und Laterne aus Holz.
Blick in die Kuppel direkt vor dem Hochaltar.
Detail des Kronleuchters der von der Kuppel herunterhängt.
Blick vom rechten Seitenschiff auf das Mittelschiff, den Chor und die beiden Kapellen rechts und links neben dem Hochaltar.
Kapelle als Abschluss des rechten Seitenschiffs mit einem Altar aus Holz und der Statue der Maria mit dem Jesuskind. Darüber eine Halbkuppel mit Reliefs.
Blick vorbei am Hochaltar und der Kanzel auf den Abschluss des linken Seitenschiffs.
Kapelle als Abschluss des linken Seitenschiffs mit einem goldfarbenen Altar und einer festlich gekleideten Statue der Maria mit dem Jesuskind in einem Strahlenkranz und Krone.
Detail der prächtigen Halbkuppel mit farbigen Reliefs.
Blick vom Hochaltar zurück durch das Mittelschiff auf den Chor mit Chorgestühl. Im Hintergrund ein großer goldfarbener Altar.
Blick in den Chor mit Chorgestühl im Stil der Renaissance und der Orgel darüber.
In der Mitte des Chores ein vierseitiges Notenpult. Das Chorgestühl hergestellt aus Holz vom Nuss- und Zederbaum hat zwei Etagen. Die oberen Sitze haben Reliefs von Aposteln und Heiligen an den Rückenlehnen.
Auf dem Notenpult eine Handschrift mit Noten – Hufnagelnoten.
Chorgestühl auf der linken und rechten Seite des Chores.
Details des Chorgestühls
Der Orgelprospekt aus Holz oberhalb des Chorgestühls.
Außenseite des Chores aus Holz mit Reliefs mit biblischen Szenen in quadratischen Feldern. In der Mitte eine Nische mit einer festlich gekleideten Mondsichelmadonna.
Auf der dem Hochaltar gegenüberliegenden Seite der Kirche, hinter dem abgteteilten Chor, im gotischen Teil der Kirche, befindet sich der barocke Altar del Sagrario bzw. Tabernatekaltar. 4 salominische Säulen teilen den Altar in 3 senkrechte Bereiche. Der mittlere Bereich wurde durch die Karwoche mit einem violetten Turch und einer Statue von Christus mit dem Kreuz verdeckt. 1733 wurde der Altar vergoldet
Gesamtansicht des Altars mit der Statue von Christus mit dem Kreuz. .
Oben ein farbiges Relief mit Gott Vater und der Taube des heiligen Geistes.
Blick durch das rechte Seitenschiff.
Nebenaltar in einer mit Halbkuppel überwölbten Kapelle im Renaissancestil.
Detail des Altars aus Holz mit einem Überbau der Statue der Maria mit Kuppel und Laterne. Maria ist prächtig gekleidet.
Gesamtansicht eines weiteren Nebenaltars in deiner Kapelle mit Halbkuppel im Stil der Renaissance. Der Altar ist dem heiligsten Herzenb Jesu geweiht und besteht aus dunklem Holz. Die Statue von Jesus im Zentraum, flankiet von zwei Heiligen.
Die Statue rechts mit dem Schwert, könnte der heilige Paulus sein.
Weitere Nebenaltäre im gotischen Teil der Kirche, in der Regel von Spitzbögen überwölbt.
Im gotischen Bereich der Kirche, sind einige neue Nischen mit Rundbogen und modernen Wandmalereien, die von der französischen Malerin Raymonde Pagégie (1923-2013) in den Jahren zwischen 1982 und 1988 geschaffen wurden. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, wobei Jesus, die Jünger und heilige Personen blau gekleidet sind.
Über dem Zugang zu einem Treppenhaus eine Wandmalerei mit der Darstellung des heiligen Christophorus vom Maler José de Ramos von 1789.
Blick in das Untergeschoss der Kirche.
In der Kirche befindet sich ein Museum mit zahlreichen Faksimiles, also originalgetreuen Nachbildungen von historischen Büchern und Manuskripten. Zu den meistern Faksimiles gibt es eine Informationstafel.
Anglo-Katalanischer Psalter, Psalterio Glosado mit Psalmen, deren Texte in verschiedenen Sprachen und Schriften sind und mit Buchmalerei. Das Original aus dem 13. und 14. Jahrhundert befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris.
Martirologio de Usuardo bzw. Martyrologie des Usuard: das Original entstand zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert und befindet sich im Museu d’Art de Girona. Rund um den Text befinden Buchmalereien mit der Darstellung von Märtyrern.
Libro de horas de Juana I de Castilla bzw. Stundenbuch der Johanna von Kastilien: das originale Stundenbuch aus dem 16. Jahrhundert befindet sich in der British Library in London. Die Buchmalereien stammen vom Flamen Gerard Horenbout (1465-1541) und Sanders Bening und seiner Werkstatt.
Biblia de San Luis bzw. Bibel von St. Louis: die originale drei-bändige Bibel befindet sich in der Kathedrale von Toledo. Die Bibel entstand zwischen 1226 und 1234. Zuerst gehörte sie König Ludwig dem Heiligen von Frankreich, später Alfons X., König von Kastilien und Léon.
Codice de Manchester von Beato de Liébana: das Original aus dem 12. Jahrhundert befindet sich in der John Rylands University Library in Manchester.
Rosenkranz von Johanna der Wahnsinnigen und ein Gebetbuch: Dieses Manuskript zeigt 15 Gebete, die mit den 15 Geheimnissen der Jungfrau in Verbindung stehen und die Buchmalereien von Simon Bening (1483-1561) zeigen diese Mysterien.
Libro de Horas de Isabel la Catolica bzw. Studenbuch von Isabella I. von Kastilien: Das Original aus dem 16. Jahrhundert befindet sich im Cleveland Museum of Art. Die ganzseitigen Buchmalereien sind neben religiösen Motiven mit zahlreichen Darstellungen von Blumen versehen.
Libro de Horas de Felipe II. bzw. Stundenbuch von Philipp II. von Spanien: Das Original aus dem 16. Jahrhundert befindet sich in der Bibliothek des Klosters des El Escorial in Madrid. Es wurde geschrieben und mit Buchmalerei versehen von den Mönchen Andrès de Léon (Wirkungszeit 1568), Julián de la Fuente (Wirkungsdaten 1570) und Martin de Palencia. Ganzseitige Buchmalerei mit der Darstellung des heiligen Laurentius, umrandet von breiter Bordüre mit Fantasiegestalten, floralen Motiven und Vögeln.
Libro del Caballero Zifar bzw. Buch des Ritters Zifar: das Original aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris. Es handelt sich um die erste Abenteuergeschichte der spanischen Prosa.
Apocalipsis Flamenco bzw. Flämische Apokalypse: das Original vom Anfang des 15. Jahrhunderts befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris.
Tratado de Aritmética de Lorenzo El Magnifico bzw. Abhandlung über Arithmetik von Lorenzo dem Prächtigen: Das Original aus dem 15. Jahrhundert befindet sich in der Biblioteca Riccardiana in Florenz. Der Text wird Filippo Calandri (gest. 1469) zugeschrieben. Die 230 Buchmalereien sind von Pedro Berruguete (ca. 1450 – vor 1504).
Biblia de Tours bzw. Bibel von Tours: Das Original welches um ca. 427 entstand, befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris. Man kennt sie auch unter dem Namen oder Ashburnham-Pentateuch.
Libro de Horas de Alejandro VI. Papa Borgia bzw. Stundenbuch von Papst Alexander VI.: Das Original aus dem 15. Jahrhundert befindet sich in in der Bibliothèque Royale de Belgique in Brüssel. Es wurde geschaffen von Gérard de Horenbout (1465-1541) und anderen. Auch hier umgeben die ganzseitigen Miniaturen und Texte breite Bordüren mit der Darstellung von Blumen und Schriftbändern.
Biblia Moralizada de los Limbourg bzw. Limburger Moralbibel: Das Original aus dem 15. Jahrhundert befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris. Der Herzog von Berry war ein berühmter Bücherfreund und die Brüder Limburg gehörten seit 1405 zu seinem Hofstaat. Einige Jahre später illustrierten sie das Stundenbuch und diese Bibel des Herzogs von Berry.
Códice de la Guerra de Troya bzw. Geschichte des Trojanischen Krieges, Petersburg Codex: entstanden in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts befindet sich das Original in der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Autor ist Benoît de Sainte-More (ca. 2. Hälfte 2. Jahrhundert). Die Buchmalereien sind heute eine interessante Quelle zum Studium der Architektur, Kleidung und Waffen des 14. Jahrhunderts.
Skulpturen, hier Kopf der Maria und eines Heiligen und die Szene der Verkündiung.
Modell der Kirche Santa Maria la Mayor.
Rathaus an der Plaza Duquesa de Parcent mit Orangenbäumen davor. Hier befand sich früher der Kornmarkt mit Getreidespeicher und alte Läden mit Arkaden. Darüber wurde 1734 dieses Gebäude im Auftrag von König Philipp V. errichtet. Ursprünglich sollte hier des 28. Regiment der Provinzregimente stationiert werden. Seit 1978 ist hier, nach einem Umbau, das Rathaus untergebracht. Das Gebäude hat 3 Etagen und ein Untergeschoss. Zwei der oberen Etagen haben Arkaden, die über die ganze Breite des Gebäudes gehen. In der Mitte ein Portal mit Pilastern und Relief mit zwei Wappen. Rechts das Wappen von Ronda, links das Wappen der Schwesternstadt Cuenca.
In der Mitte des Platzes ein Brunnen.
An der Nordseite der Plaza Duquesa de Parcent das Convento de la Caridad o Hermanas de la Cruz bzw. Kloster der Barmherzigkeit oder Schwestern vom Kreuz. Der Eingang hat ein Rundbogenportal mit offenem Giebel. Neben dem Eingang die Statue einer Nonne.
Auf der Westseite der Plaza Duquesa de Parcent das Convento de Santa Isabel de los Ángeles bzw. Kloster der Heiligen Elisabeth von den Engeln. Fassade des Klarissenklosters, welches 1540 an der Stelle errichtet wurde, an dem sich während der islamischen Zeit das Gefängnis und ein Wasserreservoir befand.
Glockenturm.
Im Eingangsbereich ein Bild aus Fliesen, welches eine Nonne der Klarissen zeigt. Daneben eine Klingel und eine Durchreiche für den Verkauf von Keksen.
Schild mit dem Angebot an Keksen, die von den Nonnen hergestellt werden.
Auf der Südseite der Plaza Duquesa de Parcent befindet sich eine Schule der Salesianer.
Von hier hat man einen Blick auf den südlich, unterhalb des Felsplateaus liegenden Teil von Ronda.
Neben der Schule befindet sich das Santuario de María Auxiliadora. Das Santuario wurde vom Salesianerorgen errichtet, sowohl als Kirche, als auch als Zentrum für soziale und pädagogische Arbeit. Die Kirche wurde 1951 als Ergänzung zur Schule eingeweiht. Sie steht über den Ruinen des „Castillo de Laurel“, welches 132 vor Chr. von General Scipio Aemilianus in Auftrag gegeben wurde und während des Unabhängigkeitskrieges durch französische Truppen 1812 zerstört worden war. Die Fassade der Kirche ist mit farblich abgesetzten Pilastern und einem Glockengiebel im klassizistischen Stil verziert.
Rechts vom Haupteingang mit Rundbogenportal ein Bildnis vom heiligen Ordensgründer Giovanni Bosco, links ein Bildnis vom heiligen Dominikus Savio, ein Schüler von Don Bosco, der bereits mit 14 Jahren starb.
Inneres:
Die Kirche besteht aus einem Kirchenschiff. Die Seitenwände, die mit Pilastern unterteils sind, zeigen Wandmalereien mit christlichen Motiven, wohl der Lebensgeschichte von Don Bosco.
Im Eingangsbereich eine Wandmalerei mit Bildnissen der Angehörigen des Ordens der Salesianer.
Der Chor ist mit einer Halbkuppel mit Malereien überwölbt.
Der Hauptaltar zeigt in der Mitte eine Statue der Jungfrau Maria als „Maria Auxiliadora“ (Maria, Hilfe der Christen). Sie wird flankiert von Statuen des heiligen Josef und des heiligen Dominikus Savio. Der Altar wird unterteilt durch ionische Säulen. Neben der Halbkuppel, die die Maria überwölbt sind Fanfaren blasende Engel.
Details der Halbkuppel mit Malereien, die Reliefs imitieren.
Blick zurück durch das Kirchenschiff Richtung Eingang und Empore darüber.
Calle Armiñán Ecke Calle Tenorio, kurz vor der Puente Nuevo.
Calle Tenorio 2 eine historisches Haus mit farblich abgesetzten Reliefs um Fenster und Türen im Jugendstil.
Details der Fassade.
Blick in die östlich von der Calle Armiñán abgehende Calle Cuestra de Santo Domingo.
Fliesenbild mit der Darstellung von Ronda. Rechts die Altstadt bzw. La Ciudad, links der Ortsteil El Marcadillo.
Puente Nuevo bzw. Neue Brücke: Mit einer Höhe von 98 m über der 120 m tiefen Schlucht El Tajo mit dem Fluss Guadalevin, war sie bei der Eröffnung die höchste Brücke der Welt. Sie verbindet die Altstadt La Ciudad mit dem neueren Ortsteil El Marcadillo. Sie wurde als Steinbogenbrücke in der Zeit von 1751 bis 1793 errichtet. Architekt war José Martín Aldeguela (1729-1802). Die Bauausführung wurde von Juan Antonio Díaz Machuca übernommen. Sie ist die neueste von insgesamt drei Brücken, die die Schlucht überqueren.
Blick auf die Altstadt von der Puente Nuevo.
Blick von der Neuen Brücke:
Blick Richtung Westen über Felder und die in der Ferne liegenden Berge mit Resten von Schnee.
Die steilen Klippen mit den Häusern darauf.
Blick hinunter zum Fluss Guadalevin.
Ruinen von Häusern, die an den steilen Klippen liegen.
Blick Richtung Osten mit den Häusern, die direkt am Rand der Klippen stehen und einer Aussichtsterrasse.
Terrassenfömig angelegte Architektur eines Restaurants, direkt am Abgrund.
Blick hinunter zum Fluss Guadalevin.
Im Osten weiter hinten, die sogenannte Puente Viejo, die kleinste und älteste der drei Brücken, die die Schlucht überspannen.
Im neueren Ortsteil El Marcadillo. Blick in die Calle Virgin de la Paz mit zahlreichen Geschäften und Restaurants.
Blick in einen Laden mit spanischen Spezialitäten.
Schaufenster mit Modellen von historischen Autos und Motorrädern.
Schaufenster mit Skulpturen die wie Mosaik aussehen von Löwen, Stieren und Elefanten.
Plaza de Toros mit der 1783-1789 errichteten Stierkampfarena, der ältesten von Spanien. Architekt der Arena war José Martín Aldeguela (1729-1802), der auch die Puente Nuevo entworfen hat. Sie diente seither als Vorlage für viele weitere Arenen dieser Art in der Welt. Hier legte einer der berühmtesten Stierkämpfer Pedro Romero (1754-1839) die bis heute gelten Regeln für Stierkampf fest. Vor einem der Eingänge zum Gelände mit einem Rundbogenprotal mit Giebel, stehen Statuen aus Metall von berühmten Toreros.
Denkmal für den Torero Cayetano Ordóñez (1904-1961).
Denkmal für seinen Sohn, den Torero Antonio Ordóñez (1932-1998).
Einer der Eingänge in die Stierkampfarena. Der Durchgang mit Rundboden wird flankiert von Säulen mit einem Giebel, der sich in der vollen Höhe der Außenwand der Arena befindet. Unter dem Giebel mit dem Relief eines Wappens, eine Tür mit einem Balkon mit schmiedeeisernem Gitter.
Das Rund der Stierkampfarena von außen.
Das Denkmal aus Metall mit der Darstellung eines Stieres „El Toro“.
Türklopfer aus Metall mit der Darstellung eins Stierkopfes an einer der Türen zur Arena.
Direkt hinter der Arena, etwas südlich ist der kleine Blas Infante Park mit verschiedenen Denkmälern. Denkmal für Ernest Hemingway, der gemäß der Aufschrift danach strebte darüber zu schreiben, wie Stierkämpfe in Ronda ablaufen. Er war ein Fan des Stierkampfes.
Wie ein kleiner Walk of Fame, befinden sich hier auf dem Boden Steine mit Reliefs mit Bildnissen der berühmten Toreros.
Denkmal von 2007 mit der Statue aus Metall des Politikers und Schriftstellers Blas Infante (1885-1936).
Vom Weg entlang des Felsplateaus, der Promenade Blas Infante, hat man beeindruckende Aussichten auf die umgebende Landschaft Richtung Westen. Im Hintergrund die Bergwelt der Serranía de Ronda und der Sierra de Grazalema.
Blick auf die Westseite von der Altstadt von Ronda, mit den Häusern, die direkt am Rand des Felsplateaus stehen. Ein Weg führt hinunter in die 100 m tiefe Schlucht mit dem Fluss Guadalevin. Ganz unten kann man Ruinen von Häusern sehen.
Ein Weg führt unterhalb des Felsplateaus zur Puerta del Viento, einem alten Stadttor.
Blick auf die Westseite der Altstadt. Unten am Fluss Guadalevin noch bewohnte Häuser und einige Ruinen.
Rundblick Richtung Westen, auf die Berge, Felder und Häuser der Umgebung.
Richtung Westen schließt sich der Mirador de Ronda an. Er wurde 1847 erbaut. Auf ihm steht ein schmiedeeiserner Musikpavillon, die sogenannte „Glorieta von Miki Haruta“, einem japanischen Künstler, dessen Grab gleich hinter dem Pavillon ist.
Um ein Stück seiner Heimat nach Ronda zu bringen, pflanzte Haruta neben der Klippe einen Sakura-Baum bzw. japanischen Kirschbaum.
Gleich neben dem Mirador de Ronda Reste von Stadtbefestigungen, in denen sich heute die Freilichtbühne Auditorio de Blas Infante befindet.
Alpenkrähen (Pyrrhocorax pyrrhocorax) an den steilen Felswänden und auf Kakteen.
Schaut man weiter Richtung Norden, kann man den weiteren Panoramaweg Richtung „Balkon von Coño“ sehen mit seiner Brüstung aus Stein.
Weitere Häuser am Fuße des Felsplateaus mit Feldern mit Oliven und Weinreben.
Nördlich der Stierkampfarena, zwischen dem Aussichtspunkt Balkon von Coño und der Calle Virgin de la Paz liegt der 27.000 qm große Park Alameda de Tajo. Er wurde 1806 auf Anordnung von König Ferdinand VII. Angelegte. Der Park hieß ehemals Alameda de San Carlos und wurde vom Architekten José Martin de Aldehuela entworfen. Der Park besteht aus 5 Alleen, die sich bei einem Aussichtspunkt treffen. Im Parkt befinden sich mehrere Brunnen, zum Teil mit Putten aus Metall, von niedrigen Hecken umgebene Beete und schmiedeeiserne Laternen.
Der Eingang des Parks befindet sich an der Plaza de La Marced und der Calle Virgen de la Paz. Hier befindet sich die Iglesia de la Merced, die Teil eines alten Klosters ist. Sie entstand um 1585. Stilistisch entspricht die Kirche einem manieristischen Mudéjar-Stil. Die Fassade wird durch Pilaster aus Ziegeln in drei Teile geteilt. Das Portal hat einen Rundbogen flankiert von Pilastern. Darüber ein Giebel mit der Statue des Ordensgründers der Mercedarier, San Pedro Nolasco. Rechts oberhalb der Fassade ein achteckiger Turm mit Glocken.
Von der Calle Cirgen de la Paz zweigt in östlicher Richtung die schmale Calle Pedro Romer ab. Die führt zur Plaza Socorra. Am Ende einer der Glockentürme der Parroquia de Nuestra Señora del Socorro.
Der Platz ist umgeben von zahlreichen historischen Gebäuden. An seiner Ostseite die Iglesia del Socorro bzw. Kirche des Beistands.
Ursprünglich befand sich hier wohl eine Einsiedelei und im Laufe der Zeit entwickelte sich der Ort zu einem Krankenhaus für Arme und Pilger, bekannt als Hospital del Socorro. Das Krankenhaus wurde 1557 vom Bischof von Málaga geweiht. Im frühen 18. Jahrhundert wurde die Einsiedelei abgerissen, um Platz für eine größere Kirche zu haben. Unter der Leitung von F. Gil Ginete begann 1706 der Bau und bereits 1709 konnten Gläubige hier in die Kirche gehen. Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde die Kirche 1936 mit ihren Kunstwerken vollständig zerstört. In den 1950er Jahren wurde vom Architekten Enrique Atencia (Wirkungsjahre 1932-1982) eine neue Kirche entworfen und 1956 vollendet. Der quadratische Grundriss wird von 5 Türmen bekrönt. Der Bereich in dem die Glocken hängen ist etwas schmaler als die Basis. Das Dach wird von farbigen Kacheln gedeckt. Das Rundbogenportal wird flnakiert von jeweils doppelten Pilastern mit einem Giebel darüber. In dem Giebel eine Nische mit der Statude von Jesus als Kind. Darüber ein weiterer Giebel mit dem Relief des kaiserlichen Wappens.
Links neben der Kirche zwei historische Häuser mit schmiedeeisernen Gittern, Balkonen und Erkern.
Auf dem Platz ein großer Brunnen, umgeben von Bänken aus Stein mit Pergolan darüber. Im Hintergrund der Círculo de Artistas auch „El Casino“ genannt.
Das Gebäude befindet sich direkt hinter Einfahrt zu einer Tiefgarage. Es stammt vom modernistischen Architekten Pedro Alonso Gutiérrez (1841-1908). Die Hauptfassade ist dekoriert mit farblich abgesetzten Pilastern mit korinthischen Kapitellen. In der ersten Etage befinden sich Balkone mit schmiedeeisernen Gittern. Ganz oben Rundbögen mit Fenstern, die ebenso wie in der ersten Etage mit Reliefs verziert sind. Vor dem Gebäude, auf der Einfahrt zur Tiefgarage ein Denkmal mit der Darstellung von Herkules und zwei Löwen. In spanisch die Aufschrift „Andalusien für Spanien und die Menschheit“.
Schaufenster mit vielen Fächern, bemalt mit bunten Blumen.
Werbung für Ronda, farbige Motive mit dem Thema Ronda, dem Flamenco und Stierkampf.
Historisches Haus mit schmiedeeisernen Gittern, Reliefs über den Fenstern und unter dem Dach, ggf. im Stil des Modernisme, der spanischen Version des Jugendstils.
Spanisches Nationalgericht, die Paella.
Wieder in der Altstadt:
Museo Lara: Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Palast aus dem 18. Jahrhundert, dem Palacio de los Condes de La Conquista, der sich in der Calle Armiñán befindet. Es gehörte Jose Vasco y Vargas, Graf der eroberten Batanes-Inseln auf den Philippinen. Das heutige Museum basiert auf der privaten Sammlung von Don Juan Antonio Lara Jurado. Es ist das größte private Museum Andalusiens und ist mit ca. 5000 Exponaten seit 1999 der Öffentlichkeit zugänglich.
Informationstafeln
Historischer Fotoapparat.
Blick in den Innenhof mit Rundbogenarkaden und mehreren Kutschen.
Links und rechts eine Vitrine mit der typischen Tracht von Ronda der Männer und der Frauen.
Gemälde mit einem Bildnis von Königin Isabella II. von Spanien, 1867. Geschaffen vom katalanischen Maler „Valdepera“.
Holländische Standuhr, 18. Jahrhundert mit Mondphasen und Kalender.
Historischer Stuhl aus Holz, aus dem Palast mit einem Adler mit Wappen auf der Brust als Rückenlehne.
Truhe aus dunklem Holz, an der Front geschnitzte Tiermotive, auf dem Deckel Medaillons mit Köpfen von Rittern.
Vitrine mit historischen Musikinstrumenten: Mandoline, spanische Gitarre, Gitarrenleier, spanisches Requinto, arabische Laute, Theorbe.
Vitrine mit goldgerahmten Fotos von König Alfons XIII. Und seiner Frau Viktoria Eurgenia. Daneben königliche Schulterklappen aus Metall. Zwei kleine historische Bücher mit farbigen Titelseiten (Don Ramon Zazoy Ortega und Don Carlos por la gracia de Dios) und eine Statue eines Soldaten aus Metall.
Uhren für Damen als Kettenanhänger, 18. und 19. Jahrhundert.
Sammlung von historischen Uhren, überwiegend 18. und 19. Jahrhundert.
Waffen-Saal mit Sammlung von historischen Handfeuerwaffen, 18. und 19. Jahrhundert.
Informationstafel.
Vitrine mit Pistolen.
Vitrine mit Gewehren.
Detail eines Gewehrkolbens mit Intarsien aus Elfenbein.
2 Koffer mit jeweils einem Paar Pistolen für ein Duell, 18. Jahrhundert.
Vitrine mit historischen Musikinstrumenten, 19. Jahrhundert: Ziehharmonika, Zither, Lyra, Akkordeon, Konzertina, Bandoneon.
Detail der Zither in Form einer Lyra mit Bemalung und Intarsien aus Perlmutt.
Symphonion, Spieluhr
Vitrine mit historischen Nähmaschinen, 19. Jahrhundert
Vitrine mit historischen Telefonen, 19. und 20. Jahrhundert
Vitrine mit historischen Schreibmaschinen, 19. und 20. Jahrhundert.
Der Innenhof mit Rundbogenarkaden, einem Brunnen in der Mitte und verschiedenen Kutschen
Historisches B.S.A. Motorrad.
Vitrine mit historischen Tabakspfeifen, 19. Jahrhundert.
Sammlung von historischen Fächern:
Informationstafeln
Vitrine mit zwei historischen Puppen, Dose aus Porzellan in Gitterstruktur, Fächer, kleiner Bilderrahmen und kleine Dose aus einer Muschel in derForm eines Segelschiffs.
Vitrine mit historischen Fächern.
Fächer bemalt mit Bildnissen von jungen Frauen in Medaillons mit Blüten.
Fächer bemalt mit barocker, höfischer, galanter Szene in einem Park.
Fächer bemalt mit griechischen Göttern, z.B. Hehaistos und der Göttin Freya in ihrem von weißen Katzen gezogenen Wagen.
Vitrine mit zwei historischen Puppen, Dose aus Porzellan, kleinen Statuen von Putten, kleinen bemalten Dosen, zwei Fächern.
Sammlung von französischem Porzellen, hergestellt in Sèvres, 18. und 19. Jahrhundert:
Informationstafel
Vitrine mit Vasen aus Porzellan
Vase mit Dekoration aus Blumen.
Pflanzenständer. Drei Frauen halten ein Podest, dekoriert mit floralen Motiven. Am Fuß Köpfe von Drachen mit Flügeln.
Vitrine mit Henkelvasen bemalt mit galanten Szenen und Karaffen.
Skulptur aus Porzellan mit der Darstellung von Billard spielenden höfischen Damen und Herren.
Vitrine mit bemalten Henkelvasen, Skulptur mit galanter Szene.
Vitrine mit historischen, auf Porzellan gemalten Heiligenbildern als Schmuckanhänger.
Vitrine mit Skulpturen von Tänzerinnen aus Porzellan und kleine Statuen von Musikern mit historischen Musikinstrumenten auf Podesten.
Henkelvase mit üppiger Dekoration, bemalt mit einer galanten Szene.
Vitrine mit Filmkameras aus den Jahren 1950-1970.
Einige historische Fotoapparate und historischen schwarz-weiß Fotos
Tafel mit historischen Fotos von Toreros mit Namen.
Historische Fotoapparate und historische Fotos vom zweiten Weltkrieg.
Historische Fotoapparate und historische Fotos vom Stierkampf, 20. Jahrhundert.
Foto von Ernest Hemingway im Kreis von Toreros.
Ausstellungsraum zum Thema Film und Filmprojektoren.
2 historische Filmprojektoren.
Vitrinen mit historischen Filmprojektoren, Postkarten und Fotos von Filmen.
3 historische Filmplakate.
Historischer Filmprojektor.
Vitrine mit historischen Filmprojektoren, Postkarten mit Bildnissen von Schauspielerinnen und Filmplakaten, Filmzeitschriften.
Weitere Filmprojektoren.
Filmprojektoren von Siemens und Bolex-Paillard, 1950er Jahre.
Folien zum Film „Rotkäppchen“, Dia-Projektor, 19. Jahrhundert und Laterna magica, 18. Jahrhundert.
Weitere historische Fotoapparate und historische Fotos von dem Fotografen Miguel Martín Sánchez (1880-1974)
Kapelle für den seit 2010 selig gesprochenen Leopoldo de Alpandeire bzw. Fray Leopoldo (1864-1956), ein überwiegend in Málaga tätiger Kapuziner.
Historische Fotos von Fray Leopoldo.
Ständer mit Fotos der Familie von Fray Leopoldo, Kerzen und Heiligenbildern.
Prächtig gekleidete Statue von Maria mit dem Jesuskind auf einem neugotischen kleinen Altar aus Holz.
Historische Uniformen des 19. Jahrhunderts, Pickelhauben und Degen.
Vitrine mit Sammlung von historischen Operngläsern, 19. und 20. Jahrhundert.
Vitrine mit Sammlung von historischen Missales, Messbüchern, 19. und 20. Jahrhundert.
Bucheinband aus einer Muschelschale, Perlmutt mit Relief. Jesus und ein Engel.
Vitrine mit Skulpturen von Kutschen und Tieren, Öllampen, Schalen, Krügen und Klechen aus Silber, Frankreich und England 19. und 20. Jahrhundert.
Spinnrad und Grammophon.
Blick in den Keller, der auch als Weinkeller genutzt wird.
Rüstung eines Ritters
Blick in den Keller mit Tischen und Stühlen und einer kleinen Bühne. Im Hintergrund ein Saal, der dem Stierkampf gewidmet ist.
Vitrine mit historischen Taschenmessern.
Detail einer mit Jagdszenen und einem Wappen verzierten Klinge.
Weinkeller mit Fässern und verschiedenen Geräten.
Sammlung zum Thema Stierkampf: Plakate und Kleidung der Toreros.
Gitarren, Plakate zum Stierkampf und zum Flamenco.
Blick in eine Schmiede mit Werkzeugen, Schleifstein, Bohrer und schmiedeeisernen Gittern und Schlössern an der Wand.
Blick in den Raum zum Thema spanische Inquisition
Vitrine mit einer Büste des kastilischen Dominikaners Tomás de Torquemada (1420-1498). Er war Genaralinquisitor in den Königreichen Kastilien und Aragon.
Informationstafel zur Guillotine.
Guillotine.
Blick in eine Folterkammer und einen Verhörraum. Im Vordergrund ein Streckbank. Dahinter Mönche, die einen als Ketzer gekleideten Angeklagten verhören. Im Hintergrund Folterknechte und Gefangene an der Wand.
Foltergeräte und eine Eiserne Jungfrau.
Foltergeräte und eine lebensgroße Skulptur mit der Darstellung eines Mönchs und eines Henkers mit Beil.
Hinrichtungsgerät Garotte.
Hinrichtungsgerät Kopfbrecher.
Vitrine mit Kräutern, Spinnen, Fledermäuse, Frösche und Insekten, die als Zutaten für die Tätigkeit der Hexen angesehen wurden.
Vitrine mit Modellen von seltsamen Geschöpfen, wie Elfen, Meerjungfrauen, Gnomen und Werwölfen.
Informationstafel zum griechischen Gott Pan. Statue des Hirtengottes, die den Oberkörper eines Menschen und den Unterkörper eines Widders oder Ziegenbocks hat.
Hexenküche, wie man sie sich vorgestellt hat, mit einem Kamin, Hexen bei der Arbeit und einem Kranken oder Toten auf dem Fußboden.
Wohnzimmer einer Wahrsagerin
Eine Trostmaschine mit einer künstlichen Vagina.
Vitrine mit menschlich aussehenden Bestien.
Angebliche Leiche einer Nixe, einem weiblichen Wassergeist.
Calle Armiñán die beeindruckende und praktische Abholung der unterirdischen Müllcontainer.
Die Calle Armiñán am Abend.
Portal mit Rundbogen aus Backsteinen und farbigen Fliese als Zugang in einen Innenhof. Schmiedeeiserne Gittertür.
Schmiedeeiserne Laterne an einer Wand.
Nordwestliche der Kirche Santa Maria la Mayor befindet sich die Plaza Mondragón mit dem Palacio Mondragón bzw. Mondragón-Palast – auch bekannt unter dem Namen Palast des Marquis von Villasierra. Ehemals war es die Residenz des Marinidenkönigs Abomelik, König von Ronda und Algeciras. Im 14. Jahrhundert war es der Palast des letzten arabischen Machthabers der Stadt Hamet el Zegrí. 1501 wurde der Palast vom König selbst besetzt, als der die Macht übernahm. Nach wechselvoller weiterer Geschichte und baulichen Erweiterungen, befindet sich in dem verwinkelten Gebäude mit drei Innenhöfen und Garten seit den 1990er Jahren das Museum der Stadt Ronda.
Grundriss des Palastes mit den 3 Innenhöfen und dem Garten.
Die Fassade zur Plaza Mondragón stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im unteren Bereich befinden sich auf jeder Seite der Tür zwei dorische Säulen. Darüber ein Balkonportal im Herrera-Stil mit schmiedeeisernem Balkon, flankiert von ionischen Pilastern. Ganz oben ein offener, bogenförmiger Giebel mit kleinen korinthischen Pilastern.
Leichts versetzt über dem Eingangsportal befindet sich ein Turm im Mudéjar-Stil mit Rundbögen.
Inneres:
Modell der Puente Nuevo von Cristóbal Ruiz Pulido (1881-1962).
Modell der Puerta de la Almocabar y Murallas von Cristóbal Ruiz Pulido. Dieses Stadttor aus dem 13. Jahrhundert steht ganz im Süden der Altstadt, unterhalb des Felsplateaus.
Kassettendecke aus Holz.
Erster Innenhof, der Aljibe-Hof oder Zisternen-Hof aus dem 18. Jahrhundert mit Rundbogenarkaden und einer Treppe in die obere Etage. Im Hof ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert und verschiedene Kapitelle.
Gewölberippen aus Backsteinen mit Fratzen an den Enden, Kämpfer.
Durchgang in den Garten, der im Westen des Palastes liegt.
Wasserbecken und mit niedrigen Hecken umgebene Beete. Im Hintergrund die Aussichtsterrasse mit Blick nach Westen auf die umgebenden Felder und Berge im Hintergrund.
Blick auf das benachbarte Grundstück der Casa de los Martos, mit dem kleinen Turm. Dieses Anwesen liegt ebenfalls oben auf dem Felsplateau.
Blick entlang der Klippen des Felsplateaus Richtung Süden.
Blick zurück zum Durchgang in den Palacio Mondragón.
Rundbögen aus Backsteinen mit Tieren und Fratzen am Ende als Kämpfer.
Durchgang aus Backsteinen in den nächsten Innenhof.
Der Mudéjar-Hof aus dem 16. Jahrhundert.
Details der Fliesen auf dem Fußboden.
Unter einer Holzbalkendecke haben sich Wandmalereien aus der Zeit der Renaissance erhalten.
Die Rundbogenarkaden sind mit farbigen Fliesen verziert. Im Hintergrund ein Hufeisenbogen durch den man den Garten sehen kann.
Tür aus Holz im Mudéja-Stil und Reste historischer Fußbodenfliesen.
Weiterer Garten mit mehreren Wasserbecken und Brunnen.
Hufeisenbogen von außen betrachtet.
Auf dem Fußboden ein Mosaik aus Flusskieseln.
Blick von der Terrasse des Gartens Richtung Süden auf Felder und Berge.
Weiterer Innenhof mit historischen Säulen und Kapitellen, die einen Balken stützen, auf dem das Obergeschoss ruht.
Modell der Stadt Ronda.
Treppenhaus mit Kuppel in das Obergeschoss.
Detail der bemalten Kuppel und Wandmalerei mit einem Wappen.
Salon noble mit einer Decke aus Holz im Mudéja-Stil.
Im archäologischen Museum im Palast die Nachbildung einer Höhle mit Nischen für Tote und prähistorische Wandmalereien.
Informationstafel zu Höhlen und ihrer Bedeutung für erste menschliche Kulturen.
Informationstafel zur, 12 km von Ronda entfernten, Cueva de la Pileta.
Informationstafel zu den ersten bäuerlichen Ansiedlungen in der Umgebung von Ronda.
Eine runde Hütte aus prähistorischer Zeit.
Informationstafeln zu Begräbnisstätten und Dolmen.
Nachbau eines Dolmen.
Rekonstruktion von Begräbnisstätten in Dolmen.
Blick in eine Kuppel mit Gewölberippen und einer Malerei im Zentrum.
Blick von Obergeschoss in den Mudéjar-Hof.
Blick auf die Galerie mit Säulen im Obergeschoss.
Blick auf das Gebälk des Daches und die Reste von Wandmalereien mit graphischen Mustern.
Podest, Kämpfer für einen Dachbalken mit einem geschnitzten Kopf.
Archäologische Funde, Reliefs mit dem Christusmonogramm.
Vitrine mit römischen Münzen, 4. Jahrhundert. Krug aus Bronze 4-5 Jahrhundert. Kleine Öllampen aus Ton, 5.-6. Jahrhundert
Römischer Statuen aus Marmor, bekleidet mit jeweils einer Toga, ohne Kopf, 1-2. Jahrhundert.
Amulette aus Bronze in der Form eines Phallus und weitere kleine Figuren aus Bronze.
Blick in eine rekonstruierte prähistorische Töpferei
Blick in eine rekonstruierte prähistorische Werkstatt für Metallarbeiten.
Gussform aus Kalkstein für ein Schwert vom Typ „Sa-Idda“, 7. Jahrhundert, gefunden in der Altstadt von Ronda.
Vitrine mit Gegenständen aus Bronze, die in Ronda und Umgebung gefunden wurden.
Blick in eine runde Hütte aus prahistorischer Zeit mit einer Feuerstelle und einem Webstuhl.
Plaza de Maria Auxiliadora: der Platz liegt nördlich des Palacio Mondragón. Casa de los Martos oder auch Casa del Campillo genannt, befindet sich im Besitz der Familie Martos. Das Haus mit dem Turm haben wir bereits von der Terrasse des Palacio Mondragón aus gesehen haben. Heute befindet sich hier das Restaurant.“El Morabito“. Farbige Fliesen verzieren das Eingangsportal in der Mauer.
Der einstige Besitzer hatte Tür, die zu den Mählen und Gärten unterhalb des Felsplateaus führte zerstören lassen. Als Ausgleich wurde das Schild angebracht mit dem Hinweis auf die Puerta de los Molinos.
Heute führt hier ein steiler Weg hinunter in die 100 m tiefe Schlucht zum Fluss Guadaleví.
Blick auf den neuere Ortsteil El Marcadillo mit dem Panoramaweg, dem Musikpavillon und der Freilichtbühne, die direkt am Rand des Felsplateaus liegen.
Auf dem Plaza de Maria Auxiliadora ein Denkmal für Don Bosco von 2002, anlässlich des hundert-jährigen Jubiläums der salesianischen Gesellschaft.
In der näheren Umgebung der Kirche Santa Maria la Mayor, im Westen der Kirche, befindet sich die Plaza Perez Clotet. In der Mitte des Platzes ein schmiedeeisernes Kreuz auf einem Sockel und an der Wand eine schmiedeeiserne Laterne.
Blick über den Platz in die Calle Sor Angela de la Cruz.
Relief zum Gedenken an Sor Angela de la Cruz, die 2003 heilig gesprochen wurde.
Calle San Juan Bosco im Norden der Kirche.
Schmiedeeiserne Laterne an einer Hauswand.
Von hier kommt man zur Plaza del Gigante im Norden der Kirche mit vielen historischen Häusern, zum Beispiel das Hotel San Gabriel. Rechts auf der Mauer ein sehr verwitterter Torso, der letzte erhaltene „Gigant“, der der gegenüberliegenden Casa del Gigante den Namen gab. Er stammt wohl noch aus iberisch-römischer Zeit.
Eingang zum Unicaja Joaquín Peinado Museum, welches im Palacio Marquese de Moctezuma untergebracht ist. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert bezeugt den Aufenthalt der Erben des aztekischen Herrschers in Ronda. So sind die „Moctezuma“ aus Ronda die einzigen männlichen Erben des letzten aztekischen Herrschers und wurden von Karl V. beauftragt Ronda zu verteidigen. Das linke Wappen auf dem Türsturz zeigt die kaiserlichen Waffen der „Moctezuma“. Rechts das Wappen der „Rojas“. In der Mitte die Buchstaben A und M, die sich auf „Ave Maria“ beziehen.
Informationstafel
Blick in einen Saal des Museum mit mehreren Statuen.
Direkt gegenüber die Casa del Gigante auch Nazari-Haus genannt. Das Haus aus dem 14. und 15. Jahrhundert ist eines der am vollständigsten erhaltenen Gebäude nasridischer Architektur außerhalb Granadas. Erbaut wie ein typisch arabisches Wohnhaus um einen zentralen Innenhof, von dem man den im Norden liegenden Raum erreicht. Hier hat sich üppide Stuckdekoration im arabischen Stil erhalten, die aus floralen und kalligraphischen Motiven besteht.
Informationstafel.
Grundriss
Innenhof
Plan von Ronda im Jahr 1382. Den Ortsteil El Mercadillo gibt es noch nicht.
Nasridische Stukkaturen um ein Fenster.
Ausstellung zu den Lebensbedingungen der damaligen Bewohner. Fundstücke von historischen Küchengeräten und Information zur Wasserversorgung.
Information zur Entstehung der Stukkaturen.
Stukkatur in einem Bogen.
Blick in den Innenhof mit den Wasserbecken und den Arkadenbögen vor dem im Norden liegenden Raum.
Details der Reste der nasridischen Stukkaturen.
Prächtige polychrome Holzkassettendecke.
Relief mit Gesicht als Wasserspeier.
Tür aus Holz mit geschnitzten geographischen Mustern.
Blick auf Balkone mit schmiedeeisernen Gittern und ein Erker aus Holz.
Blick in einen Laden mit Andenken, Antiquitäten, Keramiken, Fliesen und schmiedeeisernen Laternen.
Wieder auf der Calle Armiñán die im Osten der Kirche liegt und die Altstadt in nord-südlicher Richtung durchquert. Historische Fassaden von Häusern, weiße Wände, dekoriert mit Backsteinen und farbigen Fliesen.
Calle Armiñán 4 mit einem Portal aus Sandstein mit Reliefs von Wappen.
Schmiedeeiserner Wegweiser zu einem Hotel mit christlichen und jüdischen Motiven.
Historische Fassaden, die zum Teil in sehr schlechtem Zustand sind.
Calle Armiñán 10, historische Fassade mit Erkern aus Holz und schmiedeeisernen Balkonen.
Bild aus Fliesen mit der Darstellung von spanischen Trachten und einer Kutsche 1785
Im Osten der Kirche liegt die kleine Straße Callejón de los tramposos, die hinunter zur Calle Armiñán führt.
Kurz hinter ihrer Einmündung liegt die Plaza Abul Beka mit dem Minarete de San Sebastian bzw. dem Minarett von San Sebastian, einem letzten Rest einer ehemaligen Moschee, die im 14. Jahrhundert hier von den Nasriden errichtet worden war. Der untere Teil besteht aus Quadersteinen mit einem Hufeisenbogen. Der mittlere Bereich ist aus Sichtmauerwerk mit zwei kleinen Fenstern auf jeder Seite. Der oberste Teil stammt aus der christlichen Epoche und wurde als Glockenturm gebaut.
Von der Calle Armiñán führt ein schmaler Wege hinunter zur Stadtmauer auf der Ostseite der Altstadt.
Blick von der Calle Goleta, die parallel zur Stadtmauer verläuft, auf die Stadtmauer und einen Turm. Diese Mauern haben die muslimische Medina von Ronda geschützt und ermöglichten über die Puerta de la Cijara die Verbindung zu den arabischen Bädern im Tal.
Blick in das Innere des Turms mit Schießscharten.
Historisches Haus mit einem Erker, der mit Malereien verziert ist.
Der Weg führt entlang der Stadtmauer im Osten der Altstadt. Im Hintergrund der neuere Ortsteil El Marcadillo.
Informationstafeln zur Stadtmauer mit einem Plan des historischen Ronda.
Blick von der Stadtbefestigung auf die Felder und Berge im Osten der Stadt.
Blick auf die sich überlappenden Festungsmauern und die Häuser, die direkt am Rand des Felsplateaus liegen.
Blick auf die Puerta de la Cijara bzw. das Cijara-Tor.
Blick vom Tor Richtung Norden auf den Ortsteil El Marcadillo. Unterhalb des Hanges die arabischen Bäder.
Hufeisenbogen der Puerta del Cijara.
Blick auf die Festungsmauern und die darüber liegenden historischen Häuser.
Blick auf den Ortsteil El Marcadillo mit der Fassade der Kirche Iglesia de Padre Jesús. Unterhalb des Felsplateaus ein kleiner Turm und dahinter das schlichte Gebäude der Ermita de San Miguel.
Blick auf die Puente Viejo bzw. Puente San Miguel, die kleinste und älteste der drei Brücken, die über Rondas 120 m Schlucht mit dem Fluss Guadalevín führen. Gebaut wurde sie im 16. Jahrhundert, hat aber wahrscheinlich römische Ursprünge.
Blick von oben auf die Puente Arabe aus dem 17. Jahrhundert. Die Fundamente stammen zwar zum Teil noch aus arabischer Zeit, aber nach diversen Zerstörungen sind nur noch wenige maurische Strukturen zu erkennen. Die Baños Arabes oder Arabischen Bäder liegen rechts der Brücke.
Blick auf das Eingangsprotal der Ermita de San Miguel. An der Stelle der kleinen Einsiedelei befand sich früher die Synagoge. Dahinter ist die Puente Viejo zu sehen.
Puente Viejo und davor ganz niedrig die Puente Arabe.
Blick hinunter zum Fluss Guadalevín.
Blick zurück über die Felder und Bauernhöfe. Im Hintergrund die Altstadt auf dem Felsplateau und mit weißer Seitenwand über den Festungsmauern das Santuario de María Auxiliadora. Weiter links die Kirche im Süden der Stadt, die Iglesia del Espíritu Santo.
Blick über die Baños Arabes oder Arabischen Bäder und die benachbarte ehemalige Gerberei mit ihren rechteckigen Becken. Davor führt die Puente Arabe über den Fluss.
Baños Arabes oder Arabischen Bäder: Die Anlage aus der Zeit um 1300 gilt als eine der am besten erhaltenen ihrer Art in ganz Spanien. Das mag auch daran liegen, daß das Gelände später unter den Christen als Gerberei genutzt wurde. Die Anlage liegt im ehemaligen jüdischen Viertel.
Informationstafeln
Blick von oben auf zwei der Räume des Bades.
Informationstafel zur Gerberei
Direkt daneben Reste der alten Becken der Gerberei, die vom 17. bis zum 19. Jahrhundert betrieben worden ist. Die Lage direkt neben dem Fluss war wichtig, ebenso wie die Lage außerhalb der Stadt, wegen der unangenehmen Gerüche.
Informationstafel zum Garten und Blick in den Garten.
Die arabischen Bäder waren jahrhundertelang verlassen und verschüttet, wegen der häufigen Überschwemmungen des Flusses. Dank der Ausgrabungsarbeiten, konnte fast die gesamte Anlage mit ihren drei Baderäumen mit unterschiedlichen Temperaturen wieder sichtbar gemacht werden. Der Eingangsbereich mit Rezeption und Umkleideraum.
Blick in einen Tunnel der Wasserversorgung.
Das Wasser floss durch ein Ziehbrunnensystem. Dieses hydraulische System wurde von Eseln betätigt.
Der Kaltraum oder auch Ruheraum.
Der Warmraum, in dem Massagen angeboten wurden. Er besteht aus 3 Schiffen, die durch Hufeisenbögen voneineander getrennt sind.
Unter den Böden verläuft das Hypokaustum, eine Art Fußbodenheizung, bei der die warme Luft in geschlossenen Schächten oder Röhren zirkuliert und Wärme an die Oberfläche abgibt.
Blick in den Kessel, in dem die Hitze erzeugt wurde.
Im ehemaligen heißen Raum oder Dampfbad befindet sich heute die Möglichkeit einen Film mit Erklärungen zu den arabischen Bädern zu sehen.
Blick von der Puente Arabe auf die Puente Viejo mit der 120 m tiefen Schlucht darunter.
Blick von der Calle Molino de Alarcón auf das Felsplateau.
Esel auf Wiese am Hang.
Steiler Aufstieg vom Tal hoch in den Ortsteil El Marcadillo.
Plaza Oscuridad mit kleinem runden Brunnen zwischen Treppen, niedrigen Hecken und Orangenbäumen..
Die steil aufsteigende Calle Santa Cecilia.
Historische Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen.
An der Ecke Calle Virgin de los Dolores der Templete de la Virgin de los Dolores bzw. Tempel der Jungfrau der Schmerzen oder auch Tempel der Gehängten. Die rechteckige offene Kapelle wurde 1754 erbaut zur Zeit von König Ferdinand VI. Der Überlieferung zufolge wurde der Tempel an der Stelle errichtet, an der die zum Tode Verurteilten im 17. und 18. Jahrhundert ihre letzten Gebete sprachen, bevor sie auf dem nahegelegenen Platz hingerichtet wurden. Diese Tatsache sowie die mit Seilen um den Hals gefesselten Figuren geben diesem Bauwerk seinen Namen: Tempel der Gehängten.
Auffällig sind die beiden Säulen mit jeweils vier menschenähnlichen Gestalten, die von Seilen um den Hals an der Säule befestigt zu sein scheinen. Zwei von ihnen symbolisieren gefallene Engel, die beiden anderen stellen Individuen mit jeweils verschiedenen Gesichtern dar. Stilistisch kann man sie dem maniristischen Stil des 18. Jahrhundert zuordnen.
An der Hauswand befindet sich ein klener Altar aus Holz mit dem Bild der Schmerzensmutter. An den Seiten des Altars die Wappen der Katholischen Könige und König Philipps V. als Reliefs.
Blick in die ovale Kuppel mit Reliefs und Malereien.
Brunnen auf der Plaza de los Descalzos.
Iglesia de Santa Cecilia bzw. Kirche Santa Cecilia: Die Kirche gehörte bis 1663 zum Orden der Unbeschuhten Trinitarier, lt. Reiseführer die Kirche der Barfüssermönche. Ab 1836 diente sie als Bildungszentrum und ab 1875 wurde sie zur Pfarrkiche. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss und über dem südlichen Seitenschiff einen achteckigen Glockenturm.
Vor der Südseite der Kirche ein Denkmal zu Ehren von Don Francisco Giner de los Rios (1839-1915)
Orangen an einem Orangenbaum.
Türklopfer aus Metall in der Form einer Eule.
Schmale, steil abfallende Straßen mit historischen, weißen Häusern und vielen schmiedeeisernen Balkonen und Erkern.
Jardines de Cuenca: der kleine Garten wurde in den 1960er Jahren angelegt und ist der Partnerstadt von Ronda Cuenca gewidmet. Die Terrassen den Parks sind in die Felswände hineingebaut und bieten einen überwältigenden Blick in die Schlucht El Tajo, die Puente Nuevo, die Puente Viejo, den Fluss, das Felsplateau mit seinen Häusern und auf der gegenüber liegenden Seite den Palast des Maurenkönigs bzw. Casa del Rey Moro. Er ist erkennbar an seinen Hufeisenbögen und dem terrassenförmig angelegten Garten.
Die Puente Nuevo mit der tiefen Schlucht.
Blick auf die Puente Viejo und den Handwerkern, die ganz unten, kurz oberhalb des Flusses den Weg für Besucher reparieren.
An einem Ende der Brücke, im Hintergrund, das Tor Philipps V. bzw. Puerto de Felipe V. aus dem 18. Jahrhundert.
Auf derSeite des Ortsteils El Mercadillo, befindet sich kurz vor der Brücke ein kleiner Platz mit der Iglesia de Padre Jesús. Das genaue Entstehungsjahr dieser Kirche ist nicht bekannt. Aufgrund seiner gotischen Stilelemente muss mit dem Bau Ende des 15. Jahrhunderts begonnen worden sein und wurde wohl erst im 16. Jahrhundert fertiggestellt. Sie steht an der Stelle, wo die Calle Real und die Calle Santa Caecilia aufeinandertreffen. Der Eingang besteht aus einem turmartigen Quaderbau, mit einem schlichten Spitzbogenportal. Ganz oben ein Aufsatz aus drei Rundbögen, in denen die Glocken hängen.
Die auf dem Platz stehende Fuente de los Ocho Caños wurde gerade restuariert.
Neben der Kirche in der Calle Real 8, die Fassade eines historischen Hauses mit einem prächtigen Portal aus Sandstein von 1800. Über dem Türsturz mit floralen Motiven ein Balkon mit schmiedeeisernem Gitter.
Informationstafel zum Tor Philipps V.
Puerto de Felipe V. bzw. Tor Philipps V. Durch den Einsturz der ehemaligen Neuen Brücke 1741, war es notwendig geworden, diesen Zugang zur Stadt für die Menschen und Waren zu ermöglichen. Der Bogen ist mit einem Giebel mit 3 Zierelementen versehen. Auf der Außenwand ist das Wappen der Anjou und der Bourbonen als Relief zu sehen.
Man befindet sich wieder auf der Seite der Altstadt. Beim Tor beginnt die Calle Cuesta de Santo Domingo, die sich in Serpentinen nach oben windet.
Hier steht die Casa del Rey Moro bzw. Palast des Maurenkönigs. Dieser Palast steht direkt an den Klippen des Felsplateaus auf der Altstadtseite von Ronda. Dieser stark gegliederte Bau mit terrassenförmig angelegten Gärten entstand im 14. Jahrhundert. Die heutigen Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert und die Eigentümer haben immer wieder gewechselt. Die letzte Besitzerin war Doña Trinidad Schultz, Herzogin von Parcent, die Anwesen 1920 kaufte.
Informationstafeln
Blick auf die Fassade zur Calle Cuesta de Santo Domingo. Schmiedeeiserne Gitter und zwei Türme.
Einer der Eingänge mit farbigen Fliesen und einem Fliesenbild mit einem Bildnis des Maurenkönigs bzw. des Rey Moro. Vielleicht ist es ein Bildnis des arabischen Königs Abomelik.
Schmiedeeiserne Halterung in der Form eines Vogels an der Wand.
Detail der schmiedeeisernen Gitter mit dem Wappen der Herzogin von Parcent an den Balkonen.
Blick entlang der nach unten führenden Straße, entlang der Fassade zu den Türen zum Garten.
Portal flankiert von Säulen und einem Balkon mit schmiedeeisernem Gitter darüber.
Eingänge zum Garten.
Der Garten wurde 1912 im Auftrag der Herzogin von Parcent vom Landschaftsarchitekten Jean Claude Nicolas Forestier (1861-1930) entworfen. Der Garten vermischt die hispano-muselmanischen Ursprünge der hängenden Gärten, mit den Anordnungsprinzipien der westeuropäischen Gartenarchitektur. Ziergegenstände aus Keramik, überdachte Säulengänge und eine Vielfalt verschiedener Pflanzen, sowie Brunnen und Wasserbecken in Kombination mit der wunderbaren Aussicht machen diesen Garten zu einem besonderen Erlebnis.
Blick auf die Treppe, die zur unteren Terrasse mit Wasserbecken führt.
Untere Terrasse mit Wasserbecken und einem Brunnen.
Blick von der unteren Terrasse auf dem gegenüberliegenden Ortsteil El Mercadillo mit der Iglesia de Padre Jesús. Ganz rechts kann man die Terrasse des Cafés sehen, welches sich hier auch befindet.
Der gleiche Blick mit der Puente Viejo.
Blick vom Wasserbecken der unteren Terresse zu der darüber liegenden mittleren Terrasse.
Die mittlere Terrasse mit beschnittenen niedrigen Hecken, links einer Pergola mit Säulen und einem überwölbten Wasserbecken. Dahinter die obere Terrasse, die an das Haus grenzt.
Vase aus Keramik als Zierelement am Weg.
Blick auf die obere Terrasse mit der Paradies-Fontäne, umgeben von mit farbigen Fliesen bedeckten Sitzbänken – alles im Mudéja-Stil gestaltet.
Auf der Pergola ein Pfau.
Die obere Terrasse mit der Fassade des Hauses, an der sich in der oberen Etage eine Terrasse mit Brüstung aus Backsteinen befindet. Rechts führt eine geschwungene Treppe auf den gedeckten Säulengang, der sich über dem Zugang zu dem berühmten Brunnen befindet.
Das Geländer der Treppe ist ebenfalls aus Backsteinen gestaltet. Der Säulengang hat Hufeisenbögen aus Backsteinen.
Blick von hier auf die 120 m tiefe Schlucht, das Felsplateau mit dem Ortsteil El Mercadillo.
Der überdachte und mit Hufeisenbögen versehene Zugang zu dem Brunnen, der 60 m tiefer liegt und über eine Wendeltreppe zugänglich ist. Diese Mina de Agua ist ein in den Fels geschlagener Tunnel aus dem 14. Jahrhundert, der im Belagerungsfall die Wasserversorgung sicherstellen sollte. Hier sollen damals die christlichen Sklaven als Wasserträger beschäftigt gewesen sein.
Informationstafeln.
Im mittleren Garten tummeln sich unter der Pergola Pfauen.
Ein Pfau schlägt ein Rad und Detail von Pfauenfedern.
Blick von oben auf die Terrasse des Cafés und der beeindruckende Blick über die Schlucht auf die andere Seite der Stadt.
Gegenüber auf der anderen Straßenseite der Palacio de Marqués de Salvatierra. Der Palast aus dem 18. Jahrhundert hat eine barocke Fassade aus dem Jahr 1798 aus Quadersteinen. Das Eingangsportal wird flankiert von je zwei Säulen mit korinthischen Kapitellen. Darüber ein großer schmiedeeiserner Balkon, wie er für Ronda typisch ist. In der Mitte ein Wappen mit doppelköpfigem Adler. Die Balkontür wird eingerahmt von einem Reliefband mit floralen Motiven. An den Seiten jeweils zwei nackten Figuren, einem Mann und einer Frau, die wie die klassischen Atlanten einen Giebel tragen. Die männlichen Figuren strecken die Zunge heraus, die weiblichen Figuren verdecken mit den Händen ihrem Scham. Deutlich ist hier indianischer Einfluss zu erkennen. Im Giebel oben das Wappen der Familie Salvatierra als Relief.
Informationstafel
Details der Fassade
Direkt davor ein Kreuz aus Stein, welches 1965 hierher gebracht worden war, anlässlich der Restaurierung der Altstdt durch den Architekten Francisco Pons Sorolla. Das Steinkreuz markiert die Herrschaft des Marqués von Cádiz als der die Stadt Ronda eingenommen hatte. In der wießen Wand weiter unten der Eingang zum Café im Garten der Casa del Rey Moro.
Gecko der seinen Schwanz verloren hat an einer Tür aus Holz.
Schmiedeeiserne Gittertür und Laterne an der Wand.
Blick in einen Laden mit zahlreichen Antiquitäten, Andenken, Fliesen, Gemälden, historischen Möbeln, einer Rüstung eines japanischen Samurai, Krügen und Schalen aus Ton und einem Pferd aus Palmblättern geflochten.
Dachwurz (Sempervivum tectorum).
Zauneidechse (Lacerta agilis) auf einer Mauer.
Blick auf die Stadtbefestigung im Südosten der Altstadt.
Blick auf die auf der Stadtmauer liegende Terrasse der Unterkunft „La Escondida“.
Blick entlang der Calle Armiñán Richtung Süden zur nach Norden weisenden Fassade der Iglesia del Espíritu Santo bzw. Kirche des Heiligen Geistes.
Informationstafel zur Geschichte Rondas.
Iglesia del Espíritu Santo bzw. Kirche des Heiligen Geistes: Der Bau der Kirche begann 1485, genau in dem Jahr, als die Katholischen Könige die Stadt eroberten. An dieser Stelle stand vorher eine Moschee. 1505 wurde die Kirche fertiggestellt und unter den Schutz des Heiligen Geistes gestellt. Sie entspricht dem typischen Mischstil aus Gotik und Renaissance. Die Mauern werden von großen Strebepfeilern gegliedert, die oben in Fialen aus der Renaissance enden. Die Fassade ist sehr schlicht mit einem Eingang mit Rundbogen und einer kleinen Nische mit der Taube des Heiligen Geistes darüber. In der Mitte der Fassade zwei kleine Rundbogenfenster mit einem zentralen Ochsenauge.
Blick auf die Westseite der Kirche mit herausragenden Kapellen. Auf der Epistekapelle ein kleiner Glockenturm.
Inneres:
Die Kirche hat ein einziges Kirchenschiff, welches durch ein späteres sternförmiges Rippengewölbe überdacht wird. Vor dem Hauptaltar zwei rechteckige Seitenkapellen, die als Querschiff dienen. Über dem Hauptaltar befinden sich Reliefs von drei Wappen. In der Mitte das kaiserliche Wappen des Hauses Österreich, der Habsburger. Rechts und links davon die Wappen von Bruder Bernardo Manrique (1541-1564), in dessen Bistum die Arbeiten ausgeführt wurden.
Das Presbyterium ist mit einem barocken Gewölbe überdacht, dessen acht Rippen in Platten enden. Auf dem Schlussstein ist ein achtzackiger Stern abgebildet.
Der barocke Hauptaltar zeigt im mittleren Bereich ein Gemälde mit der Darstellung der „Virgen de la Antigua“ im byzantinischen Stil.
Im oberen Bereich ein Gemälde mit der Darstellung die Ankunft des Heiligen Geistes bzw. des Pfingswunders.
Blick auf die Kanzel aus Holz und Detail des Kanzelkorbes.
Blick zurück zum Eingang und der Empore darüber.
Gemälde mit der Darstellung von Jesud am Tisch mit seinen Jüngern und der vor ihm knieenden Maria Magdalena.
Nebenaltäre:
Kruzifix unter einem Baldachin aus Stoff.
Nebenaltar im Querschiff, welches ebenfalls mit sternförmigen Kreuzrippengewölbe gedeckt ist.
Im Zentrum des barocken Nebenaltars eine Statue von Maria, flankiert von Statuen zweier Heiliger in Nonnen- bzw. Mönchsgewand.
Nebenaltar auf der anderen Seite des Querschiffs mit lebensgroßen Statuen der Mater Dolorosa, dem aufgebahrten Jesus und rechts und links jeweils zwei bekleidete weitere Heilige.
Oben im barocken Nebenaltar eine Statue von Jesus als Salvator Mundi.
Barocker Nebenaltar links vom Hauptaltar mit einer Statue der Maria.
Nebenaltar mit einem Gemälde mit der Darstellung der Anbetung der Heiligen drei Könige.
Blick in die Sakreistei mit einem langen Tisch und Stühlen aus Holz, sowie verglaste Nischen in der Wand mit Kirchengeräten.
Goldfarbene Strahlenmonstranz und Kelche.
Liturgisches Gewand, mit goldenen Fäden bestickte Kasel.
Calle Espírito Santo, die von der Kirche hinunter führt zur Puerta de Almocábar.
Direkt vor dem Stadttor ein kleiner Platz mit einer Bar. Im Hintergrund die Südseite der Kirche.
Informationstafel
Muralla y Puerta de Almocábar: Dieses Stadttor wurde Ende des 13. Jahrhunderts und Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut. Es wird auch „Al maquâbír“, das Friedhofstor genannt, da sich außerhalb der Mauern einst ein arabischer Friedhof befand. Es liegt am südlichsten Ende der Stadtbefestigung und besteht aus 2 halbkreisförmigen Türmen aus Bruchsteinmauerwerk.
Blick von Innen auf die Stadtmauer und das Tor.
Die Mauern und das Stadttor von außen. Über dem einen Durchgang ein Relief aus dem 16. Jahrhundert mit dem kaiserlichen Adler im Wappen.
Zwischen den beiden halbrunden Türmen das Tor, welches früher mit einem Fallgitter versehen war.
Noch weiter rechts die Stadtmauer mit einem etwas kleineren Turm und der Kirche des Heiligen Geistes im Hintergrund.
Bei einem „Stadtlauf“ versammeln sich die Läufer und Läuferinnen vor dem Tor.
Die Plaza Ruedo Alameda direkt vor dem Tor im Stadteil San Francisco von Ronda. In islamischer Zeit wurde der Platz von Religionsführern für religiöse Feste genutzt. Um zu wissen, in welcher Richtung Mekka liegt, wurde ein Mirhab gebaut, der nach der chrisltichen Eroberung in eine Einsiedelei umgewandelt wurde. Auch die arabische Kavallerie versammelte sich hier. 1571 wurde der Platz neu gestaltet und Bäume angepflanzt. Die Einsiedelei wurde an die Seite des Platzes verlegt (Kapelle der Jungfrau der Gnade) und der Platz wird wieder für Pferderennen genutzt.
In der Mitte des Platzes ein großer Brunnen.
Convento de Franciscanas: Das Kloster der Unbeschuhten Franziskaner wurde 1664 während der Herrschaft von Philipp IV. auf dem Grundstück seines Gründers Francisco Robledo y Rios erbaut. 1936 wurde es zerstört und 1945 wieder aufgebaut und restauriert.
Informationstafel.
Seine lange schlichte Fassade an der Calle Torrejones hat ein Portal mit Rundbogen, flankiert von Pilastern die einen Giebel mit Fialen tragen. Darüber ein Relief mit dem Wappen des Ordens und darüber das Franziskanerkreuz.
Blick in die Calle San Francisco de Asís Richtung Süden mit zahlreichen schmiedeeisernen Balkongittern.
Dreifarbige Katze mit ihrem Jungtier.
Auf die Stadtmauer kann man von der Innenseite hinaufgehen. Blick auf Häuser und die Kirche des Heiligen Geistes.
Hinter den weißen Häusern, die Ruinen der Alcazaba.
Blick in das Innere eines Turms mit einer Schießscharte.
Blick von oben auf die Plaza Ruedo Alameda.
Blick entlang der Stadtmauer Richtung Osten und dann weiter Richtung Norden auf die Kirche und die umgebenden Häuser.
Im Norden die Ruinen der Alcazaba, auf denen die Schule und Kirche der Salesianer steht, an der Südseite der Plaza Duquesa de Parcent.
Natternkopf (Echium vulgare) an der Stadtmauer.
Bienen in der Blüte der Eibischblättrigen Winde (Convolvulus althaeoides)
Schafe und Lämmer unterhalb der Festungsmauern.
Weg unterhalb der Festungsmauern. In Hintergrund der Ortsteil El Mercadillo. Rechts vom Weg Felder.
Blick hoch zu den Festungsmauern, einem Olivenbaum und blühendem Judasbaum.
Verschiedene typische Pflanzen: Rosmarin (Salvia Rosmarinus)
Gemusterte Blätter der Gewöhnlichen Mariendistel (Silybum marianum)
Rosa Blüten der Großröhrigen Spornblume, Pretty betsy (Centranthus macrosiphon).
Holzbiene auf den Blüten des Strauchigen Gamander (Teucrium fruticans).
Paella.
- Fahrt nach Córdoba
Wandmalereien an der Straße
Landschaften mit Feldern und Bergen an der A-367 Richtung Córdoba. Plantagen mit Olivenbäumen.
Blick auf den kleinen Ort Cuevas de Becerro an der A-367.
Die Schlaufe eines kleinen Flusses, umgeben von grünen Feldern und Hügeln.
Embalse del Guadalteba, einer von 6 Stauseen, die hauptsächlich vom Fluss Guadalhorce und seinen Zuflüssen Turón und Guadalteba gespeist wird.
Im Wasser stehen Flamingos.
- Córdoba: 141 km nordöstlich von Sevilla und 164 km nördlich von Ronda gelegene Stadt mit ca. 325.000 Einwohnern. Die Stadt liegt am Fuße der Sierra Morena in einer Senke des Flusses Guadalquivir.
Sie existierte bereits zur Zeit der Iberer als „Karta Tuba“. Während der Herrschaft der Karthager am Ende 3. Jahrhunderts vor Christus hatte der Ort große wirtschaftliche Bedeutung und wurde 169 vor Christus von den Römern besetzt. Im 3. oder 4. Jahrhundert nach Chr. wurde Córdoba Bischofssitz. Nach der Zerstörung durch die Vandalen blieb Córdoba Teil des Westgotenreiches. Mitte bis Ende des 6. Jahrhunderts gab es ständige Auseinandersetzungen zwischen Römern und den westgotischen Königen. Nach 584 verlor die Stadt an Bedeutung.
711 wurde die Stadt dann von den Mauren eingenommen, stark zerstört und war ab 716 Sitz des Statthalters von al-Andalus. Qurtuba wurde zur Hauptstadt von Al-Andalus. Ab 756 war es dann die Hauptstadt des umayyadischen Emirats von Córdoba. 200 Jahre später war sie die bedeutendste Metropole Europas, Zentrum eines Kalifats mit einer Viertelmillion Einwohnern, sieben Stadtkilometern am rechten Ufer des Guadalquivir und einer 78 Hektar großen Medina. Das Córdoba dreier Kulturen. Entlang des Flusses entstanden Paläste und Obstgärten. Sie war damals eine der größten Städte der Welt. Christen, Juden und Muslime lebten meist friedlich zusammen und die Stadt war nicht nur Zentrum der Regierung, sondern auch der Gelehrsamkeit auf der Iberischen Halbinsel. Astronomen, Mathematiker und Ärzte machten Córdoba zu einem bedeutenden Zentrum der Wissenschaft und Kultur. Hier wurden die Texte antiker Philosophen aus dem Arabischen ins Lateinische übersetzt, Händler machten gute Geschäfte. Mehr als 300 Moscheen, eine Universitätsbibliothek mit 400.000 Büchern und 300 Maurische Bäder soll es in Córdoba gegeben haben.
1236 eroberten christliche Truppen des kastilischen Königs Ferdinand III. die Stadt im Rahmen der Reconquista. Sie war ein militärischer Stützpunkt im Grenzkrieg mit dem Emirat von Granada.
1492 wurden die Juden enggültig aus der Stadt vertrieben. Der Übergang der Stadt unter chrisltiche Kontrolle hatte einen ökonomischen und wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. 1589 zerstörte ein Erdbeben Teile der Stadt.
Während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Stadt 1808 von französischen Truppen eingenommen, ausgeplündert und in weiten Teilen zerstört.
Im Spanischen Bürgerkrieg war Córdoba eine der ersten Städte, die General Franciso Franco 1936 besetzte.
Historisches Zentrum ist die Judería, das ehemals jüdisch-maurische Viertel. Hier befindet sich die ehemalige Moschee, die Moschee-Kathedrale, eine der größten erhaltenen Europas und seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe.
Informationstafeln mit Stadtplänen um die Zeit 1000.
Viertel Judería:
Historisches arabisches Haus mit Hufeisenbögen am Fenster und gestuften Zinnen am Dach.
Relief um ein Fenster mit einem fünf-zackigen Stern.
Türklopfer mit zwei Köpfen von Hunden.
Blick in einen der über 4000 Innenhöfe, die es in Córdoba gibt. Ihre Wurzeln liegen bereits in der Zeit der Römer und später der Mauren, um sich vor der Sommerhitze zu schützen. In Córdoba wird seit 1918 das Festival der Patios gefeiert, mit einer Pause während des Spanischen Bürgerkriegs, wird es nun seit den 1950er Jahren wieder ausgerichtet und der schönste Patio ausgezeichnet. Es gilt als immaterielles Kulturerbe der UNESCO.
Historisches Portal aus Sandstein in der Calle Rey Heredia. Kanelierte Pilaster, mit Podesten mit Gesichtern, die einen offenen Giebel tragen mit einem kleinen Balkon mit schmiedeeisernem Gitter. Ganz oben das Relief eines Wappens mit Löwen.
Details des Portals und Türklopfer
Verglaster Erker mit schmiedeeiserner Dekoration.
Calle Angel de Saavedra Ecke Barroso. Ein historisches Haus mit Dachterrasse mit Rundbogenarkaden.
Blick in eine enge Gasse mit schmiedeeisernen Laternen an den Hauswänden und Gittern an den Fenstern.
Blick in einen Innenhof durch ein schmiedeeisernes Gitter.
Innenhof mit Rundbogenarkaden, einem kleinen Brunnen, Topfpflanzen und einem farbigen Fliesenbild.
Schaufenster und Blick in einen Laden mit farbigen Kissenhüllen.
Schaufenster mit T-Shirts und Handtaschen mit spanischen Motiven.
Schaufenster mit typisch spanischen Ohrringen und Kleidern.
Escuela superior de arte dramatico an der Calle Blanco Belmonte. Sie befindet sich im Palacio de los Fernández de Mesa, auch bekannt als Quemadas-Palast, weil es die Residenz der Familie des Grafen Quemadas war. Erbaut im 17. Jahrhundert, wurde er im 20. Jahrhundert renoviert, um ihn als Schule für Schauspielkunst und Tanz zu nutzen. Der kleine Platz vor dem Palast ermöglichte es, daß die Kutschen direkt bis vor die Haustür fahren konnten.
Detal des zweiteiligen Portals. Die Tür unten wird flankiert von Säulen und Pilastern. Darüber ein Gebälk mit offenem Giebel. Hier befindet sich ein Balkon mit schmiedeeisernem Gitter und darüber ein weiterer Giebel mit dem Wappen der Familie Fernández de Mesa.
Wegweiser in Form von kleinen Gitarren aus Holz mit Beschriftung.
Türklopfer aus Metall in der Form einer indischen Gottheit.
Blick Richtung Süden über die Plaza Agrupación de Cofradías, die nördliche der Mezquita-Kathedrale liegt. Man sieht ein historisches Haus in der Calle Céspedes 2. Es hat einen Turm mit Rundbogenarkaden und eine historische Säule an der Straßenecke. Dahinter der Glockenturm der Kathedrale, der an der Stelle des ehemaligen Minaretts der Moschee steht.
Nester von Mehlschwalben unter einem Dach.
Calle Conde y Luque Ecke Calle los Ángeles das Restaurant Patio de la Juderia. Die Hauswand an der Calle los Àngeles ist von oben bis unten dekoriert mit bunten Blumentöpfen.
Werbeplakat mit einem Fotos des Innenhofes des Restaurants mit Rundbogenarkaden und einem Bild aus Fliesen der Mater Dolorosa.
Historisches Haus in der Calle Conde y Luque 7 mit einem Erker aus farbigem Glas und schmiedeeisernem Gitter.
In der Calle Buen Pastor findet man an einer Wand einen zugemauerten ehemaligen Durchgang zum 1586 erbauten Kloster der reformierten Karmeliter San Juan de la Cruz, in dem sich heute ein Wohnheim befindet.
Gegenüber ein mit Reliefs und einem Fliesenbild verzierter Eingang zu einem Salón de té.
An der Ecke der sich gabelnden Calle Buen Pastor die Fassade der Kirche San Roque, erbaut im 17. Jahrhundert.
Laden und Schaufenster mit typisch andalusischen Keramiken, wie zum Beispiel farbigen Blumentopfe, die man an die Wand hängen kann, wie es in den berühmten Innenhöfen Córdobas üblich ist.
Blick in einen Innenhof mit zahlreichen Topfpflanzen, sowie Tellern aus farbiger Keramik und Geschirr aus Kupfer an den Wänden.
Östlich der Mezquita-Kathedrale die Plaza de Abades mit der Bar „El Barón“. Das historische Haus zeigt seine arabischen Ursprünge durch Hufeisenbögen, Stukkaturen um die Fenster und zahlreichge farbige Fliesen. Oben ein kleiner Turm mit gestuften Zinnen und Hufeisenbögen.
Gegenüber das kleine Hotel „La Ermita Suites“ in der 1753 errichteten Casa del Santero mit dem prächtigen Portal der alten Einsiedelei La Ermita de la Concepción. Über dem Rundbogenportal ein kleiner Giebel als Glockenturm. Oben an den Mauern des Gebäudes stufenförmige Zinnen.
Im Inneren des Eingangs eine kleine Kuppel mit Resten floraler Wandmalerei in den Zwickeln.
Eingang mit typisch arabischen Hufeisenbogen zur Casa del Santero bzw. den „Ermita Suites“.
Blick in die Calle Martínez Rucker, die im Osten Richtung Mezquita-Kathedrale führt. Im Hintergrund ein arabisches Haus mit Turm und Hufeisenbögen, sowie farbigen Fliesen.
Blick in einen Innenhof mit einem Sockel aus farbigen Fliesen, Blumentöpfen und geschnitzten Bänken aus Holz.
Blick von der Plaza de Santa Catalina, auf die östliche Außenmauer des Geländes der Mezquita-Kathedrale. Die Kathedralmoschee von Còrdoba ist nach der Alhambra von Granada das bedeutendste maurische Bauwerk Andalusiens. Nach außen wird das Gelände von 175 x 134 Metern von einer 12 m hohen Mauer umgeben. Verschwenderisch verziert sind nur die Portale.
Der Moschee vorgelagert, innerhalb der Mauern, ist der Orangenhof, der Patio de los Naranjos. Die Mezquita entstand in mehreren Bauphasen zwischen 785 und 1009. Die in die Mitte hineingebaute Kathedrale stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert und entstand während und nach der Regierungszeit von Kaiser Karl V. Das Gelände ist seit Jahrhunderten heilig. Unter den Römern befand sich hier der Tempel des Janus, unter den Westgoten war hier eine Basilika, die dem Märtyrer Vinzenz geweiht war. Als die Mauren die Stadt eroberten, teilten sie die Kirche auf und überließen den Christen eine der beiden Hälften, sodaß mehr als ein halbes Jahrhundert Moslems und Christen im gleichen Gotteshaus beteten. Erst Abd ar-Rahman I. kaufte 785 den Christen ihre Hälfte ab und ließ die Kirche abreißen. Er schuf die erste, aus 11 Schiffen bestehende Mezquita. Es war damals die größte Moschee der Welt. Die nachfolgenden Herrscher ließen den Saal nach Süden verlängern. Almansor schließlich war verantwortlich für die umfassendste Erweiterung 1008-1009. Die Grundfläche verdoppelte sich fast und zog sich entlang der gesamten Ostfront.
Blick auf den Kirchturm im Norden des Orangenhofes.
Berittene Polizei vor der Mauer der Mezquita.
Blick in den Patio de los Naranjos bzw. Orangenhof, auf die gegenüberliegende Seite. Dieser Hof kann als ältester noch lebender Garten in Europa angesehen werden, da seine Anfänge mit dem Baubeginn der Moschee 784 zeitlich zusammenfallen. Der von einer Mauer umgebene Bereich ist 50 x 130 m groß. Hier gab es von Anfang an Granatapfelbäume, Zypressen und Palmen. Seit der christlichen Zeit besteht die Bepflanzung zussätzlich aus 98 in Reihen gepflanzter Orangenbäume. In diesem Bereich fanden früher die rituellen Waschungen der Muslime statt. In den den Hof umgebenden Galerien beteten früher die Frauen. Außerdem wurde auf dem Hof auch gelehrt und Gericht gehalten. Heute gibt es hier 3 Brunnen im Renaissance-Stil.
Türklopfer an den großen Toren aus Metall.
Blick über den Hof Richtung Nordwesten, wo der Glockenturm steht.
Blick durch die östliche Galerie, die mit Hufeisenbögen versehen ist. An den Wänden restaurierte Reste der historischen Decke aus Holz.
Neben der Puerta de Santa Catalina befindet sich im Inneren gleich links ein Hofeisenportal in das Inneren der Moschee. Über der Tür aus Holz ein rundes buntes Glasfenster.
Blick durch den Orangenhof zum Glockenturm bzw. Torre-Campanario, im Norden des Geländes. Er wurde als Minarett für die damalige Moschee unter Abd al-Rahman III. im 10. Jahrhundert errichtet. Nach der christlichen Eroberung wurde das Minarett als Glockenturm umgebaut. 1589 wurde der Turm durch ein Unwetter so stark beschädigt, dass 4 Jahre später der Architekt Hernán Ruiz III. (ca. 1534-1606) mit der Restaurierung und dem Ausbau des Glockenturm mit einem Uhrwerk beauftragt wurde. Nach Verzögerungen und mehreren Wechseln der Architekten, wurde der Turm erst 1664 in seinem heutigen Erscheinungsbild fertiggestellt. Auch die Erdbeben 1727 und 1755 führten zu Beschädigungen und folgenden Sanierungen. Heute hängen insgesamt 20 Glocken in 3 Glockengeschossen. Die älteste Glocke stammt noch aus dem Jahr 1495.
Blickt man nach Süden, schaut man auf die riesige Kathedrale, die aus dem Baukörper der Moschee herausragt.
Blick auf den nördlichen Arkadengang mit Glockenturm, an dessen Stelle früher das Minarett stand.
An der nordöstlichen Ecke des Arkadengangs ein gemauerter Bogen.
Daneben auf dem Boden eine Glocke.
Blick durch eine Arkade, über den Orangenhof, auch mit Palme und Zypresse, auch die im Hintergrund liegende, aus der Moschee in der Höhe herausragende Kathedrale.
Blick durch den nördlichen Arkadengang.
Blick auf den nördlichen Arkadengang, dessen Außenmauer die Grenze zur Calle Cardenal Herrero ist.
Blick Richtung Glockenturm.
Detail des Glockenturms mit dem Erzengel Raphael, dem Schutzengel Córdobas an der Spitze.
Blick Richtung Glockentum mit der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Fuente de Santa Maria bzw. Marienbrunnen. Es ist der größte der drei Brunnen im Orangenhof. Hier führten die muslimischen Gläubigen ihre rituellen Waschungen durch. Hier kamen in christlicher Zeit die Frauen der umliegenden Viertel her, um Wasser zu holen, vor allem aus dem stark benutzt aussehenden „Ausguss des Olivenbaums“, der nach dem daneben stehenden, jahrhundertealten Olivenbaum benannt ist.
Blüte eines Orangenbaums.
Die beiden anderen, von einem Gitter umgebenen, runden Brunnen auf dem Orangenhof.
Blick auf den Glockenturm mit der Innenfassade der Puerta del Perdón bzw. des Gnadentors oder Tür der Vergebung. Das heutige Aussehen des Tores ist das Ergebnis der Umbauarbeiten unter der Leitung von Sebastián Vidal Mitte des 17. Jahrhunderts.
Zwei Reliefs mit Wappen am unteren Bereich des Glockenturms.
Detail des Gnadentors mit der Skulptur eines Engels, umgeben von Putten.
Die nordwestliche Ecke des Arkadengangs.
Detail der Gestaltung im Bereich des Daches mit Reliefs von kleinen gotischen Bögen.
Blick in den Orangenhof und die Moschee mit der Kathedrale Richtung Süden.
In der nordwestlichen Ecke des Arkadengang ein weiterer gemauerter Bogen mit Maria und Engeln als Gemälde im Giebel.
An der Wand originale Deckenbalken.
Blick in die südwestliche Ecke des Orangenhofes mit langen Warteschlangen.
Details der Dekorationen oben an der Umfassungsmauer und ein Wappen als Relief.
Mit Relief gerahmtes, gemaltes Kruzifix an der Wand.
Pueta de las Palmas bzw. das Palmentor. Es ist das einzige Tor, was vom Orangenhof in die Moschee führt. Bis zur Rückeroberung Granadas war dieses Tor das sogenannte Segnungstor, weil hier die königlichen Flaggen bei der Krönung eines neuen Monarchen gesegnet wurden. Die Nordfassade der Moschee wurde 958 unter Abdar-Rahman III. verstärkt und mit 11 Hufeisenbögen versehen. Der größte Bogen ist der des Palmentors. 1553 wurde der obere Teil des Tors von Hernán Ruiz dem Älteren (1475-1547) ergänzt und mit einem Relief versehen, welches Mariä Verkündigung darstellt.
Im Westen der Mezquita verläuft die Calle Torrijos. An ihrem südlichen Ende, befindet sich der Palacio Episcopal bzw. Bischofspalast, der ehemalige muslimische Alkazar. Mit einer Fläche von 14.000 qm ist es eines der größten Gebäude im Zentrum der Stadt.
Rechts daneben der Palacio de Congresos y Exposiciones bzw. Kongresspalast, der ebenfalls auf den Ruinen der Umayyaden-Festung steht. Das zwischen 1512 und 1516 erbaute ehemalige Hospital von San Sebastián war 2 Jahrhunderte lang das einzige Gesundheitszentrum der Stadt. Es diente als von 1516-1816 als Krankenhaus, 1816-1961 als Heim für Mütter und Säuglinge und beherbergt seit 1986 den Kongress- und Ausstellungspalast sowie das Fremdenverkehrsamt. Der Bau ist ein Werk von Hernán Ruiz dem Älteren (1475-1547). Im Zenrum des Gebäudes ein im Mudéja-Stil gestalteter Kreuzgang. Die Fassade ist eines der bedeutendsten Beispiele gotsicher Architektur in Córdoba. Die drei Bögen des Eingangs sind so wenig gewölbt, dass sie wie ein Türsturz wirken. Darüber erhebt sich ein Kielbogen. Das Tympanon zeigt unter Baldachinen 3 Statuen, die wahrscheinlich San Pedro, San Sebastián und San Palblo darstellen. Auch der Eingang wird flankiert von weiteren Statuen, die auf Konsolen stehen und von Baldachinen bedeckt sind.
Details der Fassade.
Blick in den von Arkaden umgebenen Innenhof.
In der Mitte eine Skulptur, die einen Mann auf einem Stapel Büchern sitzend darstellt.
Blick in die Calle Torrijos Richtung Norden.
Straßenhändler mit Kunstgewerbe, Masken aus Leder als Wanddekoration.
Zahlreiche Tore führten zum Gelände der Mezquita. Die Puerta de San Sebastián im Südwesten der Mezquita, gegenüber vom Bischofspalast, ist das älteste Tor der Moschee und entstand während der Herrschaftszeit von Abd ar-Rahman I. (731-788). Der Hufeisenbogen hat rechts und links noch Reste arabischer Reliefs und diente als Modell für die restlichen Seitentore aus muslimischer Zeit.
Die westliche Außenmauer der Mezquita, links noch einmal die Puerta de San Sebastián, rechts daneben ein turmartiger Aufbau auf der Mauer. Über einem kleinen Rundbogen ein Wappen als Relief, darüber ein Giebel mit einem Kreuz.
Blick durch die Calle Torrijos Richtung Süden. Links die Puerta de San Miguel bzw. das Sankt-Michaels-Tor, das während der ersten Erweiterung der Moschee entstand. Im 16. Jahrhundert wurde das Wappen von Bischof Juan Daza hinzugefügt. Rechts daneben die Puerta del Espiritu Santo bzw. Heiliggeisttor. Es entstand während der zweiten Erweiterung zu Zeiten al-Hakams II. (915-976).
Details von beiden Toren.
Rechts neben den Heiliggeisttor der Postigo del Palacio bzw. die Palasttür.
Über dem arabischen Hufeisenbogen befindet sich ein gotischer Kielbogen und darüber Reliefs mit gotischem Formen.
Das vorletzte Portal an der südwestlichen Ecke der Umfassungsmauer der Mezquita ist für Restaurierungsarbeiten eingerüstet. Es ist die Puerta de San Ildefonso, die nahezu identisch ist mit der Puerta del Espiritu Santo.
Blick Richtung Norden in die Calle Torrijos. Rechts die westliche Außenmauer der Mezquita, links der Palacio Episcopal bzw. Bischofspalast.
Blick nach Süden auf die Plaza del Triunfo, die direkt zwischen Bischofspalast und dem Fluss Guadalquivir liegt. Hier steht das Denkmal Triunfo de San Raphael und die Puerta del Puente.
Triunfo de San Raphael, eines von vielen Denkmälern für den Erzengel Rafael, dem Schutzengel der Stadt Córdoba. Es wurde nach langer Planungs- und Bauzeit 1781 fertiggestellt. Bildhauer war Miguel Verdiguier (1706-1796). Es ist 27 m hoch und besteht aus einem Sockel aus schwarzem Marmor, umgeben von Felsen auf denen sich eine Art Turm aus rotem Jaspis erhebt. Er ist die Basis für eine Säule aus Marmor, auf der oben die Statue des Erzengels Rafael steht. Weiter unten sitzen Statuen der Schutzheiligen Córdobas, der heilige Acisclus, seine Schwester die heilige Victoria von Córdoba und die heilige Barbara aus weißem Marmor.
Fassade des Palacio Episcopal bzw. Bischofspalast, dem ehemalige muslimische Alkazar zur Calle Torrijos. Der Palast hat eine Größe von 14.000 qm. Im 17. Jahrhundert wurden die zwei Türme ergänzt und dekorative Elemente an den Fenstern und dem Portal im Stil der Renaissance ergänzt.
Detail des Portals mit einem Balkon, flankiert von Reliefs mit Wappen, darüber ein Giebel.
Blick auf das Denkmal Triunfo de San Raphael mit der dahinter liegenden Einmündung der Calle Amador de los Ríos. Rechts die Ecke vom Bischofspalast, links das Gebäude der Diözesanbibliothek von Córdoba.
Die zum Fluss und zur Plaza del Triunfo weisende, südliche Außenmauer der Mezquita. Weiter rechts verläuft sie entlang der Straße Corregidor Luis de la Cerda. Diese Mauer entspricht der Qibla, der im Koran vorgeschriebenen Gebetsrichtung nach Mekka. Der linke, westliche Teil wurde als Doppelmauer von Al-Hakén II. (915-976) erbaut. Am westlichen Ende, hinter dem sich 5 Kirchenschiffe befinden, sind im 18. Jahrhundert zwei Reihen Balkone gebaut worden, um die Beleuchtung der Räume zwischen der doppelten arabischen Mauer zu verbessern. Die untere Reihe ist mit den Wappen einiger Bischöfe verziert.
Details der Balkone und einer Nische mit Rundbogen, flankiert von kleinen Säulen, die einen gebrochenen Giebel mit Kreuz tragen, in dem sich die Statue von Maria mit dem Jesuskind befindet.
An der Plaza del Triunfo Ecke Corregidor Luis de la Cerda zwei Häuser mit arabischer Gestaltung der Fassade. Links haben sich historische Reliefs um die Fenster mit Hufeisenbögen und die Türen, farbige Fliesen und gezackte Zinnen am Dach erhalten. Hier befindet sich heute eine Touristeninformation.
Puerta del Puente bzw. Tor der Brücke: Das Tor wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance zum Gedenken an den Besuch von König Philipp II. erbaut. Es steht an der Stelle, an der sich früher römische Tore befanden, denn hier befindet sich auch die römische Brücke über den Fluss Guadalquivir. Der Bau des Brückentors wurde von Francisco de Montalbán begonnen, aber kurz danach übernahm 1571 Hernán Ruiz III. (1534-1606) die Arbeiten. Das Projekt blieb wegen zu hoher Kosten unvollendet. Im Jahr 1912, während der Herrschaft von König Alfons XIII., wurde das Gebiet um das Tor von seinen alten Mauern befreit und 1928 als Gedenktor wiederaufgebaut, wobei beide Seiten des Tores identisch gestaltet wurden. Der Bogen wird flankiert von 4 dorischen Säulen. Auf der Seite des Flusses im Bogen über dem Durchgang ein Relief mit einem von zwei Kriegern flankierten Wappen und hinter den Säulen oben ein Reliefband mit der Darstellung von Personen.
Berittene Polizei am Tor, dahinter die Diözesanbibliothek und Reste der alten Stadtmauer.
Das gelbe Gebäude am Ufer enthält nich nur die Diözesanbibliothek, sonder auch das Seminario Mayor de San Pelagio, ein Priesterseminar.
An der Ufermauer am Ende des Gebäudes die Rekonstruktion des maurischen Wasserrades Noria. Einst erbaut unter Abd ar-Rahman II., hatte es die Aufgabe hatte, Wasser bis in die Palastgärten zu heben. Dahinter kann man die Mauern des Alcázar de los Reyes Cristianos erkennen.
Blick auf die Ruine neben dem rekonstruierten Wasserrad. In Hintergrund die Puente Romano bzw. Römische Brücke: die nach der Schlacht von Munda, 45 vor Chr. entstandene, 250 m lange Brücke war Teil der Via Augusta, die zum südspanischen Cádiz führte. Sie hat 16 Bögen mit Keilsteingewölbe. Sie ist eins der größten erhaltenen römischen Bauwerke Andalusiens. Im 10. Jahrhundert wurde das Bauwerk von den maurischen Kalifen erneuert und nach der Reconquista mehrfach renoviert.
Der Fluss Guadalquivir führte Hochwasser, sodass das Wasser braun gefärbt war und Gehölz sich an den Bäumen am Wasser und den Brückenpfeilern sammelte.
Beim Blick über den Fluss Guadalquivir kann man noch Ruinen von maurischen Mühlen erkennen. Im Hintergrund die moderne Brücke Puente de San Rafael.
Blick von der Brücke zurück auf die Altstadt mit der Moschee-Kathedrale, der Puente Romano, dem Bischofspalast und dem Gebäude mit der Diözesanbibliothek.
Auf der Brücke eine Statue des Erzengels Rafael von Bernabé Gómez del Río von 1651.
Auf der anderen Seite der Brücke der Torre de la Calahorra. Er wurde im 14. Jahrhundert als Wachturm der Brücke erbaut, über den Resten einer kleinen maurischen Befestigungsanlage. Der Turm hat einen kreuzförmigen Grundriss und enthält heute das Museo vivo de Al-Andalus, eine Stiftung des französischen Philosophen Roger Garaudy.
Blick auf die am Ufer stehende Molino de San Antonio.
Torre de la Calahorra mit dem Museo vivo de Al-Andalus. Das Museum
thematisiert das Zusammenleben der verschiedenen Religionen in der Zeit der Kalifen, also vom 9. bis 13. Jahrhundert.
Inneres:
Luftaufnahme der Stadt Córdoba
Persischer Teppich
Lebensgroße Statuen von maurischen Philosophen, Mystikern und Gelehrten, wie z.B. Ibn-al-Arabi, rechts Alfons X. König von Kastilien und Léon.
Darstellung eines Empfanges beim ersten Kalifen Abd al-Rahman III. mit christlichen Herrschern, europäischen Gesandten und nordafrikanischen Emiren. Es gab keinen Thron, sondern ein Sofa mit Teppich, auf dem der Kalif saß.
Maurisches Kapitell aus Marmor.
Modell der Alhambra in Granada mit ihren Hofen und eine Ansicht bei Nacht.
Maurische Musikinstrumente.
Blick vom Turm auf die Festungsmauern mit Zinnen.
Blick in ein Modell der Mezquita bzw. Moschee mit den Hufeisenbögen und Säulen.
Modelle mit der Darstellung des arabischen bzw. maurischen Lebens in Andalusien.Boote auf dem Fluss Guadalquivir, muslimische Gläubige in einer Bibliothek, betende Muslime in der Moschee, Blick in ein arabisches Bad, ein Pavillon im Garten des Alcázar, Empfang am Hofe des Kalifen Abd al-Rahman III., in den privaten Gemächern des Kalifen mit seinen Frauen, Bauarbeiter an einem arabischen Turm, Marktplatz mit Händlern und Gauklern und einem Gebäude mit Rundbogenarkaden, Blick in das Modell einer jüdischen Synagoge, Almodovar-Tor an dem gerade eine Karawane ankommt
Blick vom Torre de la Calahorra auf die Puente Romano. Auf der Brücke eine pro-palästinensische Demonstration.
Historisches Haus (Hostal El Triunfo) mit schmiedeeisernen Gittern vor den Fenstern an der Calle Corregidor Luis de la Cerda 79, Ecke Plaza Canonigo. Die Straße verläuft im Süden des Geländes der Mezquita.
Inneres des Hauses mit der restaurierten historischen Fassade mit Rundbögen. Sitzgruppen und im Hintergrund eine moderne Wandmalerei mit der Darstellung der Katholischen Könige und Kolumbus.
Blick in den überdachten Innenhof des Hauses mit Rundbögen.
Südliche Außenmauer der Mezquita mit dem Balkon der Kapelle San Clemente. Er ist im plateresken Stil des 16. Jahrhunderts gestaltet.
Rechts daneben die Fassade der Kapelle von San Clemente mit mehreren Statuen über dem Giebel, der sich oben unter einem Rundbogen befindet.
Östliche Außenmauer der Mezquita an der Calle Magistral González Francés. Die Tore von Süden nach Norden: Das Jerusalemer Tor.
Puerta del Sagrario bzw. Tor der Stiftshütte.
Puerta San José bzw. Tor des heiligen Josef. Es hat seinen Namen von der Kapelle des heiligen Josef, die sich hinter dem Tor befindet.
Details des Tores.
Puerta de la Concepción Antigua bzw. Altes Empfängnistor. Es hat seinen Namen von der verschwundenen Kapelle Unserer Lieben Frau von der Empfängnis, die sich ursprünglich hinter dem Tor befand.
Puerta de San Nicolás bzw. Tor des heiligen Nikolaus von Bari. Es hat seinen Namen von der Kapelle des heiligen Nikolaus von Bari, die sich hinter dem Tor befindet. Die letzten drei Tore sehen sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber durch die graphischen Muster im Tympanon des Hufeisenbogens.
Puerta del Baptisterio bzw. Baptisteriumstür. Auch sie hat ihren Namen von dem hinter dem Tor liegenden Baptisterium.
Puerta de San Juan bzw. Tor von Johannes dem Täufer. Die Kapelle von Johannes dem Täufer befindet sich hinter dem Tor. Auch diese letzten Tore ähneln den vorherigen und unterscheiden sich durch das Tympanon im Hufeisenbogen.
Puerta de Santa Catalina an der Plaza de Santa Catalina, ist einer der 6 Tore zum Orangenhof. Das Tor ist im Stil der Renaissance gehalten und wird dem Architekten Hernán Ruiz Jiménez II. (ca. 1508-1569) zugeschrieben. Der von zwei Säulen flankierte Rundbogen hat als Schlussstein im Rundbogen das Wappen von Bischof Cristóbal de Rojas y Sandoval. Interessant sind die beiden Reliefs, die sich im Zwickel des Rundbogens erhalten haben. Es sind Reliefs des alten muslimischen Minaretts, welches Abderramán III. errichten ließ und der Puerta del Perdón. Oben ein Relief mit einem Portal mit geschwungenem Giebel. In den Ecken 2 Evangelisten als Relief.
Direkt gegenüber das Hotel Casa Museo de la Mezquita. In seinem Inneren befinden sich zahlreiche historische Einrichtungsgegenstände, Gemälde, Deckelvasen und Skulpturen. Schrank aus dunklem Holz mit Elfenbeinintarsien, in die Jagdszenen eingeritzt sind.
Innenhof mit Rundbogenarkaden und weiteren Gemälden, historischen Möbeln und Lampen.
Vor der Puerta de Santa Catalina versammeln sich verkleidete, feiernde Menschen.
Die Calle Magistral González Francés am Abend.
Restaurant an der südöstlichen Ecke des Geländes der Mezquita am Abend.
Schaufenster mit Kuchen und Torten des Cafés „hygge“.
Blick in den Innenhof eines Restaurants mit den typischen Blumentöpfen an der Wand und Rundbogenarkaden.
Casa Sacerdotal «San Juan de Ávila» in der Calle Amador de los Ríos 1. Das langgestreckte Gebäude der Diözese steht parallel zum Fluss zwischen der Puente Romano und dem weiter westlich liegenden Alcázar de los Reyes Cristianos. Portal flankiert von Säulen, darüber ein Balkon und darüber ein flacher Bogen mit einem Relief.
Blick über einen Platz mit Palmen auf die Nordwand des Alcázar de los Reyes Cristianos.
An der nordöstlichen Ecke des Alcázar der achteckige Torre del Homenaje bzw. Huldigungsturm.
Mosaik aus Flusskieseln mit der Darstellung der Sehenswürdigkeiten Córdobas.
Blick auf die Plaza Campo Santo de los Mártines und das Monumento a Los Enamorados bzw. Liebesdenkmal. Das Denkmal ist ein Tempel, der aus vier Säulen, einem Dach und einem Sockel mit zwei Armen besteht. Es wurde 1971 zum Gedenken an die Liebe zwischen dem Dichter Ibn Zaydun (1003-1071) und der Dichterin und Prinzessin Wallada (-1091) eingeweiht.
Hier ist eine der Wartestellen für Kutschen, die Touristen durch die Altstadt fahren.
Hier befindet sich der Zugang zu den Baños del Alcázar Califal bzw. Bäder der Burg der Kalifen. Die alten arabischen Bäder entstanden im 10. Jahrhundert unter Kalif Al-Hakam II. Während der Taifa-Zeit und später unter den Almohaden wurden sie erweitert. Während der Herrschaf von Alfons XI. (1311-1350) wurden sie zugeschüttet.1691 wurden sie zwar wieder ausgegraben, aber erst 1903 zufällig wiederentdeckt. Seit 2006 sind sie für die Öffentlichkeit zugänglich.
Grundriss. Man betritt die Bäder durch die ehemalige Rezeption. Hier befindet sich heute ein Raum für audiovisuelle Vorführungen. Dahinter liegt der Umkleideraum und das Kaltbad (Nr. 3 + 4). Nr. 5 + 6 sind der warme und der heiße Raum. Mit blauen Ziffern sind diese Räume in der Erweiterung der Bäder erneut zu sehen.
Rekonstruktion der Baderäume mit Hufeisenbögen in der audiovisuellen Präsentation.
Hypothetische Rekonstruktion des Geländes des Alcázar und der benachbarten Mezquita, zur Zeit der Herrschaft der Kalifen, mit den Bädern (Nr. 1) hinten links.
Blick in den warmen Raum (Nr. 5) mit den Hufeisenbögen und Säulen aus Marmor. Es ist der wichtigste Raum in einem arabischen Bad. Er besteht aus ein einem zentralen, rechteckigen Bereich, der von einem mit Hufeisenbögen abgetrennten Wandelgang besteht. Die dekorativen Pflanzen, die sich an den Basen der Hufeisenbögen erhalten haben, sind in Andalusien einzigartig.
Blick in einen kleinen Raum mit Resten von graphischen Wandmalereien am Sockel.
Stammbaum der verschiedenen Kalifen der Umayyaden.
Fragment einer Keramik aus dem 12. Jahrhundert. Es zeigt Reste einer Stempelverzierung mit geometrischen, epigraphischen und floralen Mustern.
Baderaum mit original erhaltenen Fliesen auf dem Boden.
Informationstafel zum Caldarium und der Fußbodenheizung bzw. Hypokaustum darunter.
Blick auf die Reste des Hypostaustums.
Palacio del canónigo Juan Sigler de Espinosa bzw. Palast des Kanonikers Juan Sigler de Espinosa bzw. Haus der Pfauen, gelegen an der Nordseite der Plaza Campo Santo de los Mártines, direkt neben den arabishen Bädern. In dem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert befindet sich heute das Institut für Sozialwissenschaften und das Hotel Casas de la Judería. Der Name des Gebäudes stammt von den Pfauen, die als Wappen an der Fassade angebracht sind.
Auf der Westseite des Palacio die Calle Cairuán mit einem Durchgang durch die Stadtmauer mit der Zufahrt zu einem Parkhaus. Daneben ein Turm des Palacio.
Calle Cairuán auf der Westseite der Altstadt, führt entlang der alten Stadtmauer, die einst die Medina umgab. Der Name bezieht sich auf die Städtepartnerschaft zwischen Córdoba und der tunesischen Stadt Quairuan. Die Mauern wurden in den 1960er Jahren restauriert und verlaufen in nord-südlicher Richtung. Auch ein kleiner Kanal mit Wasser verläuft hier.
Vor einem der Stadttore in der ursprünglich römischen Mauer, die im 14. Jahrhundert überbaut wurde, ein Wasserbecken und zahlreiche noch kleine Orangenbäume.
Daneben die Statue von Averroes (1126-1198), ein andalusischer Philosoph, Gelehrter, Jurist, Arzt und Schriftsteller, der Hofarzt am Hofe der Almohaden war.
Blick durch die Calle Cairuán mit der Stadtmauer und dem davor liegenden kleinen Wasserkanal.
Hier an der Westseite der alten Stadtmauer hat sich auch die Puerta de Almodovar aus dem 14. Jahrhundert erhalten. In der arabischen Zeit hieß es auch Tor von Nogal (Bab al-Chawz) oder Tor von Badajoz. Es ist das älteste und am wenigsten veränderte Stadttor. Von hier führte es direkt in das ehemalige jüdische Viertel, die Judería.
Vor dem Tor die Statue des römischen Philosophen Seneca aus Bronze. Es stammt vom Bildhauer Amadeo Ruiz Olmos und wurde 1965 eingeweiht.
Zwei Kutschen mit Pferden bei der Tour durch die Stadt.
Gegenüber der Einfahrt zum Parkhaus befindet sich der Weg „Hasday Ibn Shaprut“ bzw. Chasdai ibn Schaprut (ca. 905-970), benannt nach einem ein jüdischen Diplomaten. Er ist der erste jüdische Würdenträger im Dienste spanischer, umayyadischer Herrscher, über den sich Informationen erhalten haben. Links Reste der nördlichen Außenmauer des Alcázar.
An diesem Weg liegt die Iglesia Adventista del Séptimo Día en Córdoba bzw. Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Córdoba. Der Eingang mit zwei Eingangsportalen mit Spitzbogen.
Am Ende des Weges führen Treppen runter zum Barrio San Basilio.
Barrio San Basilio oder Barrio de los Patios Cordobeses im Südwesten von Córdoba, nördlich des Alcázar und seiner Gärten. Das Viertel wurde im 14. Jahrhundert von König Alfonso XI. geplant. Anfang des 15. Jahrhunderts beschloss man, dem Bevölkerungsschwund der Stadt entgegenzuwirken, indem man dort Armbrustschützen und ihre Familien unterbrachte. Sie konnten dann auch gleich die nahegelegenen Stadtmauern zum Schutz der Stadt besetzen. Das Viertel besteht nur aus drei Straßen, die parallel zum Fluss und dem Alcázar verlaufen. Es ist bekannt für seine traditionelle, volkstümliche Architektur und die berühmten, mit Pflanzen geschmückten Patios bzw. Innenhöfe. Es gibt einen jährlichen Wettbewerb im Mai, bei dem die Stadt den schönsten Patio kürt. Er wird seid 1918 durchgeführt. Schon die Römer und Westgoten entdeckten die ummauerten Gärten als Geheimwaffe gegen die Hitze. Doch erst die Araber erhoben die Gestaltung der Höfe zu einer Kunst.
Am Ende der Treppe, am Manuel Garrido Moreno Plazt, die lebensgroße Skulpturengruppe aus Bronze „El Abuelo con El Niño“ bzw. „Der Großvater mit dem Kind“. Es symbolisiert die Weitergabe der Pflege der Patios von Generation zu Generation.
Details weiterer Patios mit zahlreichen Pflanzen.
Typisch sind die an den Wänden befestigten, bepflanzten Blumentöpfe. Mehrere dieser zugänglichen, privaten Innenhöfe liegen in der Calle Martin de Roa.
Farbige Bilder aus Keramik an einer Wand mit einigen preisgekrönten Patios der letzten Jahre.
Weitere der Details der Patios, die teilweise mit Mosaiken aus Flusskieseln auf dem Boden ausgestattet sind.
Blick durch die Calle San Basilio mit der Iglesia de San Basilio im Hintergrund.
Innenhof mit Rundbogenarkaden. In den angrenzenden Räumen sind historische Möbel und Ausstattungsgegenstände zu sehen. Kerzenleuchter, historische Plakate und Spielgel an den Wänden.
Historische Nähmaschine, Spitzendecken und Gießkannen, sowie die tytischen Leitern, um die zahlreichen Blumentöpfe an den Wänden zu gießen.
Blick in eine offene, historische Küche mit Küchengeräten.
Historisches Klavier mit alten Uhren darauf und einem besticketen Tuch.
An der Wand ein Bild aus Fliesen mit der Darstellung von Don Quijote und seinem Diener Sancho Panza.
Zitronenbaum in einem Innenhof.
An einer Wand sogar ein historisches Mosaik, ggf. römisch.
Iglesia de Nuestra Señora de la Paz bzw. Kirche Unserer Lieben Frau des Friedens, besser bekannt als Iglesia de San Basilio bzw. Kirche des heiligen Basilius. Sie wurde 1590 von den Mönchen des Heiligen Basilius gegründet und ist die ehemalige Klosterkirche des heute nicht mehr bestehenden Kollegs des Heiligen Basilius. Im Jahr 1846 wurde sie aufgrund der großen Entfernung zwischen dem Viertel und der Moschee-Kathedrale zur Hilfspfarrei der Pfarrei Sagrario ernannt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie stark umgebaut, sodass von der Kirche des 16. Jahrhunderts fast nichts mehr erhalten ist.
Im Eingangsbereich besteht der Sockel aus blau-weißen Fliesen mit barockem Dekor.
Das Mittelschiff und die Kassettendecke aus Holz stammt aus der Zeit des Barock, 17. Jahrhundert.
Der Hauptaltar ist wegen der vorgelagerten Dekorationen anlässlich der Karwoche kaum zu sehen. Er stammt von Alonso Gómez de Sandoval (1713-1801) aus dem 18. Jahrhundert und stammt wohl ursprünglich aus dem Kloster Santa Clara.
Im linken Querschiff ein goldfarbener barocker Nebenaltar. In Zentrum die Statue des heiligen Franziskus von Alonso de Mena y Escalante (1587.1646).
Im rechten Querschiff ebenfalls ein goldfarbener barocker Nebenaltar mit der Statue von Maria im Zentrum, flankiert von Säulen und zwei weiteren Statuen.
Blick zurück durch das Mittelschiff und die Emporen über dem Eingang.
Blick vom Mittelschiff auf das rechte Seitenschiff mit weiteren Nebenaltären.
Ehemalige Taufkapelle prächtig gekleidete Skulpturen von Nuestro Padre Jesús de la Pasión bzw. Unserem Vater Jesus der Passion. Außerdem Nuestra Señora del Amor bzw. Unserer Lieben Frau der Liebe und San Juan Evangelista bzw. Johannes der Evangelist.
Blick in die Sakristei mit Statuen von Maria und Jesus an der Wand. Schmiedeeiserner Leuchter.
Fliesenbild mit der Darstellung des Nuestro Padre Jesús de la Pasión.
Details weiterer Patios bzw. Innenhöfe.
Blick in eine offene, historische Küche mit Küchengeräten und Brunnen.
Waschtrog mit Waschbrett und Besen an der Wand.
Historische Küche mit Herd, Geschirr und Töpfen.
Weiterer Innenhof, den man durch einen flachen Rundbogen betritt. Im Vorraum zahlreiche gerahmte Fotos und Gemälde.
Zwischen den zahlreichen Blumentöpfen historische Stühle und Tonkrüge.
Schmale Gassen führen durch das Viertel.
Wandmalereien in der Calle Duartas.
Innenhof mit Balkon und immer wieder die Leitern zum Gießen der oben angebrachten Blumentöpfe.
Eine der schmalen Straßen im Viertel.
Weiterer Innenhof mit blauen Blumentöpren und einem Brunnen.
Im Eingangsbereich eine historische Kommode, Kerzenhalter, Bügeleisen und Scheren an der Wand.
Blick in die schmalen Straßen im Viertel Barrio San Basilio mit ihren schmiedeeisernen Gittern an den Fenstern und Balkonen.
Gleich neben Resten der Stadtmauer in der Calle San Basilio, der Verkauf von Tickets für den Zugang zu den wichtigsten Patios.
Daneben steht der große quadratische Torre de Belen bzw. das Bethlehem-Tor mit einer Seitenlänge von jeweils 7,4 m aus Kalkstein.
Detail des Durchgangs.
Dahinter befindet sich die Calle Caballerizas Reales – mit berittener Polizei.
Caballerizas Reales bzw. die Königlichen Ställe: König Philipp II. (1527-1598) beauftragte Diego López de Haro y Sotomayor (1515-1578) damit, Ställe in der Nähe des Alcázar zu errichten. Sie entstanden 1657-1570. Außerdem befahl er bereits 1567, für andalusische Pferde Rassestandards festzulegen. Bis 1995 wurde hier Pferdezucht betrieben. Heute sind hier die Pferde der berittenen Polizei untergebracht. Seit 2008 finden hier öffentliche Pferdesportveranstaltungen statt.
Eingangstor zu den Stallungen.
Blick in die Stallungen.
Blick in den mit Orangenbäumen und Zuschauertribünen umgebenen Innenhof mit einer Fläche für Pferdesportveranstaltungen.
Werbeplakat für die Pferdesportveranstaltungen.
Mezquita-Kathedrale: Die Kathedralmoschee von Còrdoba ist nach der Alhambra von Granada das bedeutendste maurische Bauwerk Andalusiens. Nach außen wird das Gelände von 175 x 134 Metern von einer 12 m hohen Mauer umgeben. Der Moschee vorgelagert, innerhalb der Mauern, ist der Orangenhof, der Patio de los Naranjos. Die Mezquita entstand in mehreren Bauphasen zwischen 785 und 1009. Die in die Mitte hineingebaute Kathedrale stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert und entstand während und nach der Regierungszeit von Kaiser Karl V. Das Gelände ist seit Jahrhunderten heilig. Unter den Römern befand sich hier der Tempel des Janus, unter den Westgoten war hier eine Basilika, die dem Märtyrer Vinzenz geweiht war. Als die Mauren die Stadt eroberten, teilten sie die Kirche auf und überließen den Christen eine der beiden Hälften, sodaß mehr als ein halbes Jahrhundert Moslems und Christen im gleichen Gotteshaus beteten. Erst Abd-ar-Rahmān I. kaufte 785 den Christen ihre Hälfte ab und ließ die Kirche abreißen. Er schuf die erste, aus 11 Schiffen bestehende Mezquita. Es war damals die größte Moschee der Welt. Die nachfolgenden Herrscher ließen den Saal nach Süden verlängern. Almansor schließlich war verantwortlich für die umfassendste Erweiterung 1008-1009. Die Grundfläche verdoppelte sich fast und zog sich entlang der gesamten Ostfront.
Inneres:
Man betritt die Mezquita-Kathedrale von Norden, vom Orangenhof aus. Blick in die sogenannte „Ur-Mezquita“ von Abd-ar-Rahmān I. (731-788). Sie besteht aus 11 Längsschiffen und 12 Querschiffen. Dieser Teil der Moschee ist mit seinen architektonischen Elementen durchaus aus früheren Bauwerken bekannt, gilt aber als Beginn der Entwicklung des cordobesisch-arabischen Stils. Bei den Hufeisenbögen ist der westgotische Einfluss erkennbar. Mit den oberen Bögen wurde die Decke angehoben und es gab einen besseren Lichteinfall zu den damals zum Hof hin offenen Bögen.
Oberhalb der Säulen befinden sich zahlreiche verschiedene Kapitelle, die zum Teil einen geringeren Durchmesser haben, als die Säule darunter, was belegt, daß hier offenbar Spolien verwendet wurden, also wiederverwendete Bauteile. Oberhalb der Kapitelle Reliefs mit Darstellungen von Personen, was ihren christlichen Ursprung belegt.
Blick von der „Ur-Mezquita“ in den Säulenwand der ersten Erweiterung unter Abd-ar-Rahmān II. (792-852). Sie war notwendig geworden wegen rasanten Wachstums der Bevölkerung. 8 neue Seitenschiffe wurden Richtung Süden hinzugefügt. Dieser Teil der Moschee wurde durch den Bau der Vierung der Kathedrale mit am stärksten betroffen. Die Vollendeung der Erweiterung konnte Abd-ar-Rahmān nicht mehr erleben, sein Sohn Muhammad I. (823-886) hat sie abgeschlossen. Er erneuerte auch die „Ur-Mezquita“, da sie sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem sehr schlechten Zustand befand. Der Säulenwald besteht aus einem System von Doppelbögen, wobei die unteren Bögen Hufeisenbögen sind, die oberen Rundbögen. Diese Baumodule sind beeinflusst von Aquädukten und Triumpfbögen im alten Rom.
In der ersten Erweiterung haben sich vereinzelt römische Säulen erhalten, die hier wiederverwendet wurden. Durch ihre gerillen Schäfte sind sie besonders auffällig.
Details verschiedener Kapitelle, die als Spolien von anderen Bauten übernommen wurden.
Eine zweite Erweiterung erfuhr die Moschee unter dem Omayyaden Hakam II. (915-976). Es werden 12 neue Abschnitte hinzugefügt. Der Grundriss der Moschee ist jetzt ein längliches Rechteck.
Die letzte Erweiterung von 991 wurde durch Al-Mansur (938-1002) beauftragt. Durch die Erweiterung Richtung Osten durch 8 neue Schiffe, entsteht ein nahezu quadratischer geschlossener Raum.
Christliche Einbauten, mitten im Säulenwald.
An der Außenwand der Moschee zum Organgenhof im Norden, sind christliche Kapellen und Nebenaltäre eingebaut worden. Vergoldeter Altar in barocken Formen mit Statue eines Bischofs im Zentrum, flaniert von salomonischen Säulen und Kreuzigung ganz oben.
Nebenaltar mit einem Gemälde mit der Darstellung der Erscheinung eines Engels von einem knieenden Priester.
An der Wand ein Bildteppich, daneben die Statue eines Geistlichen mit Palmwedel und ein Chorpult. Dahinter ein ehemaliger Hufeisenbogen.
Rechts vom Chorpult ein Rundbogen mit arabischen Reliefs darüber.
Einer der verzierten Übergänge in die christliche Kathedrale.
Details der Reliefs mit menschlichen Darstellungen, Wappen und geflügelten Fantasiegestalten.
Weiterer goldfarbener Nebenaltar mit dem das Kreuz tragenden Christus, flankiert von salomonischen Säulen und zwei Heiligen. Darüber Gemälde einer Nonne.
Vor dem Altar Steinplatte mit eisernem Ring und farbige Fliesen mit Wappen und arabischen Mustern.
Kapelle Nuestra Señora de la Concepción: Sie wurde 1679-1682 auf Initiative von Bischof Fray Alonso de Medina y Salizanes als bischöfliches Mausoleum an der Westwand erbaut und ist eine der am prächtigsten dekorierten Kapellen in der Kathedrale. Die Kapelle selbst ist mit einem schmiedeeisernen Gitter abgeteilt.
Vor der Kapelle eine bemalte Kuppel, rechts und links davon flache, mit barocken Mustern bemalte Decken.
In der Kuppel die Taube des Heiligen Geistes, umgeben von zahlreichen Engeln bzw. Putti. In den Zwickeln die vier Evangelisten. Die tragenden Mauern mit Fenstern sind ebenfalls bemalt.
Auf dem Fußboden vor der Kapelle 3 Grabplatten von Bischöfen mit ihren Wappen als Relief.
Weitere Nebenaltäre: Goldfarbener Nebenaltar mit einem breiten üppig dekorierten, ovalen Rahmen, in dem als Relief zwei betenden Heiligen von Putti die Geißelungssäule gezeigt wird. Darüber Maria und unter den knieenden Heiligen Maria mit dem Jesuskind.
Goldfarbener Nebenaltar mit der Statue eines Heiligen in einer Nische im Zentrum.
Säulen der Moschee in der Nähe der Kathedrale.
Dazwischen christliche Einbauten mit Nebenaltären und üppigen barocken Reliefs mit Wappen, Heiligen und geflügelten Fantasiegestalten an Konsolen, auf denen keine Statuen mehr stehen.
Detail eines Kapitells.
Blick auf die Säulen der Moschee im Bereich des Hinterchors.
Blick durch einen Rundbogen auf die Wand des Hinterchors mit der sitzenden Statue von Petrus in einem Giebel über Säulen und zwei vergitterten Durchgängen. Davor verläuft der Chorumgang mit gotischen Reliefs und Fächergewölbe.
Auf dem Fußboden mehrere Grabplatten von Bischöfen aus schwarzem Marmor mit ihren Wappen als Relief.
Weitere Nebenaltäre:
In einem goldfarben gerahmten Oval ein Gemälde mit der Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit. Christus und Gottvater sitzen an einem von Putti gehaltenen Globus. Das Gemälde ist vor einem mit Hermelin gefütterten, von Putti gehaltenen Vorhang positioniert. Das Ganze vor einer scheinbaren Fassade mit einem Giebel.
Goldfarbener Nebenaltar in barocken Formen mit der zentralen Statue des auferstandenen Christus. Er wird flankiert von 2 Gemälden mit der Darstellung der Verkündigung und der Heimsuchung Marias. Über den Gemälden zwei runde Gemälde mit Porträts.
Grabplatte aus weißem Marmor mit Wappen als Relief.
Verschlossener Ausgang mit Hufeisenbogen. Daneben ein Gemälde mit der Darstellung eines Erzengels.
Daneben farbiges Relief mit der Darstellung von Cristobal von der Heiligen Katharina (1638-1690) einem Franziskanermönch bei der Verteilung milder Gaben.
Verschlossener Ausgang mit Hufeisenbogen und den Doppelbögen davor.
Zwischen zwei Säulen aus schwarzem Marmor ein Relief mit Schrift und Wappen und der Darstellung Jesu mit seinen Marterwerkzeugen und knieenden Stifterfiguren.
Hufeisenbogen im Chorumgan mit dem Wappen eines Bischofs aus besticktem Stoff an der Wand.
Blick durch ein Kirchenschiff mit flachen Spitzbogen und Kassettendecke Richtung Villavidiosa-Kapelle.
Blick in die Kassettendecke.
Geschlossener Bogen mit Reliefs im Mudejarstil und 3 farbigen Wappen.
Weitere Grabplatten von Bischöfen aus schwarzem Marmor, mit Wappen als Relief, 18. Jahrhundert.
Kapelle des heiligen Geistes und Petrus des Märtyrers: Diese Kapelle hat mehrfach ihren Namen geändert. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hier zwei Altarbilder aufgestellt, von denen heute nur noch das von San Pedro erhalten ist. Es handelt sich um ein neoklassizistisches Altarbild aus dem späten 18. Jahrhundert. Das zentrale Gemälde wird flankiert von 2 Säulen mit korinthischen Kapitellen.
In der Mitte der Kapelle eine Marienstatue unter einem silbernem Baldachin. Dahinter ein Gemälde mit der Darstellung des Martyriums des heiligen Laurentius.
Blick durch die Moschee mit ihrem Wald aus Säulen und Doppelbögen.
Bemalung der Balkendecke mit graphischen Mustern.
Gemälde von Pablo de Céspedes (1538-1608) „Das Heilige Abendmahl“ von 1595. Es zeigt symbolische Elemente wie Zitronen und Orangen und einen Salzstreuer. Die Zitrusfrüchte galten als Gegenmittel für einige Gifte und Salz war ein Symbol für Integrität.
Verschlossener Ausgang mit Hufeisenbogen und kontrastreicher farbiger Gestaltung.
Museo de San Vicente: Museum in der südwestlichen Ecke der Moschee-Kathedrale mit Exponaten aus der westgotischen Basilika San Vicente, die vor dem Bau der Moschee hier stand.
Relief mit durchbrochenen Rosetten.
Quadratische Säule mit geometrischen Reliefs aus weißem Stein.
Runde Reliefs mit christlichem Symbol und Brustbildnisse, deren Gesichter zerstört sind, eventuell Reste einer Darstellung des letzten Abendmahls als Relief.
Weißer Stein mit geometrischen Reliefs
Reste verschiedener Kapitelle, ein ionisches und ein korinthisches Kapitell aus dem 1. und 2. Jahrhundert.
Verschlossener Ausgang mit Hufeisenbogen.
Blick auf die Südwand der Moschee-Kathedrale mit christlichen Kapellen und dem Mihrab, der gerade restauriert wird. Hier im Süden der Moschee befinden wir uns in der Erweiterung durch Hakam II.
Kapelle des Heiligen Stephanus und des Heiligen Bartholomäus: Gemälde mit der Darstellung des Martyriums des heiligen Bartholomäus. Es handelt sich um eine lokale Kopie aus dem 17. Jahrhundert, die von einem Stich von José de Ribera inspiriert wurde. Das Gemälde ist mit einem geschnitzen Rahmen aus Holz versehen.
Daneben die Statue von König Ferdinand III, genannt der Heilige und die Doppelbögen der Moschee.
Capilla de San Juan de Ávila bzw. Kapelle des Heiligen Johannes von Avila: der Kirchenlehrer, der 1500-1569 lebte ist als sitzende Statue vor einem Altar mit Kruzifix dargestellt. Darunter ein rechteckiges Podest mit farbigen Reliefs mit Szenen aus seinem Leben. Die Kapelle wird flanliert von Doppelbögen der Moschee.
In der Kapelle neben dem Mihrab, der Gebetsnische der Moschee, ein großes aus Holz geschnitztes vierseitiges Chorpult. Dahinter an der Südwand der Moschee-Kathedrale zwei Rundbögen mit Reliefs im Mudejarstil.
Blick in das Sterngewölbe der Kapelle.
Blick in die Doppelbögen des Schiffs vor dem Mihrab und seinen beiden Nebengelassen.
Blick auf die mit graphischen Mustern verzierte Balkendecke vor dem Mihrab. Sie wurde in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts restauriert und besteht aus Lärchenholz.
Blick auf den Mihrab an der Südwand der Moschee. Er besteht aus 3 Bereichen. Rechts ein hinter Gerüsten versteckter Berich, der einst der Eingang zu einem Übergang zur Palast (den heutigen Bischofspalast) für den Kalifen war. In der Mitte der Mihrab selbst und der dritte Bereich befindet sich links vom Mihrab, der Bayt al-Mal oder die Schatzkammer.
Detail des Mosaiks um den Hufeisenbogen vor dem Übergang für den Kalifen zu seinem Palast.
Der Vorraum des Mihrab, der Maqsura mit Vielpassbögen. Blick von hier Richtung Kathedrale.
Detail eines Kapitells.
Details der Vielpassbögen.
Blick in die Kuppel der Maqsura, eine Kreuzrippenkuppel. Die Mosaiken waren ein Geschenk des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. bzw. Konstantin Porphyrogennetos an den cordobesischen Kalifen.
Details der Kuppel und seiner Mosaiken.
Der Eingang zum Mihrab mit seinen prächtigen Mosaiken und dem dahinter liegenden achteckigen Raum mit Sockeln aus Marmor und Alabastergesims mit Reliefs und eine Reihe Kleeblattbogen.
Details der Mosaiken am Eingang des Mihrab mit kufischen bzw. arabischen Inschriften, die Suren aus dem Koran zeigen und Berichte über das Wirken von Hakam II.
Oberhalb Kleeblattbogen mit Mosaiken mit floralen Motiven.
Ein Vielpassbogen von unten und Blick in die Kuppel neben der Hauptkuppel der Maqsura.
Kuppel neben der Hauptkuppel der Maqsura. Auch sie ist eine Kreuzrippenkuppel, allerdings weniger aufwändig dekoriert.
Villaviciosa-Kapelle: errichtet im Auftrag von König Ferdinand II. direkt nach der Rückeroberung Cordobas durch die Christen 1236, gehört sie zu den ersten christlichen Umbauten in der Moschee. Diese Kapelle hieß ursprünglich Kapelle San Clemente. Bis 1275 wurde hier die Messe gelesen.
Blick von der Villaviciosa-Kapelle über zahlreiche Grabplatten von Bischöfen, die Kassettendecke und eine Fensterrose.
Durchgang von der Villaviciosa-Kapelle Richtung Kathedrale mit einem Vielpassbogen.
Details des Vielpassbogens mit seinen Reliefs.
Der Zugang zur Villaviciosa-Kapelle gesehen vom Bereich hinter dem Chor der Kathedrale.
Details des mit christlichen Motiven Reliefs geschmückten Hufeisenbogens.
Sterngewölbe vor dem Zugang zur Villaviciosa-Kapelle.
Details von Reliefs an einer Säule mit Fantasiegestalten und floralen Motiven.
Hinterchor bzw. Rückwand des Chorraums:
Blick Auf die Rückwand des Chorraums von außen. Die Wand hat zwei vergitterte Durchgänge in den Chor, die jeweils von zwei Säulen flankiert werden. Diese tragen Türstürze mit Putti und darüber jeweils einen kleinen Giebel. In der Mitte ein turmartiger Aufbau, im Zentrum eine sitzende Statue von Petrus vom Architekten Juan de Ochoa (Wirkungsdaten 1558-1606).
Detail der sitzenden Statue von Petrus als Papst.
Blick auf das in weiß und goldfarben gehaltene Gewölbe mit zahlreichen Reliefs mit christlichen Motiven.
Rechts und links an der Seitenwand jeweils zwei Statuen auf Konsolen mit Baldachin darüber.
Weitere Nebenaltäre und Kapellen:
Capilla de San Eulogio bzw. Kapelle des heiligen Eulogius von Cordoba: Die Kapelle befindet sich an der Nordwand der Moschee-Kathedral und stammt aus dem Jahr 1618. Der Jesuit Alonso Matías wurde mit dem Bau des Altars aus rotem Jaspis beauftragt. Das Gemälde mit der Darstellung des heiligen Eulogius von Cordoba bzw. Eulogius Cordubensis, der Priester zur Zeit der Umayyaden war, stammt von italienischen Maler Vicente Carducho (1578-1638) aus dem Jahr 1620. .
Capilla de San Esteban bzw. Kapelle des heiligen Stephanus: Gemälde mit der Darstellung des Martyriums, der Steinigung des heiligen Stephanus.
Im östlichen Teil der Moschee-Kathedrale befindet sich die letzte Erweiterung des Baus, 991 von Al-Mansur (938-1002) beauftragt. Hier an der Ostwand befinden sich zahlreiche weitere Kapellen mit Nebenaltären.
Über einem Fliesenbild als Sockel, ein goldfarbener Nebenaltar mit der Darstellung von Maria mit dem Jesuskind. Zwei Engel halten eine Krone über ihren Kopf. Das Bildnis wird flaniert von zwei Säulen mit farbigen Kapitellen, die einen gesprengten Giebel tragen. Köpfe von Putti und florale Motive auf goldfarbenen Grund.
Gemälde in barockem Rahmen mit der Darstellung des heiligen Christophorus.
Capilla de San Miguel bzw. Kapelle des Erzengels Michael: Über einem Fliesenbild als Sockel, ein Altar der aus mehreren Gemälden besteht. Im Zentrum die Darstellung des Erzengels Michael. Links Christus, darunter der heilige Laurentius. Rechts Maria, darunter der heilige Stephanus. Unten in der Mitte der heilige Petrus und Paulus, flankiert links vom Erzengel Raphael, rechts vom Erzengel Gabriel. In einem giebelartigen Aufbau wohl die Darstellung von Moses mit den Gesetzestafeln.
Capilla de Epifania o Santos Reyes bzw. Kapelle der Epiphanie oder der heiligen drei Könige: Über einem bemalten Sockel aus Naturstein ein goldfarbener Altar mit einem farbigen Relief mit der Darstellung der Anbetung der heiligen drei Könige. Es wird flankiert von ionischen Säulen, die einen Giebel tragen. Darüber eine Darstellung von Jeus oder Gottvater. Ganz unten in der Mitte eine kleine Statue der heiligen Barbara, flankiert von zwei kleinen Gemälden mit der Verkündigung und der Heimsuchung.
An einer Wand ein rechteckiges, farbiges Relief mit lateinischem Text mit der Darstellung eines angeketteten, knieenden und betenden christlilchen Mannes. (Versuch einer Übersetzung: Während diese mohammedanische Orgie gefeiert wird, bezeichnet der Gefangene den Tempel des Christentums als wahr. Und mit dunklem Herzen schnitzt er mit einem Steinnagel den Heiligenschein, für den er enthauptet wurde.)
Capilla de nostra Signora del rosario bzw. Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz: farbiger Altar mit der zentralen Darstellung der Maria mit Jesuskind, welches einen Rosenkranz hält, umgeben von Köpfen von Putti. Links ein Gemälde des Martyriums des heiligen Sebastian, rechts der heilige Rochus. Zwischen den Gemälden blaue Säulen, bemalt als wenn sie auf Marmor bestehen würden, die ein Gebälk tragen mit der Taube des heiligen Geistes. Darüber ein Kruzifix.
An einer Wand ein Rest einer Wandmalerei mit einem lateinischen Text, umgeben von einem ovalen gemalten Rahmen mit floralen Motiven.
Capilla de benditas animas del purgatorio bzw. Kapelle der Heiligen Seelen des Fegefeuers: Kruzifix mit einem Gemälde im Hintergrund, welches die Ansicht einer Stadt mit Festungsmauer zeigt, mit einem großen zentralen Kuppelbau.
Gemälde mit der Darstellung der Enthauptung von Johannes dem Täufer. Darunter ein Reliquienschrein mit einem Schädel und Knochen.
Capilla de Santo sepulcro o Santos Varones bzw. Kapelle des Heiligen Grabes oder der heiligen Männer: In den Rundogen der Kapelle eingepasster Altar, der im Zentrum als farbiges Relief die Grablege Christi zeigt. Flankiert von zwei Gemälden mit Heiligen, darüber die Darstellung der Maria.
Der Rundbogen und das davor liegende runde Gewölbe in weiß und goldfarben, zeigt die vier Evangelisten als Reliefs und im Zentrum ein Wappen.
Capilla de Santa Ursula y Santa Francisca Romana bzw. Kapelle der heiligen Ursula und Franziska von Rom: Der Altar zeigt im Zentrum ein Gemälde mit einer Art Schutzmantelmadonna mit Krone. Rechts und links von ihr knieen zwei Frauen und zahlreiche andere Menschen. Vier Säulen, unterteilen den Altar in drei Bereiche. Rechts und links vom zentralen Gemälde jeweils zwei weitere Gemälde mit Brustbildnissen von Heiligen. Unten in der Mitte ein Bildnis von Christus, ganz oben ein Gemälde mit einer Nonne und einer jüngeren Person.
Capilla de San Antonio de Padua bzw. Kapelle des Heiligen Antonius von Padua: Auf einem Sockel aus Marmor mit flachen Reliefs mit floralen Motiven und einer Krone, ein goldfarbener Altar mit einer farbigen Statue des heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind auf dem Arm in einem Rundbogen. Durch 4 Säulen ist der Altar in 3 senkrechte Bereiche unterteilt. Links und rechts von antonius jeweils 2 Brustbildnisse von Geistlichen. Ganz Oben ein turmartiger Aufbau mit Giebel mit einem Gemälde mit der Darstellung von Maria, flankiert von 2 Säulen und zwei weiteren Gemälden.
Capilla de San Marcos, Santa Ana y San Juan Bautista bzw. Kapelle des Heiligen Markus, der Heiligen Anna und des Heiligen Johannes des Täufers: Auf einem Sockel mit Fliesenbild ein Altar aus weißem Marmor mit Rundogen, in dem sich ein Gemälde mit der Darstellung von Maria mit dem Jesuskind, der heiligen Anna, des heiligen Markus und Johannes des Täufers befindet. Darüber zwei Engel mit Blumenkränzen.
Capilla de San Mateo y Limpia Concepción de nostra Signora bzw. Kapelle des Heiligen Matthäus und der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau: Auf einem Sockel mit Fliesenbild ein goldfarbener Altar mit einem Gemälde mit der Darstellung der betenden Maria in einem Rundbogen, flankiert von Säulen und farbigen Malereien auf dem Goldgrund. Oberhalb eines gesprengten Giebels ein turmartiger Aufbau mit einem Gemälde mit der Darstellung des gekreuzigten Christus, ebenfalls mit einem gesprengten Giebel. Darüber Gemälde mit einem bärtigen Mann, flankiert von zwei Wappen mit Krone.
Capilla de San Juan Bautista bzw. Kapelle des Heiligen Johannes des Täufers: Der goldfarbene Altar, wird in drei Ebenen durch salomonische Säulen in drei senkrechte Bereiche unterteilt. Im Zentrum, unter einem Rundbogen, die Taufe Christi durch Johannes den Täufer, als farbiges Relief. Darüber in einem weiteren Rundbogen, ein Kruzifix mit Maria und Johannes als farbiges Relief. Die Reliefs werden flankiert in drei Ebenen mit Gemälden mit Darstellungen auch aus dem Leben Jesu. Ganz oben Gottvater und zwei Wappen.
Details des Gitters aus Metall und der Hufeisenbögen vor der Kapelle.
Capilla de Santa Marina, San Matias y Baptisterio bzw. Kapelle der Heiligen Marina, des Heiligen Matthias und Baptisterium: Blick in die Kapelle mit dem Taufbecken, dessen Deckel üppig verziert ist mit floralen Motiven. Oben eine Statue mit einem Kelch und einem Kreuz in den Händen. Capilla de Ihesu verde y San Nicolas de Bari bzw. Kapelle von Ihesu Verde und San Nicolas de Bari: der Altar wurde vom Architekten Hernán Ruiz II. entworfen. Er ist im plateresken Stil gehalten, Der Mittelteil ist breiter als die Seitenteile und zeigt eine Nische mit der farbigen Statue des heiligen Nikolaus von Bari. Darüber und rechts und links davon Gemälde von Peter de Kempener (1503-1580). Links die Verkündigung und die Schlacht der Engel. Rechts die Anbetung der heiligen drei Könige und das Martyrium des heiligen Bartholomäus. In der Mitte oben Maria mit dem Jesuskind. Ganz oben die Kreuzigung, flankiert von zwei runden Bildnissen des heiligen Petrus und des heiligen Paulus. Ganz unten in der Mitte das letzte Abendmahl.
Capilla de nostra Signora de la o. Expectacion nostra Signora o. Encarnacion bzw. Kapelle der Erwartung: Der goldfarbene Altar hat im Zentrum ein Gemälde mit der Darstellung der Verkündigung, vom Maler Pedro Ruiz Morián Moreno. Es stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Renovierung der Kapelle von 1743. Es wird flankiert von kleinen farbigen Statuen knieender Engel. Ganz oben befindet sich ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert, flankiert von zwei Medaillons mit Darstellungen des Johanneskindes und des Evangelisten Johannes, sowie den Wappen der Familie Hoces.
Capilla de Espiritu Santo bzw. Kapelle des heiligen Geistes: Die Kapelle liegt an der Ostwand der Moschee-Kathedrale. Sie wurde zwischen 1569 und 1574 von Hernán Ruiz II. (ca. 1514-1569) erbaut. Sie ist auch unter dem Namen Kapelle der Simancas oder Kapelle der Bischöfe bekannt. Das Gitter, das den Durchgang zur Kapelle verschließt wurde ebenfalls von Hernán Ruiz II. entworfen. Oben auf dem Gitter das Wappen der Familie Simancas, die 1568 die Kapelle gegründet hatten.
Blick in das Gewölbe im Gang vor der Kapelle.
Capilla de Antigua de nostra Signora de la Concepción bzw. Kapelle von Antigua unserer lieben Frau der unbefleckten Empfängnis: Im Zentrum des goldfarbenen Altars eine farbige Statue der Maria mit dem Jesuskind. Es ist umgeben von mehreren Gemälden mit Darstellungen von Heiligen von Miguel Ruiz de Espinosa (-1586) aus dem Jahr 1547. Ganz oben ein Kruzifix. Die goldfarbenen Rahmungen der Gemälde sind mit farbigen Köpfen von Putti verziert. Unten in der Mitte die Darstellung des letzten Abendmahls.
Gerahmter Teppich zum Gedenken an Juan Elías Medina (1902-1936) und 126 seiner Gefährten. Sie starben während des Spanischen Bürgerkrieges als Märtyrer und wurden 2021 selig gesprochen.
Informationstafel
Capilla de San Jose bzw. Kapelle des heiligen Josef: Unter einem Rundbogen, flankiert von zwei salomonischen Säulen, steht die farbige Statue vom gefesselten Jesus an der Säule. Vor ihm kniet Petrus mit einem Schweißtuch in der Hand, erkennbar an den Schlüsseln an seinem Gürtel. Oben in einem turmartigen Aufbau ein Gemälde mit der Darstellung des heiligen Josef. Man vermutet die Entstehung zwischen 1715-1720.
Capilla de Natividad de nostra Signora bzw. Kapelle der Geburt Unserer Lieben Frau: die architektonische Gestaltung der Kapelle ist von Hernán Ruiz II. Die Ausführung des Altars stammt von Martin de la Torre. Auf einem Sockel mit Fliesenbild ein großes spätmaniristisches Gemälde von 1578 mit der Darstellung der Wurzel Jesse von Gabriel de Rosales. Ganz oben Maria mit dem Jesuskind. Der in weiß und goldfarben gehaltene Altar flankiert das Gemälde mit jeweils 2 Säulen, zwischen denen in zwei Ebenen insgesamt 4 Statuen von Heiligen stehen. Ganz oben ein rundes Medaillon mit einem Kruzifix. Unten Gemälde mit der Darstellung der Verkündigung, der Geburt Jesu und der Heimsuchung, ebenfalls von Gabriel de Rosales.
Capilla de Santa Maria Magdalena y Asuncion de nostra Signora bzw. Kapelle der Heiligen Maria Magdalena und Mariä Himmelfahrt: Die Kapelle wurde 1262 unter dem Schutz der Maria Magdalena gegründet. Bauliche Veränderungen erfuhr sie unter Hernán Ruiz II. und 1552 schuf Juan de Castillejo (ca. 1515-1575) den Altar mit Mariä Himmelfahrt als zentralem, farbigen Relief. Darüber, ebenfalls unter einem Rundbogen ein Kruzifix als Relief. Die umgebenden Gemälde werden Pedro Fernández Guijalvo zugeschrieben. Getrennt durch ionische Säulen von Maria, sind der Evangelist Johannes und die heilige Katharina dargestellt. Darüber durch korinthische Säulen vom Kruzifix getrennt der heilige Jakobus und der heilige Sebastian. Weiter oben Maria und der Erzengel Gabriel, ganz oben die heilige Dreifaltigkeit.
Blick entlang der Reihe von Kapellen mit Nebenaltären an der Ostwand der Moschee-Kathedrale.
Details eines Kapitells.
Blick in den Säulenwald der letzten Erweiterung unter Al-Mansur im Osten der Moschee-Kathedrale.
Christliche Einbauten mitten zwischen den Säulen mit Reliefs mit geometrischen Formen.
Riesiges, geschlossenes Tor
Grabplatte mit einem Wappen als Relief.
Kapelle des Sakramentshauses: sie befindet sich in der südöstlichen Ecke der Moschee-Kathedrale, im Bereich der letzten Erweiterung. Sie ist die größte der insgesamt 50 Kapellen in der Moschee-Kathedrale. Sie besteht aus drei Schiffen, die von Cesare Arbasia (1547-1607) zwischen1585 und 1596 mit Freskomalerei ausgestattet wurde.
Die Kapelle ist mit einem Gitter aus Metall von Kirchenschiff abgeteilt.
Blick durch die Hufeisenbögen in den Bereich des Museo de San Clemente, welches sich direkt neben der Kapelle befindet.
Blick durch eine Glasscheibe in die Kapelle des Sakramentshauses. Die Kapelle ist durch bemalte Doppelbögen drei Schiffe unterteilt. Hinter dem von Engeln getragenen Altartisch die Nische mit dem goldenen Sekramentshaus. Sie wird flankiert von Fresken mit Darstellungen von zwei Heiligen. Darüber das letzte Abendmahl in einem Rundbogen mit Sterngewölbe.
Blick in das linke Seitenschiff. Der obere Teil der Doppelbögen ist mit Darstellungen von Engeln bemalt, der untere Teil mit geographischen Mustern. Im Seitenschiff farbig bemalte Sterngewölbe.
Goldfarbene Statue von Maria mit dem Jesuskind in barocken Formen, unter einem der Bögen.
Chorumgang der Kathedrale mit gotischen Reliefs in den Hufeisenbögen, mit Darstellungen der Leidensgeschichte Jesu. Darunter die Säulen der Moschee und zwischen den Säulen 3 eingebaute Kapellen, die mit Gittern aus Metall vom Chorumgang getrennt sind. Sie befinden sich auf der Rückseite des Hochaltars im Chor.
Details der Reliefs mit dem Leidensweg Jesu. Gefangennahme Jesu, Kreuztragung, Kreuzigung, Kreuzabnahme und Auferstehung.
Blick in das Gewölbe des Chorumgangs.
Capilla de Presentacion de Maria y San Roque bzw. Kapelle der Darstellung Mariens und des Heiligen Rochus: Die niedrige Kapelle mit Rippengewölbe hat einem Sockel aus Stein einen weißen Altar aus Marmor unter einem Rundbogen. Der Altar zeigt Reliefs mit Heiligen, Maria und darüber die Kreuzigung. Die Nische mit dem Altar ist verziert mit farbigen Reliefs.
Capilla de Angel Custodio bzw. Schutzengelkapelle: Auf einem Sockel mit Fliesenbild ein farbiges Relief der Kreuzabnahme in einem Rundbogen der niedrigen Kapelle. Die Nische mit dem Altar ist verziert mit farbigen Reliefs. Der Name der Kapelle stammt wohl von dem Gemälde an der Seitenwand mit der Darstellung von Maria mit dem Jesuskind und zwei daneben knieenden Engeln.
Capilla de San Bernabe bzw. Kapelle des heiligen Barnabas: In der niedrigen Kapelle mit Rippengewölbe ein Altar aus weißem Stein mit der Kreuzigung mit Maria und Johannes als Relief im Zentrum. Die Szene ist umgeben von 4 Heiligen in Nischen, wobei zwei in vorspringenden Seitenteilen stehen. Der Sockel zeigt Wappen und Engel in Nischen als Reliefs.
Von zwei Seiten kann man zwischen Hufeisenbögen der Moschee den Chor und die Vierung der Kathedrale betreten. 1523 gab Bischof Alonso de Manrique den Auftrag, in der Mitte der Moschee eine Vierung zu errichten. Kaiser Karl V. genehmigte die Bauarbeiten. Als der Kaiser allerdings anläßlch seiner Vermählung von Isabella von Portugal in Córdoba Station machte, kommentierte er das mit den Worten „Hätte ich gewusst, worum es ging, hätte ich nie erlaubt, das Alte anzurühren, denn ihr macht, was es vielerorts gibt, und habt etwas zerstört, das einzigartig war“. Die Bauleitung hatte Hernán Ruiz (1500-1569). Nach seinem Tod führte sein Sohn und später sein Enkel die Arbeiten fort. Sie trugen beide den gleichen Namen. 1599 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen, aber es dauerte bis zur endgültigen Vollendung mit Chorgestühl und Kanzeln bis 1766. Während die unteren Teilde der Mauern im gotischen Stil gehalten sind, ist bei den Fenstern und Gewölben der Platereskstil dominierend. Der Grundriss der Kathedrale ist ein lateinisches Kreuz.
Detail der Reliefs in weiß und goldfarben mit dem Wappen von Kaiser Karl V.
Das nördliche Querschiff mit den Reliefs der Renaissance über den Doppelbögen der Moschee.
Details der Reliefs in weiß und goldfarben. Auf einem Podest die Statue des heiligen Georg unter einem Baldachin. Darüber ein Wappen als Relief.
Das nördliche Querschiff mit Rundbogen neben den Doppelbögen der Moschee.
Gewölbe des nördlichen Querschiffs. Der Schlussstein in der Mitte mit einem farbigen Wappen.
Blick vom Querschiff über die Vierung, rechts der Chor mit Chorgestühl und Orgel.
Nördliches Querschiff kurz vor der Vierung. An der Ecke eine der Kanzeln aus geschnitztem Holz, ein Kruzifix und dahinter der Hochaltar.
Details einer der Kanzeln von Jean-Michel Verdiguier (1706-1796), einem Schüler von Pedro Duque y Cornejo (1677-1757), der das Chorgestühl geschaffen hat. Der Unterbau der Kanzel zeigt den Stier, das Evangelistensymbol von Lukas und den Adler des Evangelisten Johannes. Oben auf dem Schalldeckel der Kanzel eine weibliche Statue mit einem Buch. Dahinter an der Wand das Relief eines Wappens.
Die zweite Kanzel an der Ecke des südlichen Querschiffs, hat im Unterbau den Engel des Evangelisten Matthäus und den Löwen des Markus.
Blick in das südliche Querschiff mit den Reliefs der Renaissance. Zwischen den Rundbogen eine Statue des heiligen Sebastian.
Gewölbe des südlichen Querschiffs, ebenfalls in weiß und goldfarben gehalten. Auch die Schlusssteine sind in weiß und goldfarben.
Details der Skulpturen mit tierischen Ungeheuern als Dekoration an den Pfeilern.
Grabplatte von Leopold von Österreich (- 1557), illegitimer Sohn von Kaiser Maximilian I. und Bischof von Córdoba.
Hochaltar aus rotem Marmor. In der Mitte unten das Tabernakel aus verschiedenfarbigem Marmor in der Form eines Gebäudes mit Kuppel. Es wurde 1614 vom Jesuiten Alonso Matís begonnen und 1653 von Sebastián Vidal vollendet. Darüber ein Gemälde mit der Darstellung der Himmelfahrt Marias. Die in zwei Ebenen angebrachten Gemälde von Antonio Acisclo Palomino de Castro y Velasco (1655-1726) sind durch Säulen vom Mittelteil getrennt. Sie zeigen außerdem die Schutzheiligen von Córdoba, die Märtyrer Acisclus und Victoria, sowie die heilige Flora und der heilige Pelagius. Vergoldete Statuen aus Holz stellen ganz oben Gottvater, darunter Petrus und Paulus und an einem Giebel die Tugenden Glaube und Hoffnung sind vom Bildhauer Pedro de Paz (1536-1582). Über den seitlichen Gemälden sind gesprengte Giebel mit weiteren goldfarbenen Statuen, die von Pedro Freyre de Guevara und Matías Conrado geschaffen wurden.
Details des Hochaltars.
Kruzifix vor dem Hochaltar.
Vierung: das ovale Gewölbe der Vierung, ebenfalls in weiß und goldfarben gehalten, stammt vom Architekten Juan de Ochoa (Wirkungsdaten 1558-1606). In den Zwickeln die vier Evangelisten. Architekten und im Schlussstein die Aufnahme Marias im Himmel. Die anderen Reliefs zeigen Heilige, die 12 Apostel, Engel und Kaiser Karl V., wahrend dessen Regierungszeit mit dem Bau des Altarraums begonnen wurde.
Gewölbe über dem Chor. Es ist ebenfalls in weiß und goldfarben gehalten und zeigt in Reliefs Engel und biblische Personen.
Blick aus dem Chorraum mit dem Chorgestühl Richtung Hochaltar. Links, auf der Evangelienseite des Chores (Nordseite) die Orgel von 1667-1668 vom valencianischen Orgelbauer Miguel Llobet. Sie ist erkennbar an den zweifarbigen Orgelpfeifen.
Auf beiden Seiten des Chores befindenn sich Orgeln, die die ehemaligen Orgeln aus dem 15. Jahrhundert ersetzen. Details der Orgel von Miguel Llobet.
Auf der Epistelseite die Orgel vom Madrider Orgelbaumeister José Martínez Colmenero von 1700.
Details der Reliefs an der nördlichen Seitenwand des Chores mit Statuen von Heiligen auf Podesten unter Baldachinen.
Chorgestühl: es stammt von Pedro Duque y Cornejo (1678-1757) aus Sevilla und wurde aus Mahagoniholz geschnitzt.
Blick auf die Epistelseite (Südseite) des Chorgestühls. Es zeigt in Medaillons oben Szenen aus dem Alten Testament und die mittleren Szenen aus dem Neuen Testament. Auf der Evangelienseite ist das leben der Jungfrau Maria dargestellt. Die Baldachine der unteren Stuhlreihe sind den wichtigsten Märtyrern aus Córdoba gewidmet.
Stuhl des Bischofs an der Westseite des Chorgestühls. In Zentrum der Rückwand die Himmelfahrt Jesu mit den knieenden 12 Aposteln und Maria.als geschnitztes Relief. Es wird flankiert von zwei Statuen weiterer Heiliger. Ganz oben ein Engel. Über den Sitzen Baldachine und davor ein Altartisch und ein von Vögeln gestütztes Pult für die heilige Schrift.
Details des Stuhls für den Bischof.
Goldfarbenes Adlerpult, Statuen von Heiligen im Sockel und Löwen als Füße.
Nördliche Außenmauer des Geländes der Moschee-Kathedrale: sie verläuft an der Calle Cardenal Herrero und trennt diese vom Orangenhof. Im Hintergrund der Kirchturm.
Direkt an der Ecke, noch auf der Ostseite die Puerta de la Grada Redonda bzw. Tor der runden Treppe von 1738. Es ist eins von 6 Portalen, die in den Orangenhof führen.
Am östlichen Ende der nördlichen Außenmauer befindet sich der Altar der Virgen de los Faroles. Das Gemälde zeigt Mariä Himmelfahrt und stammt von Julio Romero de Torres (1874-1930). Der Altar wird von 11 Lampen in der Nacht beleuchtet.
Gnadentor: es ist das Haupttor der Moschee-Kathedrale und wurde im 14. Jahrhundert während der Herrschaftszeit von Heinrich II. König von Kastilien (1334-1379) errichtet. Es befindet sich direkt neben dem Kirchturm. Im 17. Jahrhundert wurde es umgebaut. Seinen Namen verdankt das Tor dem Umstand, daß hier das Domkapitel an bestimmten Tagen Schulden erlassen hat.
Über dem Durchgang mit Hufeisenbogen in Vielpassbögen Wandmalereien mit der Darstellung von Maria und zwei Engeln.
Ganz oben ein Relief mit der Darstellung eines bärtigen Mannes, evt. Gottvater auf Wolken mit Köpfen von Putti.
Blick in die Calle Juderia, die im Norden der Moschee-Kathedrale Richtung Westen führt, mit zahlreichen Läden und malerischen Innenhöfen.
Straßenlaterne aus Metall an der Wand.
Laden mit Andenken, andalusischen Trachten, Spielzeug und einer Statue aus Plastik die einen grimmigen Stier darstellt.
Calle Manriquez, die weiter in südwestliche Richtung durch das Altstadtviertel Juderia führt.
Plaza de Juda Levi, westlich der Moschee-Kathedrale. Er ist Yehudah ha-Levi (ca. 1075-1141) gewidmet, einem der bedeutendsten sephardischen Dichter. 1958 wurde hier das örtliche Fremdenverkehrsamt errichtet, welches heute eine Polizeistation ist.
Kleine Handtaschen aus Stoff.
Blick in die engen Gassen des Viertels, hier die Calle Deanes, mit zahlreichen Läden mit Andenken.
Calle Romero mit historischen Häusern, schmiedeeisernen Balkongittern und bewachsenen Mauern.
Plaza Cardenal Salazar mit der nach Nordosten weisende Fassade der Kirche Iglesia de San Pedro de Alcántara. Die kleine einschiffige Kirche wurde von Luis de Rosja entworfen, die Bauausführunge übernahm Baltasar de los Reyes. 1696 wurde sie fertiggestellt. Sie hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes und gehörte den Unbeschuhten Franziskanern, später den Franziskanerinnen und beherbergt sei 2012 ein Diözesanseminar. Bei Restaurierungsarbeiten wurde die Fassade in ihrer Zweifarbigkeit wieder hergestellt. In einer kleinen Nische mit Rundbogen die Statue des heiligen Petrus von Alcántara. Die geometrischen Formen an der Fassade sind Stilelemente des Córdoba-Barocks, der sich im 18. Jahrhundert entwickelt hatte. Vor der Kirche ein Denkmal mit der Büste des berühmten Augenarztes Muhammad al-Ghafiq (- 1165), vom Bildhauer Miguel Arjona Navarro (1933-2012). Es wurde anlässlich des 700. Todesjahres hier aufgestellt.
Auf der anderen Seite des Platzes die südöstliche Fassade des Hospital del Cardenal Salazar. Früher war es ein Krankenhaus und heute befindet sich hier die Fakultät für Philosophie und Literatur der Universität Córdoba. Es wurde von Kardinal Pedro de Salazar Gutiérrez de Toledo, Bischof von Córdoba 1703 gegründet und vom Architekten Juan Antonio Camacho de Saavedra (1669-1740) entworfen.
Das Portal welches auf das große Gelände mit Innenhof führt, wird flankiert von dorischen Säulen, einem Balkon in der Etage darüber, der von einem portalähnlichen Giebel mit Rundbogen bekrönt wird. Im Rundbogen ein Wappen als Relief. Darüber der Kopf eines Putto als Relief.
Weiteres Gesicht als Relief am Dachüberstand.
Auf dem Boden im Eingang ein Mosaik aus Flusskieseln.
Innenhof mit Fassaden aus Backsteinen, deren untere Fenster kleine Dreiecksgiebel haben. Im oberen Geschoss Giebel mit Rundbogen oder gesprengte Giebel. Im Innenhof Palmen, niedrige Hecken und ein achteckiger Brunnen.
Weiterer Innenhof mit Rundbogenarkaden.
Blick in das Treppenhaus.
Straßenschild als Fliesenbild mit dem Hinweis auf die Fakultät für Philosophie und Literatur.
Weiterer Eingang in die Fakultät für Philosophie und Literatur im Hospital del Cardenal Salazar, in der Calle Almanzor.
Enge Gasse im Viertel Juderia.
Kutsche mit Pferden in der schmalen Calle Puerta de Almodóvar.
Diese Straße führt zur Puerta de Almodóvar, die früher Puerta de los Judíos genannt wurde. Das massive Stadttor stammt noch aus der Zeit der arabischen Herrschaft. Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut.
Fassade aus rostigem Eisen vom Hotel Eurostars Palace am Paseo de la Victoria.
Von diesem Tor außerhalb der Stadtmauer Richtung Norden, gelangt man über den Paseo de la Victoria zum Mercado Victoria. Der Paseo de la Victoria mit blühenden Judasbäumen und Palmen, sowie Parkbänken aus Metall im Jugendstil.
Historische Straßenlaterne.
Mercado Victoria: er befindet sich im ältesten Verkaufsgebäude der Messe in Córdoba von 1877. Hier wurde 1918 ein Gebäude im Pseudo-Mudejar-Stil angebaut, um die heutige Fläche von fast 2.000 qm zu erreichen. Zahlreiche Stände mit Essen aus verschiedenen Ländern laden zum Verweilen ein.
Grundriss
Inneres der Markthalle
An einem der Eingänge ein historisches Foto des Mercado von 1920.
Nördliche des Mercado Victoria der Kiosko Joven bzw. Jugendkiosk, ein Musikpavillon aus der gleichen Zeit wie die Markthalle und die kleine Fuente modernista. Der Brunnen stammt aus den 1910er Jahren und sein zentrales Element sind zwei mythische Atlantier, die eine Amphore tragen.
Noch etwas nördlicher die Caseta de Parques y Jardines, ein kleines Verwaltungsgebäude für Parks und Gärten.
Informationstafeln zu den Mausoleo romanos bzw. römischen Mausoleen aus dem 1. Jahrhundert. Die vor dem ehemaligen Gallegos-Tor erhaltenen römischen Grabdenkmäler wurden zwischen 1994 und 1996 ausgegraben. Sie wurden in den modernen städtischen Kontext integriert, die architektonischen Elemente an den ursprügnlichen Ort zurückversetzt und somit die Grabkammer geschützt.
La Pergola am nördlichen Ende der Jardines del Duque de Rivas mit den römischen Gräbern und der Markthalle.
Tür aus Holz mit Beschlägen aus Metall zu einem Hotel im Viertel Juderia..
Im Vorraum eine historische Kutsche.
Alcázar de los Reyes Cristianos bzw. Palast der christlichen Könige:
Blick auf die südliche Außenmauer des Alcázar mit dem Inquisitionsturm. Links von diesem Festungsturm befindet sich der Ausgang aus den Gärten des Alcázar.
An der Avenida del Alcázar befindet sich der Eingang in den ehemaligen Palast der Katholischen Könige. Über einem mit dorischen Säulen flankierten Durchgang ein Balkon und ein gesprengter Giebel. Rechts daneben noch ein erhaltener Hufeisenbogen von dem ursprünglichen Palast. Hier befand sich bereits im 8. Jahrhundert die Residenz der maurischen Kalifen. Auf dem Gelände wurde nach der Rückeroberung durch die Christen, ab 1328 unter König Alfonso XI. dieser heutige Palast erbaut. Die katholischen Könige Ferdinand II. von Aragón und Isabella von Kastilien residierten hier 8 Jahre lang und empfingen Kolumbus bzw. Cristoforo Colombo in den Prunkräumen vor seinem Aufbruch. Von 1490 bis 1821 führte hier die Inquisition ihre Schreckensherrschaft. Bis 1951 diente es als Gefängnis.
Betritt man das Gelände kommt man zuerst in einen Innenhof mit Aufgrabungen mit Grundmauern des maurischen Alcázar. Im Hintergrund die Kapelle des Alcázar, die gerade restauriert wird. Rechts die Außenmauer des Geländes zur Pasaje Santa Teresa Jornet.
Rundbogenarkaden im Innenhof mit den Ausgrabungen.
Inneres:
Gemälde mit Bildnis von König Alfons XIII. (1886-1941).
Raum mit Teilen von Chorgestühl und einem Tisch mit zwei Büsten. Hinten an der Wand ein römisches Mosaik, mit dem Kopf von Okeanos.
Informationstafel
Mosaik mit dem Kopf von Okeanos aus dem 2.-3. Jahrhundert . Chr. 155 x 163 cm groß. Das Mosaik wurde 1959 unter der Plaza Corredera gefunden und gehört zu einer römischen Villa.
Kleine historische Truhe aus Holz mit Beschlägen aus Metall.
Büste aus Metall, evt. Bildnis von Kolumbus bzw. Cristoforo Colombo.
Blick in einen Raum mit mehreren römischen Mosaiken.
Informationstafel
Römisches Mosaik mit der Darstellung von Eros und Psyche in liebevoller Umarmung, aus dem 3.-4. Jahrhundert n. Chr. 440 x 347 cm groß. Es wird an den Ecken von Büsten der vier Jahreszeiten eingerahmt. Das Mosaik wurde 1958 unter der Plaza Corredera gefunden und stammt von einer römischen Villa.
Informationstafel
Großes geometrisches Mosaik, 2.-3. Jahrhundert n. Chr. 1045 x 555 cm groß. Die Dekoration ist ausschließlich geometrisch, wobei in bestimmten Bereichen Weiß, Schwarz und Rot verwendet werden. Das Kompositionsschema besteht aus drei Reihen von Rechtecken mit sich abwechselnden geometrischn Mustern. Das römische Mosaik wurde 1959 unter der Plaza Corredera gefunden.
Informationstafel
Mosaik mit der Darstellung eines tragischen Schauspielers mit einer Maske im Gesicht in der Haltung des Deklamierens. Das römische Mosaik aus dem Untergrund von Córdoba stammt aus dem 2.-3. Jahrhundert n. Chr. 157 x 142 cm groß.
Informationstafel
Römisches Mosaik mit der Darstellung der Medusa, eine der 3 Gorgonen. Der Kopf befindet sich im Zentrum eines mit geometrischen Motiven versehenen Quadrats. Es stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. 260 x 255 cm groß. Auch dieses Mosaik wurde 1959 unter der Plaza Corredera gefunden.
Informationstafel
Mosaik mit der Darstellung von Polyphem und Galatea aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. 410 x 510 cm groß. Auch dieses Mosaik wurde 1959 unter der Plaza Corredera gefunden.
Wandbehang aus Stoff mit Wappen als Applikationen im Zentrum, umgeben von einem Rahmen aus Borte und floralen Motiven.
Historische, originale Fußbodenfliesen an der Wand.
Historische Truhe aus geschnitztem Holz.
Informationstafel
Römischer Sarkophag aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. 238 x 110 cm groß. Familiengrabstätte aus einem einzigen Marmorblock, der an drei seiner vier Seiten reich verziert ist, um das Jahr 225 n. Chr. Gefunden 1959 in Córdoba in der Huerta de San Rafael del Brillante. Das Hauptmotiv auf der Vorderseite ist das Tor des Hades oder des Jenseits. Die Torflügel sind mit Widder- und Löwenköpfen verziert, die Stärke und Aggressivität symbolisieren. Zwei Säulen mit Kapitellen tragen den geschlossenen Giebel, in dem einander zugewandte Pfauen, Sinnbilder der Unsterblichkeit, angeordnet sind. Die Philosophie des Skulpturenensembles ist die Suche nach der Ewigkeit. Links und rechts des Tores stehen je 2 Personen.
Gesamtansicht und Details des Sarkophags.
Historische Truhe aus geschnitztem Holz.
Flache Rundbögen als Ausgang Richtung Gärten des Alcázars.
Äußeres und Gärten des Alcázar:
Blick in den Patio de Crucero, der sich an der Westseite der Gebäude des Alcazar befindet. Er ist von Arkadengängen umgeben, außer an der Westseite, wo sich nach einer Mauer und dem Löwenturm, sowie dem Inquisitionsturm die Gärten des Alcázar befinden. Auf beiden Seiten des Patio de Crucero befinden sich Wasserbecken in mit weißem Stein, ggf. Marmor, belegten Terrassen.
Grundriss der 55.000 qm großen Gärten des Alcázar. Gleich rechts vom Eingang in die Gärten der Hohe Garten (Nr. 1). Links der Mittelere Garten (Nr. 2). Im Zentrum der Gärten der Königsweg (Nr. 3). Ganz hinten der Untere Garten (Nr. 4)
Statue mit der Darstellung von König Alfons X., genannt der Weise, König von Kastilien und Léon.
Blick auf die oberen zwei Wasserbecken, in denen das aus den Bergen heraubfließende Wasser gesammelt wird.
Fische
Etwas weiter unten ein kleiner Brunnen, der aus den oberen Wassebecken gespeist wird.
Gewöhnliche Calla (Zantedeschia aethiopica). Weiß blühende Wasserpflanze.
Blick auf die beiden oberen Wasserbecken und den Löwenturm.
Blick über die Terrasse, die zwischen den oberen Wasserbecken und den weiter unten liegenden drei großen Wasserbecken liegt. Rechts Orangenbäume und links Beete mit beschnittenen Bäumen, die den Königsweg flankieren.
Reste einer kannelierten Säule, die weit unter dem jetzigen Bodenniveau steht.
Blick in den Mittleren Garten. Niedrige Buchsbaumhecken begrenzen Beete mit verschiedenen Pflanzen und einigen Bäumen. An den Wegkreuzungen runde oder achteckige Wasserbecken.
Blüten und Früchte eines Orangebaums.
Blick vom Mittleren Garten auf die weiter unten liegenden Wasserbecken rechts bzw. nördlich vom Königsweg.
Blick zurück zu den Gebäuden des Alcázar und dem Löwenturm.
Wieder etwas tiefer liegen die nächsten Wasserbecken. Davor auf gemauerten Podesten Reste von Statuen von Frauen mit einer Schlange oder einer kannelierten Säule.
Die momentan, wegen Sanierung leeren Wasserbecken, sind umgeben von Beeten mit Blumen, Orangenbäumen und beschnittenen Bäumen auf der Seite, wo sich der Königsweg befindet.
Von niedrigen Buchsbaumhecken umgebene Beete mit verschiedenen Pflanzen, Rosen und Palmen. Sie befinden sich zwischen dem Königsweg und den Wasserbecken.
Links die wie Säulen beschnittenen Zypressen, die den Königsweg flankieren.
Das westliche Ende der Wasserbecken mit einer runden Brunnenschale und dem Blick zurück zu den Gebäuden des Alcázar.
Die nördliche Außenmauer der Gärten mit einem blühenden Judasbaum, Arkanthus und einer Parkbank aus Metall im Jugendstil.
Alter Olivenbaum neben kleiner Treppe.
Moderne Mosaik mit römischen Motiven in einem Wasserbecken ohne Wasser.
Auch auf der südlichen Seite des Königsweges befinden sich niedrigen Buchsbaumhecken umgebene Beete mit verschiedenen Pflanzen.
Ein Beet mit Garten-Löwenmaul (Antirrhinum majus).
Schneckenhaus auf einem Arkanthusblatt.
Blick über ein Beet mit Garten-Löwenmaul Richtung Westen und dem abgesperrten Unteren Garten.
Plakat mit farbig angestahltem Garten und Wasserfontänen.
Denkmal mit lebensgroßen Statuen der Katholischen Könige und Christoph Kolumbus bzw. Cristofor Colombo. Es steht an einem Ende des Königsweges, am Übergang zum Unteren Garten. Es erinnert an die Audienz, die die Katholischen Könige Kolumbus vor seiner Reise gewährten.
Blick über das schmale Wasserbecken, welches am Königsweg verläuft, Richtung Gebäude des Alcázars. Zwischen säulenartig beschnittenen Zypressen stehen lebensgroße Statuen der verschiedenen Könige und Königinnen Andalusiens.
Blick zurück auf die Beete und Bäume auf der Südseite des Königsweges
Blick von der Terrasse vor dem Ausgang auf den im Südosten des Alcázar liegenden Inquisitionsturm.
Die Wasserbecken beim Ausgang aus den Gärten des Alcázar im Osten.
In den Wasserbecken mit Wasserpflanzen zahlreiche Frösche. Wasserfrosch (Rana esculenta).
Plaza Maimónides im Viertel Juderia, ganz in der Nähe der Plaza Cardenal Salazar. In dem barocken Haus Casa de las Bulas de la Santa Cruzada befindet sich seit 1954 das Museo Taurino Córdoba bzw. das Stierkampfmuseum. Es bewahrt die Kunstgegenstände der Stierkampftradition in Córdoba.
Blick in den Innenhof des Museums mit 2 Geschossen mit Rundbogenarkaden.
Blick zurück zum Eingang mit zwei Rundbogenarkaden.
Zoco bzw. Souk: Auf der Rückseite des Museo Taurino befindet sich der ehemalige kleine Bazar, in dem sich heute Werkstätten und kleine Läden für Kunsthandwerk und Andenken befinden.
Blick in die Werkstatt eines Holzschnitzers mit Kruzifixen an der Wand.
Verkaufsraum des Holzschnitzers mit kleinen Musikinstrumenten, ähnlich der Gitarre, an der Wand. Kleine Lampen aus Flaschenkürbissen bzw. Kalebassen, die mit Mustern verziert sind.
Blick in einen Hof mit dem Zugang zum Zoco und Blumentöpfen an den Rundbogen.
Runder Brunnen in einem kleinen Hof, ebenfalls mit Blumentöpfen an der Wand.
Blick entlang der Gänge in den Rundbogenarkaden mit kleinen Läden.
Replik eines Haarkamms im Platamoda-Stil des Elisabethanischen Zeitalters.
Der Innenhof des Zoco mit Rundbogenarkaden in zwei Geschossen und einem schmiedeeisernen Brunnengitter.
Katze neben dem Rest einer Säule.
Moderne Wandmalerei, eine Portal mit Säulen und Engeln darstellend. Darüber ein Fenster flankiert von 2 sitzenden Frauen. Unten im gemalten Portal ein großes, historisches schwarz-weiß Foto mit 2 trinkenden Männern.
Modernes Kunstwerk aus Glasmalereien verschiedener Künstler*innen zusammengesetzt „Hommage an die Patios von Córdoba“
Blick in einen Andenkenladen hinter Rundbogenarkaden.
Bunte andalusische Fächer und die typischen bemalten Blumentopfe zum an die Wand hängen.
In der Calle des Judios auf der Plaza Tiberiades, ein Denkmal mit der sitzenden Statue von Moses Maimonides (1135-1204), einem jüdischen Philosphen und Arzt. Die Statue aus Bronze stammt vom Bildhauer Amadeo Ruiz Olmos (1913-1993) und wurde 1964 enthüllt.
Sinagoga bzw. Synagoge: Einst gab es in Córdoba über 300 jüdische Gotteshäuser. Dies sind die Reste der einzigen Synagoge, die sich erhalten hat. Sie wurde 1315 im Mudéjahrstil erbaut und verlor in den folgenden Jahrhunderten ihre ursprüngliche Bestimmung, wurde zum Hospital und später sogar in eine katholische Kapelle. Seit 1985 ist das Gebäude als Museum wieder zugänglich. Bevor die Katholischen Könige die Juden 1492 aus dem ganzen Land vertrieben, hat es einige Jahrhunderte eine friedliche Koexistenz zwischen Juden und Moslems gegeben. Allerdings haben die im 12. Jahrhundert herrschenden Almohaden als fanatische Moslems, die Juden ebenfalls verfolgt.
Informationstafel mit Grundriss
Blick in den kleinen Hof vor dem Eingang.
Blick auf die Nordwand der Synagoge mit Reliefs aus Stuck im Mudejarstil.
Informationstafel zur Ostwand der Synagoge.
Unterhalb des Rundbogens hat sich nur auf der rechten Seite eine Inschrift in hebräischer Schrift erhalten und Reste einer Inschrift oberhalb des Bogens.
Details der Ostwand und der Stuckreliefs.
Blick auf die historischen Mauern in der Nische der Ostwand mit einer kleinen Menora.
Blick zum Eingang mit der Empore für Frauen darüber.
Informationstafel zur Westwand der Synagoge mit dem Vielpassbogen.
Fassade einer kleinen unbekannten Kirche.
Cruz del Rastro: es steht auf der Plaza Cruz del Rastro, direkt am Fluss Guadalquivir, an der Puente de Miraflores. Es soll an das Massaker an Juden und Konvertiten 1473 erinnern. Anderen Aussagen zufolge, soll es an den ehemaligen Flohmarkt (Rastro) erinnern, der sich hier befunden haben soll. Das heutige Kreuz wurde von Carlos Sáenz de Santamaría entworfen und 1927 von José Cuevas Martínez angefertigt.
Schloss aus Metall an einem Gitter vor einem weiteren Stadttor.
Stadttor in der Stadtmauer mit Zinnen und dem Blick in eine dahinter liegende Gasse.
In der Calle de San Fernando im Osten der Altstadt, befindet sich die Iglesia de San Francisco bzw. Kirche des heiligen Franziskus: Sie ist Bestandteil der Route der Fernandinerkirchen. Das sind insgesamt 11 Kirchen, die nach der christlichen Rückeroberung durch König Ferdinand III. errichtet wurden.
Eingangstor vom Ende des 17. Jahrhunderts zu einem Hof, flankiert von Pilastern mit ionischen Kapitellen. Oben über dem Rundbogen ein barocker Aufbau mit einer Nische mit der Statue des heiligen Franziskus. Darüber ein Giebel und ein Kreuz.
Dahinter öffnet sich der Compas de San Francisco, der ehemals der Zugangshof zum Franziskanerkloster San Pedro el Real war. Nach seiner Gründung im 13. Jahrhundert verschwand es im Zuge der Enteignungen im 19. Jahrhundert.
Fliesenbilder mit religiösen Motiven im Innenhof.
Im Norden der Kirche liegen die Reste des ehemaligen Kreuzgangs mit einem südlichen Flügel direkt an der Kirche und einem östlichen Flügel mit Rundbogenarkaden über zwei Geschosse. In einer Ecke ein Brunnen und ein Glockengiebel. 1982 wurde der Kreuzgang auf Beschluss des Stadtrates in einen öffentlichen Platz umgewandelt, die Plaza de la Tierra Andaluza.
Blick auf die barocke Fassade der Kirche. Der schlichten Westseite ist ein in drei Geschosse gegliedertes Portal vorgebaut. In zwei Geschossen Pilaster, die in dem oberen Geschoss die Statue vom heiligen Ferdinand, des Gründers des Klosters. Ganz oben ein barocker Giebel mit Reliefs mit Wappen.
Inneres:
Das ursprünglich spätgotische oder aus der Mudéjarzeit stammende Bauwerk, wurde ab 1712 umgebaut. Blick durch das Hauptschiff, rechts zahlreiche Kapellen hinter Rundbogen. Links Rundbögen mit Nebenaltären.
Vor dem Hauptaltar, über der Vierung, eine mit Stuck verzierte Kuppel.
Details der Kuppel.
Blick auf den Hochaltar, dessen zentrale Nische in der Karwoche mit einem roten Tuch, davor ein Kruzifix und die betenden Maria, verdeckt ist.
Der barocke, goldfarbene Altar wurde 1781 vom Künstler Juan de Dios Santaella y Roldán (ca. 1718-1802) fertiggestellt. Er zeigt in seitlichen Nischen Heilige des Franziskanerordens. Im Zentrum eine Statue der Maria, die vermutlich aus der Schule von José de Mora (1642-1724) stammt und darunter ebenfalls ein Kruzifix. Die Mitte des Altars wird flankiert von salomonischen Säulen.
Links neben dem Chor mit Hauptaltar liegt die Capilla Gótica, an deren Beginn ein goldfarbener, barocker Nebenaltar steht.
Blick von diesem Nebenaltar in die gotische Kapelle und die dort aufgestellten Festwagen für die Prozession in der Semana Santa.
An der Nordwand der Capilla Gótica ein barocker Nebenaltar mit einem Gemälde mit der Darstellung unter anderem von Johannes dem Täufer. Über dem Gemälde ein von Putti gehaltener Baldachin aus Stuck, der Stoff nachahmt.
Am Übergang zur rechts neben dem Hauptaltar liegenden Capilla del Sagrario bzw. Tabernakelkapelle, ein weiterer barocker, goldfarbener Nebenaltar. Im Zentrum die Statue eines Bischofs, flankiert von zwei Statuen von Engeln.
Capilla del Sagrario bzw. Tabernakelkapelle mit einem goldfarbenen, barocken Altar. An den Seiten des Altars Nischen mit Statuen von Nonnen. Die Kapelle wird bekrönt von einer Kuppel mit barocken Stukkaturen.
Blick zurück durch das Hauptschiff Richtung Westen. Oberhalb der Rundbogen verläuft eine Empore.
Kanzel aus Mamor in verschiedenen Farben.
Blick auf die Nordwand der Kirche mit Rundbogennischen, in denen sich weitere baocke, goldfarbene Nebenaltäre befinden (von West nach Ost).
Informationstafel
Altar de San José. Im Zentrum ein Gemälde mit der Darstllung des heiligen Josef mit dem Jesuskind aus dem 18. Jahrhundert. Darüber und ganz unten, kleine runde Gemälde aus dem 19. Jahrhundert von José Cano. Die beiden größeren Gemälde links der heilige Didacus von Alcalá aus dem 17. Jahrhundert von Juan de Peñalosa (1579-1633) und rechts die heilige Lucia aus dem 18. Jahrhundert.
Informationstafel
Altar del Ecce Homo: der barocke goldfarbene Nebenaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die lebensnahe Statue von Jesus stammt von Luisa Ignacia Roldán (1656-1704) aus dem 17. Jahrhundert. Sie wird flankiert von kleinen Statuen des heiligen Franz von Assisi links und rechts dem heiligen Antonius von Padua.
Informationstafel
Altar del Nacimiento bzw. Krippenaltar: 18. Jahrhunert von Manuel Gómez de Sandoval. Das Gemälde mit der Darstellung der Anbetung der Hirten stammt aus dem 17. Jahrhundert von José de Sarabia (1608-1669).
Informationstafel
Altar de los Santos Mártires bzw. Altar der heiligen Märtyrer: Im Zentrum des barocken, goldfarbenen Nebenaltars die Statue der heiligen Margherita da Cortona. Links Johannes von Cetina, rechts Pedro de Dueñas.
Informationstafel
Altar de la Virgen del Amparo bzw. Altar der Jungfrau des Schutzes: der letzte Altar an der Nordwand vor dem Eingang im Westen.
Nebenaltar mit der Statue eines Erzengels.
Kapellen und Nebenaltäre an der Südwand der Kirche (von West nach Ost):
Informationstafel
Capillas de la Virgen de la Cabeza y de la Virgen del Pilar bzw. Kapellen der Jungfrau vom Haupt (auch Kapelle unserer lieben Frau von Fatima) und der Jungfrau von der Säule: Im Zentrum des barocken, goldfarbenen Altars aus dem 18. Jahrhundert, die kleine, dunkelhäutige Statue der Jungfrau von Fatima von 1939, von Manuel Coquera Becerra (1906-1971). Links davon der heilige Antonius mit dem Kind und rechts der heilige Johannes Nepomuk.
Kuppel über der Kapelle
Informationstafel
Capilla de la oracion en el huerto bzw. Kapelle des Gebets im Garten: Barocker, goldfarbener Altar von Pedro de Cobaleda von 1708. Links und rechts oberhalb des Rundbogens je ein Gemälde von 1708. Links der heilige Josef mit dem Jesuskind, rechts Maria und die heilige Anna. Ganz oben die heilige Dreieinigkeit. Ein Gemälde aus dem 16. Jahrhundert von Pablo de Cépedes (1538-1608). Im Rundbogen eine lebensgroße, knieende, bekleidete Figur vom betenden Jesus im Garten aus dem 18. Jahrhundert, flankiert von salomonischen Säulen. Vorne rechts eine bekleidete Statue der Maria von Antonio Rubio von 1974.
Informationstafel.
Capilla de la venerable orden tercera bzw. Kapelle des ehrwürdigen dritten Ordens: Hinter dem Festwagen für die Prozession in der Santa Semana mit der Statue des gefesselten Jesus an der Geißelungssäule, ein barocker, goldfarbener Nebenaltar. In der Mitte oben ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert von Antonio García Reinoso (1623-1677), mit der Darstellung der eucharistische Allegorie des ehrwürdigen Dritten Ordens – der gute Hirte. Links und rechts jeweils ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert mit der Darstellung des heiligen Acisclus links und rechts der heiligen Victoria.
Farbiges Relief über dem Rundbogen vor der Kapelle mit einer Art Wappen für den ehrwürdigen dritten Orden und floralen Motiven.
Blick durch die Calle San Francisco mit historischen Häusern, im Süden der Iglesia San Franciso.
Richtung Süden liegt dann die rechteckige Plaza del Potro bzw. Platz des Fohlens. Den Namen hat der Platz von dem 1577 errichteten Brunnen, auf dem sich eine Statue eines kleinen Pferdes befindet. Der Platz ist von historischen Gebäuden umgeben.
An der Ecke des Museo Provincial de Bellas Artes zur Calle San Francisco hat sich der Rest einer kannelierten Säule erhalten.
Fliesenbild von 1917 mit dem Hinweis auf die Erwähnung des Platzes in Cervantes Don Quijote.
Blick auf den Brunnen von 1577. Circa hundert Jahre später wurde das namensgebende Pferd ergänzt, welches das Wappen der Stadt hält. Berittene Polizei.
Im Süden des Platzes, Richtung Fluss, ein Denkmal für den Erzengel Gabriel.
Museo Provincial de Bellas Artes bzw. Provinzmuseum der Schönen Künste:
Das Museo Provincial de Bellas Artes befindet sich seit 1862 in einem ehemaligen Hospital, dem Hospital de la Caridad aus dem 16. Jahrhundert, erbaut im plateresken Stil. Es ist auch Hauptsitz des Julio Romero de Torres Museums.
Details der Fassade mit zwei Rundbögen und einem dahinter liegenden Rundbogenportal mit einem Kruzifix im Tympanon. Vor dem Portal ein schmiedeeisernes Gitter.
Etwas weiter an der Fassade ein abgeflachter Rundbogen als Eingang zum Museum. Darüber ein Fenster, umgeben von gitterförmigen Reliefs und zwei Wappen und Fialen. Im obersten Geschoss eine Galerie aus flachen Rundbogenfenstern flankiert von jeweils 3 kleinen Säulen.
Nach dem Eingang ein Innenhof mit Orangenbäumen, einem Brunnen und Wege mit Mosaiken aus Flusskieseln.
Mit Architektur nachahmende Wandmalereien versehene Fassade des Museo Julio Romero de Torres.
Eingang zum Museo Provincial de Bellas Artes mit Blendbögen über 2 Geschosse und farbigen Fliesen. Der größte Teil der Sammlung widmet sich der Kunst und den Künstlern aus Córdoba und Umgebung. .
Inneres:
Informationstafel zur Barockzeit in Córdoba.
Informationstafel
Grundriss des Museums
Blick in einen Ausstellungsraum mit barocken Gemälden.
Informationstafel
Antonio del Castillo (1616-1668): Calvario de la Inquisición bzw. Kalvarienberg der Inquisition, 1645-1650. Dieses Gemälde brachte Castillo beträchtliches lokales Ansehen. Es hing ursprünglich in einer Kapelle, die vom Gericht der Inquisition im Alcázar von Córdoba genutzt wurde.
Informationstafel
Juan de Valdés Leal (1622-1690): Inmaculada con San Antonio y San Eloy bzw. Unbefleckte Empfängnis mit dem heiligen Antonius und dem heiligen Eligius: ca. 1645 entstanden. Das Gemälde kennt man besser unter dem Namen „La virgen de los plateros“, da es über dem Altar der Gilde der Silberschmiede hing.
Informationstafel
Antonio del Castillo (1616-1668): Bautismo de San Franciso de Asis bzw. Taufe des heiligen Franz von Assisi.
Informationstafel
Antonio Acisclo Palomino de Castro y Velasco (1655-1726): Inmaculada Concepción bzw. Unbefleckte Empfängnis. Der Maler schuf 3 Gemälde mit dem Titel der Unbefleckten Empfangnis, die sich nur durch kleine ikonographische Details unterscheiden. Diese Variante unterscheidet sich durch die größere Anzahl an Engeln rund um Maria.
Am Ende des Saales ein Gemälde und eine bemalte Kuppel.
Informationstafel
Antonio del Castillo (1616-1668): Aparición de San Pablo a San Fernando bzw.
Erscheinung des Heiligen Paulus vor dem Heiligen Ferdinand. Einer seiner wichtigsten Aufträge war die Ausgestaltung des Haupttreppenhauses im Kloster San Pablo, für das er eine Reihe riesiger Gemälde schuf, die bedeutende heilige Persönlichkeiten des Ordens darstellten. Dieses Gemälde erinnert an die Gründung des Klosters durch König Ferdinand III.
Informationstafel
Rafael Romero de Torres Pellicer (1900-1984): Wandmalereien für die Kuppel von 1924. Er war der erste Restaurator des Museums 1916 und war von 1941-1978 Direktor des Museums.
Informationstafel zum 18. und 19. Jahrhundert in Córdoba.
Informationstafel
Mateo Inurria Lainosa (1867-1924): Kopf von Gonzalo Fernández de Córdoba (1453-1515), genannt Gran Capitán für ein Denkmal. Im Auftrag der Katholischen Könige hatte er große Teile Italiens erobert. Der lang gehegte Wunsch nach einem Denkmal, wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert bewilligt und 1915 realisiert. Gegossene Bronze. Die Skulptur steht vor einer Nische mit im Stil des Historismus bemalten Rückwand.
Blick in einen Ausstellungsraum mit Rundbogenarkaden, die den Raum unterteilen und historischer Balkendecke.
Weitere Gemälde:
Informationstafel
José Ignacio Cobo y Guzmán (1666-1748): Nacimiento de San Pedro Nolasco bzw. die Geburt des heiligen Petrus Nolascus. Der Maler schuf ab 1718 insgesamt 16 Gemälde mit der Daarstellung des Lebens des Heiligen.
Informationstafel
François Antonie Bossuet (1800-1889): Ansicht von Córdoba.
Informationstafel
Rafael Romero Barros (1832-1895): Un recuerdo de Àfrica bzw. Erinnerung an Afrika. Darstellung einer sephardischen Braut in einem Garten.
Informationstafel
Rafael Romero Barros (1832-1895): Stilleben mit Orangen.
Informationstafel
Rafael Romero de Torres (1865- 1898): Kolumbus verlässt die Mezquita. 1892.
Informationstafel
Rafael Romero de Torres (1865- 1898): Die letzte Ölung. 1890.
Informationstafel
Antonio Rodríguez Luna (1910-1985): Mujeres vela bzw. Segelfrauen.
Informationstafel
Mateo Inurria Lainosa (1867-1924): Las tres etades de la mujer: Coqueteria, Crisálida y Flor de granado bzw. Die drei Stadien der Weiblichkeit: Koketterie, Verpuppung und Granatapfelblüte. Statuen aus patiniertem Gips von 1923.
Blick in einen Raum mit einem von Säulen getragenen Rundbogen, mit zahlreichen Statuen und Skulpturen.
Informationstafel
Mateo Inurria Lainosa (1867-1924): Un náufrago bzw. ein Schiffbrüchiger. Skulptur aus patiniertem Gips von 1890.
Blick in die Decke aus Holz im Mudejarstil über dem Treppenhaus.
Informationstafel
Wandmalereien im Treppenhaus. Diese auf dem originalen Mörtel angefertigten Malereien stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und wurden wahrscheinlich von Patienten des Hospitals angefertigt. Darstellung des Kalvarienberges und verschiedener Heiliger.
Untrhalb der Decke aus Holz verläuft ein gemalter Fries mit Wappen.
Am interessantesten ist ein Labyrinth mit einem einzigen Eingang und 7 konzentrischen Kreisen um einen Mittelpunkt. Dieses Motiv wurde von Zivilisationen auf der ganzen Welt verwendet.
Informationstafel zur Kunst der Gotik und der Renaissance in Córdoba
Blick in den Ausstellungsraum mit Rundbogenarkaden, die den Raum unterteilen.
Weitere Gemälde:
Informationstafel
Anonymer Künstler aus Córdoba: Der heilige Dominikus. 1523-1547, Öl auf Holz. Der Gründer des Dominikanerordens ist hier dargestellt mit einem Buch und einer Lilie, den Symbolen für Weisheit und Reihneit.
Informationstafel
Anonymer Künstler aus Córdoba: Der Kalvarienberg, ca. 15.- 16. Jahrhundert.
Die Technik ist insofern ungewöhnlich, als Tempera auf die Leinwand aufgetragen und wichtige Bereiche der Komposition durch Stuckreliefs hervorgehoben wurden. Diese mittelalterliche, italo-byzantinische Technik, die durch die Schule von Siena populär wurde, geriet in Córdoba ab dem späten 15. Jahrhundert außer Gebrauch. Der originale Ort, an dem sich diese Malerei befunden hat, ist unbekannt.
Informationstafel
Pedro Romana (1460-ca. 1528/29) [abweichendes Sterbejahr lt. Wikipedia1536]: Madonna und Kind, Öl auf Holz.
Informationstafel
Meister des Altars der Geißelung (Ende 15. – 16. Jahrhundert): Aufgrund einer Fehlinterpretation eines Dokuments, wurde die „Geißelung Christi“ zunächst fälschlicherweise dem Córdobaner Maler Alonso de Aguilar zugeschrieben. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die Kunst der Córdoba-Schule und unterstreicht die Vertrautheit des Künstlers mit den Techniken der Renaissance. Das Bildfeld ist eine vollständige Kopie eines ähnlichen Gemäldes des deutschen Künstlers Martin Schongauer, das um 1480 entstand.
Informationstafel
Anonym: Triptychon mit dem Kalvarienberg aus dem Kloster Santa Clara. 1540-1545, Öl auf Leinwand. Nach dem Tod von Alejo Fernández arbeiteten während der gesamten Regierungszeit Karls V. zahlreiche einheimische Künstler in seinem Stil weiter. Unter ihnen war auch der Maler dieses Triptychons.
Informationstafel
Alejo Fernández (1475-1545) [Lt. GND um 1470-1545]: Cristo atado a la columna con San Pedro y donantes bzw. Christus, an die Säule gebunden, zusammen mit dem heiligen Petrus und den Stiftern.
Informationstafel
Baltasar del Àguila (ca. 1540-1599): Nuestra Señora de los Àngeles bzw. Unsere liebe Frau von den Engeln, um 1570, Öl auf Holz.
Informationstafel
Baltasar del Àguila (ca. 1540-1599): Der Evangelist Johannes. Dieses Gemälde war einst Teil eines Johannes-Altars in der Kirche Santo Domingo in Cabra in Córdoba.
Informationstafel
Baltasar del Àguila (ca. 1540-1599): Cruficado con Santos Juanes bzw. Kreuzigung mit .Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten, 1560-1570, Öl auf Leder.
Calle Armas Richtung Norden, ein Rundbogen mit schmiedeeisernem Gitter als Zugang zu einem Innenhof.
Noch weiter nördlich die Plaza de las Cañas mit dem Colegio de Nostra Signora de la Piedad bzw. der Schule Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit. Die Geschichte der Einrichtung geht auf das späte 16. Jahrhundert zurück, als Isabel de la Cruz ein Haus am heutigen Schulstandort erwarb. Dort nahm sie mehrere Waisenmädchen auf und unterrichtete sie. Die Bildungseinrichtung wird heute von den Töchtern der Schutzpatronin Maria geleitet. Im 18. Jahrhundert ließ Bischof Siuri die heutige Kirche errichten. Die barocke Fassade hat ein zweistufiges Portal. Unten ein Rundbogen zwischen Pilastern, die ein gesprengtes Gebälk tragen. Darüber eine Aufbau mit einer verglasten, zentralen Nische und einem geschwundenen Giebel.
Vor der Fassade eine Skulpturengruppe aus Metall, die einen Priester mit zwei kleinen Mädchen darstellt.
Blick in einen der von Rundbogenarkaden umgebenen Innenhöfe des Gebäudekomplexes.
Einer der Hauseingänge zum El Palacio del Corregidor, in der Calle Sánchez Peña 6. Der Türsturz ist mit Reliefs verziert, darüber ein Balkon mit schmiedeeisernem Gitter.
Fliesenbild mit dem Wegweiser zur Plaza de la Corredera.
Der 113 x 55 m große, rechteckige Platz, aus dem 17. Jahrhundert, ist das Werk von Antonio Ramós Valdés und einer der größten Plätze Andalusiens. Auf dreieinhalb Seiten ist der Platz von vieierstöckigen Häusern mit Arkaden umgeben.
Der einheitliche Eindruck wird nur auf der Südseite des Platzes durch zwei andere historische Gebäude durchbrochen, die bei der Neugestaltung des Platzes im 17. Jahrhundert erhalten blieben.
Fassade der Markthalle Mercado de la Corredera, dem ehemaligen alten Rathaus, auf der Südseite des Platzes mit drei Wappen als Reliefs an der Fassade.
Fassade der Casa de Doña Jacinta aus dem 16. Jahrhundert mit toskanischen Säulen, die sich über 3 Geschosse der Fassade erstrecken.
Laden mit Körben, Köpfen von Tieren, Lampenschirmen und Hüten, geflochten aus getrockneten Palmwedeln.
Im Südosten des Platzes ein Durchgang zur Plaza de la Almagra. Gleich daneben die Fassade der Ermita del „Socorro“ bzw. Einsiedelei der Hilfe. Der Rundbogen des Portals wird von Doppelpilastern flankiert. Sie tragen ein Gebälk aus Triglyphen und Metopen. Darüber ein dreieckiger, geteilter Giebel. Weiter oben in einer muschelförmigen Nische die Statue der Jungfrau Maria, umgeben von einem ähnlichen portalähnlichen Relief.
Kraniche oder Störche hoch oben über dem Platz
Plaza de la Almagra, südöstlich der Plaza de la Corredera. Der Brunnen auf der Plaza de la Almagra: Hier treffen drei Straßen auf einander. In der Mitte eine runde Plattform, mit Kieselsteinen in der Form eines Sternes gepflastert. Darüber ein gusseiserner Brunnen mit 4 Wasserspeiern, die inspiriert wurden von den Brunnen auf der Rambla in Barcelona. Darüber eine historische Straßenlaterne.
Blick über die Plaza de San Pedro auf die Basilica de San Pedro Apóstol ist einer der Fernandinischen Kirchen in Córdoba. Nachweisbar ist hier eine Kirche bereits im 4. Jahrhundert, in der die sterblichen Überreste der Märtyrer Januarius, Martialus und Faustus aus Córdoba aufbewahrt wurden. Nach der Rückeroberung Córdobas durch König Ferdinand III., wurde auf der alten Kirchenruine zwischen dem Ende des 12. und dem Beginn des 14. Jahrhunderts eine dem heiligen Petrus gewidmete Kirche erbaut. Ein Großteil der mittelalterlichen Struktur ist unter den 1542 begonnenen Umbauten und Renovierungen verloren gegangen.
An der Fassade der drei-schiffigen Kirche ließ Hernán Ruiz II. (1514-1569) 1542 ein neues Portal im Stil der Renaissance errichten. Der Eingang mit Rundbogen, wird flankiert von kannelierten, ionischen Säulen, zwei leeren Nischen und zwei Reliefs mit Wappen und wirkt wie ein Triumphbogen. Darüber im Relief ein tempelartiges Gebäude, inspiriert von der Architektur Palladios, als Rahmen für die Statue des Apostels Petrus. Darüber eine Fensterrose. Im Untergeschoss der Überreste der Vorgängerkirche wurden 1575 die Überreste der Märtyrer von Córdoba gefunden.
Blick auf den oktogonalen Chorabschluss, Apsis und die Strebepfeiler.
Blick über die mit Bäumen bestandene Plaza de San Pedro von Osten auf die Apsis. Auf dem Platz ein Brunnen.
Apsis und Glockenturm.
An der Südseite der Kirche ein Denkmal für den berühmten Bildhauer Juan de Mesa (1538-1627) aus Cordoba von Jose Manuel Belmonte aus dem Jahr 2004.
Südseite der Kirche mit einem der zwei erhaltenen mittelalterlichen Portale.
Inneres:
Blick durch das Mittelschiff mit seinen beiden Seitenschiffen Richtung Hochaltar. Aus fernandinischer Zeit erhalten hat sich eine, das Mittelschiff überspannende, Holzbalkendecke.
Der barocke, goldfarbene Hochaltar von Félix de Morales Negrete, steht in der Apsis mit einem Kreuzrippengewölbe. Seine Anpassung an den sechseckigen Raum ist einmalig. Im Zentrum ein Kruzifix, flankiert von salomonischen Säulen und zwei Gemälden. Darüber Statuen von heiligen Märtyrern.
Aus Holz geschnitzte niedrige Kanzel mit Bildnissen in Medaillons von Petrus und Johannes.
Chorgestühl
Blick zurück durch das Mittelschiff zum Eingang mit der Fensterrose darüber.
Seitenaltar in der Apsis des nördlichen Seitenschiffs.
Blick durch das nördliche Seitenschiff auf das Baptisterium.
Weitere Seitenaltäre im nördlichen Seitenschiff.
Seitenaltar in der Apsis des südlichen Seitenschiffs mit einem Bildnis des heiligen Petrus. Ein Werk, das mit dem sevillanischen, barocken Maler Juan Valdés Leal in Verbindung steht.
Capilla del Santissimo Sacramento y de los Santos Martires bzw. Kapelle des Allerheiligsten Sakraments und der Heiligen Märtyrer: Die Kapelle wird flankiert von zwei auf Konsolen stehenden Engeln und ist mit einem schmiedeeisernem Gitter vom Seitenschiff getrennt. Über dem Rundbogen der Kapelle üppige florale Stuckdekorationen.
Blick in die Kapelle.
Der Altar in der Kapelle wurde 1742 von Alonso Gómez de Sandoval (1713-1801) und Pedro de Cobaleda begonnen. In der Mitte der silberne Reliquienschrein für die Überreste der drei Märtyrer von Cordoba: Januarius, Martialus und Faustus.
Gekrönt wird der Altar von einem Relief der Erscheinung des heiligen Rafael vor Pater Roelas, und in seinem oberen Bereich befinden sich 18 Statuen, die die Märtyrer von Córdoba darstellen.
Blick in die Kuppel der Kapelle, die Zwickel rechts und links vom Altar und die Gemälde an den Seitenwänden. Alles ist üppig mit den floralen Stukkaturen dekoriert.
Im Westen der Kirche, im nördlichen Seitenschiff das Baptisterium. Zum Mittelschiff hin ein portalartiger Vorbau mit einem farbigen Wappen oben am Giebel.
Rundes Taufbecken aus Stein mit Deckel. Dahinter ein Nebenaltar.
Blick auf die Orgel und bemalte Orgelempore an der Südseite beim Eingang.
Informationstafel zur Plaza de Aguayos.
Plaza de Aguayos im Norden der Kirche, errichtet im 16. Jahrhundert. Das namensgebende Anwesen der Familie Aguayos aus dem 16. Jahrhundert, ist heute eine religiöse Schule. In der Mitte des Platzes wurde 1763 ein Denkmal für den heiligen Rafael errichtet.
Blick in einen Hausflur mit einem Sockel aus Fliesen und einem dahinter liegenden Innenhof mit zahlreichen Pflanzen.
Fliesenbild mit Hinweis auf eine Apotheke.
Blick in eine historische Apotheke mit Schränken aus Holz in barocken Formen.
Calle Lineros Ecke Calle Candelaria
An der Ecke der Straßen Calle Lineros und Calle Candelaria hat sich ein Straßenaltar erhalten. Laut Inschrift ist es der „Altar des ehrenwerten Stadtrats“ und ist dem heiligen Raphael und den Schutzheiligen von Córdoba, dem heiligen Acisclus und der heiligen Victoria geweiht.
Blick in ein historisches Haus mit Innenhof, der von Hufeisenbögen umgeben ist.
In der Calle de Augustín Moreno Antiguo ein Potal aus Sandstein zum Hospital de Los Rios. Flankiert von zwei Säulen mit ionischen Kapitellen, darüber ein gesprengter Giebel mit zwei kleinen Balkonen rechts und links. Darüber ein Rundbogen als Relief mit einer Nische, in der sich eine Statue befindet und daneben ein Wappen als Relief. Das Hospital wurde Mitte des 15. Jahrhunderts gegründet von Don López Gutiérrez de los Rios.
Schräg gegenüber das Portal zum Innenhof des Convento de Santa Cruz, flankiert von kannelierten Säulen und einem Giebel darüber. Das Kloster wurde 1435 von Mitgliedern der Familie de los Rios gegründet. Daneben ein Fliesenbild mit der Darstellung der heiligen Klara von Assisi.
Politische Plakate gegen Präsident Putin an einem Balkon.
Iglesia Santiago, noch weiter östlich in der Calle de Augustín Moreno Antiguo. Auch hier handelt es sich um eine sogenannte fernandinische Kirche, die an der Stelle einer omeyanischen Moschee des Emirs Hisham I. errichtet wurde. Das Minarett hat sich erhalten, da es zu einem Glockenturm umgebaut wurde. Durch die Restaurierung der Kirche ab 1990, wurden viele architektonische Merkmale der damaligen Zeit erhalten.
In der engen Gasse Calle Ronquillo Briceño, auf der Westseite der Kirche, hat sich ein historisches Portal erhalten. Der Rundbogen wird flankiert von jeweils 3 kleinen Säulen mit Kapitellen mit floralen Motiven
Inneres:
Die Kirche mit rechteckigem Mittelschiff hat zwei flachere Seitenschiffe und damit den Aufbau einer Basilika. Blick durch das Mittelschiff Richtung Chor mit dem Hochaltar, bekrönt von einer Halbkuppel. Unter einem Baldachin, getragen von 4 Säulen, steht die Statue des heiligen Jakobus aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, ikonographisch als Pilger gekennzeichnet.
Die Kapelle des Allerheiligsten. Es handelt sich um einen Raum mit rechteckigem Grundriss . Der barocke, goldfarbene Altar aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, wird Pedro Freila de Guevara (1580-1645) zugeschrieben. Das zentrale Gemälde wird flankiert von jeweils 2 kannelierten Säulen mit korinthischen Kapitellen, zwischen denen sich weitere kleine Gemälde befinden.
Die Kapelle wird überspannt von einem Sternrippengewölbe.
Am Ende des südlichen Seitenschiffs hat sich eine mittelalterliche Kapelle erhalten. Davor steht ein üppig verzierter, silberfarbener Festwagen für den Umzug während der SemanaSanta, mit zahlreichen silbernen Kerzenleuchtern darauf.
In der Kapelle steht Maria Santisima de la Soledad, eine prächtig gekleidete Statue der Maria vom Bildhauer Luis Álvarez Duarte (1949-2019). Ein Rippengewölbe und von kleinen Säulen flankierte, aber zugemauerte Spitzbogenfenster gestalten die oktogonale Kapelle. Sogar Reste mittelalterliche Wandmalereien haben sich erhalten.
Im nördlichen Seitenschiff die untersten Etagen des ehemaligen Minaretts mit zwei kleinen Fenstern mit Hufeisenbogen.
Ein erhalten gebliebenes mittelaltrliches Portal mit flankierenden kleinen Säulen mit mittelalterlichen Kapitellen.
Details der Kapitelle mit floralen Motiven.
Bei dem ehemaligen Portal ein kleiner Nebenraum, vielleicht die Sakristei mit Schränken, Kerzenleuchtern, Gemälden und einem Schreibtisch.
Neben dem ehemaligen Minarett, vor dem Ende des nördlichen Seitenschiffs, ein aus dunklem Holz geschnitzter Festwagen in barocken Formen mit einem Kreuz darauf, für den Umzug in der Semana Santa.
Dahinter die Kapelle, mit rotem Tuch sind die Wand behangen, davor der Kalvarienberg mit zwei bekleideten Statuen von Maria und Johannes.
Blick durch das Mittelschiff Richtung Westen mit der Fensterrose und einer Empore.
Über dem Untergaden hat sich oben ein gotischer Obergaden mit Spitzbogen erhalten und eine erneuerte Decke aus Holz.
Nördliche der Mezquita liegt die Iglesia de Santa Ana bzw. Kirche von Santa Ana: Die Kirche gehört zum 1589 von den Unbeschuhten Karmeliten gegründeten Kloster. Die Kirche wurde allerdings erst 1608 unter der Schirmherrschaft des Marquis vonEl Carpio im Barockstil erbaut. 1993 zerstörte ein Brand teilweise die Altäre und Skulpturen. Der Eingang ist ein Rundbogenportal, flankiert von Säulen, die einen gesprengten Giebel, mit dem Relief eines Wappens, tragen. Daruber ein tempelartiger Aufbau mit einer Nische mit einer Skulpturengruppe mit der heiligen Anna, Maria und dem Jesuskind-
In der Calle Angel de Saavedra liegt das Conservatorio Rafael Orozco, Konservatorium für Musik, benannt nach dem 1992 verstorbenen Komponisten. Der Eingang (Renaissance) ist umgeben von einem gitterförmigen Relief, das oben einen Abschluss mit zwei Wappen als Relief trägt. Daneben kleine Figuren auf Podesten.Darüber ein Fenster umgeben von zwei dekorierten Säulen, die ein Gebälk mit Reliefs tragen und einen halbrunden Giebel mit weiteren Figuren.
Oberer Teil der Fassade des Teatro Góngora in der Calle Jesús y María. Das Gebäude wurde 1929-1932 als Kino errichtet, nach einem Entwurf des Architekten Luis Gutiérrez Soto (1900-1977). Es steht auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Jesús María. Es ist ein Beispiel für den architektonischen Rationalismus, nur Pergolen und Rundbögen an der Fassade zeigen etwas vom mediterranen Charakter.
Das mexikanische Restaurant El Compadre mit farbenprächtiger Innendekoration und außen einer bunten Wandmalerei, die an den Dia de los muertos, den Tag der Toten erinnert.
Bar Correo mit bemalter Jalousie mit der Darstellung eines Bier trinkenden Mannes auf einem Fass.
Plaza de las Tendillas, nördlich der Altstadt von Córdoba. Hier ist eine der beliebtesten Einkaufgegenden der Stadt. In seiner heutigen Form existiert der Platz seit den 1920er Jahren.
Blick auf die Gebäude auf der Westseite des Platzes.
Blick auf ein Bürogebäude im Norden des Platzes. La Unión y el Fénix-Gebäude wurde 1927 fertiggestellt. Die ehemalige Versicherungsgesellschaft dieses namens gab den Bau beim Architekten Benjamin Gutiérrez Prieto (1888-? ) in Auftrag. Die abgerundete Ecke hat ein dreigeschossiges, farbiges Fenster, flankiert von Säulen. Oben ein runder Pavillon mit farbigen Fliesen und zahlreichen Reliefs. Ganz oben die Statue eines Phönix auf dem ein Mann sitzt aus Metall.
In der Mitte des Platzes ein Reiterstandbild des Gran Capitán vom Bildhauer Mateo Inurria y Lainosa (1866-1924).
Historische Straßenlaterne.
Historische Häuser auf der Südseite des Platzes mit Dachterrasse und zwei Türmen mit schmiedeeisernen blütenförmigen Dekorationen.
Informationstafel zur Iglesia de San Miguel
Iglesia de San Miguel bzw. Sankt Michael’s Kirche: Sie liegt nördlich der Plaza de las Tendillas auf der Plaza San Miguel und ist eine der ferdinandinischen Kirchen, also eine der 12 Kirchen, die nach der Rückeroberung durch König Ferdinand III. in Auftrag gegeben wurde, an der Stelle einer ehemaligen Moschee. Hier hat sich der mittelalterliche Ursprung noch gut erhalten. Sie ist im Übergangstil zwischen Romanik und Gotik errichtet. Die Fassade hat über einem relativ flachen Spitzbogenportal eine Fensterrose, ebenso an den niedrigeren Seitenschiffen der Basilika. Zwei Strebepfeiler fangen den Schub der Gewölbe ab.
Auf der Südseite der Kirche ein Portal mit Hufeisenbogen, welches noch aus der Zeit der Kalifen stammt.
Blick auf die Kirche von hinten.
Inneres:
Die Kirche hat einen fast quadratischen Grundriss mit einem Mittelschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen. Das Innere wurde 1749 erneuert. Blick durch das Mittelschiff zum Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert, aus rotbraunem Marmor. Der Chor hat ein auffälliges Rippengewölbe.
Blick in das südliche Seitenschiff mit seinem gotischen Chorabschluss mit Rippengewölbe. In ihm steht eine Statue des selig gesprochenen Papstes Johannes Paul II.
Blick in das nördliche Seitenschiff mit einem barocken, goldfarbenen Altar im Abschluss. In der Mitte des Altars ein Gemälde mit der Darstellung des letzten Abendmahls.
Blick vom Mittelschiff auf auf die Wand zum südlichen Seitenschiff mit Spitzbogen und kleinen runden Fenstern darüber.
Am südlichen Seitenschiff, hat sich ein Hufeisenbogen erhalten.
Im Norden der Plaza San Miguel ein Brunnen und eine historische Straßenlaterne.
Laden mit Flamenco-Kleidern.
Plaza de Capuchinas südöstlich der Iglesis de San Miguel, an der Calle Alfonso XIII. gelegen. Lebensgroße Statue des Bischof Hosius. Dahinter der Eingang zu einem Kapuzinerkloster, dem Convento de San Rafael. Auf dem Platz blühende Orangenbäume.
Blick auf den Hochaltar der Kirche im Convento de San Rafael und die Kuppel vor dem Hauptaltar.
Calle Alfonso XIII. Nr. 14, die historische Fassade des ehemaligen Klosters unserer lieben Frau von Schnee. Hier befindet sich heute der Sitz des Círculo de la Amistad bzw. sein heutiger Name „Freundschaftskreis, Künstlerisches und Literarisches Lyzeum“. Zwischen 1928 und 1930 wurde die Fassade errichtet, ein Werk von Rafael de la Hoz Saldaña (1892-1949) und Enrique García Sanz.
Daneben eine weitere historische Fassade mit roten Supraporten über den Fenstern.
Calle Alfonso XIII. Nr. 4, Instituto Politécnico Maimónides bzw. Polytechnisches Institur Maimonides. Das Gebäude wurde 1907 von Adolfo Castiñeyra Boloix (1856-1920) als Sitz der Zivilverwaltung erbaut. Zur Straße hin, hat es eine imposante Fassade im Eklektischen Stil.
Fassade zur Calle Carbonell y Morand.
Innenhof des Instituto mit einem Denkmal für Maimónides (1138-1204), mit seiner Büste aus Metall von 1988. Er war ein andalusischer, jüdischer Philosoph, Arzt, Rechtsgelehrter und Theologe und über Jahrzehnte das geistige Haupt der Sephardim.
Historisches Haus in der Calle Carbonell y Morand mit Reliefs als Supraporten über den Fenstern.
Am östlichen Ende der Calle Alfonso XIII. Ist die Iglesia San Pablo bzw. St. Pauluskirche: Die Kirche gehört zu einem ehemaligen Dominikanerkloster. Hier befand sich einst ein römischer Zirkus, dann ein muslimischer Palast. Auch sie gehört zu den sogenannen fernandinischen Kirchen, zusammen mit dem Kloster im Auftrag von König Ferdinand III. nach der Rückeroberung erbaut. Sie wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbaut und wie viele Kirchen im 18. Jahrhundert umgestaltet.
Portal zu einem Innenhof an der Calle Capitulares. Das barocke Portal von 1706 hat einen Durchgang mit Rundbogen, flankiert von zwei spiralförmigen, sogenannten salomonischen Säulen mit korinthischen Kapitellen. Darüber ein Aufbau mit gesprengtem Giebel und einer Nische mit der Statue des Apostels Paulus. Der Torbogen hat darüber einen weiteren Giebel mit einem Wappen als Relief.
Hinter dem Torbogen ein kleiner Garten. Auf einer Säule die Statue von Maria.
Blick auf die Westfassade der Kirche, die auf der südlichen Seite direkt an ein modernes Gebäude grenzt. Die Fassade ist im manieristischen Stil des 16. Jahrhunderts gehalten. Der Eingang mit Rundbogen wird flankiert von doppelten Pilastern mit ionischen Kapitellen. Darüber ein Aufbau mit einer Nische für die Statue des heiligen Paulus. Links und rechts davon Relief mit Wappen und ganz oben eine große Fensterrose, die während der Restaurierung im 20. Jahrhundert hinzugefügt wurde.
Inneres:
Blick durch des Mittelschiff, mit seinen zwei Seitenschiffen, Richtung Hochaltar.
Blick auf die Decke aus Holz im Mudejarstil.
Die mittlere Apsis mit dem Hochaltar und einem Rippengewölbe mit aufwändigen Kämpfern. Die fünfeckige Form der Apsis wird mit Rundbögen und Spitzbögen gestaltet, zwischen denen sich farbige Glasfenster befinden.
Details des Gewölbes.
Blick durch das südliche Seitenschiff in die südliche Apsis mit halbrundem Abschluss, Nebenaltar, Kreuzrippengewölbe und einem farbigen Glasfenster mit Rundbogen..
Informationstafel
Capilla de nuestra segnora del Rocío bzw. Kapelle Unserer Lieben Frau von El Rocío: die ebenfalls halbrunde Kapelle befindet sich als Abschluss im nördlichen Seitenschiff und ist mit einem Gitter aus Metall abgeteilt. Kreuzrippengewölbe. Vor dem weinroten Altar steht eine bekleidete Statue der Jungfrau von El Rocío aus dem 18. Jahrhundert.
Blick zurück durch das Mittelschiff. Rechts eine Kanzel aus geschnitzem Holz.
Blick vom südlichen Seitenschiff ,durch das Mittelschiff Richtung nördliches Seitenschiff.
Weitere Kapellen mit Nebenaltären:
Informationstafel
Capilla de Doña Leonor Lopez de Córdoba o del rosario bzw. Kapelle der Doña Leonor Lopez de Cordoba oder des Rosenkranzes: Die Kapelle wurde 1409 von Doña Leonor Lopez de Córdoba zum Gedenken an ihren Vater in Auftrag gegeben. Seit dem 18. Jahrhundert heißt die Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz. Im Inneren befindet sich ein achteckiger Raum, den Pedro López Ende des 15. Jahrhunderts mit einem prächtigen Sterngewölbe mit geraden Rippen überspannte. Der Nebenaltar mit dem Bildnis „Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“ aus dem 18. Jahrhundert, besteht aus rotem und schwarzem Marmor. Rechts und links von ihm Durchgänge in andere Räume, die umgeben sind von Reliefs, ebenfalls aus rotem und schwarzem Marmor. Im oberen Bereich ist ein Relief der Unbefleckten Empfängnis zu sehen, flankiert von Gemälden des Heiligen Josef mit dem Jesuskind und des Heiligen Dominikus.
Informationstafel
Capilla de San José bzw. Kapelle des heiligen Josef: Barocker, goldfarbener Altar von Jorge Medía von 1708. Im Zentrum eine Nische mit der Statue des heiligen Josef. In den Seitennischen Statuen des heiligen Michael und der heiligen Katharina, flankiert von salomonischen Säulen.
Weiterer Nebenaltar in der gleichen Kapelle, mit einem Gemälde mit der Darstellung eines Mönchs.
Kämpfer mit der Darstellung eines Bischofs, mit Resten von Bemalung.
Hufeisenbogen im Mudejarstil als Durchgang zu einer kleinen halbrunden Kapelle.
Blick durch einen Hufeisenbogen in einen dahinter liegenden Raum, der ggf. noch ein Überrest des Almohadenpalastes, auf dem die Kirche erbaut wurde, sein könnte.
In Norden der Kirche liegt die Calle San Pablo. Hinter einem Torbogen liegt ein weiterer Zugang zur Kirche. Vor zwei oktogonalen Kapellen im Norden der Kirche, befindet sich ein flaches, historisches Haus, in dem sich heute Läden befinden.
Details der Fassade mit einem barocken Medaillon als Relief, in dem Maria mit dem Jesuskind dargestellt ist.
Der Torbogen wird flankiert von Pilastern, die ein Gesims mit einem Medaillon zeigen. Darüber ein Aufbau, ebenfalls mit einem Medaillon.
Der schmale Gang führt zu einem Spitzbogenportal. Links an der Wand eine historische Wandleuchte.
Blick auf das Dach der Kirche mit den darunter liegenden Kragsteinen, die mit floralen Motiven verziert sind.
Wasserspeier.
Portal mit Spitzbogen, flankiert von kleinen Säulen mit Kapitellen mit floralen Motiven. Die Tür aus Holz im Mudejarstil.
Fliesenbild mit den Sehenswürdigkeiten Córdobas.
Stadtplan der Plaza de Orive und der Kirchen und Klöster der Umgebung.
Informationstafel
Weiter östlich lieg der Palacio de Orive an der Plaza de Orive. Der Palast im Stil der Renaissance, wurde 1560 von Hernán Ruiz II. (113-1569) für die Familie Villalones erbaut. Hier befindet sich heute die Kulturabteilung des Rathauses. Die Fassade aus Kalksteinblöcken, ist drei Abschnitte gegliedert. Der oberste Teil ist wie ein Turm mit offenen Rundbogenarkaden gestaltet.
Auf dem Türsturz eine weibliche Figur, die ein Schriftband hält, flankiert von zwei Löwenköpfen, die wie Türklopfer gestaltet sind. Darüber ein vergittertes Fenster, eingerahmt von Säulen, Reliefs und einem Giebel.
Inneres: Die Räume sind um zwei Innenhöfe angeordnet. Der Haupthof ist an drei Seiten mit wiederverwendeten arabischen und römischen Säulen unter halbrunden Bögen und einer oberen, verglasten Galerie versehen, die von Arkaden mit Segmentbögen und einer Brüstung umschlossen ist. In der Mitte ein kleines rundes Wasserbecken mit Fontäne.
Blick in den eheamligen Obstgarten.
Blick in den kleineren, zweiten Innenhof.
Schaufenster mit kleinen Figuren in der Kleidung der Männer aus Tarragona, wenn sie einen Menschenturm bauen.
Schaufenster mit kleinen bunten Figuren, die den gefesselten oder Kreuz tragenden Jesus darstellen.
Schaufenster mit kleinen bunten Figuren von Heiligen.
Plaza San Andres am östlichen Ende der Calle San Pablo. Hier ist ein kleiner Garten, der Jardin Capataces Sáez. In der Mitte ein achteckiger Brunnen aus der Barockzeit. Er wurde 1664 für die Plaza del Salvador erbaut und zwei Jahrhunderte später an seinen heutigen Standort versetzt. Bis 1813 prangte auf der Spitze ein Wappen mit einem Adler, dem Symbol des Französischen Kaiserreichs, das jedoch zerstört wurde, um die Erinnerung an Napoleon Bonaparte auszulöschen. Die Wege zum Brunnen sind mit Mosaiken aus Flusskieseln belegt. Im Hintergrund der Turm der Iglesia de San Andrés.
Portal zur Casa de los Luna bzw. Luna-Palast, direkt mit seiner Fassade an dem kleinen Garten. Das Haus der Familie Luna ist ein Beispiel andalusischer Adelspaläste im Platereskenstil. Die Fassade stammt vermutlich aus dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts. Später wurde ein zusätzliches Geschoss aufgesetzt mit einem doppelten Loggiafenster im Stil einer italienischen Galerie. Das Portal ist mit Gesimsen, Pilastern, Kugelaufsätzen und einem Relief mit Girlanden über dem Türsturz dekoriert. Darüber das Wappen der Familie als Relief.
Blick in den Innenhof durch ein schmiedeeisernes Gitter.
Innenhof mit Zitronenbaum und anderen Pflanzen und zwei Brunnen.
Iglesia de San Andrés bzw. Kirche des heiligen Andreas: auch diese Kirche gehört zu den 12 sogenannten fernandinischen Kirchen, die von König Ferdinand III. nach der Rückeroberung in Auftrag gegeben wurden. Die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche steht auf den Überresten der Basilika San Zoilo. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie renoviert und die wichtigste Umgestaltung geschah im 16. Jahrhundert. Hernán Ruiz II. (1514-1569) baute damals einen neuen Glockenturm, nach dem Vorbild der Kirche San Lorenzo in Córdoba, die ebenfalls von ihm stammt. Die größte Veränderung fand jedoch zweifellos in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts statt , als durch die Baumeister Juan und Luis de Aguilar, die alte mittelalterliche Kirche zum Querschiff der neuen Kirche umfunktioniert und ihre Ausrichtung von Ost-West auf Nord-Süd geändert wurde. Der Umbau war 1755 abgeschlossen.
Das nun nach Norden weisende Hauptportal hat über dem Rundbogen ein Wappen als Relief. Über einem Gesims ein Aufbau mit einer Nische mit der Statue des heiligen Andreas.
Inneres:
Die dreischiffige Kirche in der Form einer Basilika, auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Blick Richtung Vierung und Hochaltar. Die beiden Joche vor der mittleren Apsis des ursprünglichen Gebäudes sind erhalten geblieben. Sowohl die Apsis als auch die Joche davor waren ursprünglich mit gotischen Maßwerkgewölben versehen, die im 18. Jahrhundert durch Kreuzgewölbe ersetzt wurden.
Informationstafel
Blick durch das Mittelschiff auf den Hochaltar und zwei Altäre links und rechts daneben.
Der Hochaltar wurde von Pedro Cornejo (1677-1757) entworfene und 1753 von Teodosio Sánchez Cañada (1700-?) ausgeführt. Im Zentrum des barocken, goldfarbenen Altars befindet sich eine Statue des heiligen Andreas, flankiert von salomonischen Säulen und den Statuen von den Erzengeln Michael und Rafael. Darüber ein Kruzifix und zwei weitere Engel.
Details des Altars.
Rechts vom Hochaltar der barocke, goldfarbene Nebenalter des heiligen Josef. Im Zentrum eine Statue des heiligen Josef mit dem Jesuskind, flankiert von jeweils 3 Gemälden mit Darstellungen von Heiligen. Ganz außen salomonischen Säulen. In der oberen Ebene ein Gemälde und zwei Medaillons.
Blick in das rechte Querschiff, welches ursprünglich das Hauptschiff der mittelalterlichen Kirche war mit dem Eingang im Westen. In den mit Rundbogen abgeteilten weiteren Kapellen stehen Festwagen für die Semana Santa.
Am ehemaligen Eingang im Westen eine Orgel.
Weitere barocke, goldfarbene Nebenaltäre.
Blick in das linke Querschiff, auf das ehemalige Presbyterium, den Chorraum der mittelalterlichen Kirche. Weiterer Nebenaltar und mehrere Gemälde. Der Altar der Unbefleckten Empfängnis stammt von Antonio Palomino (1655-1726) aus Bujalance.
Rechts hat sich eine Kapelle mit dem ursprünglichen Rippengewölbe erhalten, in dem noch ein Nebenaltar, der Altar Mariä Himmelfahrt, aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, der Renaissance, steht. Im Zentrum des goldfarbenen Altars eine farbige Statue der Maria, darüber der Kalvarienberg. Rechts und links jeweils drei Gemälde. Die beiden oberen Gemälde auf Goldgrund stellen Heilige dar, die beiden unteren Gemälde zeigen die Verkündigung und die Anbetung der Hirten.
Historische Häuser in der Calle Realejo 5, Casa Paliani.
Ermita de San José an der Plaza de la Magdalena im Osten der Altstadt.
Informationstafel
Iglesia de la Magdalena bzw. Kirche der Maria Magdalena: dies ist die erste Pfarrei von insgesamt 12, die König Ferdinand III. nach der Rückeroberung Cordobas gründete. Diese fernandinischen Kirche wurde zwar im 13. Jahrhundert geplant, aber der konkrete Baubeginn ist unbekannt. Hier vermengen sich spätromanische, gotische und Elemente des Mudejarstils. Der kirchliche Betrieb wurde 1890 eingestellt und heute, nach einer umfassenden Restaurierung, wird das Gebäude für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Norden der Kirche befindet sich die mit vielen Bäumen bewachsene Plaza de la Magdalena.
Blick auf die Kirche von der Plaza de la Magdalena aus. Die Kirche, in diesem Fall eine Basilika, besteht aus einem Hauptschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen, wobei nur das Hauptschiff eine Apsis hat. Der Kirchturm mit Glocke, hat einen achteckigen Aufbau und eine zylindrische Spitze. Er wurde um 1790 erbaut.
Blick auf die Nordseite (Evangeliumsseite) der Kirche mit einem Portal mit Spitzbogen und gestuften Laibunden, sowie einem vorspringenden Dach. Einst flankierten gotische Baldachine das Portal, unter denen die Verkündigungsszene dargestellt war. Heute ist nur noch die beschädigte Statue des Engels Gabriel erhalten.
Blick auf den Chorabschluss bzw. Apsis und dem über dem südlichen Seitenschiff liegenden Turm.
Portal auf der Südseite (Epistelseite) entstand um 1300 und ist das älteste der Stadtkirchen Cordobas. Es ist der weiterentwickelte Mudéjar-Typ, der sich später in ganz Südandalusien verbreiten sollte.
Blick von Westen auf die Kirche. Fassade und südliches Seitenschiff mit Turm.
Das Portal ragt etwas aus der Fassade hervor und beseht aus einem aus einem Spitzbogen, der auf schlanken Säulen ruht. Die Säulen haben Kapitelle mit floralen Motiven. Über dem Portal eine große Fensterrose.
Details der Reliefs an der Fassade.
Puerta Nueva: am östlichen Ende der Calle Alfonso XII. stand einst ein 1569 erbautes Stadttor, welches 1895 abgerissen wurde. Auf dem Platz mit Kreisverkehr steht eine Säule, auf der die römische Brücke und die Mezquita als Skulptur dargestellt sind.
Informationstafel
Iglesia de Nostra Segñnora del Carmen bzw. Kirche unserer lieben Frau vom Berge Karmel: Die Kirche und die ehemaligen Klostergebäude befinden sich im Norden des Platzes Puerta Nueva. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ließen sich die Unbeschuhten Karmeliten in Córdoba nieder. Unter der Herrschaft von König Philipp II. wurde ab 1580 die Kirche des Klosters errichtet. Im 18. Jahrhundert war dieses Kloster eines der bedeutendsten in Córdoba. Die Klostergebäude beherbergen heute die Juristische Falultät der Universität Córdoba. Die Fassade der Kirche hat ein manieristischen Portal aus dem 17. Jahrhundert. Über dem von Pilastern flankierten Durchgang eine Nische mit der Statue der Jungfrau von Berge Karmel.
Inneres:
Die einschiffige Kirche hat ein Tonnengewölbe und ein Querschiff mit einer abgeflachten Kuppel in der Vierung. Blick durch das Kirchenschiff Richtung Hochaltar. Rechts und links vom Hochaltar zwei Figuren von Engeln, die Lampen tragen.
Informationstafel zum Hochaltar
Der Hochaltar wurde 1639 von Sebastián Vidal entworfen und von Pedro Freile de Guevara (1580-1645) gefertigt. Er besteht aus mehreren Gemälden von Juan de Valdés Leal (1622-1690) aus dem Jahr 1655. Sie stellen verschiedene Szenen aus dem Leben des Propheten Elias, der Jungfrau Maria, verschiedener Heiliger und insbesondere einiger Heiliger der Karmeliter dar. Im Zentrum die Entführung des Elias im Feuerwagen.
Ganz oben die Darstellung der Jungfrau der Karmeliten.
Blick zurück durch das Kirchenschiff auf die Empore und Festwagen für die Semana Santa. Links und rechts zwei Nebenaltäre.
Nebenaltar mit einer bekleideten Statue der Muttergottes vom Haupt aus dem 17. Jahrhundert.
Informationstafel
Anonymes Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, Öl auf Leinwand mit der Darstellung der unbefleckten Empfängnis. Goldfarbener barocker Rahmen. Es handelt sich um eine Kopie eines Gemäldes von Bartolomé Esteban Murillo.
Neubarocker Nebenaltar mit einer Statue des heiligsten Herzens Jesu. Daneben eine Kanzel aus Holz, mit geschnitzten, goldfarbenen Medaillons mit der Darstellung von Heiligen.
Neubarocker Nebenaltar mit einer Statue des heiligen Josef.
Östlich des Platzes Puerta Nueva befindet sich ein dreieckiger kleiner Garten, umgeben von Straßen, der „Jardines de la Niña del Milagro“. Auf diesem grünen Platz mit blühenden Judasbäumen steht eine Säule mit der Statue des Erzengels Raphael, die Columna Arcángel San Rafael.
Calle Alfonso XII. 35, historisches Haus mit einem Balkon über dem Durchgang zum Innenhof. Der Balkon steht auf einem gesprengten Giebel mit Voluten.
Anonyme moderne schwarz-weiße Zeichnung mit einem Kopf zur Hälfe Salvador Dalí und die andere Hälfte Frida Kahlo.
Schaufenster mit Schmucke aus farbigem Glas in der Form von Schmetterlingen, Halsketten und Ohrringe.
Plaza Vizconde de Miranda an der Calle Alfonso XII., östlich der Basilica de San Pedro. Hier steht das ehemalige Herrenhaus der Familie de los Rios. Vom ehemaligen Gebäude hat sich nur die Fassade aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Das Portal wird flankiert von jeweils einem Paar Säulen aus rötlichem Naturstein mit dorischen Kapitellen. Darüber ein gesprengter Giebel mit Voluten, zwischen denen ein Balkon platziert ist. Die Tür zum Balkon wird auch von einer Portalarchitektur umgeben und flankiert von zwei Wappen als Relief. Im flachen abgerundeten Giebel über der Tür ein Wappen als Relief.
Brunnen aus schwarzem Naturstein und einem Wappen vom Beginn des 18. Jahrhunderts, an einer Wand unterhalb eines Backsteingebäudes mit Rundbogenarkaden über zwei Geschosse.
Blick in den Innenhof eines historischen Hauses im Mudejarstil mit Hufeisenbögen als Durchgang zu einem weiteren Innenhof. Im Innenhof Sitzgelegenheiten und ein Sockel aus farbigen Fliesen.
Eingang mit Sockel aus farbigen Fliesen und einem schmiedeeisernen Gitter vor dem Innenhof.
Blick in den Innenhof mit zahlreichen Topfpflanzen und einem achteckigen Brunnen.
Gegenüber der Iglesia de San Pablo die Überreste eines römischen Tempels bzw. Templo Romano aus dem 1. Jahrhundert. Er wurde bei Bauarbeiten für das Rathaus aus den 1950er Jahren entdeckt. Die Überreste der Tempelanlage sind 32 m lang und 16 m breit. Die kannelierten Säulen sind aus Marmor mit korinthischen Kapitellen. Wegen der hohen Qualität und Größe der Überreste vermutet man, daß es sich um einen bedeutenden Tempel gehandelt haben muss.
An der Ecke Calle Diario de Córdoba ein historisches Haus aus Backsteinen, mit einem halbrunden Erker über alle Etagen, auf dem oben ein runder Pavillon mut Kuppel steht.
Gleich um die Ecke, in der Calle Tundidores 3, das Restaurant „Taberna Salinas“. Das traditionell und rustikal eingerichtete Restaurant, besticht neben seiner Küche, durch zahlreiche dekorative Gegenstände, wie Gemälde, Kerzenleuchter, Uhren, Reliefs im Mudejarstil, Rundbogenarkaden und dekorative Weinfässer, wie in einem kleinen Museum.
Historisches Haus mit schmiedeeisernem Gitter am Balkon und üppigen floralen Dekorationen als Relief über allen Fenstern.
In der Calle Calle Auxiliadora liegt das Santuario de María Auxiliadora. Die Fassade ist eklektisch gestaltet, mit einem neubarocken Portal und andalusischen Einflüssen. Diese zeigen sich an den schmiedeeisernen Gittern vor den Fenstern, dem Fliesenbild mit einer Darstellung von Maria und der in weiß und ockerfarben abgesetzten Fassadengestaltung. Oben ein Glockenturm mit zwei Rundbogenöffnungen.
Fliesenbild mit der Darstellung von Schülern und Ministranten.
Ganz in der Nähe die Plaza de San Lorenzo mit der Real Parroquia de San Lorenzo Mártir de Cordoba bzw. Iglesia de San Lorenzo bzw. Kirche des heiligen Laurentius: auch diese Kirche ist eine der 12 fernandinischen Kirchen, die nach der Rückeroberung Cordobas durch Ferdinand III. in Auftrag gegeben wurden. Sie wurde an der Stelle einer Moschee errichtet, die wiederum an der Stelle einer westgotischen Kirche gebaut worden war. Die Moschee wurde 1236 in eine christliche Kirche umgewandelt ab 1272 dann neu erbaut. Das maurische Minarett wurde 1555 von dem Architekten Hernán Ruiz II. (1514-1569) in einen Glockenturim Stil derRenaissance umgewandelt. Vorbild war die Giralda in Sevilla. Nach einem Brand 1687, wurden zwecks Erhaltung der Wandmalereien Gipsgewölbe eingezogen und erst 1963 wurden diese Malereien im Rahmen der Restaurierung wieder entdeckt. Damals wurde das ursprüngliche gotisch-mudéjarische Erscheinungsbild wieder hergestellt. Ungewöhnlich ist die Gestaltung der Fassade mit einer Vorhalle mit 3 Spitzbögen, die wahrscheinlich im 16. Jahrhundert entstanden sind. Darüber eine große Fensterrose.
Vor der nach Süden ausgerichteten Fassade ein kleiner Garten mit einem runden Brunnen.
Fensterrose im Mudejarstil.
Glockenturm
Eingangsportal hinter dem mittleren Spitzbogen der Vorhalle. Der Spitzbogen des Portals wird flankiert von kleinen Säulen mit Kapitellen mit floralen Motiven.
Details des Portals.
Inneres:
Blick durch das Kirchenschiff der dreischiffigen Kirche bzw. Basilika.
Blick durch das Hauptschiff zum Chor mit dem Hochaltar, einem Rippengewölbe und italienischen Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. An der Wand vor der Apsis oben, weitere Wandmalereien und eine erst bei der Restaurierung wieder freigelegte kleine Fensterrose.
Die Wandmalereien im Chor erstrecken sich über 212 qm Fläche und zeigen Szenen aus dem Leben Christi mit der Kreuzigugn in der Mitte. Links der Judaskuss, die Verhandlung vor Pilatus und Christus trägt das Kreuz. Rechts die Kreuzabnahme, die Grablegung und die Auferstehung. Darunter verschiedene Propheten und Heilige. In der Apsis drei lanzettförmige Fenster.
Blick in das Rippengewölbe mit Darstellungen der Seraphim. Die Rippen sind mit Darstellungen von Drachen verziert.
Blick zurück durch das Kirchenschiff Richtung Eingang mit der Fensterrose.
Blick in den Abschluss des linken Seitenschiffs. Auf dem Nebenaltar eine auf einem Thron sitzende Statue des segnenden Christus. Daneben eine festlich gekleidete Maria mit dem Jeuskind.
Erhaltene Wandmalerei in einem Bogen links neben der Apsis.
Blick in das Kreuzrippengewölbe links neben der Apsis.
Capilla de San Roque bzw. Kapelle des heiligen Rochus: sie bildet den Abschluss des rechten Seitenschiffs und hat ein Kreuzrippengewölbe. Auf dem barocken, goldfarbenen Nebenaltar ganz oben die Statue des heiligen Rochus. Darunter die bekleidete schmerzensreiche Maria in einer Nische mit Rundbogen. Vor dem Altar eine fast lebensgroße Statue des Kreuz tragenden Christus.
Der ehemalige Hochaltar, befindet sich derzeit im vorderen Bereich des Kirchenschiffs, hinter einem kleinen runden Taufbecken. Der Altar wurde Mitte der 1960er Jahre abgebaut, bevor die Wandmalereien in der zentralen Apsis entdeckt wurden. Der barocke, goldfarbene Altar zeigt Gemälde mit Szenen aus dem Leben des heiligen Laurentius von unbekannten Malern. Ganz oben eine Statue mit der Darstellung des heiligen Laurentius von Pedro de Paz (1536-1582). Darunter eine Statue des heiligen Josef. Diese Statue steht im Zentrum des Hochaltars und um ihn, ein wie ein Gebäude mit Kuppel und Säulen gestalteter Rahmen.
Nebenaltäre:
Barocker, goldfarbener Nebenaltar mit einer festlich gekleideten und mit Krone versehene Maria mit Jesuskind, flankiert von jeweils 2 salomonischen Säulen. Darüber in einem Aufbau mit Voluten eine Nische mit der Statue von König Ferdinand III.
Ein nahezu identischer barocker, goldfarbener Nebenaltar, ebenfalls mit einer festlich gekleideten und mit Krone versehene Maria mit Jesuskind, flankiert von jeweils 2 salomonischen Säulen.
Blick in eine Kapelle mit einem Nebenaltar aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
Blick vom Hauptschiff auf ein Seitenschiff, getrennt durch relativ flache Spitzbogen.
In den Seitenschiffen stehen Festwagen für die Semana Santa.
Details von Kapitellen.
Doppelter kleiner Hufeisenbogen im Seitenschiff.
Informationstafel zur Iglesia del Juramento de San Rafael bzw. Kirche des Eides des heiligen Raphael:
Sie steht an dem Ort, an dem der Erzengel Raphael 1578 dem Pater Roelas erschienen sein soll und geschworen haben soll, die Stadt zu beschützen. Der durch eine öffentliche Spendenaktion finanzierte Bau entstand zwischen 1796 und 1806 die Kirche nach einem Entwurf von Vicente López Cardera. Stilistisch ist sie vom Neoklassizismus und den Entwürfen von Ventura Rodíguez Tizón (1717-1785) beeinflusst. Blick auf die Westfassade mit zwei Glockentürmen und einem Giebel dazwischen.
Inneres:
Das Innere ist durch doppelte Rundbögen, die auf großen, quadratischen Säulen ruhen, in drei Schiffe unterteilt. Blick durch das Hauptschiff auf die Vierung mit Kuppel und den Hochaltar.
Blick in die halbrunde Apsis mit einer Nische für den Hochaltar. Er besteht aus einem Baldachin mit der Statue des Erzengels Raphael.
Blick zurück Richtung Westen mit der Orgelempore und einer Orgel.
Nebenaltar mit einem Kruzifix und ein weiterer Nebenaltar mit kleinen Säulen und einem Tabernakel im Zentrum, darüber ein Gemälde mit einer Heiligen.
Nebenaltar im Zentrum mit einem Relief mit der heiligen Columba von Córdoba, dem heiligen Eulegius von Córdoba und einer weiteren Heiligen. Links davon eine farbige, sitzende Statue von Maria mit dem Kind und rechts eine Statue eines weiteren Heiligen.
Blick in die Sakristei mit historischen Möbeln, zahlreichen Gemälden und Kerzenleuchtern.
Verkaufstisch mit farbigen Fliesen mit Darstellungen von Heiligen und Engeln.
Patios de Juramento, die Innenhöfe die zur Kirche gehören. In den Innenhöfen die typischen Blumentöpfe mit Pflanzen, die an den Wänden hängen. Statue des Erzengels Raphael.
Blick in einen kleinen Raum mit einer Statue der Maria und Vitrinen mit Rosenkränzen.
Blick in den zweiten Innenhof mit einem Wappen als Mosaik aus Flusskieseln. Auch hier zahlreiche Pflanzen in Blumentöpfen und Orangen- und Zitronenbäume.
Blick in einen der Räume im Erdgeschoss mit einem Brunnen.
Blick in den Brunnenschacht.
Ehemaliger Kamin und historisches Geschirr.
Orange blühende Klivie (Clivia miniata)
Blick in einen Flur mit einem Sockel aus Fliesen, einem Sideboard mit Kerzenleuchtern, historischer Uhr und an den Wänden Teller und eine Heiligenfigur.
Laden mit Andenken und Devotionalien.
Blick durch die Calle San Augustin mit dem Kirchturm der Klosterkirche Sankt Augustin, auf dem Weg zur Plaza San Augustin im Nordosten der Altstadt von Córdoba. Auf dem ganzen Platz Mosaiken aus Flusskieseln.
Real Iglesia Conventual de San Agustín bzw. Königliche Klosterkirche Sankt Augustinus: auch diese Kirche gehört zu den 12 fernandinischen Kirchen, die im Auftrag von König Ferdinand III. nach der Rückeroberung Córdobas in Auftrag gegeben wurden. Sie wurde um 1328 ursprünglich als Klosterkirche erbaut und im 16. Jahrundert durch den Bau zahlreicher Kapellen stark verändert. Aber auch im 18 Jahrhundert haben barocke Anbauten ihre Spuren hinterlassen. Leider folgte auf diese Blütezeit der Niedergang. Mit dem Einmarsch der Franzosen in die Hauptstadt 1808 beschlagnahmten napoleonische Truppen das Gebäude, wandelten es in eine Kaserne um und nutzten die Kirche als Stall und Getreidespeicher.
Die Westfassade entstand mit Ergänzungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Hauptportal wird flankiert von kannelierten Säulenpaaren mit einem gesprengten Giebel mit Voluten darüber. In dem Aufbau mit Nische steht eine Statue des heiligen Augustinus.
Details des Portals. Farbige Reliefs von Wappen im Tympanon des Portals.
Blick auf den Glockenturm aus dem 16. Jahrhundertb.
Inneres:
Blick durch das Kirchenschiff Richtung polygonaler Apsis mit dem Hochaltar und Vierung. Der Aufbau der Kirche in der Form einer Basilika ist ursprünglich mittelalterlich und durch die Renovierung in der Barockzeit wesentich verändert und unter einer barocken Schicht verborgen. Die Wandmalereien, auch an den Säulen des Mittelschiffs, mit Darstellungen der Propheten und Szenen aus der Kindheit Jesu, werden Cristóbal Vela (ca. 1588-1658) und seinem Sohn Antonio Vela Cobo (1629-1676) zugeschrieben.
Im westlichen Teil des Kirchenschiffs ist die Decke niedrig und mit barocken Gemälden und weiß-goldener, typisch barocker Rahmung in Reliefform. Die Gemälde werden dem Maler Cristóbal Vela (ca. 1588-1658) zugeschrieben. Das zentrale Bild zeigt die Unbefleckte Empfängnis und den Triumpf über die Sünde.
Die Seitenschiffe sind mit Rundbogen vom Hauptschiff getrennt. Darüber üppige weiß-goldene Konsolen, die eine Galerie in der oberen Etage tragen. Vor der Vierung ein breiter Rundbogen, der quer über das Hauptschiff geht, verziert mit Reliefs von Engeln, einem Wappen und floralen Motiven.
Das Kirchenschiff wird überwölbt von einem sehr flachen Tonnengewölbe mit zahlreichen barocken Gemälden. Sie werden Juan Luis Zambrano (1598-1639) zugeschrieben. Es besteht aus sechs Szenen, die jeweils ein Apostelpaar zusammen mit Engeln zeigen, die Schriftrollen mit den Sätzen des Glaubensbekenntnisses halten. Weiß-goldene Dekorationen mit Putti und floralen Motiven umgeben die Gemälde und es entsteht der Eindruck des kunstgeschichtlichen Begriffs Horror vacui, der Angst vor leeren Flächen.
Blick in die Kuppel der Vierung aus dem 16. Jahrhundert, in der Form einer Ellipse. In den Zwickeln Gemälde von Bischöfen. In der Kuppel einige Fenster und farbige Stukkaturen mit Darstellungen von Engeln, Bändern und floralen Motiven.
Blick in den Chor mit gotischem Rippengewölbe, welches zwischen den Rippen im barocken Stil bemalt wurde. Der Hochalter wird verdeckt von einer Dekoration typisch für die Semana Santa. Eine Pietà mit einer festlich gekleideten Maria und Christus. An den Außenwänden der Apsis zwei Nebenaltäre mit Statuen von Heiligen, links der heilige Augustin, rechts ein Dominikanermönch. Außerdem Gemälde und Reliefs mit Wappen und Statuen von Päpsten.
Details des Chores und seiner Ausstattung.
Blick in das Rippengewölbe des Chores mit seiner Deckenmalerei.
Blick zurück durch das Mittelschiff, rechts eine Kanzel.
Blick in das Ende des nördlichen Seitenschiffs.
Apsis im nördlichen Seitenschiff mit Wandmalereien, die Heilige darstellen. Sie wurden bei der Restaurierung wiederentdeckt und werden ebenfalls Cristóbal Vela (ca. 1588-1658) und seinem Sohn Antonio Vela Cobo (1629-1676) zugeschrieben. Zwischen den Gewölberippen kleine Fensterrosen.
Nebenaltar in der nördlichen Apsis.
Nebenaltar in der südlichen Apsis. In drei Rundbogennischen, getrennt durch Säulen, steht im Zentrum die gekrönte Maria mit Kind, flankidert von Statuen eines Dominikanermönche und einer Dominikanernonne.
Die südliche Apsis hat ebenfallein gotisches Rippengewölbe mit Deckengemälden, die die Köpfe von Putti darstellen.
Blick vom nördlichen Querschiff über die Vierung in das südliche Querschiff. An der Ecke eine Kanzel.
Nebenaltar im südlichen Querschiff mit einer Dominikanernonne im Zentrum des Altars.Über dem Altar barocke Wandmalereien mit Engeln und floralen Motiven.
Barockes Kreuzrippengewölbe im südlichen Querschiff mit Medaillons, in denen sich Bildnisse von heiligen Mitgliedern des Dominikanerordens befinden.
Südwestlicher Vierungspfeiler mit der Darstellung der Anbetung der heiligen Drei Könige.
Nordwestlicher Vierungspfeiler mit der Darstellung von Christi Geburt.
Barockes Kreuzrippengewölbe im nordlichen Querschiff mit Medaillons, in denen sich Bildnisse von heiligen Mitgliedern des Dominikanerordens befinden.
Weiße mit goldenen Ranken verzierte Rundbogennischen im Mittelschiff, unterhalb der Galerie im oberen Geschoss der Kirche, mit Statuen von Mönchen und Maria. Über den Nischen als Relief, liegende Figuren.
Blick auf das Mittelschiff Richtung Westen mit der Galerie im oberen Geschoss.
Am Eingang ein Diorama mit der Darstellung des Kalvarienberges.
Informationstafel zur Kirche der heiligen Marina im Norden der Altstadt von Córdoba.
Iglesia Santa Marina de Aguas Santas bzw. Kirche der heiligen Marina: Auch diese Kirche gehört zu den insgesamt 12 fernandinischen Kirchen, die nach der Rückeroberung Córdobas durch König Ferdinand III. in Auftrag gegeben wurden. Sie ist eine der ältesten der fernandinischen Kirchen und wurde an der Stelle einer ehemaligen Moschee errichtet, diese widerrum stand an der Stelle einer westgotischen Kirche aus dem 7. Jahrhundert. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrunderts, im frühgotischen Stil, aber auch im Mudejarstil und einigen spätromanischen Elementen. Nach einem Brand im Jahre 1880 wurde sie restauriert und weitere Renovierungen erfolgten im 19. und 20. Jahrhundert. In diesem Zusammenhang wurden barocke Anbauten (aus den Jahren 1680 und 1755) entfernt und das mittelalterliche Erscheinungsbild der Kirche wiederhergestellt.
Die Westfassade hat 4 asymmetrische Strebepfeiler mit Fialen, die die unterschiedliche Höhe von Hauptschiff und den beiden Seitenschiffen, also eine Basilika, verdeutlichen. In der Mitte eine große Fensterrose.
Hauptportal mit Spitzbogen und rahmenden Alfizes. Die flankierenden kleinen Säulen haben Kapitelle mit floralen und tierischen Motiven.
Blick entland der Südseite der Kirche, auf den im 16. Jahrhundert erbauten Turm, der von Hernán Ruiz II. (1514-1569) entworfen wurde.
Detail des Glockenturms.
Die drei Kirchenschiffe enden jeweils in oktogonalen Apsiden. Blick von Norden auf die Apsiden.
Portal auf der Nordseite der Kirch mit einem darüberliegenden Dreiecksgiebel.
Inneres:
Blick durch das Hauptschiff mit zwei Seitenschiffen Richtung Osten auf den Chor mit dem Hochaltar. Die niedrigeren Seitenschiffe sind durch Spitzbögen vom Hauptschiff getrennt, darüber ein Obergaden mit Fenstern.
Über der mittleren Apsis ist eine weitere Fensterrose.
Blick in die mittlere, polygonale Apsis mit einem gotischen Rippengewölbe und drei lanzettförmigen Fenstern.
Über dem zentralen Altar ein Kruzifix.
Blick in das Gewölbe.
Blick zurück durch das Hauptschiff Richtung Westen zum Ausgang mit der Fensterrose. Darüber eine restaurierte Holzdecke im Mudejarstil.
Blick in die polygonale Apsis des rechten Seitenschiffs mit Rippengewölbe.
Details der Kapitelle der Pilaster zwischen den gotischen Fenstern in der rechten Apsis.
Kapelle des Sarges mit einem Nebenaltar. Die Kapelle ist ein viereckiger Raum unter einer halbkugelförmigen Kuppel auf Pendentifs. Diese zeigen in Mediallons farbigen Stück mit Darstellungen der Evangelisten. Auch die Kuppel ist reich mit farbigem Stuck verziert mit Attributen der Passion und floralen Motiven.
Nebenaltar des heiligen Rochus.
Blick auf das Portal der Grabkapelle der Familie Orozco. Durch sie gelangt man in die heutige Sakristei. Das Portal ist im Mudejarstil gehalten, mit dekorativen Arabesken und Wabenmotiven. Der Spitzbogen wird flankiert von den als Relief gearbeiteten Wappen des Calatrava-Ordens.
Details einiger Kapitelle.
Einer der Festwagen für die Semana Santa.
Blick von der Kirche auf die Plaza del Conde de Priego. Auf dem Platz ein Denkmal für den Torero Manuel Rodriguez Sanchez (1917-1947) , genannt Manolete, der auf tragische Weise in der Heimatstadt der Stierkämpfer ums Leben kam. Die Statue aus Bronze wird flankiert von zwei Männern mit sich aufbäumenden Pferden.
An einer der Wände ein Fliesenbild des auferstandenen Christus.
Portal des Convento de Santa Isabel de los Angeles in der Calle de Santa Isabel. Über dem Türsturz ein Wappen als Relief und zwei Voluten.
Gleich um die Ecke ein weiteres Portal zum Kloster. Die Tür aus Holz wird flankiert von Pilastern, darüber ein gesprengter Giebel mit mehreren Wappen als Reliefs und ein quadratisches Relief mit der Darstellung von Mariä Heimsuchung.
Plaza Porta del Rincón: Der Platz ist benannt nach einem Turm aus dem 14. Jahrhundert. Er ist das einzige Überbleibsel der Stadtmauer , die einst die alte Medina umgab. Direkt neben dem Turm eine Statue, die ersten einer Trilogie, die den Patios von Córdoba gewidmet ist. Die Gießerin bzw. „La Regadora“ wurde Ende 2014 eingeweiht. Sie besteht aus einer 1,90 m hohen Statue einer Frau aus Bronze, die die bunten Blumentöpfe an der weißen Wand darüber gießt.
Plaza de Capuchinos bzw. Kapuzinerplatz:
Informationstafel und Stadtplan mit der Lage des Kapuzierplatzes, südlich der Jardines de la Merced.
Früher trug er auch die Namen Plaza de Almunia und Plaza de Corbacho. Er wurde 1689 auf dem Gelände von Häusern der Familie Almunia errichtet, obwohl er ursprünglich zum Kapuzinerkloster gehörte. Der Platz wirkt in seiner Gestaltung streng und schlicht, umgeben von weißen Mauern. Im Hintergrund die Fassade der Iglesia Conventual del Santo Ángel bzw. Klosterkirche des heiligen Engels.
In der Mitte des Platzes Christo de los faroles bzw. Christus mit den Laternen. Das Kruzifix vom Bildhauer Juan Navarro León stammt aus dem Jahr 1794 und ist umgeben von mehreren schmiedeeisernen Laternen auf einem Zaun.
Blick auf die Fassade des Santuario de Nuestra Señora de los Dolores mit zwei Portalen. Links das Portal, genannt „Virgin de los Dolores“ im Stil des Neubarock. Das rechte Portal, genannt „San Jacinto“ von 1730. Die Tür wird flankiert von Pilastern, die einen gesprengten Giebel tragen. Im Giebel eine Nische mit der Statue eines Mönches. Auf dem Türsturz ein Wappen als Relief.
Inneres der Kirche mit einem Langhaus mit Tonnengewölbe, einem Querschiff und einer Kuppel über der Vierung. Der Hochaltar von 1901 umgibt die festlich gekleidete „Virgin de los Dolores“, die 1718 von Juan Prieto geschaffen wurde.
Palacio del Marqués de Viana an der Plaza Don Gome 2 im Nordosten der Altstadt.
Informationstafel.
Dieser Palast wurde über mehrere Jahrhunderte errichtet und immer wieder erweitert. Einst standen hier Häuser aus dem 14. Jahrhundert, die Miguel Ruiz gehörten. Erstmals wurde der Palast im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt, als der 24. Bürgermeister von Córdoba, Gómez Suárez de Figueroa hier residierte. Spätere Besitzer erweiterten das Haus. 1980 verkauften die Markgrafen von Viana den Palast an die Caja provincial de Ahorros de Córdoba, die heutige Cajasur, eine Bank. Der 6.500 qm große Palast besteht aus 100 Räumen, 12 Innenhöfen und mehreren Gärten. Der Palast ist als Museum öffentlich zugänglich und zeigt bei den ältesten Gebäudeteilen vor allem die Gartenkunst der Innenhöfe.
Blick auf die Fassade, die von Juan de Ochoa im 16. Jahrhundert im Stil des Manierismus errichtet wurde.
Details des Eingangsportals, in der Ecke von zwei rechtwinklig angrenzenden Gebäudeflügeln gelegen. Im gesprengten Giebel in der oberen Etage ein Balkon, flankiert von lebensgroßen Reliefs römischer Soldaten, die Wappenschilde halten.
Grundriss des Palastes und der Innenhöfe.
Blick durch Rundbogenarkaden in einen Innenhof mit Brunnen (Nr. 12), bei der Einfahrt gelegen.
Informationstafel zum Patio de Recibo bzw. Empfangshof (Nr. 1)
Seine Entstehung lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, in die Zeit des 2. Lord von Villaseca, Luis Gomez de Figueroa y Córdoba. Er baute das mittelalterliche Anwesen in eine Herrenhaus im Stil der Renaissance um. Bemerkenswert ist, das die Rundbogenarkaden im Eingangsbereich keine Säule auweist, sodaß Kutschen leicht in den Hof hinein und wieder hinausfahren konnten. Auf den Boden ein Mosaik aus geschwungene Rechtecken aus Flusskieseln.
Informationstafel zu den Las Caballerizas bzw. den Ställen. Die Ställe haben den Grundriss wie eine Basilika mit 3 Schiffen. In den Seitenschiffen befinden sich die Krippen, in denen die Pferde standen.
Eine mit Blumen bemalte Kutsche und eine Uniform, Livree eines Bediensteten.
Eine Kutsche und eine Uniform, Livree eines Bediensteten.
Die Futterkrippen und ein bestickter arabischer Sattel.
Schränke mit weiteren Univerformen bzw. Livrees für Bedienstete.
Informationstafel zum Comedor de Madrileños bzw. Speisesaal „Madrid“:
Es erhielt diesen Namen, da es der Speisesaal war, der von den aus Madrid kommenden Bediensteten während der Besuche der Marquise von Viana in diesem Haus in Córdoba genutzt wurde. Die Einrichtung ist typisch spanisch, mit einem Gefäß aus Zinn auf dem Tisch. An der Wand ein flämischer Bildteppich aus dem 16. Jahrhundert und ein anonymes Porträt von Papst Leo XI.
Die Lampe an der Decke aus Holz ist aus Bronze im holländischen Stil.
Wirtschaftsräume:
Anrichte aus Holz
Kleiner Tisch und ein Regal mit Töpfen aus Kupfer, Amphoren und Krügen.
In einem kleinen Hof ein überdachtes, gemauertes Wasserbecken zum Wäsche waschen mit Waschbrett.
Wand mit zahlreichen Blumentöpfen.
Kleine einachsige Kutsche.
Blick in die Küche mit Töpfen aus Kupfer, Körben, einem Herd und Gefäßen aus Glas.
Informationstafel zum Patio de los naranjos bzw. Hof der Orangenbäume (Nr. 3): Der ehemalige arabische Küchengarten war im 15. Jahrhundert Teil des ursprünglichen Herzstücks des Palastes und diente bis zum Bau des Empfangshofs als Zugang zum Palast. Durch seine Abgeschlossenheit, seine intime Atmosphäre, die Bedeutung des Wassers und die Kombination von Blumen und Obstbäumen erinnert er an spanisch-arabische Gärten.
Fußbodenfliese mit der Darstellung eines gekrönten Löwen.
Salón del mosaico bzw. Mosaikzimmer mit einem Schrank aus Holz mit goldfarbenen Verzierungen aus Metall. Am Übergang zwischen Wand und Decke ein breiter bemaler Streifen, der Stuck imitiert.
Lampe an der Decke aus Bronze im holländischen Stil.
Informationstafel zum Salón de porcelanas bzw. Porzellanzimmer
Die Glasvitrinen und der barock-rokokoartige Ausstellungsschrank enthalten Teile eines Tafelservices der Ostindien-Kompanie, das von König Alfons XIII. dem zweiten Marquis von Viana geschenkt wurde.
Bei den Möbeln handelt es sich um ein Sofa und einen Sessel im Stil Ludwigs XIII. sowie barocke salomonische Säulen.
Informationstafel zum Salón de Tobias bzw. Raum des Tobias
Die Malereien an den Wänden zeigen Szenen aus dem Leben von Tobias, Patron der Reisenden, Pilger und Augenleidenden, wahrscheinlich von León Albadía y Santolaria (1836-1894). In der Mitte des Raumes ein Tisch aus einem Refektorium mit einer massiven Tischplatte aus Eichenholz.
Auf dem Tisch eine große Vase von der Ostindien-Kompanie aus Imari-Porzellan bzw. Arita-Porzellen mit Verzierungen aus Bronze.
Informationstafel zum Salón del mosaico bzw. Mosaikzimmer.
Dieser ehemalige Haupteingang des Hauses aus dem 18. Jahrhundert ist mit einem römischen Mosaik aus dem 4. Jahrhundert verziert, das 1923 vom 2. Markgrafen von Viana von einem anderen Anwesen der Familie in den Palast gebracht wurde.
Im Raum hängt eine große, randlose Öllampe aus dem 18. Jahrhundert von der Decke und an der Wand ein Gemälde mit dem Wappens des 2. Markgrafen von Viana.
Informationstafel zum Patio de las rejas bzw. Hof der Tore (Nr. 4)
Dieser Hof wurde im 17. Jahrhundert unter dem 3. Lord von Villaseca, Gómez de Figueroa de Córdoba, angelegt. Er öffnet sich durch 3 manieristische Gitter nach außen, was ihm den Namen gab. Er dienste dazu, Prestige und Mach seiner Bewohner zu demonstrieren. An Spalieren wachsen Organgenbäume und in der Mitte des Hofes ein Brunnen, der umgeben ist von Podesten mit Topfpflanzen darauf.
Schmiedeeiserne Laterne.
Gelb blühende Kletterpflanze.
Informationstafel zum Patio de la Madama bzw. Hof der Madame (Nr. 5)
Er entstand im Zuge der Reformen des 18. Jahrhunderts, erhielt aber sein zentrales Element erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zypressen umrahmen einen zentralen Brunnen mit der Statue einer Nymphe. Im Gegensatz zum Hof der Tore, ist dieser Hof ganz intim nur nach innen gerichtet. Die beste Aussicht auf den Innenhof hat man vom Schlafzimmer des Hausherren.
Informationstafel zum Patio de los columnas bzw. Säulenhof (Nr. 13)
Dieser Hof ist der modernste des Komplexes, da er erst in den 1980er Jahren errichtet wurde, als der Palast für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Hier können Veranstaltungen und Feierlichkeiten stattfinden. Es ist der größte Hof, nur der Garten ist größer. Hauptmerkmal ist das zentrale, längliche Wasserbecken, der von der Gartenkunst der Nasriden inspiriert wurde. Im Hintergrund der markante
Glockenturm der Real Iglesia Conventual de San Agustín, die sich im Norden des Palastes befindet.
Rundbogenarkaden umgeben den Hof und auf dem Boden Mosaiken aus Flusskieseln.
Große historische Tontöpfe stehen unter den Arkaden.
Informationstafel zum El Jardín bzw. dem Garten (6)
Dieses 1200 qm große Areal ist von französischen Vorbildern inspiriert und das Ergebnis des Wunsches des 7. Marquis de Villaseca, Diego Rafael Cabrera und Fernández de Mesa (19. Jahrhundert). Sie wollten einen Garten haben, der der damaligen Mode des Adels entsprach.
Blick vom Garten zurück in den Säulenhof.
Der Garten einer aus Bruchsteinen gefertigten kleinen, runden Grotte. Beete sind mit Buchsbaumhecken umgeben. Im Zentrum ein rundes Wasserbecken mit Seerosen.
Als Dekoration Reste von antiken Säulen.
Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica).
Informationstafel zum Patio la Alberca bzw. Hof des Pools (Nr. 7)
Dieser Bereich gehörte einst zum Anwesen der Familie Torres Cabrera, welches im 19. Jahrhundert von Viana annektiert wurde. Dieser Hof wird auch Gewächshaushof genannt und war davor bekannt als Hirschhof. Dieser typische Arbeitshof ist heute das Zentrum der Gärtner des Palastes. Der nemensgebende Pool wird mit Brunnenwasser bespeist und zur Bewässerung der Pflanzen benutzt.
Informationstafel zum Patio del Pozo bzw. Hof des Brunnens (Nr. 8)
Dieser Hof bildete ursprünglich zusammen mit dem Innenhof des Pools ein Ensemble. Erhalten hat sich hier ein einfacher, alter Brunnen, der ehemals mit einem nicht mehr vorhandenen Wasserrad benutzt wurde. Das Wasser stammt aus dem unterirdisch verlaufenden Colorado-Bach. Aus diesem Bach wird genügend Wasser entnommen, um alle Innenhöfe und Brunnen des Palastes zu versorgen.
Blüte der gewöhnlichen Calla (Zantedeschia aethiopica)
Informationstafel zum Patio de los jardineros bzw. Hof der Gärtner (Nr. 9)
Der Hof hat seinen Namen, da hier die Geräte der Gärtner untergebracht sind. Bekannt ist er auch unter dem Namen Hof der Hunde. Er ist das dritte Element des Pool-Brunnen-Garten-Trios und vervollständigt die Patios, die den Landhäusern der Grafen von Torres Cabrera dienen. Hier gibt es eines vertikalen Garten, farbige Fliesen und archäologische Fundstücke, die den Innenhof schmücken und im 20. Jahrhundert hinzugefügt wurden.
Ein Fliesenbild erinnert an einen Besuch von König Alfons XIII. 1926.
In einem benachbarten Raum einige historische Exponate, wie Säulen, eine römische Büste, Truhe aus Holz.
Relief aus Alabaster mit der Darstellung eines Mannes und eines Löwen.
Vitrine mit Exponaten.
Informationstafel zum Patio de la Capilla bzw. Kapellenhof (Nr. 10)
Der Hauptinnenhof der Häuser der Grafen von Torres Cabrera stammt aus dem 17. Jahrhundert, wurde aber im 19. Jahrhundert Teil von Viana. Seinen Namen verdankt er einer angrenzenden Kapelle, die inzwischen restauriert wurde. Der Hof, bepflanzt mit Orangenbäumen wirkt wie ein kleines archäologisches Museum, durch die Ansammlung von zahlreichen historischen Exponaten.
Calle Enrique Redel 4, historisches Haus im Mudejarstil. Farbige Fliesen um die Fenster mit Vielpassbögen.
Plaza Poeta Juan Bernier bzw. Platz des Dichters Juan Bernier: Der Platz ist dem Schriftsteller, Archäologen und Mitglied der Cántico-Gruppe Jan Bernier gewidmet. Der Platz befindet sich auf dem Gelände des ehemamligen Klosters Santa Maria de Gracia. Blick auf den Platz und eines der erhalten gebliebenen Portale des Klosters.
Eine der drei Skulpturengruppen zur Ausstellung „Córdoba“, die den Höfen von Córdoba gewidmet ist. Hier „El pozo de las flores“ bzw. der „Blumenbrunnen“ mit lebensgroßen Statuen aus Bronze. Großmutter sitzend und Enkelin von einem Brunnen und einer Pergola, die Blumentöpfe mit Blumen pflegend.
Blühender Blauregen an Bananenstauden.
Rest der Stadtmauer im Nordosten der Stadt.
Iglesisa Nuestra Señora de Gracia bzw. die Kirche unserer lieben Frau von der Gnade oder auch Los Trinitarios ganz im Nordosten der Altstadt, innerhalb der Stadtmauern. Diese Kirche war Teil der Convento de los Descalzos Trinitarios bzw. des Trinitarierklosters und wurde im 17. Jahrhundert von Juan Bautista gegründet. Vor dem Bau der Kirche stand hier eine Einsiedelei, deren Ursprünge ins späte 15. oder frühe 16. Jahrhundert zurückreichen. Zwischen 1623 und 1626 begannen die Bauarbeiten an dem Kloster. Erst 1648 begannen die Arbeiten an der Kirche. Hierfür mussten einige umliegende Häuser erworben werden. Nach den Eroberungen und Zerstörungen durch die Franzosen im 19. Jahrhundert, wurden die Klostergebäude Gefängnis, Stallungen, Krankenhaus und Missionsschule. Erst Anfang des 20. Jahrhundert kehrten die Trinitarier in das Kloster zurück.
Blick auf die nach Süden ausgerichtete Fassade. Vor der Fassade zwei Rampen, in deren Mitte ein Kreuz aus Eisen, aus dem 17. Jahrhundert steht. Die Fassade hat 5 Türen. Die drei mittleren sind der Zugang zum Inneren der Kirche. Die linke Tür führt zum Kloster, die rechte ist ungenutzt und führte einst zum verschwundenen Garten des Klosters. Über dem mittleren Eingang ein Relief mit der Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit in einer Nische mit Rundbogen in einem Aufbau mit Giebel. Davor ein Engel mit zwei Gefangenen, das Hauptsymbol des Trinitanierordens.
Rechts und links über den kleineren Türen, zwischen gesprengten Giebeln, ebenfall in Nischen mit Rundbogen, knieende Figuren von dem heiligen Johannes von Matha und rechts des heiligen Felix von Valois, beide Gründer des Trinitarierordens.
Unter dem zentralen Giebel Statuen mit den Personifikationen der christlichen Tugenden: Liebe, Glaube, Hoffnung.
Ganz oben ein Giebel mit einem Ochsenaugefenster, flankiert von zwei Engeln.
Blick auf die Ostseite der Kirche von der Calle Ronda del Marrubial.
Blick auf das Eingangsportal aus Backsteinen, welches zum Colegio Santísima Trinidad Trinitarios führt, einer pädagogischen Einrichtung des Trinitanierordens.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite historische Häuser mit Loggien mit Rundbögen auf Türmen.
Blick entlang der Stadtmauer im Norden der Stadt, die Muralla del Murrubial. Der ca. 400 m lange Abschnitt der arabischen Stadtmauer aus der Zeit der Almoraviden, entstand zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert.
Direkt hinter der Stadtmauer liegt der Muralla-Park mit blühendem Blauregen auf einer Pergola und Fächerpalmen.
An ihn schließt sich der 1992 eröffnete Jardin de los Poetas an. Hier befanden sich einst die Obstgärten des Trinitanierordens. Entworfen wurden sie vom Architekten Juan Serrano Muñoz (1929-2020).
Blüte eines Orangenbaums.
Moderne Reihenhäuser mit kleinen Gärten schließen sich im Westen an den Park an.
Am nördlichen Ende des Jardin de los Poetas befindet sich ein moderner, aus Backsteinen gemauerter Durchgang durch die Stadtmauer.
Auslagen eines Ladens mit Fischen und Krabben.
Die Calle Ronda del Marrubial geht über in die im Norden der Stadt verlaufende Avenida de las Ollerías. Hier liegt das Santuario de Nuestra Señora Madre del Carmen Coronada San Cayetano bzw. Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, gekrönter Heiliger Cajetan. Blick von der Straße auf die Fassade der Kirche. Davor ein Brunnen und ein kleiner Garten mit Zypressen und einer Palme.
Die Fassade der Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist in kräftigen Farben, gelb und rötlich gehalten und hat an einer Seite einen Glockengiebel. Das Eingangsportal wird von Natursteinen eingerahmt und hat einen Aufbau mit einer Nische mit der Statue eines Heiligen, der ein Kind an der Hand führt.
Plaza de la Flor del Olivo bzw. Olivenblütenplatz: er befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Ölfabrik San Antonio. In seiner Mitte wird der El Chimenéon bewahrt, der große Schornstein.
An der noch etwas westlicher liegenden Plaza del Moreno steht der Torre de la Malmuerta. Der Turm ist achteckig und hat einen angebauten Torbogen. Dieser Albarrana-Turm entstand 1406-1408 im Auftrag von König Heinrich III. von Kastilien über einem bereits vorhandenen Almohadenbauwerk.
Einmündung der Calle Adarve direkt hinter dem Stadttor.
Ebenfalls gleich hinter dem Stadttor die Plaza de Colón mit dem Jardines de la Merced bzw. Jardines de Colón: Dieser Garten war einst das Gelände des Mercedarierklosters. Der Park wurde 1905 im neuromantischen Stil angelegt und hat in seinem Zentrum einen Brunnen von 1920 vom Bildhauer Rafael del Rosal. Von diesem Brunnen gehen strahlenförmig Wege ab.
Der Brunnen besteht aus einem großen, runden Becken, das mit Jakobsmuscheln und mythologischen Fischen verziert ist. Der untere Sockel besteht aus zwei Muschelschalen, die das Wasser aus den oberen Schalen auffangen.
In südöstlichen Bereich des Gartens die kleine moderne Al-Morabito-Moschee, die von Muslimen derzeit genutzt wird.
Am westlichen Rand des Gartens befindet sich die Fuente „Monumento a la Belleza de la Mujer Cordobesa“ bzw. der Brunnen „Denkmal für die Schönheit der Córdobanerin“ von José Manuel Belmonte Cortés (1964-). Er wurde 2003 eingeweiht. Die Statuen aus Bronze zeigen zwei Frauen aus Córdoba, eine zu jeder Seite des Brunnens.
Auf der anderen Straßenseite die beeindruckende Fassade des Palacio de la Merced, ein ehemaliges Kloster. Gemäß den Überlieferungen geht es auf den Gründer des Mercedarierordens, Petrus Nolascus (1182-1253) zurück, der nach der Rückeroberung der Stadt von den Mauren das Grundstück vom König Fernidnand III. geschenkt bekam. Archäologische Grabungen ergaben Spuren von römischen oder westgotischen Bauten. Der heutige Komplex besteht aus einer Kirche, Klostergebäuden und einem Kreuzgang aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach der Auflösung der Klöster in den 1830er Jahren, dienste es als Hospiz und 1960 zog die Provinzverwaltung in das Gebäude ein.
Blick auf die nach Südosten ausgerichtete Fassade mit der Kirche in der Mitte.
Details der Fassade links von der Kirche, mit farblich abgesetzten Pilastern und einem Portal. Über diesem Portal die Statue des Ordensgründers Petrus Nolasco mit einem von den Mauren freigekauften Gefangenen. Dies war einst der Grund für die Grundung des Ordens. Die ganze Fassade ist durch Gesimse stark horizontal betont.
Auch die Fassade der Kirche betont die Horizontale und hat nur wenige, für das Barock so typische geschwungene Formen, dafür aber eine kräftige Farbgestaltung, die Naturstein evt. Marmor imitiert. Rechts und links vom Portal runde Fenster sog. Okuli. In der oberen dritten Ebene zwei Glockengiebel, die einen weiteren Giebel mit Okuli flankieren.
Die Portalzone hat zwei Geschosse und wird flankiert von gedrehten Säulen und Pilastern mit korinthischen Kapitellen. In einer Nische über dem Portal die Statue von Maria, die die eisernen Fußfesseln befreiter Gefangener in den Händen hält. Daher auch der Name der Kirche Iglesia Nostra Segnora de la Merced bzw. Kirche Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit.
Plaza de la Trinidad im Südwesten der Altstadt, nördlich des ehemaligen jüdischen Viertels. Iglesia de San Juan y Todos Los Santos bzw. Kirche heiliger Johannes und Allerheiligen. Die Kirche gehörte zuvor zum Kloster der Trinitarier, welcher 1236 gegründet wurde, was dem Platz seinen Namen gab. Wie die ursprüngliche Kirche aussah ist nicht überliefert. Nach dem Einsturz der Decke im 16. Jahrhundert, konnte sie nach der Reparatur Mitte des 16. Jahrhunderts wieder benutzt werden. Erneut lag sie ein Jahrhundert später wieder in Trümmern und 1705 wurde sie erneut eingeweiht. Sie hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes und nur ein Kirchenschiff, überwölbt von einem Tonnengewölbe. Die Fassade hat einen Dreiecksgiebel mit zwei Rundfenstern, Okuli. Links daneben ein Glockengiebel.
Das Eingangsportal mit Rundbogen wird flankiert von jeweils 2 Säulen. Darüber ein Fries mit Triglyphen und schlichten Metopen. Über dem gesprengten Giebe ein Aufbau mit gedrehten Säulen und einer Nische mit einer Skulpturengruppe. Sie zeigt einen Engel im trinitarischen Gewand, der zwei Gefangenen hilft. Dies ist ein Symbol für den Hauptzweck des Ordens, der gegründet wurde, um nach der christlichen Rückeroberung maurische Gefangene frei zu kaufen.
Etwas nördlicher an der Plaza de San Nicolás die Iglesia San Nicolás de la Villa bzw. Kirche des Heiligen Nikolaus des Dorfes: auch diese Kirche gehört zu den 12 fernandinischen Kirchen, die nach der Rückeroberung durch König Ferdinand III. in Auftrag gegeben wurden. Sie wurde im gotisch-mudéjarischen Stil erbaut, wurde aber mehrfach umgebaut und renoviert. Das Portal wurde im 16. Jahrhundert von Hernán Ruiz II. (1514-1569) erbaut.
Der achteckige Turm wurde während der Zeit der Katholischen Könige über einem muslimischen Minarett erbaut.
Ganz in der Nähe der Kirche die Statue einer sitzenden und die Zeitung „Diario Córdoba“ lesenden Frau aus Bronze. Anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums, gab die Zeitung die Skulptur beim Bildhauer Marco Augusto Dueñas (1971-) in Auftrag und schenkte sie der Stadt.
Ebenfalls in der Nähe der Kirche ein Denkmal für den Schriftsteller und Dramaturen Antonio Gala (1930-2023) mit einer Büste aus Bronze auf einem Steinsockel von César Orrico Méndez (1984-).
Richtung Norden verläuft die breite Avenida del Gran Capitán, gesäumt von Platanen und mit zahlreichen Geschäften und Marktständen mit Büchern.
An der Kirche ist auch die Calle Conde de Gondomar mit historischen Häusern.
Fassade im Jugendstil bzw. im Stil des Modernismo vom Colegio de Milagrosa in der Calle Conde de Gondomar 4 mit einem Relief auf Metall mit der Darstellung von Jesus mit Kindern.
Kleines gerahmtes Gemälde an einer Wand.
Im Süden der Altstadt, im Zentrum der Juderia liegt die enge Gasse Calle Cabezas.
Calle Cabezas 2, historisches Haus mit der Pension El Portillo mit maurisch gestaltetem Innenhof mit Sockel aus Fliesen.
Calle Cabezas 5, historisches Haus, evt. Spätgotik. In der 1. Etage 2 Fenster mit schmiedeeisernen Fenstergittern und einem Balkon mit Gitter und einer mit Reliefs verzierten Balkontür. Darüber Fensteröffnung mit Resten von gotischem Maßwerk.
Allee der Bögen, ein enger Durchgang zwischen historischen Häusern, direkt neben der Casa de Cabezas bzw. dem Haus der Köpfe.
Fliese mit Hinweis auf die Casa de Cabezas.
Informationstafeln mit einer Abbildung zur Sage.
Das Casa de las Cabezas in der Calle Cabezas 18, ist ein Herrenhaus, das heute ein Luxushotel und ein Museum ist. Das Herrenhaus ist Ort einer gruseligen Sage, die Legende der sieben Infanten von Lara aus dem 10. Jahrhundert. Im Haus wurde der spanische Edelmann Gonzalo Gustioz gefangen gehalten. Seinen sieben Söhne gerieten in einen Hinterhalt und wurden dabei getötet. Ihre abgeschlagenen Häupter sollen dem Gefangenen auf einem Silbertablett vorgelegt worden sein. Anschließend wurden sie laut Sage zur Abschreckung an der angrenzenden Gasse aufgespießt – pro Bogen ein Kopf. Im späten 15. Jahrhundert gehörte das Haus dem Konvertiten Juan de Córdoba, der von der Inquisition hingerichtet wurde, weil er eine geheime Synagoge im Haus beherbergte. Ab Ende des 20. Jahrhunderts gehörte das Haus verschiedenen Privatpersonen. 2007 kaufte Manuel Ramos Gil die Casa de las Cabezas und führte umfangreiche Restaurierungsarbeiten durch. Dabei entdeckte er ein jüdisches Bad bzw. Mikwe. 2014 eröffnete er hier das Haus als Museum und wurde ab 2022 ein Luxushotel.
Im Inneren historische Möbel, mehrere Innenhöfe mit Rundbogenarkaden.
Ein offenes Treppenhaus aus Holz, gestützt auf eine historische Säule.
Historische Truhe
Ritterrüstungen im Treppenhaus.
Dachterrasse.
Elefanten aus Metall auf Rädern.
Weiter südlich, parallel zum Fluss verläuft die Calle Cardenal Gonzalez. Hier befindet sich in maurischen Räumlichkeiten der Hammam Al Andalus.
Läden mit Keramik, Andenken, Fächern, Tee in den typischen bunten Blumentöpfen.
Restaurant
Fahrt zur Medina Azahara über die Avenida de Medina Azahara. An der Straße die Facultad de Veterinaria der Universität Córdoba. 1913 wurde der Bau eines neuen Gebäudes genehmigt. Der Architekt Gonzalo Domínguez Espúñez wurde mit dem Entwurf beauftragt. Er orientierte sich architektonisch an der Veterinärmedizinischen Fakultät von Hannover. In seinem Entwurf wurden zahlreiche muslimische Architekturelemente verwendet, die ihn als modernisierten Mudejarstil ausweisen. Arabische Bögen, Hufeisenbögen, Fliesen Ziegelverzierungen und florale Ornamente aus Stein lassen das Gebäude wie einen orientalischen Palast wirken. Es hat einen rechteckigen Mittelteil und zwei seitliche Rotunden. Der Haupteingang hat drei eiserne Tore und fünf steinerne Balkone. Darüber eine Uhr zwischen zwei turmänhlichen Aufbauten. Bis 1921 war nur das Erdgeschoss fertiggestellt. Heute befindet sich hier auch das Rektorat der Universität Córdoba.
Historischer Kirchturm am Rande der Straße
Blick auf das 1406 gegründete Real Monasterio de San Jerónimo de Valparaíso an den Südhängen der Sierra Morena. 1835 wurde es säkularisiert. Heute befindet sich hier das Archäologische Museum der Stadt Córdoba.
Madinat al-Zahra bzw. Medina Azahara:
9 km westlich von Córdoba, am Fuße der Sierra Morena liegt diese Ruinenstadt, die 936 von Abd ar-Rahman III. (889-961) aus der Dynastie der umayyadischen Kalifen in Auftrag gegeben wurde. Er hat ihr den Namen seiner Lieblingsfrau gegeben. Der Architekt Maslama Ibn Abdallah hatte damals die Aufsicht über den Baubeginn. In der Palaststadt gab es bereits eine Hauptmoschee und die Münzprägestätte wurde ca. 947/48 hierher verlegt. Bis die Palaststadt fertiggestellt wurde, dauerte es allerdings bis zur Herrschaft von Al-Hakam II. (915-976). Dies erklärt einige stilistische Veränderungen zwischen der Stadt und der Erweiterung der Moschee. Bis zu 20.000 Menschen lebten zeitweise in der Palaststadt. In den Jahren des Aufstands gegen die Herrschaft von Hischam II. (reg. 976–1009 und 1010–1013) wurde die Palaststadt nach nicht einmal einem Jahrhundert (1010) zerstört.
1910 wurde die Stadt wiederentdeckt. Die Ausgrabungen und Rekonstruktionen sind aber längst nicht abgeschlossen. 2018 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Alte Olivenbäume aus dem 13. Jahrhundert.
Blumenwiese
Blick in die Krone einer Palme.
Luftaufnahme der Runinenstadt als Lageplan. Oben links ein modernes Museum. Das ca. 1.500 x 700 m große Ausgrabungsgelände ist nur etwa ein Zehntel der einstigen Palaststadt. Die Anlage wird als die größte, in einem Zug geplante und angelegte städtische Ansiedlung im Mittelmeergebiet betrachtet.
Die Palastanlage ist in Terrassen gegliedert, wobei die oberste die des Kalifen war (Nr. 9). Darunter liegen die Häuser der Verwaltungsbeamten, der Dienerschaft und der Leibgarte (Nr. 6-8). Die eigentlich Stadt mit Wohnhäusern, Werkstätten und der Hauptmoschee liegt noch tiefer.
Blick auf den Portikus am Paradeplatz.
Hinter Grundmauern von Gebäuden, sieht man den Garten mit Zypressen und mit beschnittenen Hecken umgebene Beete.
Blick über Mauern des ehemaligen Palastes, auf das teilweise wieder hergestellte Haus eines hohen Beamten, Haus des Ya’far (Nr. 6).
Blick auf einen der Innenhöfe des Palastes.
Mauerrste von Räumlichkeiten um den Innenhof herum.
Weiter links weitere Fundamente des Palastes und im Hintergrund noch ein Garten.
Ganz links auf der Höhe des Palastes die obere Basilika (Nr. 2)
Blick auf das ganz oben stehende Museum.
Informationstafel zum Nordtor.
Mauerreste des Nordtores, welches den Zugang zum Palast kontrollierte.
Details der Mauern.
Blick von einer nach unten führenden Straße auf die Basilika (Nr. 2).
Informationstafel zur oberen Basilika mit Grundriss.
Details der Basilika mit Hufeisenbögen und Säulen. Es ist als Hauptsitz einer Abteilung der Kalifenverwaltung erbaut worden, in einem für öffentliche Gebäude typischen Basilika-Stil. Material und Dekoration waren schlicht: Ziegelboden, Wände und Bögen mit einem Kalk-Sand-Gemisch verputzt und weiß und rotockerfarben gestrichen. Die Schiffe sind durch Säulen und Bögen getrennt und es gibt eine Vorhalle, die sich quer zu den Schiffen befindet. Erbaut vermutlich am Ende der Regierungszeit von Abd ar-Rahman III. im Rahmen seines radikalen Verwaltungsreformprogramms. Dem Gebäude vorgelagert ist ein Innenhof mit in umgebenden Räumlichkeiten für das untergeordnete Verwaltungspersonal.
Blick auf die Hufeisenbögen des großen Tores.
Erdbeerbaum (Arbutus)
Gänsegeier (Gyps fulvus)
Blick auf die Hufeisenbögen des großen Tores von außen.
Informationstafel zur Moschee. Sie wurde 941 in unmittelbarer Nähe des Alcázar erbaut. Sie verfügt über einen Innenhof und eine fünfschiffige Gebetshalle, die an einem Ende durch die Qibla-Mauer, an der sich die Mihrab befand, abgeschlossen ist. Neben dem nördlichen Eingang zum Innenhof stand ein Minarett, von dem aus die Gläubigen zum Gebet gerufen wurden. Neben der Quibla hatte der Kalif seinen reservierten Platz. Man vermutet, daß sie sowohl von der Aristokratie, als auch von den übrigen Stadtbewohnern genutzt wurde.
Informationstafel zu den Ställen. Dieser Bereich mit Ställen für 25-30 Pferde, befindet sich innerhalb des Palastes.
Das Gelände ist in zwei separate Bereiche unterteilt: Der östliche Teil diente als Stall und besaß vermutlich ein von Säulen getragenes Obergeschoss zur Speicherung von Stroh. Der andere Bereich diente der Reinigung und Belüftung der Ställe. Man vermutet, daß hier die Pferde der Wesire und anderer hochgestellter Beamte standen, die im angrenzenden Verwaltungsgebäude gearbeitet haben.
Blick auf die Gärten mit Palmen, Zypressen und anderen Bäumen, sowie von beschnittenen Hecken umgebene Beete.
Blick auf den überdachten und nicht zugänglichen Salón Rico o de Abd al-Rahman III. bzw. Reiche Halle oder Halle von Abd al-Rahman III.
Informationstafeln zu den auf der Südseite des Palastes liegenden Gärten. Links der sogenannte obere Garten, zu dem sich die Halle von Abd al-Rahman III. öffnet und mit ihm eine architektonische Einheit bildet. Rechts ein 10 m tiefer liegender Garten, der durch eine Mauer mit Wachtürmen vom oberen Garten getrennt ist. Beide Gärten weisen eine ähnliche Gestaltung auf. Durch Wege bilden sich jeweils 4 große Parterres. Die Bewässerung stammt aus den 4 großen Teichen im oberen Garten, die um einen heute nicht mehr existierenden zentralen Pavillon angeordnet sind. Außerdem gibt es einen großen Teich an der Nordmauer des unteren Gartens. Vom unteren Garten sind bisher nur zwei Drittel der Fläche ausgegraben. Die heutige Gestaltung der Gärten stammt aus den 1960er Jahren.
Informationstafeln zum Haus des Ya’far (Nr. 6)
Blick auf das Haus des Ya’far mit dem im Hintergrund oben liegenden Museum. Es ist vermutlich Residenz und privater Wohnbereich des Premierministers des Kalifats in der Zeit von 961 bis 972. Es ist eines der aufwendigsten und prunkvollsten Wohnhäuser im Palast. Der offizielle Bereich der Residenz bestand aus einem Gebäude im Stil einer Basilika. Der Zugang erfolgte durch das Hauptportal mit seinen kunstvollen Steinreliefs. Die prachtvolle Gestaltung mit Stuckreliefs und dem mit Marmor belegten Fußboden implizieren die Bedeutung die Ya’far, für den Staat der Umayyaden hatte. .
Haupteingang und Details der Stuckreliefs
Blick in den privaten Bereich der Residenz mit einem kleinen Innenhof.
Informationstafel zu den Quartieren für die Wachen, die von hier den südlichen Zugang zum Palast kontrollierten.
Fahrt zurück nach Córdoba, vorbei an zahlreichen Nestern von Störchen auf Strommasten. Im unteren Bereich des Nestes nisten Sperlingen.
Historischer Industriespeicher neben den Gleisen.
Historische Kirche neben der Straße nach Córdoba.
Maikäfer (Melolontha)
Fahrt mit dem Zug zurück nach Sevilla. Moderne weiße Einfamilienhaus-Siedlung auf einem Hügel.
Flughafen Sevilla.
Luftbilder Rückflug von Sevilla
Felder, Industrieanlagen und Solaranlagen in der Umgebung von Sevilla.
Stausee
Berge mit Schnee, Seen
Genf mit Flughafen und dem Genfer See.
Lausanne am Genfer See
Greyetzersee mit wenig Wasser.
Neuenburger See
Der Untersee vom Bodensee mit der Insel Reichenau.
Bodensee, Konstanz und die Insel Mainau.
Bodensee
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